Prokon Genußschein mit Mindestverzinsung von 6%

  • da ist man mal ein paar Tage nicht da...und hat dann teilweise kräftig etwas zum Schmunzeln, findet aber auch interessante und fundierte Argumente beider Seiten. Durchaus interessant hier. Ich kann einiges bankenkritische verstehen, manch anderes ehrlich gesagt nicht. Und manche Aussage, so wie sie sich hier in dieser Pauschalität findet, ist einfach Unfug. Und sorry Anja, schon Dein Beitrag dazu, wie teuer Immobilien so sind, war pauschal und deswegen falsch und genauso unsinnig ist Dein letzter Beitrag hier in seiner Pauschalität. derALs davor stehendes Posting kann man letztlich auch weitestgehend auf Deine angesprochenen Dinge übertragen. Einzig bei der Kapitallebensversicherung stimme ich Dir pauschal (:D) zu. Den Sinn dieses Produktes verstehe ich auch nicht. Rentenversicherung, Risiko-LV o.ä., aber eine KLV ist einfach nur teuer und m.E. sinnfrei, auch in dieser Pauschalität. Da gibt es eine Menge anderer Optionen für - als Altersvorsorge. Und die sollte dann in der Tat ahrzehntelang aufgebaut werden. Das macht man nicht mit Tagesgeldkonten.


    Eine Berufsunfähigkeitsversicherung allerdings sollte m.E. jeder arbeitende Mensch besitzen, wenn er nicht das Risiko eingehen will, zum Sozialfall zu werden. Einzig die Absicherungshöhe sollte variieren je nach familiärer Situation, Einkommen, ggfs. abzuzahlender Immobilie o.ä. - und das ist kein Vertriebsgewäsch, eine Berufsunfähigkeitsversicherung findet man in nahezu jeder Auflistung von wichtigen Versicherungen an zweiter Stelle und das sogar bei den Verbraucherzentralen. Gleich nach der Haftpflicht und vor Handyversicherungen, einer Hausrat-, Glasbruch, Tierkranken-, oder sonstwas Versicherung mit begrenztem finanziellen Risiko.



    Zitat

    In den Medien wird immer auf die Banker herumgeritten. Das Interessante ist aber dabei, dass viele Kunden einfach nur die Dollar-Zeichen sehen, das Gehirn regelrecht aussteigt. Es gibt auch welche, die dann gegen die Bank klagen, 'weil man es ja zumindest probieren soll'. 'Wozu hat man einen Rechtschutz'. Die lassen sich weiter vom Banker beraten, spielen den Kumpel und lassen gleichzeitig offen eine Klage laufen. 'Sie müssen mich verstehen, nehmen Sie es bitte nicht persönlich'. Alles schon (auch bei befreundeten Bankern) erlebt. Da gibt es welche, die machen jahrelang Eurex-Geschäfte wie die Verrückten, stellen sich nach etlichen Jahren hin und behaupten vor Gericht wie ein Lämmchen, dass sie ja gar nichts gewusst hätten und vom Risiko schon mal gar nichts. In den Jahren zuvor waren sie fast schon Finanzgrößen a la Buffet. Immer am Puls der Zeit. Unerkannte Genies.


    Sehr zu schätzen auch die Kunden, die ein Produkt, wegen dessen sie gerade gegen die Bank vor Gericht gezogen sind wegen vermeintlicher Falschberatung, ein paar Jahre später noch einmal kaufen. Da fällt einem nicht mehr viel zu ein.



    Zitat

    Und auch die von Bankern wärmstens empfohlene Anlage der (langfristigen) Altersvorsorge in "sichere" Lemann-Zertifikate soll kein wirklicher Knüller gewesen sein - eher im Gegenteil. Auf ein Urteil so ausgebildeter Banker lege ich jedenfalls keinen Wert mehr ... tut mir Leid.


