Zeckenbiss - Borreliose - auch bei winziger Zecke?

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    Original geschrieben von Paw
    Anscheinend bist Du noch nicht ernsthaft krank gewesen. Das Bild vom kompetenten Arzt, der über rundum fundiertes Wissen verfügt und seinen Patienten wirklich helfen möchte, ist in etwa so real wie der Weihnachtsmann oder der Osterhase.


    Du meinst dann, das TT-User, die weder ärtzliches Wissen, noch ohne Bild der Bissstelle besser beraten können als ein kompetenter Arzt, der im Jahr öfters solche Fälle behandelt? :rolleyes:



    @ booner


    Du sagst, das die Zecke ziemlich klein war. Kann es sein, das es nur ein Stück von der Zecke war, die du vielleicht unbeabsichtigt per Reibung mit dem T-Shirt oder durch anlehnen an der Hauswand etc zerstückelt hast?

    «"Es ist verboten dem toten Kojoten die Hoden zu verknoten."»

  • Zitat

    @ booner


    Du sagst, das die Zecke ziemlich klein war. Kann es sein, das es nur ein Stück von der Zecke war, die du vielleicht unbeabsichtigt per Reibung mit dem T-Shirt oder durch anlehnen an der Hauswand etc zerstückelt hast?


    Nein, die Zecke war m.E. komplett! War alles dran, Kopf, "Tank", Beine, Beißwerkzeug. Sie ist auch noch ein Stunde lang in einem Glas gekrabbelt, bis ihr Reste der Erdebeermarmeláde zum tödlichen Verhängnis wurden. Rache ist süß :D


    Scheinbar hatte ich mit einer Larve das Vergnügen. Nymphen sind dreimal so groß.


    http://www.medizinfo.de/waldundwiese/zecken/zbio.htm#stadien


    Nicht beim Essen anschauen: Eiablage eines Weibchens.


    Sogar zum Vögeln mißbrauchen sie unseren Körper:


    http://www.podenco-mix.de/html/zecken.htm

    Er war Jurist - und auch sonst von mäßigem Verstand. | PN zu Rechtsthemen werden nicht beantwortet.

  • Zitat

    Original geschrieben von Veith© 2.0
    Du meinst dann, das TT-User, die weder ärtzliches Wissen, noch ohne Bild der Bissstelle besser beraten können als ein kompetenter Arzt, der im Jahr öfters solche Fälle behandelt? :rolleyes:


    a) kann man nicht ausschließen, dass auch bei TT einige Leute medizinisches Fachwissen haben
    b) sehe ich in den Tipps den Tenor, einen Arzt aufzusuchen; insofern ist es doch nur zu begrüßen, dass zusätzliche Hinweise gegeben werden, die gerade bei dem Kostendruck der Ärzte einem Kassenpatienten hilfreich sein können, denn: nicht jeder hat einen auf jedem Fachgebiet kompetenten Arzt; mit ein wenig Vor- oder ggf. auch Halbwissen kann man dann jedenfalls die richtigen Fragen stellen und wird nicht mit einer Salbe nach Hause geschickt (und das passiert ab und leider wirklich :rolleyes: - ist aber noch einer der harmloseren Kunstfehler)

    "Technisch sind wir Übermenschen; moralisch sind wir noch nicht einmal Menschen." Aldous Huxley

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    Original geschrieben von Veith© 2.0
    Du meinst dann, das TT-User, die weder ärtzliches Wissen, noch ohne Bild der Bissstelle besser beraten können als ein kompetenter Arzt, der im Jahr öfters solche Fälle behandelt? :rolleyes:


    Möglicherweise gibt es ja TT-User, die bereits selbst an Borreliose erkrankt waren und daher schon Erfahrung mit dem nachlässigen Umgang von Ärzten mit dieser Krankheit haben...

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    Original geschrieben von booner
    Also: War beim Arzt, der mir vorsorglich ein Antibiotikum mitgegeben hat, da heuer schon 4 seiner Patienten nach einem Zeckenbiss eine Borreliose entwickelt haben :( Sind nur 2 Tabletten Doxy-M-ratiopharm 200, ich hoffe das ist ausreichend.


    Das ist kaum sinnvoll. Antibiotika sollten grundsätzlich immer noch ein paar Tage bis nach dem Abklingen einer Krankheit eingenommen werden, damit auch wirklich alle Erreger abgetötet werden und keine Resistenz gefördert wird. Insgesamt zwei Tabletten können als in keinem Fall und bei keiner Erkrankung eine sinnvolle Dosierung sein. Bei 200mg/Tag wirkt Doxy auch lediglich bakteriostatisch (wachstumshemmend) und nicht bakterizid (Bakterien abtötend) und ist damit auch keine ausreichende Dosis.


