Kosovo-Konferenz in Wien - zukünftiger Status ?

  • Re: Unabhängigkeit!!!


    Zitat

    Original geschrieben von zendel25

    Endlich sind wir unabhängig und es ist so schön.


    Ein Land ohne topografischen Zugang zu einem Meer ist in Regionen welche nicht gänzlich politisch gefestigt sind nie wirklich unabhängig. Aber Abhängigkeiten können natürlich wechseln.



    Siemensanier

  • Zitat

    Original geschrieben von Jako
    Daher solle es ja, IMHO, neu verhandelt werden. Ich verstehe die Menschen im Kosovo, ich verstehe aber auch die Menschen in Serbien, die das Gefühl habe, ein Teil Ihres Landes wird ihnen entrissen.


    Wurde doch schoch schon seit 2 Jahren verhandelt. Die Serben gingen mit der Autonomie als Maximalziel in die Verhandlungen während wir die Albaner mit der Unabhängigkeit als Minimalziel ausgaben. Da war es doch schon vornerein klar das keine Einigung erzielt wird.



    Zitat

    Original geschrieben von galahad13
    Historisch gesehen ist der Kossovo ein Teil Serbiens. Iggy hat meiner Meinung nach völlig recht.
    Spätestens wenn die Albaner sich einen Großstaat auf Kosten der angrenzenden Ländern zusammenzimmern wollen wird es auf dem Balkan wieder zum Krieg kommen.


    Wer hat denn versucht in den 90er Jahren versucht auf Kosten der ANDEREN Länder sich sein Staat zu vergrößern? Ich glaube kaum das das Albanien war. Wir mussten immer für unsere Rechte kämpfen. Die wurden ja damals in Serbien und Mazedonien immer mit den Füßen getreten.

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  • Zitat

    Original geschrieben von zendel25
    Wurde doch schoch schon seit 2 Jahren verhandelt. Die Serben gingen mit der Autonomie als Maximalziel in die Verhandlungen während wir die Albaner mit der Unabhängigkeit als Minimalziel ausgaben. Da war es doch schon vornerein klar das keine Einigung erzielt wird.



    Wer hat denn versucht in den 90er Jahren versucht auf Kosten der ANDEREN Länder sich sein Staat zu vergrößern? Ich glaube kaum das das Albanien war. Wir mussten immer für unsere Rechte kämpfen. Die wurden ja damals in Serbien und Mazedonien immer mit den Füßen getreten.


    Und deswegen bricht man die Verhandlungen ab und zieht sein Ding dein einfach so durch? Am besten noch mit der Erwartung, dass der Verhandlungspartner das auch noch stillschweigende akzeptiert? Kann doch auch nicht des Rätsels Lösung sein.


    Nochmal:
    Was vor 10 oder 15 Jahren mal gewesen ist darf heute keine Rolle mehr. Die haben das gemacht, der hat das gemacht... Bringt keinen auch nur ein Stück weiter. Nur weil sich jemand anders evlt. früher nicht anständig verhalten hat ist das kein Grund es heute anders rum genauso zu machen. Wenn es langfristig Frieden im Balkan geben soll müssen gerade als erstes diese Barrieren in den Köpfen der Leute abgebaut werden.

  • @zedel25


    Also das Ihr im Kosovo mit Füssen getreten worden seid, mag wohl sein. Aber Gewalt erzeugte Gegengewalt. Ihr wolltet den Kosovo für euch, die Serben für sich und so schikanierte und provozierte man sich gegenseitig über Jahre bis es knallte.


    Aber um eurer Propaganda den Wind aus den Segel zu nehmen zumindest was Mazedonien betrifft ist deine Aussage einfach erstunken und erlogen.


    Jeder deutscher kann sich selbst überzeugen, das die Albaner schon vor 20 Jahren in Mazedonien zu den wohlhabendsten Menschen gehörten und gehören.


