Und ein Tag hat 48 Stunden (Multitasking Job)

  • UltraApfelsaft:


    Das wäre eine riesen Fehler Politiker so zu behandeln als wären Sie Arbeiter. Ein Politiker muss die höchste „Position“ in Deutschland sein die man erstreben kann, und sollten auch so bezahlt werden. Denn schließlich sorgen Sie dafür das Deutschland „funktioniert“. Jemand muss Regeln und Gesetzte aufstelle und ich will nicht dass dies das Volk macht. Wenn dass das Volk machen würden kämen solche Sachen dabei raus wie die Linkspartei gerne hätten. Und das wäre fatal. Das ist nicht finanzierbar weil dann jeder Unternehmen der etwas auf sich hält aus Deutschland abhaut. Und wenn man den Unternehmen zwingen würde dazubleiben, würde niemand mehr ein Unternehmen gründen wollen. Und Deutschland funktioniert zur Zeit sehr gut. Und nur weil man viel Geld verdient, muss man nicht am Volk vorbeiregieren. Es gibt auch in der freien Wirtschaft Chefs und Vorstandsvorsitzende die nen Haufen Geld verdienen und trotzdem ein soziales und Unternehmen leiten wo die Mitarbeiter auch zufrieden sind. Z.B. Porsche.


    Gegenfrage: Willst du Politiker werden und zum Wohle des Volkes regieren und Dich von denen öffentlich anpöpeln lassen denen deine Vorstellungen nicht gefallen und alles für 3500 Euro Brutto?? Ich nicht!

  • ich würde sofort in die politik gehen wenn ich die möglichkeit hätte. aber ich würde auch gerne meinen derzeitigen job weiterhin ausüben da er mir sehr viel spaß macht. und zudem bin ich dann genau unter den leuten deren gesetzte und lleben ich durch meine politik beeinflusse. ein bessere meinungsbildung kann man eigentlich nicht haben. anpöpeln tun mich jetzt auch schon leute (zwar nicht direkt mich da sie meist nicht mal wissen das sie mich anpöpeln :P ) und das für ein lohn über den man garnicht reden muß....

  • Hallo,


    Zitat

    Gegenfrage: Willst du Politiker werden und zum Wohle des Volkes regieren und Dich von denen öffentlich anpöpeln lassen denen deine Vorstellungen nicht gefallen und alles für 3500 Euro Brutto?? Ich nicht!


    Ich sags mal so wie es ist - die haben sich den Job selber ausgesucht, hätten ja was anständiges werden können.


    Ich bin der Ansicht, das die Damen und Herren Politikes "Berufspolitiker" sind und ihren Allerwertesten gefälligst dahin tragen sollen, wo der hin gehört und zwar in den Bundestag und allen daran angeschlossenen Gremien und nirgentwo anders.
    Die haben keinen Zweitjob zu haben - egal wieviel oder wenig die verdienen.


    Wenn ich als Arbeitnehmen einen Zweitjob annehmen will, muss ich das von meinem Hauptarbeitgeber genehmen lassen und wenn es da einen Interessenkonflikt gibt, wird mir mein AG einen husten.


    Aber unsere Politiker dürfen in etlichen Aufsichtsräten sitzen, was in meinen Augen nicht nur ein Interessenkonflikt ist, sondern ein absolutes No-Go. Die können nicht auf der einen Seite morgens Entscheidungen auf höchster Regierungsebene mittragen, aber nachmittags auf der anderen Seite sitzen und von solchen z.b. wirtschaftlichen Endscheidungen mitleben.

  • Ich habe mich bei den Nebeneinkünften immer in folgendes Pradoxon verrannt:


    A. Die Politiker dienen dem Volk, widmen ihre ganze Arbeitskraft ihrer Parlamentariertätigkeit
    B. Die Aufsichtsratvergütungen sind leistungsbezogen, d.h., wer dort was schafft bekommt Geld. Kein Unternehmen hat was zu verschenken.


    A. und B. passen imho nicht zusammen. Also bleiben nur die Möglichkeiten


    a) Politiker mit Nebeneinnahmen arbeiten nur sehr wenig als Parlamentarier
    b) die Bezüge der Nebeneinkommen werden ohne reelle Geegenleistung bezogen, deuten also auf Lobbyarbeit (der Begriff Korruption wäre hier wohl fehl am Platz) hin.