    Weil ich mich hier in guter Gesellschaft sehe, ist es doch kein Wunder, wenn die Finanzbranche inzwischen ein rotes Tuch ist und die Vertriebenen nun anderen Bauernfängern auf den Leim gehen. "Vom Regen in die Traufe" würde der Volksmund in Sachen Prokon wohl formulieren.


    Auch das ist ein in meinen Augen arg pauschales Urteil, unter dem jeder rechtschaffene Banker zu leiden hat. Und zwar institutsunabhängig. Und in weiten Teilen verschuldensunabhängig. Natürlich gibt es extrem viele Fälle von Kunden, die Geld verloren haben. Und natürlich gab (und gibt es fürchte ich) noch immer auch Falschberatungen. Nein, Banker sind nicht ausschließlich alle gute Menschen. Richtig. Aber genausowenig ist der gesamte Berufsstand der "Banker" pauschal als wie von Herbert geschehen Bankster abzuqualifizieren. Das ist nicht mehr als polemisches Gewäsch. In Banken arbeitet ein Querschnitt der Gesellschaft. Es gibt sicher auch in Banken Menschen, die da nicht hingehören, gehörige kriminelle Energie an den Tag legen, weniger fähig sind als andere und dadurch Schaden verursachen. Aber es sind ebensowenig alle Banker kriminelle Abzocker wie alle Polizisten Hooligans in Uniform sind, alle Rocker kriminelle Schwerverbrecher und alle Fußballfans zündelnde Pyromanen. Durch die Medienberichterstattung kann man sicherlich manchmal den Eindruck gewinnen, als sei es so. Aber man sollte sich auch vor Augen führen, dass negative Schlagzeilen mehr Aufmerksamkeit erregen als positive. "Berater XY beriet Lieschen Müller korrekt und sicherte ihr über Jahre eine ordentliche Rendite". Wer würde mit dieser Schlagzeile den dazugehörigen Artikel lesen? Aber "Berater XY zockte Lieschen Müller ab und brachte sie um ihr Erspartes" verkauft sich nun einmal besser. Ist den Medien das vorzuwerfen? Bedingt. Zum Journalismus gehört für mich Ausgewogenheit, aber auch die müssen sich verkaufen. Der Bürger sollte sich halt bewusst machen, was ahinter steckt und nicht immer sofort alles glauben - das soll er in einer Bank ja auch nicht ;)


    Natürlich sind Banker in den Filialen auch Verkäufer und nicht nur Berater. Aber: das ist jeder, der im Vertrieb arbeitet. Bei Douglas muss verkauft werden, bei Peek&Cloppenburg, bei Aldi, im Autohaus, wo auch immer. Und überall arbeiten Menschen, die einen bei der Kaufentscheidung beraten. Ein guter Berater wird es schaffen, den Kunden so zu beraten, dass beide Seiten etwas davon haben. Der Kunde und die Bank. Dann kommt der Kunde auch mit dem nächsten Geschäft wieder und die Bank verdient wieder Geld. Win-win oder wie nannte man so etwas noch? Und so etwas gab es auch in Zeiten von Lehmann. Und davor. Und danach. Aber: das interessiert keinen. Beim Bonus, den mein Arbeitgeber auszahlt, richtet sich die Höhe zB nach verdientem Geld und Kundenzufriedenheit gleichermassen. Du kannst wahnsinnig viel verdienen, hast Du aber nur unzufriedene Kunden bringt Dir das nix ein. Provisionen für einzelne Mitarbeiter nach Abschluss von Verträgen gleich welcher Natur sind bei uns seit 2006 abgeschafft. Noch vor dem großen Crash! Und es gibt auch mehr als eine Bank in diesem Land, die nicht nur hauseigene Produkte anbietet, sondern sich marktunabhängig die besten raussucht und tatsächlich und auch aktiv (!) dann dem Kunden Produkte beispielsweise fremder Investmentgesellschaften anbietet.


