Leben und Arbeiten in der schweiz, wer hat Erfahrungen?

  • also dass man in bayern von den scheiss-preußn redet, ist doch allgemein hin bekannt. nur wissen die meisten nicht einmal dass das ursprüngliche stamm-land von preußen nicht mehr in deutschland liegt :rolleyes:


    außerdem beschimpfen die bayern die franken (eigentlich auch bayern), die dann als "beute-bayern" bezeichnet werden (mann, ich habe vergessen wann wir die annektiert haben - wiener kongress???).


    und dann gibt es natürlich noch die leute, die alles außerhalb von bayern als "ausland" bezeichnen.


    soviel zu den hass-lieben aus bayerischer sicht


    >>> tkjever

    Meine Signatur
    ist beinahe zu
    lang für
    dieses
    Forum...

  • Hallo zusammen


    Lebe nun 10 Jahre in der Schweiz (erst Basel, jetzt Zürich). Zum Thema "Deutsch-Freundlichkeit" kann man sehr unterschiedliche Erfahrungen machen. Ich selbst hatte nie wirkliche Probleme, bei (ebenfalls deutschen) Arbeitskollegen war das aber anders. Beispiele:
    * Geht in eine Bäckerei (in Basel), sagt "Gruezi" und bekommt als Antwort: "Für sie heisst das immer noch 'guten Tag'..."
    * Aufkleber auf dem deutschen Autokennzeichen: "Hände weg von meiner Heimat"
    * An einer Kreuzung die berechtigte Vorfahrt wahrgenommen und als Kommentar gehört: "das können sie vielleicht in Deutschland so machen, hier aber nicht"


    Da in meiner aktuellen Firma um die 60 Nationalitäten arbeiten, ist das eh kein Problem.


    Ich habe meinen Entschluss nie bereut.


    Gruss


    Luzy

  • Hoi zäme,


    ich lebe nun auch seit 3 Jahren in der Schweiz und habe den Schritt bis heute selten bereut.


    Viele Dinge sind anders als in Deutschland (Steuern, Krankenversicherung, Mieten...), aber im Grunde genommen kommt man damit gut zurecht.


    Seit dem Inkrafttreten der bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und der EU ist es auch wesentlich einfacher geworden in der Schweiz zu arbeiten - oder besser eine Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Zu meiner Zeit wurde das noch aufwendig und teuer über einen Anwalt gemacht. Soweit ich weiss brauchst Du aber immer noch einen Arbeitgeber um in der Schweiz wohnen zu können. Wie das bei Grenzgängern ist, kann ich nicht sagen.


    Ob man hier auf Freundlichkeit gegenüber Deutschen (oder Ausländern im Allgemeinen) trifft, hängt IMHO stark davon ab, WO man in der Schweiz lebt. Zürich ist ein sehr tolerantes Pflaster und es gibt keinerlei Probleme, auf dem "platten" Land sieht das schon ganz anders aus. Es gibt viele Schweizer, die Deutsche und Deutschland nicht besonders mögen.


    Das Leben in der Schweiz ist grundsätzlich wesentlich teurer als in Deutschland - OK, seit der Einführung des Euro hat sich das Ganze stark relativiert ;) ... Besonders Lebensmittel und Mieten sind aber deutlich teurer. Zahle z.B. rund 1'750.- € Miete - OK, ist auch keine kleine Bude, aber dennoch deutlich mehr als man für vergleichbares in Deutschland zahlen würde. Die ROT ist eigentlich 20-25% Deines Gehaltes kannst Du für die Miete ausgeben. Dies bei den Gehaltsverhandlungen bedenken und vorher informieren. Am Besten machst Du mal einen Trip in die Schweiz und schaust Dir die Preise im Supermarkt mal an. Versicherungen und sonstige Nebenkosten sind ebenfalls teurer (man muss immer in etwa mit 1 CHF = 1 DM Kaufkraft rechnen, mach ich jedenfalls, da ich nie mit dem Euro hantiert habe - ausser im Urlaub :D ). Ein "normaler" Mobilfunkvertrag (heisst hier "Abo" ;) ) kostet z.B. zwischen 20 und 25 CHF (13-16€) - ohne Freiminuten/SMS oder ähnliches Gedödel...


    Trotzdem lebt man in der Schweiz (IMHO) wesentlich besser als in Deutschland, da die Gehälter hier auch massiv höher sind als in D...


    Mehr fällt mir gerade nicht ein, wenn spezielle Fragen sind einfach melden.


    Cheers,


    Toerk

  • :) Ich denke das viele lernen müssten, ist das man selber für seine Steuerzahlungen verantwortlich ist.


    Ich bin in Basel auch immer gerne gesehen und bin dort eigentlich auch nie an Personen gelangt, welche Anti - Deutsch sind.


    :D Wie Terk sagte sind vorallem Basel und andere Grossstädte da liberaler. Wobei die Schweizer ein starkes Nationalbewusstsein haben.


    Mir hat man gesagt die französisches CH sei da am extemsten.


    häuptl. ziroccan setze Dich einfach mal in den Zug und fahre mit dem ICE / IC (ca 2h) oder mit der Reginalbahn (da weiss ich nicht die Zeit) nach Basel Badischer Bahnh. und dann biste schon in der CH (ist deutscher Bahnh. in der CH),


    Wie Toerk schon sagte ist einges lockerer geworden. Wobe die CHer auch gerade einige Betriebe habe die stark abbauen bzw. die letzten Jahre stark abgebaut haben.


    Zudem wurden einige Betriebe die für die CH standen nun an Ausländer verkauft.


    Wie z.B. Wander der Produzent "meiner" Coatina. Ein schönes Schauspiel mit Basler Fastnacht hast Du leider verpasst, das war am Mo.


