Bei Bewerbern ist das möglicherweise legal, schliesslich kannst du den Test ja auch ablehnen, ohne dass dir dadurch arbeitsrechtliche Konsequenzen drohen könnten, schliesslich bist du ja "nur" Bewerber. Im schlimmsten Fall bekommst du eben eine Absage.
Bei Arbeitnehmern ganz klar nein. Erzwungene Alkohol- und Drogentests verstoßen gegen das Persönlichkeitsrecht und das Recht auf Unversehrtheit. Nur wenn durch den Drogenkonsum eines Mitarbeiters erhebliche Gefahren für den Betrieb ausgehen, kann ein Test verlangt werden.
Wäre ja auch noch schöner...
In dem Sinne wäre es übrigens auch mal dringend angebracht, das Betäubungsmittelgesetz endlich zu novellieren und THC-Produkte endlich zu legalisieren. THC ist mittlerweile längst mitten in der Gesellschaft angekommen. Es sind schon lange nicht mehr nur die Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Ich finde absolut zum Kotzen, dass ein junger Mensch, der vielleicht 2-3 mal im Jahr etwas raucht und dummerweise einmal dabei erwischt wird und vielleicht zuviel dabei hat (und was zuviel ist, hängt auch noch vom jeweiligen Bundesland ab, z.B. ist eine "geringe" Menge in Berlin 10x so hoch wie in Bayern), zwei Jahre in seinem Führungszeugnis dann den BTM drin stehen hat.