Ganz New Orleans wird komplett evakuiert...

  • Zitat

    Original geschrieben von autares
    Es ist ein Unterschied, ob man es sich einfach macht, oder aber den Tod von 10.000 leichtwillig in Kauf nimmt. Der Superdome galt als das sicherste Gebäude in NO. Des weiteren sollten hier alle nicht vergessen, dass es keinen Zwang zur Räumung NO gab, zumindest nicht bis vor ein paar Tagen. Du kannst die Leute nicht zwingen, die Wohnung oder das Haus zu verlassen, es handelte sich nicht um eine Zwangsräumung!


    Das ist aber eben genau der Fehler, den man jetzt - zu Recht - ankreidet.


    Es hat ein paar Tage vor dem Hurrikan schon die Warnung gegeben die Stadt zu verlassen, man hat also durchaus erkannt daß es dieses Mal nicht nur ein Hurrikan wie immer ist, sondern daß es dieses Mal heftiger als je zuvor kommen wird. Man ist deswegen so weit gegangen eine Evakuierung dringend anzuraten - und interessanterweise sind diejenigen, die mobilisiert waren und sich nicht stur gestellt haben, auch in der Tat aus der Stadt und damit in Sicherheit gefahren.


    Wenn man also WEISS daß es katastrophal wird und eine Evakuierung die einzig sinnvolle Entscheidung ist, ist es inakzeptabel wenn "der Rest vom Schützenfest" mitten im Schadensgebiet in einem dicht gedrängten Stadion kaserniert, anstatt ebenfalls evakuiert wird.


    Hier liegt also erstmal schon eine grundsätzliche Fehlentscheidung vor - ein Fehler, der sich jetzt wiederholt weil man viele der betroffenen in ein Stadion nach Houston verfrachtet, das man wohl offenbar bis November angemietet hat. Glauben die denn ernsthaft daß es dort keine Probleme geben wird? Natürlich sind die äußeren Umstände dort besser, es gibt keinen Hurrikan, keine Überschwemmung, man wird eine Versorung aufbauen. Aber es ist doch total blauäugig zu glauben daß die Leute dort, dicht gedrängt auf Luftmatrazen und Feldbetten, brav liegen bleiben ohne daß es massive Probleme gibt. Im Augenblick sind die Leute dort versorgt, haben Wasser und eine Schlafstelle, Nahrung und sind sozusagen privilegiert gegenüber den Leuten, die noch in NO eingeschlossen und gar nicht versorgt sind. In 1, 2 Wochen werden sich aber auch in Houston massive Probleme ergeben wenn man nicht anfängt sich ein Kozept zu überlegen, wie die Leute in Zukunft "bei Laune gehalten", vor allem mit Infos über ihre Zukunft und das Schicksal von Verwandten versorgt werden.


    Nun zum logistischen Problem: es mag sein daß es schwierig gewesen wäre alle Leute rechtzeitig aus NO herauszubringen. Hier muß man sich aber schon fragen: warum? Warum gab es - nicht erst jetzt, sondern schon immer - kein Konzept für das Handling und Evakuierungen in einer Großschadenslage?


    In D gibt es städtische Verkehrsbetriebe, Busunternehmen, die Bundeswehr, vor allem die Bahn. Der Weltjugendtag in Köln hat gezeigt daß man hunderttausende Menschen in wenigen Stunden mobilisieren konnte.


    Sicherlich hatte man in NO nicht denselben Vorlauf wie in Köln beim Weltjugendtag, es gibt in den USA kein Bahnnetz wie bei uns, keine Verkehrsbetriebe nach hiesigem Vorbild. Dann muß ich aber die Frage stellen: Welche Alternative hat man in den USA vorgesehen um den Bevölkerungsschutz zu realisieren? Warum gibt es dann nicht genügend Busse, wenn andere Verkehrsmittel nicht zur Verfügung stehen?