    Sie besaßen und besitzen Firmen, Juwelier Läden, Restaurants, Bäcker und Metzger Betriebe eigene TV und Radiosender in albanischer Sprache uvm.!


    Von allen Moscheen wird vom Muezin zum Gebet 5x am Tag gerufen. Das in einer überwiegend christlich geprägten Gegend.


    Fahrt durch albanische Städte und Dörfer und wundert euch über diese Nobelvillen, die es teilweise nicht mal in Deutschland gibt.


    So das war eine kurze Bestandsaufnahme, sieht für euch so ein geschändetes und mit Füssen getretenes Volk aus. Wenn ja, bitte lasst mich auch dazu gehören.


    @all


    Was mir bei der ganzen Geschichte Kopfschmerzen bereitet, das sich gegen International geltendes Recht widersetzt wird.


    Die Nato bombardierte 78 Tage Serbien, und als die Luftangriffe nicht das gewünschte Ziel zeigten, hatte das Militär von Nato den Serben Verhandlungen angeboten bevor es zu einem Bodenkrieg gekommen wäre, das wenn Sie sich die Serben aus dem Kosovo zurück ziehen, die Nato den Kosovo befriedet und später dem serbischen Staatenbund wieder übergibt.


    Dieses haben sich die Serben mit der UN Resolution 1244 gesichert, das den Kosovo vor der UN als Bestandteil des serbischen Staatenbundes sieht, somit war für die Serben Ihr Kriegsziel der Erhalt Ihrer Provinz gesichert und die Nato konnte Ihren Sieg über die Serben feiern. :D


    Jetzt auf einmal können sich die Länder die schon einmal unrechtmäßig Serbien bombardiert haben, sich ein zweites mal nicht an geltendes Recht und selbst gemachten Versprechungen halten oder erinnern.


    Aber kennen wir das nicht von irgendwo, die Massenvernichtungswaffen ala Irak die man heute noch sucht.


    Warum bekommen die Albaner ein Selbstbestimmungsrecht während Schotten, Kurden, Basken, Iren, Abchasier ect. es verwährt bleibt. Sollte nicht gleiches Recht für alle gelten?


    Mein letzter Punkt ist, Kosovo war eine Autonome Provinz vieler Völker. Wie kann es sein das bei einer Trennung nur die eine Seite profitiert und alle anderen leer ausgehen?


    In den Medien wurde Serbien immer als nationalistischer und Rassistischer Staat abgetan. Wie kann es sein das vor dem Kosovokrieg und nach dem Kosovokrieg immer noch fast eine halbe Millionen Albaner im serbischen Mutterland unangetastet leben können.


    Während der von der Nato ach so neu gegründete albanische Kosovo Staat, einzig den Minderheiten in militärisch beschützten Ghettos ein Leben gewährleisten kann.


    Das sind alles Punkte, die mir irgendwie keine Freude über diesen neuen Staat am europäischen Himmel aufkommen lassen will.


  • Ziemlich blauäugig dieses Aussage. Vor dem Krieg 2001 gab es keine albanische Schulen, keine Universität, keine Polizei. Die albanische Sprache war nicht anerkannt, die Verwaltung war nur von Slawen besetzt und im Parlament gab es auch keine albanische Partei.
    Diese Rechte bekamen wir erst nach dem Krieg 2001 mit dem Ohrider Abkommen.
    Und die Nobelvillen die dort ansprichst, kommen meist aus dem Ausland lebende Leute. Mit ehrlicher Arbeit wird man in Mazedonien nicht reich, d.h bis auf wenige.


    Edit: Ich habe auf meinen Pass 2,5 Jahre warten müssen, da dort der Polizeiobemeister keine Lust auf Albaner hatte. Das hat er wörtlich zu mir gesagt. Oder ich solle ihm persönlich 650€ geben. Das habe ich dann nicht gemacht. Schikane pur damals.

