Ist die Türkei ein Teil Europas und/oder soll sie irgendwann in die EU?

  • Zitat

    Original geschrieben von Kanalratte
    Was meinst Du mit sich wehren? Das man sich die deutsche Mentalität, Kultur, Tradition, Relgion aneignet?


    Oder besteht für dich die Immigration aus die deutsche Sprache sauber sprechen können, sich an Regeln und Gesetze halten?


    Ich für meinen Teil respektiere Deutschland und seine Bürger. Ich respektiere auch die Gesetze und Regeln. Ich denke auch deutsch und rede hauptsächlich nur in deutsch. Geboren bin ich auch in Deutschland. Ich habe trotzdem einen ausländischen Pass und gelte eben als Ausländer.


    Unter den von Dir beschriebenen Voraussetzungen müßtest Du aber wohl keinen ausländischen Paß haben, wenn Du nicht wolltest: Hier geboren und aufgewachsen, gute Deutschkenntnisse, Achtung von Gesetz und Ordnung, Respekt vorm deutschen Staat... Wenn alle Leute, die die Staatsbürgerschaft beantragen, solche Voraussetzungen mitbrächten, könnten wir glücklich sein. Ich wüßte nicht, was Deiner Einbürgerung im Wege stehen sollte.

  • Re: Ist die Türkei ein Teil Europas und/oder soll sie irgendwann in die EU?


    Zitat

    Original geschrieben von lixxxy
    Ist die Türkei ein Teil Europas und/oder soll sie irgendwann in die EU?


    2 x NEIN!


    1. Für mich ist die Türkei geographisch KEIN Teil Europas (ja ja, den kleinen Teil vergessen wir mal)!
    2. Für mich sind die Wertevorstellungen ebenfalls nicht "europäisch"!
    3. Welchen guten Grund gibt es dafür, die Türkei in die EU aufzunehmen?
    4. Wenn ich hier schon von Angst vor "Assimilation" lese, weiß ich bescheid. Wenn ich mich entscheide, in ein anderes Land zu gehen, passe ich mich NATÜRLICH den dort üblichen Gegebenheiten an.


    Ich habe nicht das geringste Problem mit Türken, Australiern oder anderen Ausländern, aber in der EU haben die trotzdem nichts verloren!


    Beste Grüße,


    Johnson (der sich viel im Ausland aufhält und sich natürlich dementsprechend verhält)

    Rechner: Samsung Galaxy Book, Lenovo T14
    Telefon: Pixel 8 Pro, iPhone 15

    Netz: D1, o2

  • Re: Re: Ist die Türkei ein Teil Europas und/oder soll sie irgendwann in die EU?


    Zitat

    Original geschrieben von Johnson
    3. Welchen guten Grund gibt es dafür, die Türkei in die EU aufzunehmen?


    Ausschliesslich wirtschaftliche Gründe. Der deutsche Maschinenbau reibt sich die Hände, eine neue, unverbrauchte Fertigungsstädte aufzutun, nachdem Ungarn und Polen schon zu teuer sind, China und Rumänien aber noch zu schlecht sind.


    Zitat


    4. Wenn ich hier schon von Angst vor "Assimilation" lese, weiß ich bescheid. Wenn ich mich entscheide, in ein anderes Land zu gehen, passe ich mich NATÜRLICH den dort üblichen Gegebenheiten an.


    Ich ebenso. Aber es gibt einfach integrationsresistente Völker, z.B. die Inder in Großbritannien. Die sind bis heute nicht aus ihrer Parallelgesellschaft raus.
    Manche sind einfach per se zu stolz, nur einen Hauch ihrer Folklore abzulegen, um sich im Gastland anzupassen. Da scheint die Meinung vorzuherrschen, dass überall gekuscht und platzgemacht werden muss, wenn man auftaucht.


    Zitat


    Ich habe nicht das geringste Problem mit Türken, Australiern oder anderen Ausländern, aber in der EU haben die trotzdem nichts verloren!


    Australier sind keine Ausländer ;)

  • Re: Re: Re: Ist die Türkei ein Teil Europas und/oder soll sie irgendwann in die EU?


    Zitat

    Original geschrieben von fahrsfahrwerkaus
    Ausschliesslich wirtschaftliche Gründe. Der deutsche Maschinenbau reibt sich die Hände, eine neue, unverbrauchte Fertigungsstädte aufzutun, nachdem Ungarn und Polen schon zu teuer sind, China und Rumänien aber noch zu schlecht sind.


    Das ist schon klar, aber das sollte IMHO nicht das Kriterium für eine Aufnahme in die EU sein. Gerade der Begriff Europäische Wertegemeinschaft macht IMHO deutlich, daß es andere Gründe geben sollte.



    Zitat

    Original geschrieben von fahrsfahrwerkaus
    Ich ebenso. Aber es gibt einfach integrationsresistente Völker, z.B. die Inder in Großbritannien. Die sind bis heute nicht aus ihrer Parallelgesellschaft raus.
    Manche sind einfach per se zu stolz, nur einen Hauch ihrer Folklore abzulegen, um sich im Gastland anzupassen. Da scheint die Meinung vorzuherrschen, dass überall gekuscht und platzgemacht werden muss, wenn man auftaucht.


    Da stimme ich Dir größtenteils zu! Ich habe einen Teil meines Studiums in UK verbracht und eine wirkliche Kontaktaufnahme zu den dort lebenden Menschen indischer Abstammung war kaum möglich. Interessanterweise war das anders bei Indern, die erst zum Studieren nach UK gekommen sind.