    Nun gut, die Logistik war offenbar Anfang der Woche ad hoc nicht verfügbar und der Hurrikan sollte kommen. Hätte man nicht trotzdem versuchen müssen jeden, den man noch irgendwie evakuieren kann, dann auch wirklich aus der "danger zone" herauszubringen? Selbst wenn am Ende einige übrig bleiben - aber man hätte durchaus noch ein paar tausend Leute wegbringen können.
    Das ist aber ebenfalls ausgeblieben. Stattdessen durfte sich jeder stundenlang vor dem Stadion anstellen und warten bis er eingelassen wird. In dieser Zeit hätte derjenige auch abtransportiert werden können.


    Ich will jetzt gar nicht weiter darauf eingehen ob das Stadion denn wirklich so geeignet war - es gibt auch Berichte nach denen das Dach von Anfang an als Schwachstelle eingestuft wurde und nicht auszuschliessen war daß es einstürzen könnte.
    Aber gut, wenn man den Ort als Zufluchtsstätte auswählt - dann kann man nicht Leute mehr als 24 Stunden, bevor der Sturm kommt, schon dort auf die Plastikstühle setzen und erwarten daß die ruhig bleiben. Man muß vor allem überlegen wie man eine sanitäre Versorgung, neben einer Versorgung mit Lebensmitteln, sicherstellt!


    Und ja, selbstverständlich muß es möglich sein Leute mit Zwang zu evakuieren! Gerade in Krisenfällen funktioniert nichts wenn man jedem Deppen überläßt zu tun was er will - da braucht es eine ganz klare Führung, klare Strategien, die eben gerade nicht auf Einzelinteressen Rücksicht nehmen können sondern das Bestmögliche für Viele im Auge haben müssen.


    Daß man akzeptiert hat daß so viele Leute in ihren Häusern bleiben hat doch überhaupt erst dazu geführt daß ein völliges Chaos entstanden ist, weil überall Tote, Verletzte und Hilfsbedürftige herumschwirren und die Menschen nicht kanalisiert wurden und werden, sondern jeder ganz allein ums Überleben kämpfen muß. Gerade dieses hat zu der Anarchie und den Plünderungen geführt.
    Anfangs mag es noch darum gegangen sein daß Gesetzlose die Gunst der Stunde nutzen wollten um sich zu bereichern, aber bald schon waren die Plünderer rechtschaffene Leute, die auf der Suche nach Lebensmitteln und Wasser waren.


    Heute - nach 6 Tagen (!!!) soll ja nun der erste Hilfskonvoi angekommen sein. Darf man das denn so verstehen daß jetzt ein Konzept steht wie man New Orleans zuerst mit Überlebenswichtigem versorgt um dann ganz schnell auch die nach wie vor unumgängliche Evakuierung zu beginnen?
    Oder baut man da jetzt schleppend eine Versorgung auf, um dann in weiteren 3 Tagen festzustellen daß die Leute dort nicht nur von aussen versorgt, sondern auch rausgebracht werden müssen?


    Bisher hört man nicht daß es Strategien gibt wie es denn weitergehen soll, wann man NO evakuiert und wohin die Menschen gebracht werden sollen. Es wäre höchste Zeit daß man Zeltlager oder was auch immer, Notunterkünfte, organisiert. Denn ohne Unterkünfte keine Evakuierung. Und das wird man ja wohl kaum noch für weitere Wochen so lassen können.


    Niemand erwartet daß man von heute auf morgen für alles eine Superlösung hat. Aber man darf schon erwarten daß es Planungen gibt, selbst wenn sich zeigen würde daß sie unvollkommen sind. Blöderweise hat man das Gefühl daß es gar nix gibt.

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Rapper Kayne West rips Bush on NBC special


    Habs von einem Freund erfahren, er hat sich weggeworfen vor Lachen und meinte nur "Chris Tukcer looked like a deer in headlights and Mike Myers will be awarded with best non-supportive actor" :D:D


    Jeder der sich selbst ein Bild der Lage machen will:
    http://www.pixelmd.com/kanye.html
    Kann etwas dauern, bis es kommt....


