Diesel wird teuer, aktuell 150,9 cent/l

  • Mehr Strecken mit öffentlichen Verkehrsmitteln statt dem eigenen Auto zurückzulegen wäre schon was, was ich auch befürworten würde.


    Allerdings darf es dann nicht teurer sein als mit dem Auto zu fahren, und man braucht auch vernünftige Taktzeiten, Spätverbindungen und Routenführung.

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Mehr Strecken mit öffentlichen Verkehrsmitteln statt dem eigenen Auto zurückzulegen wäre schon was, was ich auch befürworten würde.


    Allerdings darf es dann nicht teurer sein als mit dem Auto zu fahren, und man braucht auch vernünftige Taktzeiten, Spätverbindungen und Routenführung.



    So sehe ich das auch. Deswegen habe ich mich auch dazu entschieden Sylt aus der Luft anzufliegen, und für den Rückweg die Bahn zu benutzen. Und das Auto bleibt ökologisch brav in der Garage.



    Siemensanier


    PS: Wäre da nur die Frage, ob keine Anreise nicht noch ökologischer wäre ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von PauliPete
    Chefkoch85
    Danke das du dein intellektuelles Level zum wiederholten male so klar zum Ausdruck brings das man sich über deine Kommentare keine Gedanken machen muss. :)


    Was hat mein intellektuelles Level mit meiner Abneigung von doppelmoralischen und pseudo Umweltgedanken zu tun?
    Mich nerven die Grünen und Leute die meinen wir brauchen keine Autos einfach nur einfach. Oder solche Aussagen alá das Benzin ist noch viel zu billig, man vergönnt dem Bürger nicht mal mehr sein Auto. Aber gleichzeitig ist's egal wenn zu gut wie alle Firmen einen mehr als dekadenten Stromverbrauch zu Tage legen. Aber da ist's ja egal, kann man ja schon alles von der Steuer absetzen und zusätzlich ist man ja von der Ökosteuer befreit...

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Mehr Strecken mit öffentlichen Verkehrsmitteln statt dem eigenen Auto zurückzulegen wäre schon was, was ich auch befürworten würde.


    Allerdings darf es dann nicht teurer sein als mit dem Auto zu fahren, und man braucht auch vernünftige Taktzeiten, Spätverbindungen und Routenführung.


    Zum Thema ÖPNV:


    Das würde ich auch machen, wenn es a) bessere Verbindungen geben würde und b) die Preise einigermaßen gerecht wären.


    Beispiele? Wenn man in Stuttgart mit der S-Bahn von Bad-Cannstatt zum Hauptbahnhof fährt (nur eine Station), muss man ein 2-Zonen-Ticket ziehen. Fährt man allerdings vom Flughafen nach Rohr (5 Stationen), ist nur ein Zonen-Ticket fällig... Dabei ist die Strecke Flughafen-Rohr deutlich länger als Cannstatt-Hbf....


    Oder... die Verkehrsanbindungen sind teilweise dumm durchdacht... wenn man vom Ritter-Sport-Werk in Waldenbuch nach Plattenhardt fahren will.... muss man erst eine halbe Weltreise machen. Fahrtzeit fast 40 min mit den öffentlichen... mit dem Auto gerade mal 5-10 min.... Warum sollte ich da die öffentlichen nutzen?


    Für mich sind die öffentlichen nichts... da ich dadurch mehr Zeit verliere, als wenn ich mit dem Auto fahren würde. Selbst im dicksten Stau ist man immer noch schneller als mit Bus und Bahn....

  • Oh man, diese Diskussion wird allmählich echt lächerlich - oder eben typisch deutsch.


    "Ich fahre nur ÖPNV wenn die Taktzeiten i.O. sind, das Netz gut ist, es genügend Verbindungen gibt, die Luft gut genug ist, ich einen garantierten Platz habe und Premiere gezeigt wird"


    All dies zeigt eindeutig, dass Benzin immer noch zu billig ist und die meisten Menschen viel zu unflexibel sind. Der Grenznutzen eines Barrels Öl liegt wahrscheinlich irgendwo bei $220, jetzt kann sich jeder ausrechnen, bis wann er persönlich bereit ist, zu bezahlen. Flexibilität ist heute alles - und den Deutschen geht es eindeutig zu gut, dass sie dies immer noch nicht gelernt haben.

  • Zitat

    Original geschrieben von autares

    All dies zeigt eindeutig, dass Benzin immer noch zu billig ist und die meisten Menschen viel zu unflexibel sind.