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  • zendel25


    Blauäugig ist diese Aussage nicht. Sie kann von jedem Menschen in der Industrie und Handelskammern in Mazedonien geprüft werden, oder beim staatlichen TV und Radiosender wo es im Archiv nachweisbar ist, das Ihr schon früher anerkannt gewesen seid und einen eigenen TV-Kanal in eigener Sprache selbst zu sozialistischen Zeiten gehabt habt. Also alles andere als mit Füssen getreten und geschändet. In der Politik und Opposition waren die Albaner auch vor dem Ohrid Abkommen. Also schon wieder nur Halbwahrheiten.


    Aber Ihr gehört nicht umsonst mit zu der chronisch beleidigten Religion die überall unterdrückt, geschändet und getreten wird.


    So jetzt zu den Universitäten, Polizeidiensten und Verwaltungsberufen. Was wart und seid Ihr eine Minderheit neben vielen.


    Aber vor lauter Angst eines Krieges haben die Mazedonier euch Universitäten, Polizei und Beamtendienste mit 25% Anteil überlassen und euch als 2. Staatstragende Nation in die Verfassung eingetragen. Aber wenn man euch fragt, trotzdem seid Ihr nicht zufrieden und unterdrückt. Und selbst jetzt zeigst du das dich mit deiner Staatsangehörigkeit nicht indentifizierst, sondern als Sohn des Adlers siehst und die albanische Fahne schwenkst, statt die eigene.


    Ich habe mich im Sommer ausbürgern lassen, drei mal darfst du raten wer mich empfangen hat! Ein Albanischer Botschafter, der mich erstmal warten ließ bis die ganzen Albaner fertig waren, um den letzten unwürdigen Slawen seinen Dienst erweisen zu müssen. Provokativ redete er nur auf albanisch mit mir als könnte er kein slawisch. Also kein Stück besser. Ob man dem einen oder dem anderen ein bischen Macht in die Hände gibt, und schon drehen Sie durch.


    Auch kann ich dich beruhigen, Schmiergelder wollten selbst die Slawen von mir. Das liegt nicht an deiner Nationalität, sondern an dem Korrupten Staatswesen.
    Aber selbst da kann man sich natürlich einbilden, das man mit Füssen getreten wird.


    Ich hätte vielleicht auch als ich nach Deutschland kam, statt deutsch zu lernen fordern sollen das hier Universitäten und Schulen in meiner Heimatsprache gebaut werden müssen. Und zur Jobsuche, hätte ich auch besser die Kalaschnikow mitnehmen sollen. Menschen töten und Sie dazu zwingen meine Nationalität als weitere neben der deutschen als Staatstragende einzutragen und mir einen Beamtenposten zu sichern.

  • Zitat

    Original geschrieben von zendel25
    Ziemlich blauäugig dieses Aussage. Vor dem Krieg 2001 gab es keine albanische Schulen, keine Universität, keine Polizei. Die albanische Sprache war nicht anerkannt, die Verwaltung war nur von Slawen besetzt und im Parlament gab es auch keine albanische Partei.


    das gab es alles
    in albanien ;)
    bezieh deine forderungen mal auf deutschland und such dir irgendeine nation aus die solche posten stellen will


    glaub mir
    die wären (völlig zurecht) schneller aus deutschland draußen als sie draußen sagen könnten ;)


    das albaner in einer serbischen provinz leben (selbst wenn sie 100% der bevölkerung darstellen) macht das land noch lange nicht zu albanien

    .:Gate 13:.
    Vor die Wahl gestellt zwischen Unordnung und Unrecht, entscheidet sich der Deutsche für das Unrecht.
    Johann Wolfgang von Goethe

  • @ IGGY:


    Redest du von Jugoslawien oder von Mazedonien? In Jugoslawien hatten wir unter Tito ja eine weitreichende Autonomie im Kosovo. Wir konnten die Sprache frei sprechen, hatten Schulen, unser Programm u.v.m. Die Probleme bekamen wir ja unter Milosevic, der meinte, dass Serben im Kosovo schlecht behandelt wurden. Jeder kann sich ja an seine berühmte Rede erinnern. :)
    Seit der Gründung Mazedoniens hatten wir als Albaner kaum Rechte und Chancen am öffentlichen Leben teil zu nehmen. Nehmen wir die Polizei, die war doch komplett in mazedonischer Hand. Das hat doch unser Mißtrauen noch weiter gestärkt, die Polizei war nicht zimperlich, ob nun zurecht oder nicht, sei mal dahin gestellt. Dann noch die Situation im Kosovo, die unerträglich war, unter der serbischen Besatzung in den neunziger Jahren. Das alles hat sic nicht positiv für Mazedonien ausgewirkt.