    Kann mir jemand aus diesem gedanklichen Dilemma raus helfen?

    Bunt ist das Dasein und granatenstark! Volle Kanne, Hoschi.


    PS: CLK sind meine Initialen, haben auch nichts mit dem Auto zu tun. Gruß, Christian!

  • Zitat

    Original geschrieben von xoduz
    Moin,




    die Einteilung in Klassen erfolgt nach Einkünften pro Jahr, wenn ich das nicht falsch verstanden habe..




    Einkünfte bedeuten ja nicht Gehalt.
    Bsp.: Abgeordneter ist Zahnarzt und hat 150.000 Umsatz durch die Praxis, dann wird diese Summe als Einkünfte ausgewiesen, was meiner Ansicht nach total lächerlich ist.
    Davon abzuziehen sind ja Personal-, Büro- und andere Kosten.

  • Danke, CLK. ;)


    Ich möchte nochmals betonen - unsere Politiker verdienen ziemlich gut. 7000 Euro sind afaik mehr oder weniger Mindesteinkommen, dazu wirklich sehr hohe Rentenzahlungen und Boni wenn man hier und da "Mitglied" ist/war, mit der Länge der Amtszeit steigen die Diäten und v.a. die Rentenzahlungen beträchtlich - abgesichert ist man da (von Staatsseite) auf Lebenszeit, welcher Berufsstand kann das heutzutage von sich behaupten?


    Fähige Köpfe lockt sicher nicht das Geld in die Politik. Das sind andere Kriterien, die hier entscheidend sind - und sein sollten. Ich teile die Meinung, das Geld hier Nebensache sein muss.


    Ich verstehe jeden Politiker, der sich in der jetzigen Lage über die Änderung beschwert (die imho nicht weit genug reicht) - das tun Verbrecher auch wenn man sie verpfeift (bitte nicht wörtlich nehmen). Wie war das nochmal mit der Einsicht der Konten und der Durchsuchung der heimischen IT?


    "Wer nichts zu verbergen hat braucht auch nichts zu befürchten". Dito.



    Au revoir...

    "A day without laughter is a day wasted." - Charlie Chaplin


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  • Zitat

    Original geschrieben von VFBler
    Gegenfrage: Willst du Politiker werden und zum Wohle des Volkes regieren und Dich von denen öffentlich anpöpeln lassen denen deine Vorstellungen nicht gefallen und alles für 3500 Euro Brutto?? Ich nicht!


    Wie schon mehrfach erwähnt, es kann einfach nicht sein. Wenn du alle Bezüge zusammenrechnest, kommst du auf ein ganz stattliches Sümmchen. Unser eine bestreitet davon auch noch seinen Lebensunterhalt, was für diejenigen ja nicht zutrifft. Als Politiker wirst du verpflegt :D


    Davon ab: Solche Leute haben auch während ihrer Regierungszeit gute Kontakte zu der Wirtschaft. Solche Leute werden sicherlich gerne mit Kusshand genommen. Wenn das ganze wirklich Leistungsbezogen wäre, okay. Aber man hat manchmal das Gefühl, dass gerade dem nicht so ist. Fragt sich denn keiner, wieso solche großen Unternehmen gerade solche Leute in die Gremien wünschen? Ohne Mandat wären sie, meiner Meinung nach, für die Unternehmen uninteressant. Oder habt ihr nebenbei zu eurem täglichen Job noch drei andere in irgendwelchen Gremien und das gleichzeitig in mehreren Unternehmen? Ich nicht!

  • Meiner Meinung nach darf ein Bundestagsabgeordneter keine einzige Nebentätigkeit annehmen, selbst wenn diese unbezahlt wäre.


    "Aber es wird doch niemand Politiker, wenn man in der "freien" Wirtschaft so viel mehr verdienen kann": Es wird niemand gezwungen, Politik zu machen. Wenn man so viel mehr verdient und genau das einem wichtig ist, dann kann man doch voll und ganz in der freien Wirtschaft durchstarten und den Bundestagsposten links liegen lassen.