    cheers,
    autares


    EDIT:
    Printus:
    In den USA wird sich jeder sehr viel eher sich selbst überlassen als in Deutschland. Wer nicht gehen will, den kann und will man nicht zwingen. Die ganze Situation wurde doch von allen Seiten auch total unterschätzt. Wenn ich mir angucke, wie schnell man Miami räumen kann, dann muss man sich fragen, warum das in NO nicht geklappt hat. Und genau das ist das Problem: Es gab keinen Plan dafür! Man kann nicht erwarten, dass alles reibungslos abläuft, wenn es keinen Plan gibt. Wenn selbst der Bürgermeister der Stadt den Präsidenten und Oberbefehlshaber der Truppen auffordert, endlich seinen gottverdammten Arsch in Bewegung zu setzen, dann sieht man doch, dass es Konfusion bis in die höchsten Spitzen der Verwaltung gab. Es ist wie bei 911 oder Tschernobyl: Es gab die Gefahr, aber keiner hat sie ernst genommen. Im nachhinein kann man dann immer schlau daherreden, was wie hätte laufen müssen...


    Ferner möchte ich darauf hinweisen, dass wir es hier mit einer Stadt von 500.000 Einwohnern zu tun haben. Ich kann dir sagen, dass auch die deutschen Verkehrsbetriebe, Bahnen usw. solch eine Menge von Menschen nicht händeln können, von den Strassen einmal ganz abgesehen, denn die sind in Deutschland noch schlechter auf solche Evakuierungen vorbereitet als in den USA. Wer hat denn hier schon einmal eine Evakuierung miterlebt? Ich habe hier in Hamburg welche erlebt, wenn ein Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg gefunden wurde. Da wird ein Umkreis von 5km geräumt, vllt. 7.000 Personen. Das dauert ca. 8h und ich kann dir sagen, was das für ein Chaos ist, von den Leuten, die sich einer Evakuierung widersetzen wollen einmal ganz zu schweigen. Und glaub mir, es gibt auch in Deutschland keinen Notfallplan für die Evakuierung einer ganzen Stadt! Wir reden hier nicht von einem Dorf oder einer Kleinstadt, dass sind 500.000 Menschen, das ist in etwa so, als wenn man FFM komplett evakuiert. Mit sowas rechnet doch niemand. Da wird davon ausgegangen, dass einzelne Küstenstreifen geflutet werden und vllt. NO etwas angeschwappt wird, aber überflutet, nein. Da ist es doch klar, dass es für diesen GAU keinen Notfallplan gibt. Und stell dir mal vor, man hätte bereits 2 Tage vor dem Eintreffen von Katrina wirklich eindringlich gewarnt. Da hätte es bereist zu diesem Zeitpunkt Zustände wie jetzt gegeben - da hätte man nämlich eine Weltuntergangsstimmung herauf beschworen und die Folgen wären die gewesen, wie sie jetzt eintreten - solche Filme gibt es ja auch aus Hollywood....


    Es ist ja nicht übersehbar, dass dort gründlich etwas falsch läuft, aber wer rechnet schon mit einer Katastrophe solchen Ausmaßes.....


  • Ich zitiere mich mal einfach selber - scheinbar scheinen ja plötzlich doch alle meiner Meinung zu sein. :rolleyes:


    C R NR



    Au revoir...

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  • Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    Naja, ich denke, wir lehnen uns nicht zu weit aus dem Fenster, wenn wir sagen, dass wir sowas besser im Griff hätten.


    Natürlich ist die USA deutlich größer, und natürlich ist das betroffene Gebiet deutlich größer als das, was hierzulande jemals betroffen sein könnte. Ist ja logisch.


    Allerdings haben die Amis (oder SOLLTEN jedenfalls haben) ja auch deutlich mehr Ressourcen. Es liegt doch auf der Hand, dass ich für ein Land dieser Größe ganz andere Ressourcen (sowohl technische als auch humane) haben muss, als ein vergleichsweise kleines Land wie wir.


    So würde ich das auch sehen, deswegen denke ich das es nicht sinnvoll ist wenn wir hier in Europa Medikamente oder Lebensmittel spenden würden. Es sind ja "nur" die südlichen Teile von Louisana und Missisippi betroffen, in den restlichen 47 kontinentalen Staaten der USA sind sicher genug Lebensmittel und Medikamente vorhanden. Ein Export aus Europa wäre deswege imho unsinnung.


    Ansonsten: Imho hätte es vor das Kristina die Stadt erreicht hat möglich sein müssen Personen die nicht die Möglichkeit hatten mit dem eigenen Auto die Stadt zu verlassen auszufliegen ... wäre wahrscheinlich schneller gewesen als mit Bussen.

