Amerikanische Fernsehserien vs. deutsche Produktionen

  • Stimmt, "Edel & Starck" habe ich ganz vergessen, obwohl das die einzige Serie ist, die ich wirklich regelmäßig und gerne schaue. :top:

  • Vielleicht wäre es ja einfach mal eine Massnahme die ÖR einzuschalten ? ;) :D


    Es gibt sehr gute eigenproduzierte Serienformate im deutschen (deutschsprachigen) Fernsehen, wenn ihr euch aber nur die Privaten reinzieht, seid ihr selber schuld.


    cu ;)

  • Naja, da fällt mir jetzt allerdings spontan nicht wirklich viel ein. "Tatort" bzw. "Polizeiruf 110" natürlich, und "Berlin Berlin" ist auch sehr gut. Aber ansonsten fallen mir jetzt so spontan auf den ÖRs keine mir gefallenden Serienformate ein... :confused:

    Ist das eine von den Kirchen, wo man so kleine Cracker kriegt? Ich habe Hunger!

  • Gefallen und gut sein gehören halt nicht zwingend zueinander. ;)

    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein

  • naja, so schlecht siehts ja dann doch nicht aus, ein paar gut eigene Serien (Edel & Starck wurde schon genannt, außerdem fand ich Eva Blond absolut sehenswert, lief aber schon vor einiger Zeit) bzw Adaptionen / 1:1-Kopien (Stromberg) gibts dann ja schon.


    Und aktuell bei den ÖR halte ich Dittsche für unschlagbar

  • Ich schaue eigentlich gar keine deutschen Serien, allerdings auch kaum amerikanische, ausser Friends :D


    Eine deutsche Serie gucke ich, und es ist mir eine Freude, dass es es sie ab nächster Woche wieder gibt: SK-Kölsch!


    greetz,
    autares


    EDIT: Ach ja, ic vergaß die deutsche Doku-Serie Toto & Harry :D

  • Zitat

    Original geschrieben von Jochen
    Gefallen und gut sein gehören halt nicht zwingend zueinander. ;)


    Das ist der "casus knackus", viele Serienformate haben eben einen begrenzten Fankreis, was an der Thematik und/oder den mitwirkenden Schauspielern liegt.


    Ich persönlich sehe mir auch gerne Formate mit Dieter Pfaff an und auch die letzte Serie mit Jutta Speidel hat mir gut gefallen. Ja mein Gott, ich bin halt auch schon etwas älter ;) .


    Unabhängig der persönlichen Präferenzen ist bei den ÖR im Regelfall die Qualitätsdichte höher. Natürlich gibt es auch Ausrutscher nach unten, Schwarzwaldklinik, Traumschiff und so sind nicht mein Fall und IMHO auch qualitativer Schrott.


    Da fällt mir auf, die Negativbeispiele lassen sich verifizieren: Heisst der Produzent Rademann und läuft die Serie im ZDF kann man es ungesehen in die Tonne kippen ;)


    Aber pauschal zu behaupten es gibt keine guten eigenproduzierte Formate im deutschen Fernsehen ist Schwachfug.


    cu

  • Sehr interessante Diskussion hat sich da entwickelt. ;)


    Ich denke im Großen und Ganzen sind wir uns da schon einig. Über Geschmack lässt sich nicht streiten, logische Gründe gibt es eh nicht, aber einen gewissen Trend kann man schon rauslesen. Edel&Starck und früher auch Berlin, Berlin schaue ich übrigens auch gern - ist ja schließlich auch "Freundinnen-Kompatibel". Bei Hinter Gittern kommt mir persönlich auch das Kotzen, aber rein subjektiv scheint die Serie ja nicht soo unerfolgreich zu sein.


    Auf Mini-Serien und Fernsehproduktionen bin ich eigentlich absichtlich nicht weiter eingegangen, da ich finde, daß da die Vergleichbarkeit schon sehr schwierig bis unmöglich wird - geht im Prinzip schon in die Richtung Kinofilm-Vergleich. Ich würde mir nicht herausnehmen, "Angels in America" oder "Band of Brothers" mit "Wunder von Lengede" o.ä. (mir fallen grad die anderen nicht ein) zu vergleichen. Macht auch wirklich keinen Sinn.


    Geld... war ja klar, daß das als Argument genannt wird. Ist aber doch nur bei wenigen Serien wirklich ausschlaggebend. Beispiel: Lost - Verschollen : hier merkt man schon einen gewissen Unterschied im Budget (kaum zu glauben, oder? ;) ). Mir persönlich ist das allerdings in diesem Fall nicht soo wichtig. Sorry, aber der Hauptunterschied sind doch die Drehbuchschreiber! Ohne vernünftige Story kann keine Serie - egal wie aufwendig - fesseln. Verschollen ist doch in dem Bezug den meisten dt. Soaps nicht wirklich überlegen. Anderes Beispiel: "Alias" hat nicht deshalb so eine treue Fangemeinde, weil da eine vermeintlich "heiße Braut" Männer in Nachtclubs verkloppt und sich ständig umzieht - das mag ja anfangs funktionieren, aber früher oder später muß die Story passen. Sieht man auch ganz gut an dem Kinofilm "Catwoman" - länger als 6 Minuten hält man den Film doch nicht aus... ohne Halle Berry wären es wohl nur 30s...


