Kannibale: "Ich habe im Garten Rippchen gegrillt!"

  • Zitat

    Original geschrieben von NoNick
    Ich kann es mir auch nicht vorstellen einen anderen Menschen zu Befriedigung meines sexuellen Triebes zu essen, aber mein gott es gibt schlimmeres.



    Das ist gut, das ist wirklich gut. Denkt man sich nicht immer bei den von Dir angeführten SM-Bordellen "Na gut, es könnte schlimmeres geben" - und hat dabei ein Szenario wie das des Kannibalen vor Augen?


    :rolleyes:



    Ich halte die Straftat auch für Tötung auf Verlangen - nichtsdestotrotz ist m. M. nach ein langzeitiger Urlaub in der Psychatrie angemessen.

    Walking on water and developing software from a specification are easy if both are frozen.
    – Edward V Berard

  • @ NoNick



    Bitte?! :rolleyes: (weiteres könnte ich zwar sagen, aber dann bekommen ich wieder auf`n Deckel........ohh Mann)



    Dann machen wir doch gleich die Tatoo und Piercingläden zu *megakopfschüttel*



    Dir ist aber schon bewusst, das es in den Sadoschuppen primär um Schmerz und sexuelle Belange geht ?
    (das diese gemeinhin auch perverse Züge annehmen können,ist bekannt)


    Wir reden über die Tötung eines Menschen......... das eine hat mit dem anderen nix zu tun!

    Gruss toyboy/Michael
    toyboy@ericsson-info.de


    Nein, ausprobiert, getestet,oder Verpackung für`s Foto geöffnet ist nicht neu!

  • Die Frage, die keiner beantworten kann, lautet ja, inwieweit das Opfer die Tat tatsächlich bis zum Schluß ausgeführt haben wollte, oder ob sich nicht vielmehr die Vorstellung des Gegessen-Werdens ab einem gewissen Punkt verselbstständigte, sodaß das Opfer gar keine Möglichkeit mehr hatte, den Prozess aufzuhalten. Spätestens nach Abtrennung des Penis bzw. angefangener Ausweidung wird das Opfer - sofern noch bei Bewußtsein, eingesehen haben, daß es keinen Weg zurück mehr gibt! Inwieweit DAS aber dann wirklich GEWÜNSCHT war, kann eben keiner beurteilen.


    Im übrigen gibt es da eine grauslichen Film im Fernsehen - an den mußte ich gerade in diesem Zusammenhang denken. Auch eine ziemlich perverse Geschichte, nennt sich "Bone Daddy". Da geht es im wesentlichen darum, daß einem bei lebendigem Leib, Stück für Stück, die Knochen entfernt werden. Und es ist eben ein Wettlauf mit der Zeit, bis sie den Täter finden - zum Schluß hat der Täter sein Opfer schon künstlich am Leben erhalten - mit Infusionen und so... natürlich war es da schon zu spät für eine Rettung! Der "Point of no return" war schon lange überschritten - ähnlich stelle ich mir die Situation mit dem Kannibalen vor. Möglicherweise wollte das Opfer zum Schluß dann agr nicht wirklich sterben, aber es gab kein zurück mehr...versteht Ihr, was ich meine?


    Daher finde ich das Urteil in jedem Fall skandalös! Vor allem - wenn der wieder rauskommt, ist er gerade mal 50. Und jetzt hat er 8 Jahre Zeit sich in seine krankhaften Phantasien weiter reinzusteigern, sodaß der Druck dann so groß wird, daß er, wenn er wieder aus dem Knast draußen ist, in wieder befriedigen muß! Also ich möchte dann nicht dem sein Nachbar sein...


    mfg,
    Oliver

    Samsung Galaxy S7
    iPhone 7

  • Prinzipiell geht es doch um die Schuldfrage!
    Kann man jemanden verurteilen, der einen Menschen mit seinem Einvernehmen getötet hat?
    Der Fall erinnert mich an den Fall Mengele, der gestern abend auf Vox kam. Wer ist hier schuldig? In D ist ja die Sterbehilfe auch verboten.


    Meiner Meinung gehören solche Leute in eine geschlossene Anstalt, wo versucht werden muss, ihnen zu helfen!

    "Linienflüge sind was für Loser und Terroristen!"
    H.S.

  • Zitat

    Original geschrieben von noksie


    Meiner Meinung gehören solche Leute in eine geschlossene Anstalt, wo versucht werden muss, ihnen zu helfen!