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    So würde ich das auch sehen, deswegen denke ich das es nicht sinnvoll ist wenn wir hier in Europa Medikamente oder Lebensmittel spenden würden. Es sind ja "nur" die südlichen Teile von Louisana und Missisippi betroffen, in den restlichen 47 kontinentalen Staaten der USA sind sicher genug Lebensmittel und Medikamente vorhanden. Ein Export aus Europa wäre deswege imho unsinnung.


    Ansonsten: Imho hätte es vor das Kristina die Stadt erreicht hat möglich sein müssen Personen die nicht die Möglichkeit hatten mit dem eigenen Auto die Stadt zu verlassen auszufliegen ... wäre wahrscheinlich schneller gewesen als mit Bussen.


    ich sehe das genauso! Die USA sind einfach nicht in der Lage sich um ihr eigenes Land zu kümmern. Die Interessen der jetzigen Regierung liegen ganz woanders und das wird durch diese Katastrophe umso deutlicher.

    Moderne Technik erleichtert dem Menschen nur das, was er sich im Laufe seiner Entwicklungsgeschichte schwer gemacht hat.

  • Ich denke, man darf nicht vergessen, daß hier, wie leider immer öfter, ein Drama passiert, daß in seinen Ausmaßen einfach nicht fassbar ist. Man ist auf Überschwemmungen vorbereitet, Erdbeben und auch auf Hurricanes, aber eben nicht in dieser apokalyptischen Form. Natürlich gibt es die Mahner und Auguren, diese werden aber historisch betrachtet niemals gehört.


    Der große Fehler,der gemacht wurde ist, der 4-5 Jahre alten Mahnung, daß die Dämme einem größerem Hurricane nicht standhalten würden, nicht nachgegeben zu haben und anstelle die Gelder für das äußerst suspekte Homeland Ministerium abzuziehen. Das Gleiche hat übrigens die bayerische Regierung gemacht, die auch erst nach der Hochwasser Katastrophe in Südbayern eingeräumt hat, an der falschen Stelle gespart zu haben.
    Die Welt muß sich langsam darauf einstellen, daß die Natur zurückschlägt und zwar massivst.
    Das Busch niemand ist, der die Kapazität hat, globale Zusammenhänge zu begreifen ist bekannt, aber wer in der Politik heutzutage kann das schon.


    Die Art und Weise wie sich die US Regierung im Krisenmanagement angestellt hat ist allerdings bezeichnend für das unsäglich ignorante, arrogante und menschen verachtende Niveau dieser "Weltführer"!


    Ich hoffe, daß die USA diese Katastrophe so schnell wie möglich in den Griff kriegt und daß die Welt endlich aufwacht und kapiert, daß es so wie jetzt in KEINEM Bereich weitergeht.

  • Zitat

    Original geschrieben von autares
    Es ist ja nicht übersehbar, dass dort gründlich etwas falsch läuft, aber wer rechnet schon mit einer Katastrophe solchen Ausmaßes.....


    Zum Beispiel eine Knetgummi-puppe, bekannt aus Saturday Night Live, in diesem Spot von IIRC Ende 2004 der für die Erhaltung von Wetlands als natürlichem Flutstopper wirbt:
    http://crawfordslist.blogspot.…ll-knew-so-why-didnt.html


    Aber wenn ich zwischen einer Knetgummipuppe als Präsidenten und... ok, sorry, lassen wir das. Mir ist schon klar was du meinst, auch wenn ich dem widerspreche und meine, dass man solche Szenarien nicht nur hätte ahnen können, sondern auch wesentlich besser hätte vorbereitet sein müssen und können.

    "That's not a hair question. I'm sorry." - 01/31/07 - Never forget!

  • Zitat

    Original geschrieben von mac bertl
    Ich hoffe, daß die USA diese Katastrophe so schnell wie möglich in den Griff kriegt und daß die Welt endlich aufwacht und kapiert, daß es so wie jetzt in KEINEM Bereich weitergeht.

    Und vorallem das die Opfer nach der Rettung auch ordentlich betreut werden ... hier kann Europa vielleicht doch helfen.