    Klar ist auch, was viele an den amerikanischen Serien stört... nämlich das "Amerikanische". :D Die teilweise übertriebene Selbstverherrlichung und weltverbesserliche Naivität kommt früher oder später überall durch. Ist halt für eine andere Mentalität gedacht. Auch der Humor lässt sich oft nur schwer bis gar nicht übersetzen (bezogen auf die syncronisierte Fassung).


    Nun liest man ja heraus, daß viele die dt. Serien schätzen, die gut geschrieben sind und einen "dt Bezug" haben. Dann frage ich mich allerdings warum es nicht mehr Serien wie "Edel&Starck", "Berlin, Berlin", "Bulle von Tölz" usw. gibt? Am Geld kann es doch nicht liegen. Das schlimme ist, wenn der Sender merkt, daß eine Serie "funktioniert" es versucht, das Konzept in alle Möglichkeiten Richtungen zu variieren, anstatt neue Konzepte zu entwickeln. Dadurch wertet man m.E. z.T. gute Serien fast schon wieder ab. Hier mal 2 Beispiele, wo ich finde, daß gewisse Ähnlichkeiten nicht von der Hand zu weisen sind: Edel&Starck -> Broti&Pacek, Bulle von Tölz -> Pfundskerl. Gibt bestimmt noch mehr Beispiele, aber da fehlt mir etwas der Überblick.


    Ich glaube ja auch selber nicht, daß eine "dt. Version" von amerikanischen Serien hier immer Sinn macht. Wer will denn schon "CSI:Berlin", "Amazing Race:Deutschland", "Survivor:Helgoland", o.ä. sehen? Bevor wir was kopieren, können wir es ja gleich im Original (am besten nicht syncronisiert) senden - bevorzugt zu einer humanen Sendezeit (denke da mit Grausen an die Sendezeiten von Sopranos, Friends am Anfang, Six Feet Under am Anfang, usw.). Warum fehlt dann der Mut, dem dt. Geschmack angepasst mehr gut geschriebene dt. Serien zu produzieren? Auch viele amerikanische Erfolgsserien haben mit einem relativ kleinen Budget begonnen. Manchmal ist es halt das "gewisse Etwas", was eine Serie ausmacht. z.B. ist vom Konzept her "Monk" nicht sonderlich spektakulär - aber es hat halt was. Ist doch wenn man ehrlich ist, bei Berlin, Berlin und Edel&Starck nicht anders.


    Wie gesagt: Antworten werden wir wohl keine finden. Ich finde es eigentlich nur schade, daß so wenig gute dt. Produktionen mich ansprechen - und das liegt i.d.R. nicht am Budget, sondern an dem Gesamtkonzept und der schwachen, halbherzigen Umsetzung. Bin mal gespannt, wie sich das ganze entwickelt. Kann mir gut vorstellen, daß die Sender, die ein sehr amerik. Serien lastiges Programm haben (VOX, Pro7) bald auch die Auswirkungen des Internets zu spüren bekommen. Nicht viele haben halt die Lust, nach einer "Cliffhanger-Folge" 6 Monate zu warten, wenn sie sich die nächste Folge quasi sofort saugen können. Und wenn man dann immer 1-2 Staffeln "hinterher läuft", kann das eigentlich nicht gut sein. Aber das ist wohl ein anderes Thema. ;)

    Um wirklich Erfolg im Leben haben zu können, muß man 2 Regeln stets befolgen:


    1. Erzähl nicht alles, was du weißt.

  • So, jetzt schalte ich auch mal ein :D


    Ich stehe grundsätzlich nicht auf deutsche Filme und Serien [small] außer auf "Otto, der Film" und "Otto, die Serie" [/small] :)


    Das deutsche sieht in meinen Augen irgendwie immer etwas "billig" aus.
    Beispiel: Verschollen! Ein paar Bekloppte mit Problemen à la GZSZ auf einer Plastikinsel :rolleyes: Echt toll...


    Vergleich: Lost! Durchdachtes Drehbuch. Tolle Landschaft und einfach super Fernsehbilder, die man da hat! Ebenfalls die Dialoge und die Schauspieler machen einfach den Unterschied!


    Sonst gucke ich eigentlich nicht besonders viele Serien!
    Außnahmen: O.C., California (wenn kein CL- Spiel ist :D), Sex and the City (kommt ab nächste Woche Dienstag wieder :top: ), Lost (wie schon oben erwähnt), Friends (jede einzelne Folge gesehen), King of Queens (guck ich ab und zu), J.A.G. (tolle Serie) und bald Desperate Housewifes *schleck* :p


    All diese Serien wirken für mich hochwertiger als deutsche TV- Serien!


    Und wenn man eine Möchtegern-Deutsche-Erfolgsserie hat, kommt auch noch der passende Kinofilm dazu -> Der Clown :rolleyes:
    Bitte verschont mich!

    Ich habe eine Diät gemacht und fettem Essen und Alkohol abgeschworen - in zwei Wochen verlor ich 14 Tage!


    [small] - Joe E. Lewis - [/small]

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!