Ist „Betteln“ bzw. Schnorren in Mode gekommen?

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    So ein System fände ich noch anangemessener, den so würde man sie ja quasi vor allen Augen von den Erwerbstätigen trennen.


    Dann würde es zwangsläufig dazu kommen, dass sich arbeitslose und Asylbewerber beim Einkaufen über den Weg laufen.
    Die Arbeitslosen fühlen sich dann bestimmt nicht besser, es reicht schon, wenn man ihnen Marken in die Hand gibt. Ich denke, damit ist man eingeschränkt genug.
    Für Asylbewerber könnte ich es mir gerade noch so vorstellen.

  • Zitat

    Original geschrieben von SiemensFreak³
    Die Existenz solcher Organisationen wie "xxxer Tafel" ist der Beweis.


    -SF³


    warum? Diese Tafeln führen dazu, dass eben niemand hungern muss.

    Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf am Arbeitsplatz.

  • Re: Re: Re: Gerade das ist das Problem!


    Zitat

    Original geschrieben von Superlug
    Und Du Denkst Schumacher wäre nicht weiterhin so reich, dass er sein Geld gar nicht ausgeben kann?
    Selbst wenn er 80% Steuern zahlen muesste, hätte er das X-fache des Durchnscnittverdieners.


    Der Mann verdient rund 80 Millionen Dollar im Jahr [Quelle], wobei sein Gesamteinkommen (Werbung u.a.) sicherlich um ein Vielfaches höher liegt.


    In der Schweiz zahlt er 2,5% Steuern und damit immer noch 2,5 Millionen Franken [Quelle] (ich weiß, daß es da auch andere Zahlen im Netz gibt, aber die Größenordnung ist immer die gleiche).


    Mit 2,5 Millionen an Steuern zahlt er immer noch "das X-fache eines Durchschnittsverdieners" .. mit so einem Betrag finanziert er tausenden obdachlosen ihren täglichen Teller Suppe und Dutzenden von Bediensteten ihre ABM-Stelle; wenn ein Einzelner so viel (absolut gesehen) in die Gemeinschaft einbringt, dann kann ich hier keine Verfehlung in Bezug auf die soziale Verantwortung feststellen.
    In Deutschland wärens dann 20x so viele Begünstigte. Begriffe wie asozial und Schmarotzer sind hier völlig fehl am Platz. Egal welchen Betrag er einem Bettler in seinen Becher werfen würde, ob 10€, 100€ oder 1000€ - immer wäre er knickrig, schließlich ist das doch alles Peanuts für ihn.


    Würde man ihm 80% seines zugegebenermaßen sehr üppigen Einkommens nehmen, so hätte das mehrere Auswirkungen. Er könnte nicht mehr so hemmungslos mit seinem Privatjet durch die Gegend düsen, dadurch würden hier Umsätze verloren gehen. Er könnte nicht mehr nach Lust und Laune bei Prada und Gucci shoppen gehen, dadurch würden dort Arbeitsplätze verloren gehen. Er könnte nicht mehr für 15k€ im Monat mobil telefonieren [unter der Annahme, daß Vodafone als Sponsor ihm wirklich eine Rechnung schreibt, was aber eher unwahrscheinlich ist], auch das würde Arbeitsplätze kosten.



    Das schlimmste aber: seine Mehrleistung gegenüber einem "Durchschnittsverdiener" würde nicht ansprechend honoriert. Warum sollte ich mir "den Hintern aufreißen" und mein Gottgegebenes Talent optimal nutzen, wenn ich am Ende nicht entsprechend belohnt werde? Dieser defekte Grundgedanke führt zu solchen "Errungenschaften", daß man seinerzeit in den alten Bundesländern mit der Geburt eines Kindes auch schonmal das Auto (eine Marke, zwei Modelle?) bestellen mußte, damit es hoffentlich zu seinem 18. Geburtstag auch mal fahren kann - Produktivität der Wirtschaft gleich null.



