Diesel wird teuer, aktuell 150,9 cent/l

  • Chefkoch


    Das lag aber auch daran das so mancher Golf an der Ampel ausging und aufgrund von Fehlern in der Elektronik auch aus blieb. Vom Preisunterschied mal ganz zu schweigen. Als dritter Faktor kommt sicherlich hinzu das die Masse der damaligen Autokäufer nicht wirklich an die Umwelt gedacht hat.


    @blackSHARK


    Auf den Strecken die ich regelmässig Fahre (und das bei roundabout 40-45tkm p.a.) wüsste ich spontan eine Gastankstelle...


    Gruß bungee1

    Das muss am Wetter liegen...

  • Zitat

    Original geschrieben von bungee1
    Als dritter Faktor kommt sicherlich hinzu das die Masse der damaligen Autokäufer nicht wirklich an die Umwelt gedacht hat.

    .. und mal ehrlich, das auch heute nicht tut. Was zählt ist der Preis. Und selbst hier wird zu wenig auf die Gesamtkosten (Anschaffung, Unterhalt+Wartung, Verbrauch, Steuer, Versicherung, Wiederverkaufswert) geschaut. Die "Öko-Fahrzeuge" der letzten Jahre waren alle kommerzielle Flops.


    Ausserdem setzt bei des deutschen liebsten Kind besonders hierzulande regelmässig der Verstand aus - ein Auto ist hier weniger als sonstwo ein Gebrauchsgegenstand. Preiswert in der Anschaffung und evtl. sogar umweltfreundlich soll er sein, dazu günstig im Unterhalt. Aber auf Leistung, Komfort, Sicherheit und Größe will man dann doch nie wirklich verzichten. Da sollte man nicht rumjammern sondern auch zu stehen - und eben zahlen.


    Ich bin ja sehr gespannt wie sich der Loremo - falls er denn wirklich kommt - auf den Markt auswirken und von selbigem angenommen wird. Vielleicht bestücken sie den dann auch bald mal mit einem alternativen Antrieb. Auch wenn die neuen Triebwerke und Fahrzeuge immer weniger Sprit brauchen, ob Diesel, Benzin, Autogas, Erdgas - letztendlich trägt man doch nur zu den Rekord-Milliardengewinnen der Energiemonopolisten bei. Der Weg muß weg davon, hin zu regenerativen und vor allem regionalen Energieanbietern.
    Toll wäre es, wenn man zum Bauern nebenan fahren und da neben seinen Frühstückseiern auch Rapsöl kaufen könnte. Brennstoffzelle, Wasserstoff aus regenerativen Energien, da liest man auch nur alle paar Monate mal was von. Wenn der Liter Diesel erstmal 10 Euro kostet, tut sich da vielleicht mal wieder was ....


    PS: für die Umwelt ist es am besten, ein Fahrzeug (falls es nicht wirklich die allerletzte Dreckschleuder ist) möglichst lange zu nutzen. Für die Industrie ist es am besten, wenn die Kunden sich möglichst bald neue Autos kaufen. Die co2-Panikmache hat da die gleiche Qualität wie die unselige Partikelfilter-Diskussion ...

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  • Zitat

    Original geschrieben von Hadraniel
    .. Die "Öko-Fahrzeuge" der letzten Jahre waren alle kommerzielle Flops.


    ..


    Ein Lupo für 28.000 DM ohne jegliche Sonderausstattung war aber auch happig...


    Und der A2 hat auch so polarisiert, da konnte dann auch die 3L Variante nichts mehr retten.


    Gruß bungee1

    Das muss am Wetter liegen...

  • Der dummdeutsche Autokäufer verlangt eben nach mindestens 200PS und Vollausstattung an Komfort- und Sicherheitsmerkmalen, aber natürlich bei 4 Litern Verbrauch auf 100km. Wenn das Auto das nicht schafft, sind eben die Ingenieure zu doof oder "die da oben" halten den Motor "in der Schublade" oder bringen Erfinder um die Ecke, die den Wassermotor entdeckt haben. Ist alles wie das "wasch mich, aber mach mich nicht nass"-Phänomen.

  • Habt ihr auf Pro7 die VOX AMS Imitation gesehen?


    Bei Auto Motor Sport TV versuchen sie ja gerade aus nem Golf ein 3 Liter Auto zu machen - Pro7 hat das ganze mit nem teureren Auto und billigeren Mitteln gemacht:


    Aktuelle S-Klasse (12 V oder so) hatte anfangs ca 19 Liter Verbrauch auf 100 Kilometer.
    Dann gings los:
    - Kofferaum leeren (incl. Reserverad)
    - Radio raus
    - Klima aus
    - Räder getauscht
    usw.
    am Schluß hatte das Ding irgendwas um 10 Liter verbraucht wobei man dazu sagen muß das der endgültige Verbrauch nicht so relevant war - das Auto hatte keine Sitze mehr und anstelle Chef + Chauffeur mußte der Chef selbst fahren - die Zwischenschritte waren spannend. Immer wieder wurden irgendwo 1,5 Liter gespart und wenn man sich die Einzelschritte genau anschaut und prüft welche man davon selbst umsetzen kann ist schonmal ne gewisse ersparniss drin.


    (Seit mein Auto beim letzten Service Gold als Motoröl bekommen hat (zumindest war es so teuer...) verbraucht ich auch ca nen Liter weniger Sprit als zuvor!)

    Dieser Eintrag wurde 624 mal editiert, zum letzten mal um 11:24 Uhr

  • Wenn ich 70-90 auf der AB fahre mit meinem 4er Golf TDI dann verbraucht der auch nur 3 Liter, aber allgemein halt so um die 5. Wobei es meist drunter ist.