    Vielleicht eine unpopuläre Ansicht: Meiner Meinung nach gehören Leute, die etwas in der Art tun, ohne das Einverständnis des Hauptgangs zu haben (bezieht sich im Grunde auch auf alle Formen von Vergewaltigung, Kindsmissbrauch etc.) weg - ob sie jetzt in die Klappse kommen und ihnen dort geholfen wird, im Gefängnis schmoren oder auf eine einsame Insel geschickt werden, ist mir egal. Primär aber erstmal: Weg.
    Die Sicherheit von mir, meinen späteren Kindern und Anderen geht mir da vor die evtl. verletzten Rechte des Täters - ich sehe nicht ein, dass irgendjemand das Risiko tragen soll, evtl. von einem Rückfaller erwischt zu werden, nur damit dessen gestörte Persönlichkeit eine zweite Chance erhält.


    Klar, es gibt Menschen, die sind krank und brauchen Hilfe, nicht Strafe. Nun darf diese Hilfe zwar von mir aus von der Allgemeinheit finanziert werden, diese darf aber nicht Teil des - ungewissen - Heilungsprozesses gemacht werden.


    Daher wäre mir wie schon gesagt das primäre Strafurteil ziemlich egal, es käme vielmehr auf die anschließende psychiatrische Sicherheitsverahrung an. (Edit: )Hier wäre es dann egal, ob er in dieser Verwahrung therapiert wird, was ja laut wrywindfall schwer ist, oder nur 'drin' gehalten, bis er entweder geheilt ist (warum auch immer) oder so klapperig, dass er eh nichts mehr anstellen kann.

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    – Edward V Berard

  • Eijeijei,


    das mit der Klappse, in der solchen Menschen geholfen wird etc. stellt ihr euch aber etwas einfach vor.
    Zufälliger weise kenne ich mich bei der Behandlung von Pädophilen ein bißchen aus (ja, der Vergleich hinkt, aber es handelt sich auch um Männer, die sexuell "anders" sind und darunter vor allem leiden, dass die Gesellschaft ihnen gegenüber so "intolerant" ist).
    Das Problem ist vor allem, dass diese Leute eine Fremdmotivation für Therapie haben. Sie wollen nicht selbst, sondern die Gesellschaft verlangt, dass sie zu wollen haben und solche Menschen sind schlichtweg so gut wie untherapierbar!
    Stellt euch doch mal vor: man hat eine Vorliebe, die einem Genuß verspricht, das gewisse Etwas, was das Leben durchs Kribbeln lebenswert macht und plötzlich darf man das nicht mehr, obwohl doch die angeblichen "Opfer" (hier der Verspeiste, dort die Kinder) "einverstanden" waren.
    Bei den Pädophilen kann man immerhin noch den Kerls beibiegen, dass es eben keine "Liebe" wie mit Erwachsenen ist, da hier 2 ungleiche Partner zusammen kommen. Das ergibt dann oft ein Trauma für die Pädophilen, da ein Großteil von ihnen eben keine notgeilen Vergewaltiger sind, sondern wirklich an eine "Liebe" geglaubt haben und erst in der Therapie aufwachen. Ab dem Zeitpunkt geht dann die Arbeit erst los...
    Beim Kannibalen, was will man daran therapieren? Dass in Zukunft Leute, die selbst wollten!, nicht mehr umbringen darf? Ich glaube, damit werden nicht nur die Psychoonkels und -tanten überfordert!


    Übrigens, nur wenn mich jemand falsch verstehen sollte: ich finde Kannibalismus auch nicht unbedingt unterstützenswert und finde Pädophilie äußerst problematisch. Ich wollte nur mal zeigen, dass: "Ab in die Klappse!" nicht die Lösung ist. Vor allem, wenns nur ums Wegsperren geht. Hier gehts dann nicht um Behandlung und deswegen gehören die Leute dann auch nicht in die Klappse.


    Nachtrag:
    Ich habe ein Problem mit den "Wegsperren!"-Forderungen. Wo zieht man die Grenze? Alle "Abartigen" sollen weg? Letztens hier in Berlin wurde ein Kerl zum x-ten Male erwischt, wie er besoffen ohne Pappe durch die Gegend gerast ist und der gefährdet potentiell viel mehr Leben als so einige andere. Oder Spitzenmanager, die Millionen kaltlächelnd einstreichen, wohlwissend, dass sie damit Existenzen zerstören und Leute in Schulden, Depression und den Tod schicken?
    Ich weiß, zu polemisch, aber ich will nicht nachher die "Weggesprerrten" vor mir sitzen haben, ihnen erklären, dass das "gesunde Volk da draußen" sie leider nicht mehr haben möchte und eigentlich nur darauf wartet, dass sie von der Welt abtreten. Jeder muß zumindest die Chance haben, sich ändern zu dürfen!

  • Zitat

    Original geschrieben von noksie
    Meiner Meinung gehören solche Leute in eine geschlossene Anstalt, wo versucht werden muss, ihnen zu helfen!

