Erhöhung von MwSt und Rentenversicherungsbeitrag ab 2007 - was sagt ihr dazu?

  • Re: Re: Re: Bafög + Studiengebühren


    Zitat

    Original geschrieben von Hightower2004
    Auf ein Auto habe ich während meines Studiums verzichtet, kein Geld. Ich mußte alles mit dem (besch...) Nahverkehr oder dem Fahrrad erledigen. Ich hab's auch überlebt. :)


    Es hängt stark davon ab, wo man studiert. In einer Grossstadt braucht man wohl kein Auto, aber wen man in einem 30.000 oder 40.000 Einwohnerstädtchen studiert, ist man ohne Auto eher aufgeschmissen ... dafür sind dort dann oft die Mieten etwas günstiger.


    However, irgendwie hat es mit dem ursprünglichen Thema nicht mehr viel zu tun.

  • Eigentlich sind unsere Politiker gar nicht so doof, wie sie manchmal tun... :p


    Die neue Regierung startet demnächst. Die MwSt-Erhöhung kommt am 1.1.2007.
    Man überlege sich, nächstes Jahr, sagen wir mal ab Oktober - Dezember wird es also die berühmten Hamsterkäufe geben. Klar, wer will schon freiwillig als Endverbraucher für sein Auto nen Monat später 1000 - 2000 Euro mehr bezahlen.
    Die Regierung ist zu diesem Zeitpunkt genau ein Jahr an der Macht und stellt sich hin als "Schaut her, unser Regierungskonzept geht auf, die Konjunktur steigt"...


    Die MwSt ist IMHO eigentlich eine der fairsten Steuern die es gibt, da sie nur anfällt, wenn konsumiert wird.
    Aber im großen ganzen gehört dafür eigentlich die Lohnsteuer komplett abgeschafft. Nur das würden die Herren in Berling natürlich nie machen.
    Da wird statt dessen über eine "Reichen-Steuer" diskutiert, welche überhaupt keinen Sinn darstellt, weil wir hier von Mehreinnahmen von vielleicht 100 Mio Euro (wenn überhaupt) sprechen; z.Vgl. 1% MwSt Erhöhung stellen bei einem BIP von 2,2 Bio Euro etwa 2,2 Mrd. Euro dar.


    Statt dessen sollte es eine Luxus-Steuer geben. Eine Luxus-Steuer würde nämlich genau die treffen, die das Geld haben und es ausgeben. In so einem Fall wäre nämlich dann eine Mercedes E-Klasse, oder eine S-Klasse, oder ein Porsche, die wiederrum als Geschäftswagen steuerlich abgesetzt werden können und damit das Einkommen schmälern, ein Luxusartikel und würde dann z.B. statt mit 19% MwSt mit 25% oder 30% besteuert. Dann wäre die Luxussteuer in diesem Beispiel 6% bzw. 11%, und diese könnte man nicht mehr umgehen, sondern müsste abgeführt werden.
    Es gibt europäische Vorbilder, wo man solche Beispiele und Definitionen nach Luxusgüter suchen kann, und man sieht, es funktioniert.

    "Irgendwie haben die Leute das mit der Meinungsfreiheit falsch verstanden, man darf eine Meinung haben, man muss nicht. Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."
    - Dieter Nuhr

  • Zitat

    Original geschrieben von Fockx
    Es gibt europäische Vorbilder, wo man solche Beispiele und Definitionen nach Luxusgüter suchen kann, und man sieht, es funktioniert.


    Hast Du eine Liste? Das würde mich brennend interessieren, da ich auch schon mal solche Gedanken hatte.


    Was ist Luxus? Früher war ein Heimcomputer sicher Luxus, heute hat schon fast jeder Sozialhilfeempfänger Anspruch, da dieser inzwischen zum Lebensstandard gehört. (Etwas übertrieben formuliert. Ich will damit nur andeuten, daß die Definition evtl. angepaßt werden muß.)

