Lichtblick. Kennt jemand diesen Stromanbieter?

  • was eben aber einige scheinbar meinen, so wie man das hier rauslesen kann, das einige ne eigene leitung zu einem ökokraftwerk hätten oder ne ip-adresse fürn strom oder ne "briefkasten". nenns wie du wilst. aber selbst bei diesem meinungen aufeinen der ersten verlinken seiten hier kann man rauslesen das einige wirklich meinen das sie, nur durch den wechsel zu lichtblick oder ähnlichen anbietern, 100%-ökostrom bekommen. grade DAS ist ja nicht grade der fall. der strom kommt ja immernoch aus der gleichen leitung und auch aus dem gleichen kraftwerken aus der umgebung (strom nimmt immer den weg des geringesten widerstands/ anmerkung: jede leitung ist ein widerstand also bevor der strom selbst von hamburg nach mnchen wandert durch das große netz in D wird er lieber zu nem haus in HH ziehen (wenn man das sich so bildlich mal vorstellen will)) mehr wird hier ja eigetlich derzeit nicht diskutiert.


    und ehrlich gesagt.... ob ich nun ne euro mehr oder wenigr für strom bezahle...der strom ist der selbe. also stellt sich mir dann die frage wohin bzw wofür ich den euro mehr bezahlen soll.....

  • Zitat

    Original geschrieben von autares
    Zu blöd, dass in dem TÜV-Zertifikat Gas-Kraftwerke nicht erwähnt werden ;)


    Meinst du die Kraft-Wärme-Kopplung auf Erdgasbasis?


    Ansonsten hast du inhaltlich ja keine weitere Stellung bezogen oder dich zu konkret einem der Punkte geäußert.


    Edit: Auch der UltraApfelsaft bleibt immernoch bei der "Stromleitung", keine Argumente bzgl. Strommarkt und Stromeinkauf?

    Mit Grüßen ...

  • Zitat

    Original geschrieben von UltraApfelsaft
    was eben aber einige scheinbar meinen, so wie man das hier rauslesen kann, das einige ne eigene leitung zu einem ökokraftwerk hätten oder ne ip-adresse fürn strom oder ne "briefkasten". nenns wie du wilst. aber selbst bei diesem meinungen aufeinen der ersten verlinken seiten hier kann man rauslesen das einige wirklich meinen das sie, nur durch den wechsel zu lichtblick oder ähnlichen anbietern, 100%-ökostrom bekommen. grade DAS ist ja nicht grade der fall. der strom kommt ja immernoch aus der gleichen leitung und auch aus dem gleichen kraftwerken aus der umgebung (strom nimmt immer den weg des geringesten widerstands/ anmerkung: jede leitung ist ein widerstand also bevor der strom selbst von hamburg nach mnchen wandert durch das große netz in D wird er lieber zu nem haus in HH ziehen (wenn man das sich so bildlich mal vorstellen will)) mehr wird hier ja eigetlich derzeit nicht diskutiert.


    und ehrlich gesagt.... ob ich nun ne euro mehr oder wenigr für strom bezahle...der strom ist der selbe. also stellt sich mir dann die frage wohin bzw wofür ich den euro mehr bezahlen soll.....


    du bezahlst mehr, weil Du ökologisch saubereren Strom möchtest. Natürlich ist der Strom aus Deiner Leitung irgendein gemisch. Aber in der Gesamtbilanz des Stromverbrauchs in Deutschland wird durch Dein Engagement mehr Ökostrom eingekauft und genutzt. Von daher wieder insgesamt eine bessere Ökobilanz für alle.
    Wenn jeder so denkt (und das bei jedem beliebigen Thema) ändert sich nie etwas auf der Welt. Wenn jeder nur ein paar kleine Schritte macht dann kann dies eine grosse Bewegung werden.
    Im Spiegel war vor einer Weile ein Bericht aus England drin, wo ein Buch über diese kleinen Schritte seit langem ein Bestseller ist und es immer mehr Leute gibt die diese kleinen Schritte machen. Das nicht einer die ganze Welt verändern kann ist klar, wenn aber alle etwas umweltbewusster (o.anderes) wären, steigt die Lebensqualität aller Menschen rapide an.


    Leider ist das in der heutigen Ellbogengesellschaft mit vielen Egomanen nicht richtig zu vermitteln.