    Ich bin jetzt seit 18 Jahren in diesem Beruf tätig. Den Neuen Markt mitbekommen, die Irak-Krise, die Subprime-Krise und ihre Folgen. Die Muster sind immer gleich. Ist der Dax (und alleine das scheint viele Anleger zu interessieren) am Boden, sind alle Anlagen schlecht und man legt sein Geld am besten lebenslänglich als Festgeld an. Spricht man auf gestiegenem Niveau wie auch derzeit vermehrt über Risiken, wie man sich aufstellt und wappnet, Gewinne mitzunehmen etc. pp., dann wollen viele Anleger davon wieder einmal nichts hören. Gier frisst Hirn gilt nicht nur bei Prokon, sondern auch in vielen Kundendepots. Und wenn es dann doch wieder ein Schlachtfest an den Börsen dieser Welt geben sollte eines Tages, dann sind wieder ausschließlich die bösen Banker schuld, alles Verbrecher...nein, diese Sichtweise ist mir deutlich zu einfach. Und auch meine verkürzte Darstellung hier ist es noch. Natürlich haben Banken gehörigen Anteil an der Subprime-Krise und ihren Folgen, um nur mal das letzte Beispiel zu nehmen. Aber nicht jeder Investmentbanker ist deswegen automatisch ein gieriger Zocker ohne Rücksicht auf Verluste, genauso wenig ist sicherlich jeder Prokon-Anleger ein ein gieriger Schlund, der nicht auf die Risiken geachtet hat. Aber die Sichtweise von vielen hier ist mir doch extrem einseitig geprägt. Die EZB ist Schuld, die Beratung der Banken, dies das, jenes. Aber der Verbraucher? Taucht doch irgendwie arg selten auf. Der konnte ja nicht anders. Nur mal so als Denkanstoss.

    Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf am Arbeitsplatz.

  • Zitat

    Original geschrieben von derAL
    siehe hierzu auch: http://www.vzhh.de/versicherun…mit-dem-garantiezins.aspx (schon älter, es liegt aber näher an der 4%-Garantiezins-Zeit)


    Auszug:
    '... Tatsächlich wird dem Kunden mit dem herausgestellten Garantiezins von ... Prozent aber weiterhin Sand in die Augen gestreut. Denn der Versicherungsnehmer glaubt zumeist, die ... Prozent bekomme er auf seine Einzahlungen. Das ist aber nicht richtig. Von den eingezahlten Prämien gehen vielmehr zunächst Kosten ab: ...


    Das ist wohl wahr.


    Andererseits übersieht diese Argumentation, dass neben dem Garantiezins auch Bonusbeträge (wie u.a. ein Anteil an den Bewertungsreserven pp.) an den Versicherten ausgekehrt werden. Letzlich habe ich selbst in schlechtesten Jahren immer noch eine Rendite von (zumindest leicht) über 4% erzielt.



    Zitat

    Original geschrieben von derAL
    ...
    Die errechneten Werte gelten nur für den Fall eines planmäßigen Durchhaltens des Vertrages. Wenn die Lebensversicherung vorzeitig gekündigt wird, wie es bei jeder zweiten geschieht, ist das regelmäßig ein mehr oder weniger großes Verlustgeschäft.'
    ...


    Ist das herrlich. :)


    Weil meine Verträge so kalkuliert sind, dass ich stets durchgehalten habe und ziemlich sicher auch weiter durchhalten kann, profitiere ich sogar von dieser Regelung, weil der auf diesem Weg gedeckte Kostenanteil des Versicherungsbetriebs nicht von mir gezahlt werden muss. ;)


    Bei etlichen meiner Verträge ist die Einzahlungesphase (min. 5 Jahre) ohnehin längst abgelaufen.




    Letzlich bin ich mit meiner bisherigen Versinsung von zumindest 4% (z.T. deutlich höher) für diesen Teil meiner Anlage hoch zufrieden.


    Das von Einigen hier wieder (wie von den mir bekannten Bankern) eingetreute Argument "LV'en sind nichts für Sparer" ist letztlich hohles Blabla, das vom Anlageergebnis zweifelsfrei widerlegt wird. Ist es nicht das, was zählt?