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  • Re: Bafög + Studiengebühren


    Zitat

    Original geschrieben von Hightower2004
    Daher gebe ich zu, daß es äusert schwer ist in der Regelstudienzeit sein Diplom zu machen. Aus diesem Grund bin ich auch nur für Studiengebühren für Langzeitstudenten. Und das ist für mich 1,5fache Regelstudenzeit. Denn das Erststudium sollte für jeden der geeigent ist (Abitur) frei von Studiengebühren sein, damit Ausbildung keine Frage der sozialen Herkunft ist.


    Stimmt so auch nicht. Bei mir im Semester haben die meisten das geschafft. Eine Handvoll sogar unterhalb der Regelstudienzeit, das sie ein Praxissemester angerechnet bekommen haben (FH). Ok, zugegeben, ich hab in Furtwangen studiert, die Ablenkungsmöglichkeiten sind da eher gering...;) Wobei ich auch dafür bin, dass Langzeitstudenten Gebühren zahlen müssen. Viele machen sich da auch einen faulen Lenz und lassen es sich gutgehen.


    Zitat

    Es hängt stark davon ab, wo man studiert. In einer Grossstadt braucht man wohl kein Auto, aber wen man in einem 30.000 oder 40.000 Einwohnerstädtchen studiert, ist man ohne Auto eher aufgeschmissen ... dafür sind dort dann oft die Mieten etwas günstiger.


    Schon ziemliches Anspruchsdenken hast du da. Man braucht kein Auto. In einer 30 - 40 Tausend Einwohner-Stadt ist der ÖPNV halbwegs vorhanden. Ich sag nicht, dass es einfach ist, aber es geht. Es ist im Regelfall nur die Bequemlichkeit die einen zum Auto greifen lässt. Und ich denke nicht, dass die Allgemeinheit die Bequemlichkeit der Studenten bezahlen sollte.


    bastian

  • Ich weiß, dass es in Dänemark diese Luxussteuer gibt.
    Daheim müsste ich auch irgendwo noch die Adresse haben.
    Aber grundsätzlich (wenn meine Erinnerung in Interpretation noch stimmt):
    Große Autos (z.B. Fahrzeuge über 75.000 Euro)
    Goldwaren
    Immobilien ab 1.0 Mio Euro
    ...


    Vielleicht zählt man bald ja auch Benzin dazu :D


    Es ist natürlich schon ein wenig dünnes Eis mit der Luxussteuer; es muss ganz klar definiert werden, was Luxus ist. In Dänemark ist die Luxussteuer glaub ich auf allen Fahrzeugen; das hilft natürlich nichts, weil sonst ein Tourismus entsteht, wie in Dänemark. ABER: Was viele dabei auch nicht beachten; dort zahlen die Leute die diesen Tourismus ausnutzen natürlich nur die Luxussteuer nicht; die MehrwertSteuer müssen sie dort auch zahlen. Und dementsprechend hat der Staat auch von diesem Tourismus etwas.

    "Irgendwie haben die Leute das mit der Meinungsfreiheit falsch verstanden, man darf eine Meinung haben, man muss nicht. Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."
    - Dieter Nuhr

  • Die Luxussteuer finde ich OK.
    Wenn jemand sich daran stört für einen E-Klasse Mercedes mehr steuern zu zahlen, dann hat er immer noch die Option sich ein normales Auto zu kaufen.


    Das ist immer noch was anderes wenn jemand den Cent dreimal drehen muss und aufgrund höherer Steuern sich auf einmal mehr nicht mehr mal einen Kleinwagen leisten kann.
    Dummerweise ist manch einer schon aus gesundheitlichen Gründen darauf angewiesen,weil D in Winter nun leider sehr kalt ist.
    Nur ein Beispiel:Ich würde lieber alles Strecken mit dem Fahrrad erledigen, dumm nur dass das mit einer Lungenentzündung SCH*** ist bei einstelligen Temperaturen Fahrrad zu fahren ohne das man die Kacke nachher richtig an der Backe hat,also bin ich auf das Auto angewiesen bis das kuriert ist.