    Ich persönlich möchte mehr als nur viel Geld verdienen. Es geht im Leben IMHO um mehr als um materielle Dinge.


    Das geht hier aber zu weit, da können wir ja einen neuen Thread aufmachen ;)



    Grüße

  • Das der tatsächlich von mir verbrauchte Strom vom Gaskraftwerk um die Ecke kommt ist klar. Aber welchen Strom speist mein Anbieter ein?
    Woher bekommt LichtBlick den Strom? Ja, auch nachts kommt mein Strom vom Gaskraftwerk um die Ecke, aber auch nachts muss ein Ökostromanbieter die gleiche Menge einspeisen! Egal wo, er muss es einfach. Und genau das bezweifle ich! Denn nachts ist nunmal nicht genug "Ökostrom" da!!! Da nutzt es wenig, wenn LichtBlick in der Bilanz ausweist sie haben "für mich" die nötigen 1.200 kWh im Jahr aus Windenergie eingespeist ... wenn sich diese Einspeisung aber auf 5 Stunden am Tag beschränkt und in dieser Zeit aber viel zu stark für "meinen Verbrauch" ist. Letztendlich muss es der Netzbetreiber mit seinen örtlichen Kraftwerken (meist Gas/Kohle/Atom) auffangen und ausgleichen.
    Für mich ist es also Augenwischerei, dass LichtBlick nur Ökostrom einspeist, da das eben nicht ausreicht, gerade wenn es windstill und dunkel ist! Strom lässt sich in der Menge nunmal nicht speichern, sondern muss genau in der Zeit produziert werden wenn er verbraucht wird. Egal wo, aber er muss produziert werden.


    Zitat

    Original geschrieben von aikhoch
    du bezahlst mehr, weil Du ökologisch saubereren Strom möchtest.[...] Aber in der Gesamtbilanz des Stromverbrauchs in Deutschland wird durch Dein Engagement mehr Ökostrom eingekauft und genutzt.


    Und was ist vorher mit den Kraftwerken passiert? Sie waren trotzdem da, sie haben trotzdem die gleiche Menge Strom produziert und eingespeist und er wurde auch gekauft und verbraucht. Vor dem "Öko-Wahn" hat aber niemand die Kunden damit verarscht. Denn wer zahlt denn den Mehrpreis für den ökologischen Strom? Nicht etwa der Staat? Wofür gibt es sonst auf "nicht ökologischen Strom" die Abgabe für das erneuerbare Energiengesetz? Sind mit steigender Anzahl an Ökostrom-Kunden wirklich mehr Öko-Kraftwerke gebaut worden?? NEIN! Es ist alles so wie vorher, der Gesamtanteil an Ökostrom ist noch der gleiche!

  • Ich versteh gar nicht das Problem.


    Es ist doch ganz egal, WANN Lichtblick den Strom einspeist. Wenn sie es nachts nicht können, machen sie es eben am Tag und dafür müssen die Kohlekraftwerke halt am Tag weniger produzieren. Das ist doch nicht so schwer zu verstehen.


    Das Beispiel mit dem See ist doch ganz einfach zu verstehen.


    Oben speisen die Anbieter das Wasser ein. Manche etwas saubereres Wasser, andere etwas dreckigeres. Unten bekommen alle das gleiche Gemisch. Wenn jetzt unten viele sagen, ich unterstütze diejenigen, die oben saubereres Wasser einspeisen, dann wird das Gemisch insgesamt für alle auch sauberer.

  • Zitat

    Original geschrieben von jungmario
    Das der tatsächlich von mir verbrauchte Strom vom Gaskraftwerk um die Ecke kommt ist klar. Aber welchen Strom speist mein Anbieter ein?
    Woher bekommt LichtBlick den Strom? Ja, auch nachts kommt mein Strom vom Gaskraftwerk um die Ecke, aber auch nachts muss ein Ökostromanbieter die gleiche Menge einspeisen!


    Völlig egal.


    Mir kommt es darauf an, dass Lichtblick innerhalb sagen wir eines Jahres die von mir verbrauchte Menge ins Stromnetz liefert. Es ist völlig irrelevant, wann genau das passiert. Denn darum geht es nicht, das habe ich ja mehrfach erklärt.


    Interessanterweise - für mich aber noch nicht mal so wichtig - bescheinigt jedoch der TÜV:

    Zitat

    Lichblick gewährleistet eine zeitgleiche Vollversorgung der Kunden (bezogen auf 1/4-h-Werte).