    Eher sinnvoll wären 2 Wochen 2x Doxy 200 täglich. Im Ungünstigsten Fall hat man dann eben unnötig Antibiotika eingenommen, aber man hat langfristig eine sehr gute Borreliose-Prognose. Wenn die Borreliose erst einmal chronisch geworden ist, wird man sie sehr schwer wieder los. Dann gibt es wochenlang sehr hoch dosierte intravenöse Antibiotika, und das möglicherweise immer wieder. Sinnvoll ist übrigens während der antibiotischen Behandlung auch noch die Einnahme von Antimykotika wie Nystatin, um das Überwuchern der Darmflora mit Pilzen zu verhindern.

  • Zitat

    Original geschrieben von paws
    Bei Borreliose ist die Behandlung um so erfolgreicher, desto früher sie erfolgt. Desto später man behandelt, desto höher muss man dosieren und desto länger dauert die Behandlung. Wenn man erst auf das Testergebnis wartet, geht möglicherweise bereits wertvolle Zeit verloren, ausserdem sind die Tests auch nicht 100% zuverlässig.


    Deshalb empfehlen einige Ärzte, bereits direkt nach dem Zeckenbiss vorsorglich Antibiotika zu verabreichen. Spätestens bei verdächtigen Symptomen sollte nicht mehr gewartet werden.


    Wenn Du englisch kannst, findest Du hier mehr Informationen:
    International Lyme And Associated Diseases Society

    Das ist dan afaik aber auch wieder uebertrieben, wen man einfach Antibiotika gibt, und wahrscheinlich eh nichts ist

  • Zitat

    Original geschrieben von Paw
    Möglicherweise gibt es ja TT-User, die bereits selbst an Borreliose erkrankt waren und daher schon Erfahrung mit dem nachlässigen Umgang von Ärzten mit dieser Krankheit haben...


    Also mein Hausarzt geht garantiert nicht nachlässig mit Borreliose, die Behauptung finde ich schon ziemlich weit hergeholt. Außerdem meinte ich nur, bevor hier gerätselt und beraten wird, er lieber gleich zum Arzt geht, bevor schlimmeres passert.



    @ booner


    Kann den eine Larve soviel anrichten, ich meine, die entwickelt sich ja noch zu einer Zecke, sind winzig klein und dann hast Du trotzdem von der eine Hautreaktion bekommen, schon echt unfassbar, was die Biester können. :eek:


    Zitat

    Nach dem Schlüpfen durchlaufen Zecken drei Entwicklungsstadien von der Larve über die Nymphe zur adulten (erwachsenen) Zecke. Die Larven sind sehr klein, nur ungefähr einen halben Millimeter groß. Für ihre erste Blutmahlzeit befallen sie vor allem kleine Säugetiere, z. B. Igel oder Mäuse. Haben sie sich vollgesogen, verlassen sie das Wirtstier und häuten sich


    Zitat

    Der beste Schutz gegen Borreliose ist das gründliche Absuchen des Körpers und eine möglichst schnelle Entfernung von Zecken. Einen Impfstoff gegen Borreliose gibt es zur Zeit noch nicht.


    Das werde ich ab sofort auch tun! :eek:

    «"Es ist verboten dem toten Kojoten die Hoden zu verknoten."»

  • Larven sollen nicht so infektiöse wie Nymhen oder adulte Zecken sein.


    Das mit dem Absuchen kannst du bei der Größe vergessen, vor allem weil die Larven fast transparent sind.

    Er war Jurist - und auch sonst von mäßigem Verstand. | PN zu Rechtsthemen werden nicht beantwortet.

  • Zitat

    Original geschrieben von booner
    Larven sollen nicht so infektiöse wie Nymhen oder adulte Zecken sein.


    Das mit dem Absuchen kannst du bei der Größe vergessen, vor allem weil die Larven fast transparent sind.



    Ich glaube, unser Katzenvieh bleibt jetzt erst mal in der Scheune! :D

    «"Es ist verboten dem toten Kojoten die Hoden zu verknoten."»

  • Zitat

    Original geschrieben von Paw
    Eher sinnvoll wären 2 Wochen 2x Doxy 200 täglich. Im Ungünstigsten Fall hat man dann eben unnötig Antibiotika eingenommen,


    Es ist nie sinnvoll, sondern sogar verantwortungslos, so hohe Dosen Antibiotika auf Verdacht zu geben. Wenn die von Dir so kritisierte "ahnungslose" Ärzteschaft das prinzipiell so handhaben würde, könnte selbige in 10 Jahren nichts mehr mit Antibiotika heilen, da es nur noch resistente Erreger gäbe... :rolleyes:

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