    Nächstes BSP. letzten Winter fuhr ich mit dem Rad zur Arbeit.
    Da ich aber zu einer Arbeitsstelle muss,die vor allem nachts vom ÖPNV nicht bedient wird,muss ich selber zu sehen wie ich dahin komme.
    Letztes Jahr bin ich bei jedem Wetter hingefahren um Kosten zu sparen.
    Das Dumme war,dass auf einem Weg nicht gestreut wurde und ich böse stürzte weil ich das Eis nicht gesehen hatte.
    Ich hatte zum Glück nichts,die Reperatur meines Rades kostete schlappe 130 € und ich kam nicht zur Arbeit.


    Mit ca 1300 € lebt man heute nicht mehr gut.


    Ich gebe zu,dass ich viel in die private Altersvorsorge stecke.


    Aber leider hat man heutzutage auch keine andere Wahl mehr.
    Wer nur auf die Gesetzliche hofft,der muss sich nicht wundern wenn er im Alter arm ist.
    Ich habe mich für meinen Teil abgefunden,dass wenn ich in Rente gehe die Höhe bestenfalls auf ALG II sein dürfte,also helfe ich privat kräftig nach.


    Bei mir rechne ich trotz 1300 € Einkommen,dass ich in spätestens 5 Jahren nicht mal mehr einen Kleinwagen halten kann.
    Luxus gönnen meine Frau und ich auch nicht mehr.
    Wir teilen uns ein großes Appartment und gehen bestenfalls für einmal im Jahr auf ein Deutschlandwochende.
    Wir verzichten auch auf die Heiung seit einem Jahr,trinke ich vorwiegend Leitungswasser und Süßkram wird jetzt auch eingespaart.
    Einmal im Monat wird Second Hand-Klamotten gekauft.
    Wir leisten uns kaum Luxusartikel.


    Letztendlich mussten wir unseren Lebensstandard so weit senken,obwohl jeder sein Eikommen hat,der nicht mehr weit von Hartz IV ist.


    Nur damit wir auch ein gerinfügiges Plus verzeichen konnten,um damit immense Schulden auszugleichen,die man heute in Nullkommanichts hat.


    Und leider Gottes kenne ich einige in meinem Bekanntenkreis,die genau dasselbe machen müssen und sich überschuldet haben,weil die Lebenserhaltungskosten viel zu hoch geworden sind.


    Ich weiß nicht wo das alles hinführen soll.
    Ich weiß auch nicht wie weit es einem zugemutet werden kann sich weiter einzuschränken und evtl . dabei zu Grunde zu gehen.

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  • Heute Abend um 21.15 Uhr gibt es auf RTL II eine sehr interessante Reportage: "30 Tage obdachlos".


    Ich habe die Sendung vor ca. 1/2 Jahr schon mal gesehen und wenn ihr Zeit habt schaut euch den Film mal an... vielleicht "heilt" das den ein oder anderen von seinen bisherigen Vorurteilen.


    Aus der Programmzeitschrift:


    "Was bedeutet es, kein Geld und kein Dach über dem Kopf zu haben?
    Er hat das, wovon viele träumen: Geld, Ansehen, Erfolg. Dr. Lukas V. ist jung, kommt aus bestem Hause und hat soeben seine Doktorarbeit abgeschlossen. In Kürze soll er eine florierende Apotheke seiner Eltern übernehmen. Für ein Experiment gibt der 30-Jährige alles auf. Allein, in einer fremden Stadt, verzichtet er auf jeglichen Luxus: 30 Tage ohne Geld, ohne Dach über dem Kopf, ohne die Annehmlichkeiten seines gutbürgerlichen Lebens taucht er in eine völlig unbekannte Realität."

