Bundestagswahl 2005

  • Droht wirklich die große Koalition?


    Leider bestätigen die letzten Meinungsumfragen ja relativ deutliche Verschiebungen der Wählergunst - was nicht übermäßig verwunderlich ist, schließlich demonstriert Schröder momentan eindrucksvoll, wie man den Endspurt eines Wahlkampfes gestalten muss: Auch wenn vieles von dem, was momentan versprochen wird, der Auftritt mit Putin oder auch das "Einschießen auf Kirchhof" eigentlich sehr durchschaubar ist - warum reagiert denn die Union nicht entsprechend und vor allem geschlossen? Aus der SPD hört man eigentlich nur noch Schröder, in der Union funken immer wieder Einzelmeinungen dazwischen. Gerade in der Endphase sollte man in der Politik vielleicht ein bisschen emotionaler agieren, um die Unentschlossenen zu erreichen, mit trauigen Fakten kann man gegen bunte Versprechungen und Polemik doch kaum noch etwas reissen! Unter einem professionellen Wahlkampf verstehe ich etwas anderes.


    Auch die Sympathien für eine große Koalition sind in der Bevölkerung weiter angestiegen: Mittlerweile wird sogar schon in der Bild in einfachen Worten und für jedermann verständlich dargestellt, welche Risiken (neben wenigen Vorteilen) damit verbunden sind. Hoffentlich bleibt uns das Jammerspiel erspart :rolleyes:

  • Dann kommt eben nächstes Jahr die nächste Vertrauensfrage.....


    Zur Sicherheit:
    Das war Ironie! ;)

    Original geschrieben von bernbayer:
    "Eine Kampagne in ZUsammenhang mit Guttenberg kann man der Bild-Zeitung nicht vorwerfen."

  • Re: Droht wirklich die große Koalition?


    Zitat

    Original geschrieben von qwasy
    Auch die Sympathien für eine große Koalition sind in der Bevölkerung weiter angestiegen: Mittlerweile wird sogar schon in der Bild in einfachen Worten und für jedermann verständlich dargestellt, welche Risiken (neben wenigen Vorteilen) damit verbunden sind. Hoffentlich bleibt uns das Jammerspiel erspart :rolleyes:


    Insofern kann ich dir klar zustimmen, auch wenn ich Schwarz-Gelb nicht unbedingt gut finde, wäre es immer noch besser als ne grosse Koalition ohne eine einzige liberale Partei in der Regierung.


    Aber was Guido Westerwelle in den letzten Inverviews gesagt hat, will die FDP ja nur im der Union in die Regierung ... wobei man nicht weis, falls Schwarz-Gelb nicht gehten würde aber Rot-Gelb-Grün, ob die FDP dann nicht doch in die Regierung gehen würde. Hängt aber dann auch stark davon ab was die SPD in dem Fall lieber möchte.


    Eine gewisse Tragik kommt noch hinzu das die Linkspartei frühestens 2009 in die Regierung möchte, und viele Anhänger die grosse Koaliton für 2005 favorieren ... da gewinnt man schon durchaus den Eindruck die Linnkspartei will nur den Stillstand erreichen, was für das Land alles andere als förderlich ist.

  • Hm. Da wirst Du Dich wohl zwischen der PDS und FDP entscheiden müssen. Wobei eine Ampelkoalition dann sicher die bessere Alternative zur neoliberalen FDP in Verbindung mit der Union wäre.



    Stefan

  • Schön das du mir beiplichtest ... aber ich weis das du anderer Meinung bist ... und das ist auch in Ordnung ... jeder soll seine Meinung haben.

  • Zitat

    Original geschrieben von Stefan
    (...) Da wirst Du Dich wohl zwischen der PDS und FDP entscheiden müssen. (...)

    Alternativ gibt's ja noch den "Notfallplan" der Taskforce 'Münz'. :D


    However: Die Entscheidung scheint ja bereits gefallen zu sein. ;)


    Cheers, Laubi

    Newbie-Reloaded :-)

  • Martyn: Jetzt komm doch bitte langsam mal in die Pötte. Ich meine es wirklich nicht böse.


    Von folgendem kannst Du ausgehen:


    - Die nächste Regierungskoalition wird aus genau zwei Parteien bestehen, nicht mehr und nicht weniger, alles unter der Voraussetzung, dass man CDU und CSU als eine Partei zählt. Welche das sein werden, weiß niemand, aber es sind keine hellseherischen Kräfte erforderlich, um zu ahnen, dass es entweder CDU/CSU und FDP oder CDU/CSU und SPD sein werden. Was dies für die Bedeutung einer FDP-Zweitstimme bedeutet, bedarf keiner Erläuterung.


    - Es wird keine Ampelkoalition geben. Niemand will das. Sowas hat es auf Bundesebene noch nie und auf Landesebene erst einmal gegeben, und da hat es nicht gut geklappt. Natürlich passiert alles, was jemals passiert, irgendwann zum ersten Mal, aber auf Bundesebene sind bisher immer nur Konstellationen zustande gekommen, die es vorher auf Landesebene gab und dort auch funktioniert haben. Ich rechne nicht damit, dass es jetzt zu so einem Experiment kommen wird.


    - Es wird kein Wahlrecht ab 16 geben, also brauchst Du dies bei Deiner Entscheidung auch nicht zu berücksichtigen. Es wird ebenfalls keine Drogenlegalisierung geben, also brauchst Du dies ebenfalls nicht zu berücksichtigen. Auf beides hast Du keinen Einfluss, weil beide Themen sowas von sonnenklar entschieden sind, dass man seine Entscheidung wirklich auf die Themen stützen sollte, wo sie auch etwas bewirken kann.