    Im Kleinen, beim bekanntermaßen ausgequetschten Mittelstand, funktioniert diese angedachte Deckelung der Einkommen ja schon. Wenn ich auf meine letzte Überstundenabrechnung zurückblicke, dann sehe ich gut daß ich mehr für Vater Staat als für mich gearbeitet habe. Die wahren Großverdiener rechnen sich ihr Einkommen klein oder ziehen gleich ins Ausland.. wie wäre es mit einem Einheitssteuersatz? Oder einem Maximalsteuersatz? Bei der Krankenkasse gibts schliesslich auch einen Maximalbeitrag, mit der Argumentation, daß man nicht "kranker als krank" sein kann. Der Tot ist ja schon wieder billig. Bei Staatsleistungen ist es doch eigentlich genauso, da gibts auch ein Limit an Leistungen, die ich von ihm beziehen kann...



    Der Sozialismus funktioniert nicht, die freie Marktwirtschaft auch nicht, darum haben wir die soziale Marktwirtschaft. Es liegt in der Natur des Menschen, daß die Nutznießer hier Leistungen schwinden sehen, und daß diejenigen, dienicht davon profitieren, sich ihrer zu entziehen versuchen. Aufgabe der Politik wäre es nun, das System an die naturgegebenen Gesetzmäßigkeiten anzupassen, die da wäre (ich wiederhole mich): Spitzensteuersatz runter. Ich behaupte mal, daß ein Boris Becker oder auch ein Michael Schumacher 5 oder vielleicht auch 10 Prozent Steuern in Deutschland zahlen würden - bei 50% wäre man aber einfach nur blöd, den Wohnsitz nicht ins Ausland zu verlegen. So aber ist der deutsche Fiskus wieder mal zu gierig und kriegt gar nix statt wenigstens ein paar Millionen ...



    Waaah ich könnte hier schon wieder endlos weiterschreiben. Da gehe ich bei dem schönen Wetter doch lieber auf den Jakobsmarkt und bringe mein Geld für Handytaschen und anderen Plunder unters Volk .. ;)

    [deutschlandsim ALL-IN premium:Galaxy Nexus; BASE-internet:iPad1; BASE-internet:mifi]

  • Es ist ja einzusehen, dass bei einem gewissen Prozentsatz an Steuer Schluss ist.
    Die Frage der Verhältnismäßigkeit stellt sich trotzdem noch. Zwar ist es richtig, dass Herr Schuhmacher mit nem Steuersatz von 5% schon mehr in absoluten Beträgen an den Staat zahlt als ich, selbst wenn sie mir 40% berechnen würden. Denn 5% von 80 Millionen sind nu mal mehr als selbst 40% von einem 5-stelligem Jahreseinkommen. Das ist ja Milchmädchenrechnung.
    Wenn die ganzen Mittelverdiener einen Prozentsatz von x zahlen tragen sie aber mehr zum Steueraufkommen bei (weil sie in Relation zum Einkommen höher belastet werden) als die Hochverdiener, die gerade mal 5% mehr belastet werden. Deshalb gibt es ja auch die Steuerprogression.


    Der Gag in unserem Land ist (und nicht nur hier, sondern eigentlich überall), dass wer erstmal genug hat, sich durch entsprechende Gesetzeslage sein Einkommen klein(er) rechnen lassen kann oder die ganzen Gelder gleich durch geschickte Schachzüge in der nächsten Steueroase verschwinden lassen kann. Wer auf Lohnsteuerkarte arbeitet, ist also der Dumme - da hat man eben nicht genug, um fürs Finanzamt gar nix mehr zu haben.


    Und hier hat noch keine Regierung und noch keine Partei ein Konzept, wie man diesen gesellschaftlichen Zustand ändern könnte. Denn es sollen ja nicht nur die Hochverdiener mit ihren Steuerabgaben im Land gehalten werden, sondern es muss eben auch noch die Verhältnismäßigkeit stimmen. Und das tut sie eben nicht, weil die oberen 10% immer mit ihrem Geld abhauen werden.

    Q: I've always tried to teach you two things. First, never let them see you bleed.
    Bond: And the second?
    Q: Always have an escape plan...

  • Zitat

    Original geschrieben von ksweet
    .... man darf allerdings auch nicht vergessen, warum manche Leute in diese missliche Lage gekommen sind, Thema Überschuldung.


