GSM/UMTS auf Kreuzfahrtschiffen

  • Hallo Thomas.

    Zitat

    Original geschrieben von Thomas4711
    Auch wenns OT ist, da liegst du falsch - verbindlich ist nur der Preis an der Zapfsäule, nicht was an der Anzeigetafel steht.

    Das hatte ich doch auch gar nicht bestritten. Ich hatte nur darauf hingewiesen, dass Vertragspartner und Preisauszeichner bei der Tankstelle ein und derselbe ist, bei der maritimen Mobilfunklösung eben aber nicht. Da ist o2 (oder andere "terristrische" Mobilfunkanbieter) der Vertragspartner und die Reederei bzw. MCP der Preisauszeichner.


    Zitat

    Original geschrieben von Thomas4711
    Wenn auf dem Schiff ein anderer Tarif gilt, dann ist dieser verbindlich für die Nutzer.
    O2 ist nicht Betreiber des Netzes auf dem Schiff, somit gelten auch nicht deren Tarife, auch wenn vom Schiff her das Netz von O2 benutzt wird.


    Wer stellt dir oder mir denn die Kosten nachher in Rechnung - der Reeder, MCP (als Betreiber des maritimen Netzes) oder o2?


    o2 ist der Vertragspartner und legt die Preise zwischen dir/mir und o2 fest - auch wenn andere Netze (z.B. ganz normales Auslandsroaming) genutzt werden. Welche Preise zwischen o2 und meinetwegen Vodafone UK gelten, interessieren mich als Endkunden nicht. Genauso wenig wie die Preise zwischen o2 und dem Schiffsnetz. Dass o2 ggf. falsche oder nicht zutreffende Preisinformation zuschickt, ist noch eine ganz andere Baustelle.


    Zitat

    Original geschrieben von Thomas4711 Mache ich einen anderen Vergleich, in jedem Krankenhaus oder Hotel zahlt man deutlich höherer Telefongebühren, als die normalerweise beim Telefonanbieter zu zahlen währe. Ist genau das selbe.

    Nein, es ist nicht dasselbe! Wer ist für diese Telefondienstleistungen dein Vertragspartner? Das Krankenhaus oder das Hotel.


    Wer ist der Anbieter dieser Dienstleistungen - T-Com oder sonst ein Carrier.


    Wenn mir die T-Com (oder im Ursprung der Reeder) nun eine Preisliste gibt, ich aber über den Hotelanschluss (oder im Ursprung mein o2 Handy) telefoniere, setzt eben das Hotel (oder im Ursprung o2) den Preis fest, den ICH zahlen muss. Dass dieser stark vom Preis der T-Com (bzw. des Reeders oder MCP) abhängig ist, ist klar.


    Oder um noch einmal zur Tankstelle zurückzukommen. Mein Firmenfahrzeug ist ein Leasingwagen mit Tankkarte. Die Tankpreise zwischen mir (oder vielmehr meiner Firma) und der Leasingfirma sind vertraglich geregelt (nämlich in der km-Pauschale eingerechnet). Mir ist es egal, ob nun 110 oder 130 Cent an der Anzeigetafel (oder wie ich gelernt habe Zapfsäule) stehen. Mein Vertragspartner ist die Leasingfirma, was die Tankstelle und die Leasingfirma unter sich ausmachen, interessiert mich nicht. Ich nutze die Dienstleistung der Tankstelle, werde aber durch Zahlung mit der Tankkarte nicht Vertragspartner der Tankstelle - das ist nämlich wiederum die Leasingfirma.

  • Hallo,


    Zitat

    Wer stellt dir oder mir denn die Kosten nachher in Rechnung - der Reeder, MCP (als Betreiber des maritimen Netzes) oder o2?


    Auf dem Schiff wirst du mit Sicherheit ein Rechnung von MCP bekommen.


    Man könnte jetzt die Rechtlage prüfen und nachfragen ob eine solche Preis-SMS überhaupt verbindlich ist - in meinen Augen ist sie es nicht. Im Regelfall gelten die offiziellen Preislisten des Vertragspartners und das ist in dem Fall MCP, weil du deren Netz nutzt. Das O2 die Technik dahinter zur Verfügung stellt, ist unerheblich.


    Zitat

    Wer ist der Anbieter dieser Dienstleistungen - T-Com oder sonst ein Carrier.


    Nein, du bekommst eine Rechnung vom Hotel, mit dem Carrier hat du da nichts zu tun. Das Hotel/Krankenhaus ist dein Vertragspartner und somit auch preisbestimment, genauso wie auf dem Schiff.

  • Zitat

    Original geschrieben von Thomas4711
    Hallo,



    Auf dem Schiff wirst du mit Sicherheit ein Rechnung von MCP bekommen.


    Eben nicht. Der Ursprungsposter hat ja die Verbindungen auch auf seiner o2-Rechnung gehabt.


