DKP Mitglieder auf Listen oder sogar Direktkandidaten der Linkspartei

  • Zufällig habe ich auf der Seite es Bundeswahlleiters gelesen, das die DKP ihren Antrag zur Zulassung zur Bundestagswahl 2005 zurückgezogen hat.


    Dann hab ich mich deswegen mal auf der DKP Homepage umgeschaut. Dort habe ich dann festgestellt, das die DKP nun offiziell in der Linkspartei mitmacht.


    In vielen Bundesländern sind auch DKP Mitglieder auf Landeslisten der Linkspartei und in drei Wahlkreisen treten sogar DKP Mitglieder als Direktkandidaten für die Linkspartei an.


    Ich muss sagen das mir jetzt die einzelnen Namen nichts sagen, aber während die PDS imho durchaus eine wählbare, denmokratische Partei war, waren meistens die Forderungen der DKP schon etwas links aussen. Afaik war die DKP sogar die Nachfolgepartei der verbotenen KPD.

  • Re: DKP Mitglieder auf Listen oder sogar Direktkandidaten der Linkspartei


    Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Afaik war die DKP sogar die Nachfolgepartei der verbotenen KPD.


    Die PDS ist die direkte Nachfolgerin der SED, die die DDR-Bürger 40 Jahre lang unterdrückt hat.


    Gregor Gysi hat während seiner Zeit als Anwalt in der DDR für die Stasi gearbeitet (IM Notar).


    Oskar Lafontaine war gegen die Deutsche Wiedervereinigung und hat sich als er in Amt und Würden war nach ein paar Monaten verpisst.


    Noch Fragen zu dieser "Partei"? :rolleyes:

    Chuck Norris liest keine Bücher: Er starrt sie so lange an, bis sie ihm freiwillig sagen, was er wissen will.

  • Die Linkspartei ist eine reine Ansammlung von Ewiggestriger, gescheiterter Existenzen und Populisten.


    Leider sammeln sich die Protestwähler in deren oder im rechten Umfeld.

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    Ericsson T39m
    Legends never Die!
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  • na und?


    ... eine starke Demokratie kann auch eine DKP verkraften! ;)


    Entweder ist man Demokrat und eben auch tolerant, oder man ist es eben nicht, dann ist man aber immer auch zwangsläufig Anhänger einer so oder so gearteten Diktatur.


    Also immer vorsichtig sein mit Verunglimpfungen anerkannt u. vor allem zur Wahl zugelassenen Kandidaten.


    Das gleiche gilt übrigens für bisher unbewiesene IM-Behauptungen, dass kann schnell in die "Hose" gehen, Gysi ist nämlich auch Anwalt .... ;)


    Was der Spiegel (viell.) darf, darf sicher nicht jeder!

    Ich bin zu allem fähig, aber zu nichts zu gebrauchen!

  • Re: Re: DKP Mitglieder auf Listen oder sogar Direktkandidaten der Linkspartei


    Zitat

    Original geschrieben von Bob_Harris
    Oskar Lafontaine war gegen die Deutsche Wiedervereinigung [...]


    Das ist nicht richtig und wird auch durch Wiederholung nicht richtiger. Ein ganz klein wenig komplizierter war die Geschichte schon.


    Ich gehe allerdings nicht davon aus, dass diejenigen, die sich aus Dingen, die viel später passiert sind, eine Meinung gebildet haben, das jemals verstehen oder gar nachlesen wollen.

    Zitat

    Original geschrieben von Bob_Harris
    [...] und hat sich als er in Amt und Würden war nach ein paar Monaten verpisst.


    Ja, aus einem der nicht gerade wenigen Ämter, die er im Laufe seiner Karriere innehatte.


    Nein, ich sympathisiere weder mit Lafontaine als Person noch mit seinen derzeitigen Aktionen oder gar seiner aktuellen Partei, aber falsche Dinge muss man trotzdem nicht ständig wiederholen.

  • Re: na und?


    Zitat

    Original geschrieben von dr zuzelbach
    Entweder ist man Demokrat und eben auch tolerant, oder man ist es eben nicht, dann ist man aber immer auch zwangsläufig Anhänger einer so oder so gearteten Diktatur.

    Da hast du sicher Recht, aber bei einigen Parteien, wie den Bibeltreuen Christen, Christliche Mitte, und rechten Parteien fällt es mir schon schwer tolerant zu bleiben.


    Wenn jetzt ein DKP Mitglied in den Bundestag kommt ist es sicher nicht ein Untergang für die Demokratie, aber irgendwie möchte mal als sozialliberaler Wähler, der eigentlich gerne FDP wählen würde, aber dort etwas die soziale Komponente vermisst, und deswegen die Linkspartei als mögliche Option in Erwägung zieht, nicht Kandidaten vom linken Rand mitwählen.


    Gysi hat imho aber auch Ausreisewillige Bürger der DDR verteidigt, man kann sicher nicht sagen, das Gysi nur für die Stasi gearbeitet hat.