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Zitat

    Original geschrieben von Fockx
    Statt dessen sollte es eine Luxus-Steuer geben. Eine Luxus-Steuer würde nämlich genau die treffen, die das Geld haben und es ausgeben. In so einem Fall wäre nämlich dann eine Mercedes E-Klasse, oder eine S-Klasse, oder ein Porsche, die wiederrum als Geschäftswagen steuerlich abgesetzt werden können und damit das Einkommen schmälern, ein Luxusartikel und würde dann z.B. statt mit 19% MwSt mit 25% oder 30% besteuert. Dann wäre die Luxussteuer in diesem Beispiel 6% bzw. 11%, und diese könnte man nicht mehr umgehen, sondern müsste abgeführt werden.


    Das halte ich aber jetzt auch wieder für ungerecht, den ich denke man sollte jemanden der auf ein bestimmtes Ziel hin spart, sei es jetzt ein Auto, teurer Schmuck, oder sonst etwas, aber sich dafür beim Alltagskonsum einschränkt, sollte nicht schlechter behandelt werden.


    Die "Reichensteuer" ist im Endeffekt auch Humbug, da sie dem Staat nichts einbringt, und nur Augenwischerei ist.

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Das halte ich aber jetzt auch wieder für ungerecht, den ich denke man sollte jemanden der auf ein bestimmtes Ziel hin spart, sei es jetzt ein Auto, teurer Schmuck, oder sonst etwas, aber sich dafür beim Alltagskonsum einschränkt, sollte nicht schlechter behandelt werden.


    Die "Reichensteuer" ist im Endeffekt auch Humbug, da sie dem Staat nichts einbringt, und nur Augenwischerei ist.


    Da bin ich ganz anderer Meinung.
    Reiche verkraften es besser mehr abzugeben.
    Ein Spitzenmanager,der seine 12000 € im Monat verdient,wird sich kein Zacken aus der Krone brechen,wenn er 3 % mehr abgeben muss.
    Jemand der mit Ach und Krach jeden Monat darum kämpfen muss,kein Minusumsatz zu machen,verträgt diese 3 % nicht ohne weiteres.
    Leider rutschen viel mehr Menschen in diese Zone rein.


    Ich gehöre selbst zu diesen Menschen und deine Behauptung ist für mich ein Schlag ins Gesicht.
    Und mehr Arbeiten geht auch nicht,da ich mit durchschnittlich 45 Stunden die Woche schon gut bedient bin.
    Warum sollen bitte die Reichen nicht auch ihren Beitrag leisten,
    anstatt dass wir Wenigverdiener immer mehr in die Armut gedrückt werden.

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    Kabelinternet: Vodafone/Unitymedia 2 Play 100/50 MBit.

  • Zitat

    Original geschrieben von newage_02
    Ich gehöre selbst zu diesen Menschen und deine Behauptung ist für mich ein Schlag ins Gesicht.
    Und mehr Arbeiten geht auch nicht,da ich mit durchschnittlich 45 Stunden die Woche schon gut bedient bin.


    Ich nehme an, Du arbeitest am Hochofen, im Straßenbau, im Steinbruch oder unter vergleichbaren körperlichen Belastungen? 45h sind in den meisten Jobs nicht gerade die Welt, zumindest noch lange kein Grund, anderen, die sowieso viele andere mitfinanzieren und einen Großteil der staatlich aufgezwungenen "Solidarität" leisten, mangelnde Opferbereitschaft vorzuwerfen. Viele von denen können nicht nach 45h die Beine hochlegen...


    Zitat

    Original geschrieben von newage_02
    Warum sollen bitte die Reichen nicht auch ihren Beitrag leisten,
    anstatt dass wir Wenigverdiener immer mehr in die Armut gedrückt werden.


    Wie kommst Du darauf, dass "Reiche", zu denen bei dir anscheinend auch E-Klasse-Käufer zählen, nicht schon große Beiträge leisten? Das finde ich einen Schlag ins Gesicht. Aber die Anspruchshaltung ist leider verbreitet, kein Wuender, wird sie doch von vielen Gruppen bewusst geschürt...

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