Absolute Idioten gibts auf dem Rad wie auf der Straße. Als ich noch zur Schule ging, wurde ich zum Beispiel frühmorgens regelmäßig von lichtlosen Rädern überholt - in völliger Dämmerung. Schlauerweise schickten die bescheuerten (!!) Eltern ihre Kinder auch noch ohne reflektierende Elemente auf der Kleidung los. Ein wahres Stealth-Rad. Leider war das in meinen letzten Schuljahren teilweise mehr Regel- als Ausnahmefall. Andererseits scheint es mindestens ebenso viele Autofahrer zu geben, die Radfahrer auf schmaler Fahrbahn bei Gegenverkehr möglichst sofort überholen wollen. Ich finds immer klasse, wenn ich in 20 cm Abstand überholt werde. Und das gilt für "ländliche" Verhältnisse. In vielen Städten ist Radfahren echt lebensmüde. Weil die Radwege der letzte Schrott sind. Zugeparkt (und das nicht mit Rädern), totale Schlaglochpisten und mit dem Kick, an jeder Einmündung von Autofahrer mitgenommen zu werden, die den Schulterblick das letzte Mal in der Fahrprüfung gemacht haben. Verfeinert natürlich noch durch schlechte Sichtverhältnisse auf den Radweg, wenn davor bis fast zum letzten Meter Parkzone ist und ein Transporter strategisch geschickt das Blickfeld zustellt.
Lösung muss aber IMO eher sein, dass mehr in Radwege investiert wird. Die laufen noch immer eher als ungeliebte Nebenbeiinvestition.
PS: Leute, die Autofahren in Großstädten mit Pendeln begründen, machen es sich IMO ziemlich leicht. Mich hat jedenfalls keiner gezwungen, auf der platten Wiese ohne ÖPNV und 20 km vom Arbeitsplatz entfernt zu wohnen.