    Das glauben aber einige hier nicht - ist aber auch gar nicht der springende Punkt.


    Zudem:

    Zitat

    Aufgrund der Prüfung der zum jetzigen Zeitpunkt für das Jahr 2006 bereits vorliegenden und abgeschlossenen Stromlieferverträge wird LichtBlick im Jahre 2006 einen zu 100% regenerativen Strom anbieten.


    Grüße, Öle

    Mit Grüßen ...

  • Zitat

    Original geschrieben von autares
    Leute, "reinen Ökostrom", "100% Ökostrom" etc. gibt es nicht! Meine Güte, hier fallen doch sonst auch nicht alle auf Werbung rein. Also verabschiedet Euch davon, dass Ihr bei Abschluss solcher Verträge reinen Ökostrom erhaltet - der Stromhändler hat gesprochen ;)


    Man kann mit einem Wechsel zu Lichtblick o.ä. aber einen "Beitrag" als Laus im Pelz der etablierten Stromanbieter leisten. Läuse saufen nämlich Blut!


    Das Land wird von einigen wenigen Oligopolisten beherrscht und als Endkunde sind deine Möglichkeiten nun mal sehr, sehr beschränkt.


    Zum Thema kann ich dir und anderen mal folgendes Buch empfehlen: Hermann Scheer - Energieautonomie. Denn der Planet wird zukünftig sicher keine weltweite Energieerzeugung im herkömmlichen Sinne mehr ertragen/dulden... Also kann man z.B. mit Lichtblick einen wertvollen Beitrag leisten, da eine Bewegung zu derartigen Alternativen auch die Etablierten zum Denken zwingen kann.

    "Massenerschießungen sind ein legitimes Mittel der Revolution." - Wladimir Iljitsch Uljanow (Lenin)

  • Zitat

    Der Stromverbrauch schwankt im Laufe des Tages. Z. B. werden in den Morgen-, Mittag- und Abend-Stunden Stromspitzen gemessen. Bei kleinen Verbrauchern wird ein statistisch ermitteltes durchschnittliches Lastprofil angenommen; größere Verbraucher haben spezielle Stromzähler, die den zeitlichen Verlauf der Stromentnahme festhalten. Anhand der Daten kann der Übertragungsnetzbetreiber für jeden Zeitpunkt die eingespeiste der verbrauchten elektrischen Leistung gegenüberstellen. Hat der Versorger zu gewissen Zeiten weniger Energie eingespeist als seine Kunden verbraucht haben, so musste - da Strom an sich nicht speicherbar ist - zu diesen Zeiten die verbrauchte Strommenge von anderen Kraftwerken geliefert werden, was dem Versorger nachträglich in Rechnung gestellt wird.


    Ein Kunde eines Versorgers, der z. B. einen Strommix von "100% Wasserkraft" angibt, welche mengengleich eingespeist wird, bekommt in Wirklichkeit zu Spitzenzeiten einen gewissen Prozentsatz Strom unbekannter Herkunft. Nur ein zeitgleich einspeisender Versorger kann weitgehend garantieren, dass der Kunde mit dem Bezahlen seiner Stromrechnung ausschließlich jene Arten von Stromerzeugung unterstützt, welche im Strommix deklariert sind. Die unvermeidbaren Netzverluste in der Höhe von ca. 5-10% der eingespeisten elektrischen Energie werden von den Netzbetreibern ersetzt, worauf der Stromlieferant keinen Einfluss hat.


    Quelle: Wikipedia


    Ist jetzt alles gesagt?


    EDIT:
    Und um das noch ein letztes Mal klarzustellen: Lichtblick kauft Strom aufgrund der ermittelten Durchschnittslastzeiten. Ist der Verbrauch höher, wie z.B. durch diesen Jahrhundertsommer, muss dieser zusätzliche Strom irgendwo eingekauft werden (Spot). In regenerativen Energien gibt es keinen Handel. Um nun den Strombedarf decken zu können (und müssen, denn das steht in dem Zertifikat), muss dieser Strom hinzugekauft werden.


    Alle anderen Argumente, warum man den Stromanbieter wechseln sollte u.a. sind mir und jedem anderen hier klar. Mir ging es nur darum, dass dieses "100% Ökostrom" eine Mogelpackung ist.

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