    Dann geht es deiner Meinung nach jedem der


    - ab und zu in Urlaub geht
    - nicht alle seine Klamotten im kik kauft
    - sein Gemüse nicht selber anbaut
    - mit Freunden was trinken geht
    - in einem Restaurant Essen geht
    - einem Hobby nachgeht
    - in einer Wohnung größer 50m² wohnt
    - einen Fernseher besitzt
    - noch warm duscht
    - sein Haus heizt
    - ins Kino geht
    - überhaupt ein Auto besitzt und dieses auch benutzt



    noch viel zu gut und ALLE Strom-, Benzin-, Kleidungs-, Lebensmittel- und Mietkosten sind noch VIEL zu niedrig...


    Ich kann das "der Sprit ist noch viel zu billig" Geschrei wirklich nicht mehr hören...

  • Wenn sich die ein Großteil der Bevölkerung etwas leisten kann, ist der Preis für dieses Gut angemessen.


    Wenn eine Kinokarte €40 kostet, was machst du dann? Gehst du weiter ins Kino oder sagst du dir, dass es zu teuer ist? Wenn es zu teuer ist, dann wirst du eben nicht ins Kino gehen, sondern Lesen, DVD schauen, in die Luft gucken....dein persönlicher Grenznutzen hat sich entsprechend verändert.


    Wenn Benzin jetzt €40 Liter kostet, wirst du wahrscheinlich auch auf dein Auto verzichten. Ein Auto ist ein Luxusgut - im Gegensatz zu einer Wohnung oder Essen. So sind die meisten von dir aufgezählten Dinge (also Urlaub, Restaurantbesuche, teure Klamotten) Luxus. In Deutschland werden solche Dinge nicht als Luxus gesehen, rein wirtschaftlich ist es aber so. Das Problem ist eben, dass sich die Deutschen an diesen "Luxus" gewöhnt haben und diesen Luxus nicht mehr abgeben wollen. Allerdings wollen auch andere Menschen auf dieser Welt diesen "Luxus" geniessen, so dass es zu einem Wettberwerb um diesen Luxus kommt - was die Preise treibt.


    Was denkst du denn, sollte 1L Benzin in Deutschland kosten?

  • autares:
    Ganz genau so siehts auch aus. In einem anderen Thread beklagt sich jemand über die Heizkosten in seiner Wohnung von monatlich 27 Euro. Da frag ich mich auch, ob für manche Leute wirklich alles nur eine Ostmark kosten darf.


    Der Vergleich von Handiest hinkt, weil manche Sachen eben nicht zu vergleichen sind. Am Öl hängt praktisch alles, unsere gesamte Zivilisation, unser Lebensstil, unsere Souveränität gegenüber der widrigen Natur. Fällt das weg, können wir entweder alle einpacken, oder uns jetzt schon ganz warme Gedanken für das "in ein paar Jahren" machen, oder eben so weiterleben wie bisher.


    Ich für meinen Teil geniesse noch, dass der Sprit so billig ist, und versuche, nicht unnütz welchen zu verplempern, und habe mich gedanklich schon auf das "in fünf bis zehn Jahren" vorbereitet, wie die Welt dann aussehen wird.


    Mir wird es auch leid tun, wenn Energie unbezahlbar geworden ist, aber ich hab mich schon damit abgefunden, das es eintritt, was die meisten anscheinend noch nicht haben. Da wird immer noch auf die Kernfusion gehofft, auf den Wassermotor, oder den Q7, der nur 1 Liter braucht.


    Wenn ich sehe, wie manche schon rumflennen, wenn man ihnen die Breitreifen und Sitzheizung abnimmt, weiss ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll.

  • Das ist irgendwie ein Vergleich von Birnen mit Äpfeln, auf den Urlaub bin ich nicht angewiesen, auf das Auto schon. Gerade dann wenn ich nicht in einer größeren Stadt wohne und auf dem Land keine Arbeit bekomme. Wenn dein Vorschlag jetzt ist, dass alle in die Stadt ziehen sollen und dann nur noch Fahrrad fahren und laufen dann Prost Mahlzeit ;)

    -> Tristan @ Work <-
    --

  • Zitat

    Original geschrieben von McTristan
    Das ist irgendwie ein Vergleich von Birnen mit Äpfeln, auf den Urlaub bin ich nicht angewiesen, auf das Auto schon. Gerade dann wenn ich nicht in einer größeren Stadt wohne und auf dem Land keine Arbeit bekomme. Wenn dein Vorschlag jetzt ist, dass alle in die Stadt ziehen sollen und dann nur noch Fahrrad fahren und laufen dann Prost Mahlzeit ;)


    So wird es über kurz oder lang aber kommen. Entweder freundest du dich jetzt bereits mit dem Gedanken an oder lässt es eben bleiben - dann beklage dich aber nicht, wenn dir jemand den Job in der Stadt wegnimmt, der flexibler ist. Du musst dann eben damit rechnen, €4 für den Liter zu bezahlen.

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