    - Du wählst durch das Ankreuzen aus einer Landesliste nicht gezielt den Kandidaten auf Platz 3, sondern die Liste als Ganzes. Wähler können sich nicht ihre eigenen Listen zusammensetzen, sondern müssen mit dem klarkommen, was angeboten wird. Oft im Leben treten Situationen ein, in denen man zwischen Dingen abwägen muss, die beide nicht perfekt sind. Es ist sehr hilfreich, irgendwann mal einzusehen, dass dies eine Realität ist, die man nicht ändern kann und mit der man umgehen lernen sollte.


    - Es gibt keine Wahlpflicht in Deutschland. Es ist keine Schande, sich nicht entscheiden zu können, sich nicht entscheiden zu wollen oder aus sonstigen, beliebigen Gründen keine Entscheidung zu treffen.


    Du drehst Dich permanent im Kreis, verzettelst Dich in Kleinigkeiten, die überhaupt nicht entscheidungsrelevant sind, weil sie nicht zur Diskussion stehen und lässt das ganze Forum demonstrativ daran teilnehmen. Ich glaube, dass Du damit weder uns noch Dir selbst weiterhilfst.


    Ich empfehle, ein Blatt Papier und einen Bleistift in die Hand zu nehmen, mit dem Bleistift auf das Papier zu schreiben, welche Optionen zur Verfügung stehen und welche die Konsequenzen diese Optionen haben und das Blatt Papier dann ein, zwei oder drei Tage lang zur Seite zu legen und ausschließlich andere Dinge zu tun. Ja, genau. Ein, zwei oder drei Tage lang nicht im Kreis drehen, bitte.


    Nach drei Tagen nimmst Du das Blatt Papier dann wieder heraus, machst einen dicken Strich drunter und fängst an, die Punkte zu gewichten. Alle Dinge, die sich nicht ändern werden, werden mit dem Faktor "0" gewichtet. Alle Dinge, die unwichtig sind, werden mit dem Faktor "1" gewichtet. Alle Dinge, die mäßig wichtig sind, werdem mit dem Faktor "2" gewichtet und alle Dinge, die absolut entscheidend sind, werden mit dem Faktor "3" gewichtet. Dann addierst Du die Punkte, schüttest noch eine großzügige Prise Bauchgefühl hinzu und rührst einmal kräftig um - fertig ist die Wahlentscheidung.

  • Zitat

    Original geschrieben von o2neuling
    Nach drei Tagen nimmst Du das Blatt Papier dann wieder heraus, machst einen dicken Strich drunter und fängst an, die Punkte zu gewichten. Alle Dinge, die sich nicht ändern werden, werden mit dem Faktor "0" gewichtet. Alle Dinge, die unwichtig sind, werden mit dem Faktor "1" gewichtet. Alle Dinge, die mäßig wichtig sind, werdem mit dem Faktor "2" gewichtet und alle Dinge, die absolut entscheidend sind, werden mit dem Faktor "3" gewichtet. Dann addierst Du die Punkte, schüttest noch eine großzügige Prise Bauchgefühl hinzu und rührst einmal kräftig um - fertig ist die Wahlentscheidung.

    Nettes Rezept, aber so sollte im Prinzip jeder Wähler vorgehen, es sei denn er hat alles genau verfolgt und ist politisch voll auf der Höhe (zu denen zähle ich mich mal lieber nicht...) :top:

  • Schönhuber rezykliert


    Da offensichtlich Schönhuber rezykliert wird und die verstorbene NPD-Kandidatin ersetzen soll, könnte man zynisch die Frage stellen, ob die NPD eine Ecke weiter denkt und mutwillig Wahlverschleppung betreiben will :rolleyes: Und selbst wenn dies nicht die Absicht wäre, so bekämen wir mW mit dem Polit-Opa (82!) einen NPD-Abgeordneten als Alterspräsidenten :flop:

  • Zitat

    Original geschrieben von o2neuling
    - Es wird kein Wahlrecht ab 16 geben, also brauchst Du dies bei Deiner Entscheidung auch nicht zu berücksichtigen.


    Wie sagt man so schön ... die Hoffnung stirbt zuletzt. Okay, das sowas in dieser Legislaturperiode als Gesetz verabschiedet wird glaube ich auch nicht, aber eine Liberale Regierung, also entweder mit Beteiligung der Grünen oder der FDP würde eher den Weg dazu vorbereiten. Eine Volksregierung aka Grosse Koalition wäre bei diesem Thema ein deutlicher Rückschritt.


    Zitat

    Original geschrieben von o2neuling
    Es wird ebenfalls keine Drogenlegalisierung geben, also brauchst Du dies ebenfalls nicht zu berücksichtigen.


    Das würde ich auch garnicht gutheissen, eine Legalisierung von Drogen muss jetzt wirklich nicht sein, da bin ich eigentlich sogar dagegen.


    Zitat

    Original geschrieben von o2neuling
    Nach drei Tagen nimmst Du das Blatt Papier dann wieder heraus, machst einen dicken Strich drunter und fängst an, die Punkte zu gewichten. Alle Dinge, die sich nicht ändern werden, werden mit dem Faktor "0" gewichtet. Alle Dinge, die unwichtig sind, werden mit dem Faktor "1" gewichtet. Alle Dinge, die mäßig wichtig sind, werdem mit dem Faktor "2" gewichtet und alle Dinge, die absolut entscheidend sind, werden mit dem Faktor "3" gewichtet. Dann addierst Du die Punkte, schüttest noch eine großzügige Prise Bauchgefühl hinzu und rührst einmal kräftig um - fertig ist die Wahlentscheidung.

    Danke für den Tipp.

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