    Siehe auch auf der Homepage von MCP


    Zitat

    Original geschrieben von Thomas4711
    Man könnte jetzt die Rechtlage prüfen und nachfragen ob eine solche Preis-SMS überhaupt verbindlich ist - in meinen Augen ist sie es nicht. Im Regelfall gelten die offiziellen Preislisten des Vertragspartners und das ist in dem Fall MCP, weil du deren Netz nutzt. Das O2 die Technik dahinter zur Verfügung stellt, ist unerheblich.

    Wo ist der Unterschied zwischen MCP (jetzt einfach einmal als Beispiel für einen maritimen Netzbetreiber) und Vodafone UK? Als o2-KUNDE nutze ich in beiden Fällen ein fremdes Netz. In beiden Fällen habe ich einen Vertrag NUR mit o2, weder mit MCP noch mit Vodafone UK. Dies legt den Schluss nahe, dass es sich bei MCP und einen ganz normalen Netzbetreiber handelt, genauso wie dies hier.


    Diese MCP-Lösung funktioniert eben NICHT so, dass man sich an Bord eine neue SIM-Karte (=Vertragsabschluss) von MCP kaufen müsste.


    Dass MCP mir als z.B. o2 Kunden über einen Aushang/eine Broschüre Preise mitteilt, ist nett, aber eben nicht bindend, weil sie nicht mein Vertragspartner sind. Sie könnten mich allerdings auf den (richtigen) Gedanken bringen, dass die Mobilfunknutzung an Bord nicht nur teurer als zu Hause, sondern auch teurer als in der EU sein kann, weil man davon ausgehen kann, dass mein Vertragspartner o2 von MCP ähnliche Preise in Rechnung gestellt bekommt und sicherlich nicht draufbezahlen wird.


    Sinnvoller wäre in meinen Augen allerdings lediglich die Info von MCP (oder dem Reeder), dass man seinen Heimnetzbetreiber gezielt nach den Preisen des maritimen Netzes fragen sollte. Die Antwort findet man dann auch auf der Homepage von o2.


    Welche "dahinter stehende Technik" meinst du stellt o2 bereit - HLR/VLR?


    Zitat

    Original geschrieben von Thomas4711
    Nein, du bekommst eine Rechnung vom Hotel, mit dem Carrier hat du da nichts zu tun. Das Hotel/Krankenhaus ist dein Vertragspartner und somit auch preisbestimment, genauso wie auf dem Schiff.

    Richtig, Hotel/Krankenhaus ist mein Vertragspartner, und die T-Com stellt technisch das Netz zur Verfügung, schafft also die Grundvoraussetzung für die Dienstleistung (das hatte ich in meinem Vorgangsposting nicht sauber ausgedrückt). Nach meiner Ansicht gilt:


    Hotel/Krankenhaus = o2 (jeweils MEIN Vertragspartner)
    T-Com = MCP/Reeder (jeweils der Bereitsteller der genutzten Infrastruktur)

  • Zitat

    Original geschrieben von VBtysk
    Eben nicht. Der Ursprungsposter hat ja die Verbindungen auch auf seiner o2-Rechnung gehabt.


    Verhält sich auch bei der AIDA gleich... Wird nicht über das Kabinenkonto abgerechnet, sondern über die spätere o2-Rechnung

  • Mein einziger Vertragspartner ist O2, sodaß alleine deren Preisangaben verbindlich sind. Diese SMS mit den Tarifinformationen sind selbstverständlich verbindlich und lösen zumindest eine Vertrauenshaftung aus. O2 kann mir für die Verbindungen an Bord nicht mehr als in der SMS angekündigt berechnen bzw. ist mir bei Berechnung eines höheren Entgelts zum Schadensersatz verpflichtet.
    Welche Preise ein Vorlieferant mit O2 vereinbart ist für das Vertragsverhältnis zwischen O2 und mir irrelevant.
    Das ist mir aber auch ziemlich egal, da ich in der Ostsee eigentlich permanent terrestrische Netze empfange (zumindest wenn ich mich auf die Landseite eines Außendecks begebe) und so per britischer Vodafone PAYG SIM kostenlos erreichbar bin und mich auch abgehende Telefonate dank Callback über poivy.com zwischen 17-30 ct/min kosten.