    So nebenbei:
    Da ich beim Abschluss meiner Versicherungen vernünftige Tarife leistungsstarker Versicherer mit guten Reverven (für schlechte Zeiten) ausgewählt hatte, war ich bisher von den angeführten Negativbeispielen nicht betroffen und werde mit großer Wahrscheinlichkeit von Pleiten (die weitgehend durch eine Auffanggesellschaft abgesichert sind - entsprechend dem Einlagensicherungsfonds) verschont bleiben.




    Was ich eigentlich sagen will:
    Hohle Phrasen, die Finanzfachleuten in ihrer (jeweiligen) Ausbildung eingetrichtert werden, schlagen voll auf die Kundschaft durch ... denn wer die Tücken dennoch erkennt, ist ganz sicher zu höherem berufen als dem Vertrieb. :)


    Die anderen Schafe verkaufen das, was ihnen "beigebracht" wurde. Gäbe es Menschen wie AL im Vertrieb, könnte die Situation günstiger sein ... begegnet ist mir an der Kundenbasis noch keiner von ihnen. Da ist selber denken schon die bessere Alternative.


    Zumal man beim Anstrengen der eigenen Gehirnzellen ohne Weiteres hätte erkennen müssem, dass "Hochglanzgeschichten" wie die von Prokon noch selten gut gegangen sind. Zudem bin ich überzeugt davon, dass es wohl keinen einzigen Prokon-Anleger geben dürfte, der nicht von der einen oder anderen Seite vor dem Investment gewarnt wurde.


    Wer dann noch die Augen verschließt, kauft sich besser was schönes, von dem er was versteht. Dann hat er wenigstens selbst was von seinem Geld. Wer sich an Prokon eine goldene Nase verdient hat, werden wir früher oder später erfahren ... Anleger werden eher nicht zu diesem Kreis gehören.


    Gut's Nächtle

  • Zitat

    Original geschrieben von Erik Meijer
    Eine Berufsunfähigkeitsversicherung allerdings sollte m.E. jeder arbeitende Mensch besitzen, wenn er nicht das Risiko eingehen will, zum Sozialfall zu werden.


    Genau das ist der Punkt. ;)


    In den meisten Berufen gilt man erst dann als Berufsunfaehig wenn man schon mehr oder weniger ein Pflegefall ist. Das heisst man hat selber dann nicht mehr viel von den Leistungen der Versicherung.


    Sinn ist eher, das wenn man Vermoegen und Kinder hat, das man es dann mit der Verischerung schafft sein Vermoegen fuer die Kinder zu erhalten.


    Wenn man jetzt aber kein Vermoegen und / oder keine Kinder hat, dann kann es einem voellig egal sein ob die Versicherung oder das Sozialamt zahlt.

  • Frank: an einer Stelle bin ich skeptisch:


    'Letzlich bin ich mit meiner bisherigen Versinsung von zumindest 4% (z.T. deutlich höher) für diesen Teil meiner Anlage hoch zufrieden.'


    Ich betrachte monatlich die Entwicklung meiner LV-Werte.


    Garantiert ist aber nur die garantierte Ablaufleistung.

  • @ frank


    woher weisst du, dass du mehr als 4% erzielt hast? entnimmst du das den jährlichen mitteilungen "hurra wir sind so toll und haben auch in 2013 eine wahnsinnige verzinsung von 4,5% erzielt" ?


    Auch dies bezieht sich nur auf den sparanteil (auch wenn du jetzt nichts mehr einzahlst). an deiner stelle würde ich mal versuchen die tatsächliche beitragsrendite nachzurechnen (falls das durch die angaben der versicherung überhaupt möglich ist - ich bezweifle das).
    Letztlich wird es wohl erst nach Ablauf der Versicherung möglich sein, die tatsächliche rendite zu errechnen.


    *Garantiert* wird dir jedoch nur die (fast) völlig unrelevante Verzinsung des Sparanteils. Nichts weiter. Und damit gibt es X variablen mit denen die Versicherung deine tatsächliche Rendite (und nur darauf kommt es an!) "einstellen" kann.