    Zitat

    Original geschrieben von fahrsfahrwerkaus
    Australier sind keine Ausländer ;)


    :confused: ;)

    Rechner: Samsung Galaxy Book, Lenovo T14
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    Netz: D1, o2

  • Zitat

    Manche sind einfach per se zu stolz, nur einen Hauch ihrer Folklore abzulegen, um sich im Gastland anzupassen. Da scheint die Meinung vorzuherrschen, dass überall gekuscht und platzgemacht werden muss, wenn man auftaucht.


    Beziehst Du das jetzt auf uns Deutsche? ;)

    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein

  • @5MinutesAlone


    Die wahren Worte stammen daher das ich als Ausländer dieses Land kennengelernt habe und heute als deutscher mit Migrationshintergrund meine Heimat gefunden habe. Von daher weiß ich wie hilfreich die eigene Integration in eine Gesellschaft ist. Aber mit Zwang wie man hier teilweise argumentiert ist keinem geholfen. Man muss den zu Intergrierenden eine Perskektive bieten, damit diese sich aus Überzeugung der Leitgesellschaft anpassen.


    Gib dem Hungernden einen Fisch zu essen, und er isst einmal davon und ist wieder hungrig. Bring ihm das Angeln bei und er löst sein Hungerproblem von selbst. Ähnlich sehe ich das bei der Integration.


    So zurück zum Thema Türkei und EU-Beitritt, die Türkei ist weder geographisch noch kulturell je ein Teil von Europa gewesen abgesehen vom Zipfel Istanbul.
    Wie schon hier von Türken erwähnt wurde sind Sie keine Freunde der Assimilation. Fast ganz Europa brauch diese Assimilation nicht da Sie die gleiche Wertevorstellung schon hat.


    Weil man verstösst gegen demokratische Grundrechte auf die die europäische Union basiert wenn man von einem Volk verlangt seine Identität und Kultur zu gunsten der Mehrheit abzuändern. Aus diesem Grund sollte man aber so ehrlich sein und den Türken sagen, das Sie leider nicht dem europäischen Leitbild nicht entsprechen statt Sie ständig auf die lange Bank zu schieben in der Hoffnung es wird sich irgendwann von allein das Problem lösen.


    Moscheen stören mich nicht so sehr, da es jedem frei gestellt sein sollte zu welchem Gott er betet. Auch die passenden Räumlichkeiten sollen Ihnen zur Verfügung gestellt werden. Das Problem ist das diese Gebetshäuser leider nicht für den eigenen Zweck nämlich zum beten gebaut werden sondern leider für symbolische Machterweiterung Ihrer Weltanschauung dienen. Die Saudis haben zig Moscheen als Prunkbauten in Bosnien ect. gespendet. Auch die Rekrutierung radikaler Anhänger sehe ich als grösseres Problem. Ich habe kein Problem mit einer Moschee solang Sie nur für das genutzt wird was wir beten nennen.

  • Wofür ich seinerzeit unterschrieben habe weiss ich selber , vielen Dank für den Hinweis.



    Nochmal: Ich sehe mich von der Mentalität und vom Wesen her als TÜRKE - nicht als Moslem nicht als Islamist sondern als Türke - ich bin deutscher Beamter und somit ist ein Teil von mir selbstverstädnlich auch Deutsch.


    Schoen das mir hier einige unterstellen , ich sei meinem Dienstherren gegenüber nicht loyal. Ich mache meinen job wie jeder andere auch unter Wahrung der freiheitlich demokratischen Grundsätze und stehe für diese selbstverständlich ein.



    Befreit euch doch mal von den negativen vorurteilen gegenüber der Türkei.



    Und wenn ich mal mit 5 kg Kokain am flughafen erwischt werde war ich sicher auf einer Mohnplantage in Afghanistan und hab mir im wahrsten Sinne des wortes eine goldene NASE verdient.

  • Zitat

    Original geschrieben von Jochen
    Sollte man voll integriert sein?
    Jeder ist und bleibt doch ein Individuum. Man kann sich einer Gesellschaft anpassen und ihre Normen, Werte usw. übernehmen.


    So das ist schon mal ein interessanter Punkt. Ich könnte mir zum Beispiel gut vorstellen, in Schweden oder Dänemark zu leben und mich dort auch gut anzupassen, weil es dort "ähnlich" (welch top Beschreibung) ist wie bei uns.


    Aber - hart gesagt - Lieder singend ums Feuer tanzen tu ich nicht mehr.


    Und genau diese "Ähnlichkeit" zwischen EU und der Türkei vermisse ich gewaltig.


    Und allein schon, wie mehrfach erwähnt, wegen der geografischen Lage habe ich keine Ahnung wie die Diskussion überhaupt zustande kam.

  • Jochen:
    Nein, das beziehe ich auf Anhänger einer Religion, die ein Alleinstellungsmerkmal für sich beansprucht, und Andersgläubige als Unwert bezeichnet. Das ist meine Theorie der Integrationsresistenz. "Sollen sich doch die sch*ss ungläubigen Kartoffeln anpassen" etc.


    Und natürlich benehmen sich Deutsche im Urlaub auch daneben, keine Frage. Aber die, die auswandern, und nicht so doof sind, wie die, die im Privatfernsehen vorgeführt werden, passen sich auch der Kultur an. Meistens zumindest, Ausnahmen wie in Südamerika gibts natürlich immer.

  • Ich bin ein Teil der Kultur würde ich behaupten -



    Es geht nicht drum dass sich 6 Millionen Menschen der deutschen Kultur anpassen , sondern dass sie so bleiben wie sie sind und ihre Werte und Normen akzeptieren und die freiheitlich demokratischen Grundsetze leben und lieben lernen ohne ehrenmorde etc.



    Ich glaube nicht dass Integration dafür steht aus jeder Yesemin eine Jasmin zu machen.

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