    Um mal wieder zum Thema zurückzukehren: Mit der 12-Seemeilenzone hält es MSC nicht so genau. Die BTS blieb gestern als wir ca. 2km vor Visby (Gotland/Schweden) ankerten permanent on air und auch sonst wird meist erst kurz vor dem Hafen abgeschaltet.

    terminals: Nokia E71, N95-1, 1200, 6150 in Auto-FSE, Motorola F3, Benq Siemens S68, Sierra Wireless MC8775 (in Asus V2Je), Huawei EM770 (in Eee PC 901 GO), Huawei K3715, Huawei E169
    postpaid: O2 IP100 + IPM (3 MCs), O2 active data + IPL, T-Mobile Relax 50
    prepaid: DE: solomo pro, congstar, simyo, Vodafone, O2 Loop, Tchibo; UK: T-Mobile, Vodafone; BG: MTel, Globul, vivatel, Petrol Mobile; INT'L: United Mobile +423 mit Datenoption, United Mobile +44, SIM4Travel

  • Bin nun wieder zu Hause. Anscheinend sind O2 nicht die einzigen, die das On-waves Netz an Bord für ein terrestirisches isländisches Netz halten und entsprechend nur den EU-Tarif berechnen, denn mit meiner britischen Vodafone PAYG SIM habe ich während der gesamten Reise SMS für € 0,14 versandt und ankommende Anrufe völlig kostenlos entgegennehmen können. Abgehende Anrufe waren allerdings blockiert. :top:

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  • Nachdem ich über die Suche aufgrund dieser überflüssigen Threadneueröffnung gelandet bin, habe ich mal etwas im #Neuland gestöbert wie so der aktuell Stand etc. ist. UMTS gibt's es scheinbar immer noch nicht so wirklich auf den Kreuzfahrtschiffen angekommen zu sein. Warum eigentlich? Erst im Juni gab es einen neuen Deal zum UMTS-Ausbau auf Kreuzfahrtschiffen mit Netz von Wireless Maritime Services vormals Cellular sea, wo AT&T und MTN ihre Finger im Spiel haben.


    Im Juli hat der Rollout auf der Royal Caribbean International’s Oasis of the Seas and Allure of the Seas begonnen. Wie ist es um die Anbindung bei UMTS-Verfügbarkeit bestellt? Wie hoch ist der Ausschlag, wenn ich meine Speedtest App nutze?


    Für AT&T-Kunden gibt es seit 22. Mai entsprechende Pakete zum Buchen. Nur für Vertragskunden? Crewmitglieder können eine adäquate SIM-Karten zu humaneren Preisen mit US-Nr. erwerben. Wird nur nicht ganz einfach sein an diese als Urlauber dran zu kommen. :D

    [Small]Apple iPhone 5 @ Telekom Complete Mobil L mit Handy DTAG | Music Streaming | Speed Option LTE
    Apple iPad mini/ Nokia Lumia 820 @ Telekom MultiSIM
    Speedport LTE @ Telekom MultiSIM
    Samsung Galaxy Note II LTE @ Telekom BFMIC
    Speedport W723V @ Call & Surf Basic IP 5.1
    [/small]

  • UMTS an Bord macht nur bei adäquat breitbandiger Anbindung Sinn und die fehlt im Allgemeinen. Die beiden genannten Royal Carribean Schiffe bilden eine Ausnahme, da sie demnächst über die im Aufbau befindliche O3b MEO-Satellitenkonstellation (4 von 8 erforderlichen Sats im Orbit) angebunden werden und damit über bis zu 250 MBit/s Uplink und 750 MBit/s Downlink verfügen werden (siehe http://www.o3bnetworks.com/med…ffordable-internet-access). Allerdings ist O3b nur für sehr große Schiffe mit hoher Passagieranzahl geeignet, da jeder O3b Satellit nur 10 steuerbare Spotbeams mit einem Durchmesser von 700km hat, die entsprechend teuer zu mieten sind (geht los ab € 100k/Monat). Im Regelfall wird man Schiffe auch weiterhin über GEO-Satelliten anbinden müssen und da gibt es bislang kaum nennenswerte Kapazitäten über den Weltmeeren, zumindest nicht durch High Throughput Satelliten, die entsprechende Bandbreiten liefern. Vor allem durch die Nachfrage seitens der Fluggesellschaften, für die inflight connectivity eine immer größere Rolle spielt, wird sich da aber in den nächsten Jahren etwas tun. Ein erster Schritt ist der Launch von Inmarsats "Global Xpress" Konstellation, die mit drei Satelliten nahezu die gesamte Welt mit Ka-Band Kapazitäten abdeckt und pro Spotbeam 50 MBit/s liefern wird. Da man aber mit mehreren Benutzern pro Spotbeam rechnen muß (insbesondere Airliner), wird man selten die vollen 50 MBit/s erhalten, sodaß vermutlich auch Global Xpress noch nicht ausreichend stabile Bandbreiten liefert um die Installation von UMTS-Zellen zu rechtfertigen.

  • Sehr interessant! Danke für den Link und die ganzen Infos. :top:

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  • Übrigens - Blau und SimQuadrat gehen auf Schiffen mit TIM-Schiffsnetz. Wird wohl als italienischen Landnetz fehlverstanden? Es gilt der EU-Tarif ;) (Normal ca. 5€/Minute)

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