    Es ist wohl alleine so, dass mancher in der Wirtschaft ohne Politikermandat nicht die leiseste Chance hat-alleine die Korruption ermöglicht spätere "Gefälligkeitsposten"-direkt zu zahlen ist doch überholt, so blöd ist keiner mehr. Mit den Peanuts für Vorstandspöstchen und Vorträge wird die korrupte Klientel lediglich angefixt.


    "Für XYZ€ würde ich mich nicht in den Bundestag setzen": Herzlichen Dank! :top:

  • Liebe Kollegen, kenne selbst einige Bundestags- und Landtagsabgeordnete näher. Da wird teilweise schon extrem viel gearbeitet. Inhaltlich, wie auch vom zeitlichen Aufwand.


    Es gibt wie immer schwarze Schafe. Der weit überwiegende Teil der Abgeordneten leistet aber weit weit mehr, als nur das oben zitierte zuhören und abnicken.


    Verdeutlicht euch die Relativität des Einkommens daran: zu ziemlich jeder Sparkassendirektor verdient mehr als der normale Bundestagsabgeordnete ...
    Von der Kohle muss ja dann auch noch Wahlkreisbüro, Mitarbeiter, Hilfskräfte etc. bezahlt werden.


    Wer dei Spitzenverdiener im Bundestag sind, war doch auch schon bisher kein Geheimnis: Energie- und Pharmalobbyisten - und die sitzen so ziemlich alle in Fraktionen rechts von der Mitte ...

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  • Zitat

    Original geschrieben von maximumhandy
    Verdeutlicht euch die Relativität des Einkommens daran: zu ziemlich jeder Sparkassendirektor verdient mehr als der normale Bundestagsabgeordnete ...

    Genau das ist aber nur teilweise wichtig.
    Denn wenn ein Bankdirektor Mist baut oder dem Unternehmen Schaden zufügt, wird er in Regress genommen. Und genau das fehlt hier: Persönliche Haftung mit Privatem Vermögen im politischen Bereich.


    Mir kann auch niemand erzählen, dass man, wenn man soviele Nebenämter wie unsere Politiker ausführen, völlig unbefangen und neutral eine Entscheidung treffen kann. Das ist für den Mensch schlichtweg unmöglich.
    Sollen die Unternehmen lieber statt diese (angeblichen?) Aufsichtsratposten lieber die eigenen Mitarbeiter mal wieder umwerben und besser bezahlen.


    Und ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber gehen wir einfach mal naiv gerechnet von den bekannten 7000,- Euro aus. Das ist ein Jahresgehalt von 84.000 Euro.
    (Im Moment träume ich davon noch, aber lassen wir das...)


    Was viele vlt. nicht wissen... geht man in Rente, bekommt man 75% dieses Gehaltes als Rente. Steuer- und Abzugsfrei, übrigins im Gegensatz zu den normal sterblichen Arbeitnehmern.


    Rechnen wir da noch ein wenig diese Nebeneinkünfte dazu, ergibt dies mit der Äußerung "315,- Euro sind für jeden Hartz IV Empfänger genug zum überlegen" ein glatter Faustschlag ins Gesicht. Eigentlich wundere ich mich, dass hier nicht schon wie in Französien die Autos angezündet werden...


    Die Politiker, und damit meine ich ALLE sollten einem festen Gehaltsspiegel auf NORMALEM Lohn-Niveau angepasst werden. Und irgendwelche Posten in Unternehmen dürfte es meiner Meinung nach nicht geben, weil da ein klarer und eindeutiger Gewissenskonflikt besteht. Und wenn das geschafft ist, hätten sie auch mal wieder Zeit, sich um die tatsächlichen Probleme dieses Landes hier zu kümmern.
    Wie war die gestern die Radiomeldung? "Bis 2011 rechnet die Bundesagentur für Arbeit mit einem Überschuss von 36Mrd Euro"... :flop:

    "Irgendwie haben die Leute das mit der Meinungsfreiheit falsch verstanden, man darf eine Meinung haben, man muss nicht. Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."
    - Dieter Nuhr

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