    Wenn die "Krise" bei den Lebensversicherungen anhält, gehe ich stark davon aus, dass alle Versicherungsnehmer vermehrt über die Kostenschraube an den niedrigen Zinsen "beteiligt" werden.


    wenn dein ziel mit deinen lebensversicherungen war, eine sichere garantierte verzinsung zu erhalten, dann war das leider ein großer fehler. letztlich bist du auf gedeih und verderb auf das goodwill deiner versicherungen ausgeliefert.

  • Zitat

    Original geschrieben von stanglwirt
    @ frank


    woher weisst du, dass du mehr als 4% erzielt hast? entnimmst du das den jährlichen mitteilungen "hurra wir sind so toll und haben auch in 2013 eine wahnsinnige verzinsung von 4,5% erzielt" ?
    ...


    In der Tat entnehme ich meine Daten den jährlichen Mitteilungen.


    Dabei nutze ich die (jährlich) festgestellten (im Kündigungsfall auskehrbaren) Rückkaufswerte als Berechnungsgrundlage und stelle sie mit den Ergebnissen vergleichbarer Banksparpläne mit Einzahlungen in gleicher Höhe gegenüber. Die Behandlung als (fiktiver) Banksparplan erlaubt mir jeweils die Feststellung einer jährlichen Rendite.


    Da auch einige Verträge bereits ausgelaufen sind, und die tatsächlichen Auszahlungen diese Ergebnisse in logischer Folge durchaus bestätigten, gehe ich davon aus, dass diese Berechnungsmöglichkeit der tatsächlichen Entwicklung weitgehend entspricht.


    Üblicherweise nutze ich für eine Bewertung meiner Habe sehr konservative Berechnungsweisen, die bei manchen Anlagen zuweilen auch deutlich unter dem aktuellen Tageskurs (und vor allem unter prognostizierten Werten) liegen können.


    Was ist an der Zugrundelegung der jährlich festgestellten (zur Auszahlung auch tatsächlich anstehenden) Rückkaufswerte falsch?


    In diesem Sinne


    Frankie

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Was ist an der Zugrundelegung der jährlich festgestellten (zur Auszahlung auch tatsächlich anstehenden) Rückkaufswerte falsch?


    nichts, insofern die rückkaufwerte garantiert sind.


    da du nach auszahlung nochmal gegengerechnet hast, ist dir auch aufgefallen, dass da unterm strich nicht das rauskommt, was in den jährlichen mitteilungen steht?


    grundsätzlich *muss* auch kein schlechtes ergebnis bei rauskommen. aber es *kann*. das muss man wissen, wer meint, dass mit solch einer versicherung irgendwas garantiert ist.


    meist bekommt man bei abschluss den "garantiezins" genannt und womöglich sogar eine garantierte ablaufleistung in EURO. der kunde freut sich über den hohen zins, der ja "garantiert" wird.
    leider wird nicht erwähnt, dass dieser garantierte Eurobetrag nicht dem vorher genannten Prozentsatz des "Garantiezinses" entspricht. Wer nicht nachrechnet, dem fällt das nicht auf. Ich halte das schon für kriminell, weil der Kunde bewusst getäuscht wird...


    die "schlechten" jahre haben für die versicherungen auch erst angefangen. gute ergebnisse in der vergangenheit müssen daher nicht auf die zukunft übertragbar sein.

  • Zitat

    Original geschrieben von stanglwirt
    nichts, insofern die rückkaufwerte garantiert sind.


    Rückkaufswerte sind *immer* garantiert. Das einzige was da noch abgeht sind eventuelle Steuern.


    Zitat


    da du nach auszahlung nochmal gegengerechnet hast, ist dir auch aufgefallen, dass da unterm strich nicht das rauskommt, was in den jährlichen mitteilungen steht?