  • BTW, weil ich gerade bei Heise drüber gestolpert bin: Die hier ja nicht gerade wenigen Fans des Sprachrohrs der Spätachtundsechziger sollten sich mal das hier reinziehen. Ist insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich der Verein gerade ein englischsprachiges Standbein aufzieht, eine recht interessante Analyse.


    Es wäre im Sinne einer ausgewogenen "TT-Informationspolitik" :D ohnehin wünschenswert, wenn nicht jeder zweite Newslink auf Spiegel Online verweisen würde - vielleicht denkt der eine oder andere mal drüber nach... ;)


    Andererseits - zugegeben: Immer noch besser "Spiegel Online" gelesen, als einseitig informiert UND dumm zu sterben... :D

    Ist das eine von den Kirchen, wo man so kleine Cracker kriegt? Ich habe Hunger!

  • Zitat

    Original geschrieben von autares
    Es ist ja nicht übersehbar, dass dort gründlich etwas falsch läuft, aber wer rechnet schon mit einer Katastrophe solchen Ausmaßes.....


    Das ist die generell nach jeder Katastrophe vorgebrachte Entschuldigung für frühere Versäumnisse, die aber nicht akzeptabel ist. Es wird von zuständigen Stellem IMMER gesagt daß man mit der jeweiligen Größenordnung nicht habe rechnen können.


    NO liegt im Hurrikan-Gebiet, seit "Andrew" 1992 weiß man spätestens wie schlimm es werden kann, NO liegt unter der Wasserspiegel, vor einem Dammbruch wurde seit Jahren gewarnt.
    Vor diesem Hintergund kann niemand behaupten daß man mit einer Katastrophe solchen Ausmaßes nicht rechnen konnte. Im Gegenteil - man mußte ganz definitiv mit genau dieser Situation rechnen.


    Dazu kommt daß die Amis mehr als alle anderen Völker auf der Welt von der Energieversorgung abhängen, nirgendwo ist man bequemer und verschwenderischer mit Ressourcen als dort.
    Es gab auch vor nicht allzu langer Zeit einen stundenlangen Stromausfall in New York, Ursache war das marode Stromsystem. Seit 4 Jahren sieht man sich einer Terrorgefahr, z. B. durch die Annahme eines großflächigen Giftgas-Anschlags, ausgesetzt. In NO kommen noch die Gefahren der geographischen Lage hinzu, also das, was jetzt tatsächlich zur Katastrophe geführt hat.


    Vor diesem Hintergrund ist es einfach nicht hinzunehmen wenn der Zivilschutz schulterzuckend verkündet daß man mit solch einer Situation nicht rechnen konnte. Das ist schlicht Unsinn und soll Versäumnisse der Vergangenheit übertünchen, denn eine Stadt in dieser geographischen Lage, mit hoher Einwohnerzahl und hohem Bedarf an Energieversorgung ist generell in höchstem Maße angreifbar und sensibel. Das ist schlichtweg nicht zur Kenntnis genommen worden.


    Daß es in Katastrophengebieten und erst recht evakuierten Gebieten nahezu reflexartig zu Plünderungen kommt ist auch "ein alter Hut". Seit Jahrzehnten weiß das jeder, der jemals mit Katastrophenschutz zu tun hatte. Von einer amerikanischen Zivilschutzbehörde muß erwartet werden daß auch sie darauf vorbereitet ist und weiß welche Prioritäten gesetzt werden müssen, also z. B. das Stadion mit Polizisten und Nationalgarde füllt, die nach dem Abzug des Sturms die Stadt bewachen anstatt dort sinnloserweise Bürger einzuquartieren.


    Mir geht's nicht so sehr darum darzustellen daß man die ganze Lage total easy hätte im Griff halten können - das hätte niemand hingekriegt, auch nicht die bestorganisierteste Katastrophenschutz-Behörde. Aber es kann nicht sein daß schlicht gar keine Koordination ersichtlich ist und nach nach 6 Tagen noch keine langfristigen Konzepte stehen.
    Eine überforderte Organisation ist das eine - das kann niemand komplett ausschleissen. Aber wenn gar keine Koordination vorhanden ist, ist das nicht entschuldbar.

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

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