    Dieser Mann hat schwere psychische Störungen, familiär- und kindheitsbedingt.
    Ob diese überhaupt heilbar sind, zweifle ich stark an, für mich ist jemand,
    der andere Mensch ißt, nicht mehr heilbar und gehört isoliert, so hart es klingt.
    Die Sicherheit anderer Menschen ist wichtiger als eine unheilbare Person,
    die anderen schon genug Schmerz und Leid zugefügt hat, und Freude daran hatte.


    Es ist eine fatale sexuelle, sadistische und perverse Neigung,
    die mit einer Gefängnisstrafe nicht ausgebügelt werden kann.
    Es geht nicht nur um Mord, vielen scheint der Ausmaß von Kannibalismus nicht klar zu sein.
    Die Ausrede Mein Opfer wollte es mindert nicht meine Zurechnungsfähigkeit,
    im Gegenteil, hier zeigt sich, wie klar ich im Kopf bin, und das ist der Mann auf keinen Fall.
    Und jetzt soll mir keiner erzählen, es sei vertretbar,
    mit Einverständnis der Opfers dessen Penis abzuschneiden und den restlichen Körper zu essen.


    Wenn der Mann wieder aus dem Knast kommt, wird er weder geheilt sein,
    noch wird die Sache abgeschlossen und vergessen werden,
    weil dies keine Straftat war, die mit Reue eingesehen und abgesessen werden kann.

    Signatur ist so 2002.

  • wrywindfall: Da hast Du Recht. Ich weiß auch nicht, wo genau die Grenze zu ziehen wäre. Nur: Auch der Kerl, der besoffen durch die Stadt fetzt, hat von sich aus andere Leute gefährdet, nicht andersrum. Jeder ist für seine Taten verantwortlich (und derjenige, der es nicht ist, ist ja im Grunde noch gefährlicher). Von daher geht es nicht um Leute, die die Gesellschaft nicht mehr will, sondern um Leute, die die Gesellschaft gefährden.


    Mir ist klar, dass jedem in seinem Leben Fehler passieren können, wie bspw. eine Alkoholfahrt mit schlimmem Ausgang. Und natürlich darf niemand für einen Fehler weggesperrt werden - sofern es denn ein wirklich ein Fehler, ein Ausrutscher war.

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    – Edward V Berard

  • Zitat

    Original geschrieben von xoduz
    Mir ist klar, dass jedem in seinem Leben Fehler passieren können, wie bspw. eine Alkoholfahrt mit schlimmem Ausgang. Und natürlich darf niemand für einen Fehler weggesperrt werden - sofern es denn ein wirklich ein Fehler, ein Ausrutscher war.


    Und damit wären wir wieder mitten in der Diskussion, was noch "ein kleiner Fehler", "ein Ausrutscher" und was wirklich "voll verantwortlich" ist.:rolleyes:
    Wenn ich dich richtig verstehe, ist eine Alkoholfahrt vertretbar, so lange, bis "ein Ausrutscher" (sprich jemand wird umgefahren) passiert, was das ganze zu einem "kleinen Fehler" macht? Da fängt ja schon das schizophrene an: so lange ich gute Gründe (oder zumindest eine gute Ausrede) habe, ist das "eben einfach nur mal so passiert". Hut ab vor dem Richter, der hier in Berlin einen Autofahrer wegen fahrlässiger Tötung über 2 Jahre in den Knast geschickt hat, weil der mal "nebenbei" besoffen einen 17jährigen Radfahrer totgefahren hat. Also meiner Meinung nach ist jeder, der Alkohol trinkt und sich danach ans Steuer setzt, voll verwantwortlich für alle Taten, die er dann begeht! Einen Fehler oder Ausrutscher kann ich da nicht erkennen!
    Aber wir kommen etwas vom Thema des Kannibalen ab...

  • Bewerte das mit dem "kleinen Fehler" bitte nicht über - ich denke, Du weißt, dass ich nicht das Verwirken eines Menschenlebens als kleinen Fehler bezeichnen wollte.


    Ich überlasse das gerne Euch Psychologen, die Unterscheidung durchzuführen. Diese sollte m. E. darin liegen, dass die potentielle Wiederholungsgefahr festgestellt werden muss. Ist davon auszugehen, dass derjenige wieder in einen Zustand geraten kann, in dem er sich betrunken hinters Steuer setzt? Dann muss er auf längere zeit davor bewahrt werden. Ist nicht davon auszugehen, muss er natuerlich dennoch bestraft werden.


    Mir wird nur schlecht, wenn ich die Gesellschaft an sich als Auffangkissen für schiefgelaufene Persönlichkeiten sehe. Aber gut, von mir aus BTT.

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    – Edward V Berard

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