    Nein, ist mir nicht aufgefallen, im Gegenteil. Da da noch die Schlussüberschüsse, sowie der Anteil an den Bewertungsreserven dazu kommen.



    Zitat


    meist bekommt man bei abschluss den "garantiezins" genannt und womöglich sogar eine garantierte ablaufleistung in EURO. der kunde freut sich über den hohen zins, der ja "garantiert" wird.
    leider wird nicht erwähnt, dass dieser garantierte Eurobetrag nicht dem vorher genannten Prozentsatz des "Garantiezinses" entspricht.


    Ich weiß nicht, was du da unterstellen willst, aber bei konventionellen, nicht Fondsgebundenen Lebens- oder Rentenversicherungen steht von Beginn an fest, was zum Ablauf zur Auszahlung kommt. Ohne wenn und aber.


    Es kann sein, dass eine "Prognose" anhand von möglichen Überschüssen errechnet wird. Das ist aber etwas anderes und hat mit den Garantiewerten nichts zu tun. Zu den Garantiewerten kommen zum Auszahlungszeitpunkt noch eventuelle Überschüssanteile, aber die stehen natürlich erst fest, wenn der Auszahlungszeitpunkt erreicht ist.

  • Bisher habe ich es genau so gesehen, wie Merlin.


    Bei den Vierprozentern und (einigen ihrer Nachfolger) kam noch hinzu, dass der gesamte Ertrag nach einer Laufzeit von zwölf Jahren (die längst abgelaufen ist) steuerfrei bleibt. Hinzu kam, dass ich Einzahlungen anfangs noch einkommensteuermindernd geltend machen konnte (bezogen auf meine persönlichen Verhältnisse).


    Und hier setzt meine Kritik an:


    Damals (und wie ich sehe auch noch heute) wurde meine Vorgehensweise auch von mir wohlgesonnenen (weil persönlich bekannten) "Bankern" als absurd hingestellt, weil sich ihrer Überzeugung nach "Versicherungsverträge zum Sparen nicht eignen".


    Obwohl meine Vorausberechnungen und Ergebnisse das Gegenteil belegen, scheinen Banker an diesem "Naturgesetz" festzuhalten.


    Was das für mich heißt?


    Der Fehler liegt im System. Selbst nackte Zahlen schenen solche Naturgesetze nicht aushebeln zu können. Schon im Fundament der Bankausbildung scheinen Weichen in Richtung Holzweg manifestiert zu werden. Ein Verbraucher mit logischem Verstand und ohne Bankausbildung (wie etwa ich) muss zwangsläufig über die Widersinnigkeit solcher (und anderer) Allgemeinplätze stolpern.


    Wenn die Realität die ehernen Grundregeln dieser Berufsgruppe widerlegt, sie aber dennoch darauf beharrt, ist es doch kein Wunder, wenn man sie entweder für unlauter oder unfähig (noch schlimmer) hält. Ich gehe dieser Berufsgruppe konsequent aus dem Weg und bin damit bisher gut gefahren.


    Und hier droht die Gefahr:
    Wer aus guten Gründen den Banken bei der persönlichen Anlage misstraut, muss natürlich nach Alternativen suchen.


    Und genau hier kommen PROKON und Mitbewerber ins Spiel, wenn sie die bankengeschädigte Anleger "einsammeln". Wer nicht höllisch aufpasst, kann der Versuchung, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben, durchaus erliegen. Die Schlussfolgerung, dass der Feind meines "Feindes" mein Freund sein muss, nutzen viele geschickte Geschäftemacher, wenn es darum geht, neue Kundenkreise zu akquirieren.


    Die gegenwärtige Kapitalmarklage sichert ihnen dann Erfolge wie dem legendären Rattenfänger von Hameln. Hier muss der Gesetzgeber gegensteuern - aber nicht durch Reglementierungen und Verbote, sondern durch geeignete WARNHINWEISE wie auf Zigarettenschachteln. Dann kann jedenfalls keiner mehr jammern mit der scheinheiligen Begründung, er habe das alles nicht gewusst.

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