    ChickenHawk:
    Doch, was gerade vor 9 Jahren passiert war, soll sich nicht mehr im Kosovo jetzt nicht mehr wiederholen. Man hätte nach dem Krieg damals das Kosovo gleich trennen sollen, das hätte ein paar Vorteile für Serben und Albaner gebracht. Man hätte Sicherheit hinlänglich der Grenzen gehabt. Dann wäre sicherlich die Wirtschaft in beiden Staaten besser in Schwung gekommen, da mit besserer Sicherheit doch lieber die Firmen investiert hätten. Zudem wäre Serbien nicht so abhängig von Russland,die kriechen ja förmlich den Russen in den Allerwertesten. Die Serben orientieren sich wieder nach stark nach rechts, fast hätte ja die SRS die Wahl in Serbien gewonnen.
    Deswegen ist es besser, wir gehen getrennte Wege. Ihr habt Ruhe vor den bösen Albanern und wir mit den Serben.


    Btw: Irgendwer schrieb das das Kosovo auch geschichtlich zu den Serben gehört. Darüber kann man sich noch genug streiten, ich meine nicht,
    denn die Vorfahren der Albaner, die Illyrer wohnten schon vorher auf dem Kosovo. Die Serben kamen später von den Karpaten eingewandert.


    IGGY: Woher stammst du? :)

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  • Wie würde Frau von der Leyen jetzt sagen: Meine Herren ...


    Das mit dem Kosovo ist natürlich jetzt ne verzwickte Situation, denn ewig kann die UN Verwaltung nicht weitergehen, also muss eine Lösung her was bedeutet entweder Wiedereingliederung in Serbien oder Unabhängigkeit. Nur leider ist man heute genau in der gleichen Situation wie damals in 2001 das die Albaner unbedingt die Unabhängigkeit wollen und die Serben das nicht. Und daran wird sich wohl auch nichts in Zukunft ändern.


    Die Tatsache das Albaner häufig keinen Zugang zu Ämtern im Staatsdienst, guten Jobs in der Freien Wirtschaft und Hochschulen hatten liegt wohl weniger an Boshaftigkeit von Serben, sondern daran das vorallem die jungen Albaner kein serbisch sprechen könnten.


    Ich denke auch in Deutschland wenn würde es den Sorben so gehen wenn sie nur Sorbisch und kein Deutsch sprechen würden, oder in Grossbritannien den Schotten wenn sie nur Gälisch und kein Englisch sprechen würden.


    Persönlich bin ich irgendwie immer noch der Meinung das es den Albanern wohl besser gehen würde, wenn sie serbisch lernen würden und sich für einen förderalen Bundesstaat mit Serbien entscheiden würden anstatt so verbissen um die Unabhängigkeit zu kämpfen.


    Aber der Kosovo hat jetzt nunmal seine Unabhängigkeit erklärt: Jetzt ist eher die Frage ob Deutschland und die anderen EU Staaten den Kosovo als souveränen Staat anerkennen soll oder nicht. Frankreich hat nun den Kosovo also souveränen Staat annerkannt, Grossbritannien und Bulgarien beabsichtigen offenbar das gleiche. Andere EU Staaten wie Spanien und Rumänien sprechen sich eher dagegen aus. Das heisst dann das Deutschland jetzt in der bequemen Situation ist sich frei für beide Seiten entscheiden zu können ohne alleine dazustehen.

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