    Bei Überschuldung gibt es übrigens keine Sozialhilfe!

    Gruss an alle von Rennbiene
    P.S. Ich schreibe vielleicht falsch, aber ich denke richtig!

  • Re: Re: Gerade das ist das Problem!


    Zitat

    Original geschrieben von kunterbund1503
    :top:


    So sehe ich das auch. Ich gebe Monat für Monat knapp 50% meiner schwer verdienten Kohle ab, also kann es auch ein Herr M. Schumacher so machen.
    Bei einem M. Jordan oder Ronaldo würde es mich nicht stören, wenn die sich in ein Land verziehen um Steuern zu sparen. Sie spenden wenigstens hin und wieder viel von ihrer Kohle und fördern die Jugend.


    .


    Das tut Herr Schuhmacher auch, und zwar reichlich!

    Gruss an alle von Rennbiene
    P.S. Ich schreibe vielleicht falsch, aber ich denke richtig!

  • Zitat

    Original geschrieben von Erik Meijer
    warum? Diese Tafeln führen dazu, dass eben niemand hungern muss.


    Und was wäre ohne diese Tafeln? *kurbel* *kurbel* :rolleyes:


    -SF³

  • Jochen


    War doch irgendwie klar das Du Dich wieder auf mich "einschießt", ist doch schon eigenartig, dass nur mir erneut und vor allem absolut ungerechtfertigt von Dir unterstellst wird, ich wäre persönlich geworden.
    Hättest Du Dir die Mühe gemacht wirklich neutral den Verlauf des Threads zu analysieren, wäre es nicht (schon wieder) zu solch einem unangemessener Belehrung gekommen.
    Ich habe eben schlicht nicht den Gleichmut, mich folgenlos provozieren zu lassen!
    Wer mich anmacht, muß mit einer angemessenen (!) Revanche rechnen.
    Außerdem sollten grundsätzlich die TT-Regeln nicht nach persönlicher Sympathie ausgelegt werden.


    Irgendwie scheine ich aber zwischenzeitlich für Dich ganz persönlich zur Reizperson geworden zu sein! Über die Gründe kann ich nur spekulieren! :confused:
    Es ist wirklich schade, dass Du offensichtlich persönliche Antipathie und "öffentliche Funktion" nicht trennen kannst oder willst!


    Außerdem ist es schon eigenartig, dass Du Deine mich betreffende "Zurechtweisungen", offensichtlich besonders gerne öffentlich zelebrierst.
    Wenn schon, wäre eine persönliche Kontaktaufnahme angemessener gewesen.


    Aber was solls, falls Du nur krampfhaft einen Grund suchst mich hier zu "sperren", tu`Dir keinen Zwang an!!
    Es täte mir zwar Leid, hier nicht mehr toleriert zu werden, aber wenn Du lieber Jochen, dann vielleicht endlich wieder besser schlafen kannst ........


    Sorry für OT! ;)

    Ich bin zu allem fähig, aber zu nichts zu gebrauchen!

  • Re: Jochen



    Lies das nochmal in Ruhe durch und Du wirst feststellen, dass es hanebüchener Unsinn ist.
    Darüber hinaus hättest Du diese vollkommen subjektive und nicht der Realität entsprechende Einschätzung der Situation doch wohl eher per PN regeln können, oder? Der dedizierte Unterschied zwischen Jochen und Dir ist nun einmal, dass er als Moderator hier tätig ist und es darum oftmals unerlässlich ist, in solchen Situationen öffentlich und deeskalierend einzugreifen.
    Dein Statement wiederum trägt wohl kaum dazu bei. Dadurch könnte der Verdacht aufkommen, die Situation noch weiter anheizen zu wollen.


    Carsten
    *kopfschüttelnd*


    Und nun wieder zurück zum Thema bitte!

  • Zitat

    Original geschrieben von SiemensFreak³
    Und was wäre ohne diese Tafeln? *kurbel* *kurbel* :rolleyes:


    -SF³


    Ohne MÜSSTEN MÖGLICHERWEISE Leute hungern. De facto MUSS aber niemand hungern. Konjunktiv zählt nicht.

    Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf am Arbeitsplatz.

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