    Zu den Lebensmittel kann man gut den Autoverkehr bei Basel und bei Konstanz beobachten wie dort der Warenverkehr läuft.

    MfG
    Kaweh Jazayeri
    KJNet GmbH & Co KG

    info@KJnet.de Bitte das PM Postfach bei Angeboten nicht fluten. Bestellungen sind nur über die angegeben eMailadressen gültig.

  • Ohne mich groß äußern zu wollen, aber


    Zitat

    Trotzdem lebt man in der Schweiz (IMHO) wesentlich besser als in Deutschland, da die Gehälter hier auch massiv höher sind als in D...


    wieso lebt man dort besser, nur weil man mehr verdient? Der Mehrverdienst geht doch für die teure Lebenshaltung drauf, d.h. unterm Strich geht es einem genauso gut. Nur das man das Gefühl hat mehr zu besitzen, weil man eben mehr auf dem Konto sieht.


    Ob ich nun 10.000 € verdiene und 5.000 € Miete zahle oder 1000 € verdiene und 500 € Miete zahle. Ist für mich das gleiche.


  • ja das habe ich auch schon mitbekommen, habe angebote gesehen, die das dreifache an gehalt bieten ;)


    werde mir am wochenende mal die ganzen infos durchgucken und mir heute das buch kaufen, welches alexinschweden vorgeschlagen hat.


    was währe eigentlich in dem fall, ich würde für ein paar jahre in die schweiz gehen und mich dann evtl. (warum auch immer) nach deutschland zurück kehren? währe ich dann hier noch abgesichert? wie ist es in der schweiz um die arbeitslosen bestellt, ist es dort bezüglich arbeitslosengeld wie in deutschland oder organisiert man sich dort selber seinen lebensunterhalt mit versicherungen etc. ?

    Mitglied NR. 17 im S///-Lampenbesitzer-Club

  • Zitat

    Original geschrieben von AdministratorDr
    Ohne mich groß äußern zu wollen, aber


    wieso lebt man dort besser, nur weil man mehr verdient? Der Mehrverdienst geht doch für die teure Lebenshaltung drauf, d.h. unterm Strich geht es einem genauso gut. Nur das man das Gefühl hat mehr zu besitzen, weil man eben mehr auf dem Konto sieht.


    Ob ich nun 10.000 € verdiene und 5.000 € Miete zahle oder 1000 € verdiene und 500 € Miete zahle. Ist für mich das gleiche.


    Da habe ich mich wohl etwas unklar (falsch) ausgedrückt. Unterm Strich bleibt in der Schweiz mehr übrig und man kann sich auch mehr leisten ... gilt jedenfalls für mich ;) .


    Cheers,


    Toerk

  • Zitat

    Original geschrieben von AdministratorDr
    wieso lebt man dort besser, nur weil man mehr verdient? Der Mehrverdienst geht doch für die teure Lebenshaltung drauf, d.h. unterm Strich geht es einem genauso gut. Nur das man das Gefühl hat mehr zu besitzen, weil man eben mehr auf dem Konto sieht.


    Ob ich nun 10.000 € verdiene und 5.000 € Miete zahle oder 1000 € verdiene und 500 € Miete zahle. Ist für mich das gleiche.


    Da sind doch 4500€ mehr in der Hand oder?


    Was mir einfach aufgefallen ist, ist wirklich das der Sozialneid nicht so da ist.


    Ich habe mal mit Kollegen geredet. Wenn man hier 100h arbeitet und einfach was aufgebaut hat. Dann gibt einige die in D auf den Mercedes das 600er Schild nicht anbrigen lassen. Die Kunden könnten ja denken, man ist zu teuer wenn man sich ein dickes Auto leisten könnte.


    Ich habe die Diskussion in einem anderen Forum mitbekommen, wieso man an einem Auftrag nun 10-50€ mehr verdiehnt als andere 30€ in der Summe würden doch auch reichen. Welche Arbeit und das von den 10€- xxx€ auch Miete weggeht, Personal und die xxx die seltene Ausnahme sind, das wollte keiner wissen.


    In CH wird über sowas offener gesprochen und man sagt, wenn er gut ist dann kann er doch auch gutes Geld machen.

    MfG
    Kaweh Jazayeri
    KJNet GmbH & Co KG

    info@KJnet.de Bitte das PM Postfach bei Angeboten nicht fluten. Bestellungen sind nur über die angegeben eMailadressen gültig.

  • Zitat

    Original geschrieben von Netzwerkservice
    Da sind doch 4500€ mehr in der Hand oder?


    Wie kommste denn darauf? :confused: Also nochmal zum mitschreiben:


    Verdienst 10.000 € Miete: 5.000 €
    Verdienst 1.000 € Miete: 500 €


    Beides stellt etwa 50 % seines Gehalts da. Deswegen verdient man nicht mehr in CH (OK, Beispiel ist natürlich fiktiv) ;)

  • AdministratorDr:


    Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich! :rolleyes:


    Die beiden Zahlenpaare sind nicht sinnvoll vergleichbar.


    Von 500 Euro (nach Mietzahlung) kann man in D kaum leben, von 4500 Euro in der Schweiz aber locker!


    Das kann man auch weiterspinnen: Wenn ich eine Million verdiene, aber eine halbe Million Miete zahle, dann steh ich Deienr Rechnung nach genauso gut bzw. schlecht da wie bei 1000/500 Euro. Klingelts?


    Und genau das meint Kaweh. Dein Vergleich ist Unsinn.

    Hätte der Mensch nur halb so viel Vernunft wie Verstand, dann wäre alles viel einfacher in der Welt. Linus Pauling

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!