  • Zitat

    Original geschrieben von fahrsfahrwerkaus
    Der dummdeutsche Autokäufer verlangt eben nach mindestens 200PS und Vollausstattung an Komfort- und Sicherheitsmerkmalen, aber natürlich bei 4 Litern Verbrauch auf 100km. Wenn das Auto das nicht schafft, sind eben die Ingenieure zu doof oder "die da oben" halten den Motor "in der Schublade" oder bringen Erfinder um die Ecke, die den Wassermotor entdeckt haben. Ist alles wie das "wasch mich, aber mach mich nicht nass"-Phänomen.


    Naja, Fakt ist doch nunmal, dass es gute und weniger gute Motoren gibt.


    Als Beispiel nehme ich mal das neue 3er Coupe mit der 2 Liter Benzinmaschine. 170 PS bei einem kombinierten Verbrauch von 6,3 Litern je 100 KM.


    Ich bin mir durchaus bewußt, dass der Verbrauch nur bei verhaltener Fahrweise zu erreichen ist. Ein Blick auf die Duchschnittsverbräuche anderer Hersteller mit ähnlicher Motorisierung zeigt, dass durchaus noch Luft in der Entwicklung stecken muß. So verbraucht der anfangs so hochgepriesene Golf 1,4 TSI mit 170 PS schon im Mittel 7,2 Liter. Das ist fast 1 Liter mehr als beim BMW !

  • Zitat

    Original geschrieben von fahrsfahrwerkaus Ist alles wie das "wasch mich, aber mach mich nicht nass"-Phänomen.

    Genau das.


    bungee1
    zugegeben, der Lupo war bei dem Anschaffungspreis nicht wirklich wirtschaftlich. 10kDM Mehrpreis gegenüber gleichwertigen Fahrzeugen muss man erstmal verfahren.
    Dem A2 dürfte die Optik, die für den cw-Wert geopfert wurde, und die defekte PR nebst Image-Problem für Audi das Genick gebrochen haben. Als A2 Fahrer brauche ich wohl kaum zu schreiben, was ich davon halte daß dieses tolle Fahrzeug zugunsten des Monsters Q7 eingestellt wurde.


    polli
    Neben effizienteren Motoren gibt es vor allem eine Methode, um den Verbrauch zu reduzieren: Gewicht einsparen. Es gibt die alte Faustformel "200kg Gewicht verbrauchen 1 Liter Sprit/100km", die auch heute noch mehr oder eher weniger und natürlich sehr fahrzeug- und fahrstilabhängig gültig ist. Aber Komfort, Sicherheit und leistungsfähige Maschinen wiegen halt, und das fordert seinen Tribut.


    Mit einem ergonomischen Fahrstil (Zügig beschleunigen, vorausschauend fahren, viel Rollen, nicht schneller als 130 etc.) kann man auch 30% Sprit einsparen.


    tobias2k
    2 Liter Hubraum, 170PS ... in einem anderen Geplauderthread sucht jemand einen schnellen Kompaktflitzer.. mit 55PS aus 1.2L würde sich heute kein Mensch mehr begnügen. Warum eigentlich?


    In der Innenstadt von Ampel zu Ampel rasen? Im Stau auf der Autobahn der schnellste sein? Ich "rolle" mit meinem A2 stets 100-130 im Verkehr, hänge mich gern an Reisebusse (~120) dran; in der Stadt drängel ich nicht. Macht 4,3l im Schnitt. Wann immer es die Planung und Reiseroute zulässt, versuche ich Mitfahrer zu finden. Das spart allen beteiligten Geld - und schont nebenbei die Umwelt.



    Dann gibt es noch etwas, worüber ich mich schon seit langem aufrege und in meinem Freundes- und Bekanntenkreis auch regelmässig diskutiere: der 5. Gang wurde vor vielen Jahren mal als "Spargang" eingeführt, lang übersetzt hinter dem 4. Gang zum gemütlichen Reisen. Mittlerweile ists ein "Beschleunigungsgang" wie die anderen Gänge auch, wohl weil die Leute zu schaltfaul sind, oder auch bei Tempo 160 noch einen Durchzug wie beim Anfahren im 1. Gang erwarten (was auch den Trend zu Maschinen mit mehr Leistung und mehr "Drehmoment" in niedrigen Drehzahlen gleichermaßen bestätigt wie forciert). Inzwischen etabliert sich so langsam der 6. Vorwärtsgang, der 7. ist noch eine Randerscheinung.


    Konkret habe ich in meinem Audi A2 1.4TDI 75PS einen 5. Gang mit 1:0,75 Übersetzung. Damit habe ich Tempo 90 bei 2050 U/min, Tempo 100 bei 2200 U/min und Tempo 130 bei 3000 U/min. Der 90PS TDI A2 hat im 5. Gang 1:0,72.
    Der A2 3L einen extrem langen 5. Gang 1:0,63 der ihm neben extremer Gewichtsreduktion, Start-Stop-Automatik des Motors, Automatikgetriebe und Asphaltschneidern den sensationellen Verbrauch ermöglicht. Bei 2050 U/min hat der A2 übrigens sein maximales Drehmoment (Turbo setzt ab 1800 ein). Das ist es, was in Audi-Foren stets mit "Alle VW PD-Diesel sind zu kurz übersetzt" gemeint ist: für europäische Autobahnen, wo Reisegeschwindigkeiten von über 100km/h gut machbar sind, fehlt eine entsprechende Übersetzung (Verbrennungsmotoren sind bei hoher Last effizienter als im Teillastbereich; ausgenommen FSI im Schichtladebetrieb). Ich verstehe nicht, warum der 5. Gang im Allgemeinen so kurz ausgelegt ist, oder anders, warum der 6. Gang (als extra langer Reisegang) überall eingespart wird.

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