  • Re: na und?


    Zitat

    Original geschrieben von dr zuzelbach
    Das gleiche gilt übrigens für bisher unbewiesene IM-Behauptungen, dass kann schnell in die "Hose" gehen, Gysi ist nämlich auch Anwalt .... ;)


    Was der Spiegel (viell.) darf, darf sicher nicht jeder!


    Zitat

    Im Mai 1998 stellte der Immunitätsausschuss des Deutschen Bundestages in seinem Abschlußbericht fest, dass Gysi zwischen 1975 und 1986 für das Ministerium für Staatssicherheit der DDR unter verschiedenen Decknamen, u.a. als IM Notar gearbeitet haben soll


    http://de.wikipedia.org/wiki/Gregor_Gysi

    Zitat

    Ja, aus einem der nicht gerade wenigen Ämter, die er im Laufe seiner Karriere innehatte.


    Das ist Lafo ja in guter Gesellschaft mit Gysi, der hat als Berliner Wirtschaftssenator ja auch nur ein paar Monate durchgehalten. Rücktritt dann im Rahmen der Flugmeilenaffäre (übrigens bewiesen...)

    Chuck Norris liest keine Bücher: Er starrt sie so lange an, bis sie ihm freiwillig sagen, was er wissen will.

  • Wo wir gerade schon beim Wikipedia-Zitieren sind:


    http://de.wikipedia.org/wiki/O…ung_zur_Wiedervereinigung


    Ich habe die damalige Debatte durchaus noch in Erinnerung, ein plumpes "dagegen" war es einfach nicht, daran ändert sich auch nichts, wenn man es im Nachhinein immer wieder behauptet. Es ging damals vor allem um die Art und Weise, wie man es macht, nicht um das "ob". Ganz konkret ging es um die schnelle Währungsunion, die damals aus Gründen gemacht wurde, von denen einige nicht ausschließlich wirtschaftspolitisch motiviert waren, sondern auch, um es mal vorsichtig auszudrücken, Beliebtheit erzeugen sollten.


    Mit dieser Ansicht stand er damals nicht so alleine da, wie es heute rückblickend aussieht und außerdem verstehe ich auch gar nicht, warum diese Debatte immer und immer wieder von vorne geführt werden muss. Es gibt meiner Meinung nach genug zutreffende Argumente gegen Herrn Lafontaine und sein aktuelles Verhalten, da besteht keine Notwendigkeit, immer wieder die ollen Kamellen auszugraben und die Geschichte umzuschreiben.

  • Zitat

    Original geschrieben von o2neuling
    Ich habe die damalige Debatte durchaus noch in Erinnerung, ein plumpes "dagegen" war es einfach nicht,


    Nein, dass war es auch nicht. Er wollte mit der WV warten, bis sich die Lebensverhältnisse in beiden Staaten angeglichen haben, um einen Zuzug der DDR-Bürger in die westdeutsche Sozialversicherung zu verhindern.


    Währungsunion und Wiedervereinigung sind 2 Paar Schuhe.

    Chuck Norris liest keine Bücher: Er starrt sie so lange an, bis sie ihm freiwillig sagen, was er wissen will.

  • Re: DKP Mitglieder auf Listen oder sogar Direktkandidaten der Linkspartei


    Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Afaik war die DKP sogar die Nachfolgepartei der verbotenen KPD.


    Was natürlich für Protestwähler schon für sich allein genommen ein guter Grund sein könnte, die zu wählen. Denn die Frage ist natürlich nicht ganz unberechtigt, warum seinerzeit eine KPD verboten wurde, während faschistische Naziparteien mehr oder weniger schalten und walten können, wie sie wollen.


    Menschen, die weder den Kommunismus bzw. Sozialismus noch den Nationalsozialismus erlebt haben, neigen dazu, Links- und Rechtsradikale auf eine Stufe zu stellen. Dies lehne ich persönlich kategorisch ab, denn nichts, was kommunistische/sozialistische Länder/Regierungen jemals verzapft haben, kann mit dem gleichgestellt werden, was von Deutschland aus von 33 bis 45 ausging.


    Gerade auch angesichts der z.T. doch recht "zaghaften" Aufarbeitung des Nationalsozialismus nach Kriegsende im Westen (ein großer Teil des Beamtenapparates hat seine Arbeit einfach weitergeführt, halt einfach nur unter einem anderen Dienstherren) sehe ich eigentlich kein Problem darin, dass man heute wohl oder übel damit leben muss, wenn überzeugte Kommunisten auf Stimmenfang gehen und - im worst case - vielleicht auch in den Bundestag einziehen.


    Wegen mir könnte dieses Gelichter komplett verboten werden - was unsere Parteienlandschaft angeht, bin ich eh der Meinung, dass es mit Demokratie und Meinungsfreiheit übertrieben wird.

    Ist das eine von den Kirchen, wo man so kleine Cracker kriegt? Ich habe Hunger!

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