Kapitalbildung - Wie richtig angehen?

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Die Inflation wird ja in der Regel durch eine Dynamik in den Beiträgen ausgeglichen. Nach heutigem Niveau finde ich braucht niemand 3.000 € Rente.


    Es wäre doch völliger Schwachsinn bei z.B. 2.200€ Nettoverdienst (ging von der Grössenordnung aus, wenn er 800€ absparen kann) monatlich ne Reisensumme abspart um dann mal mehr Rente zu haben als er jetzt verdient.


    Mensch Martyn, Du weißt doch genau was ich meine: für die 3000 Rente in 40 Jahren kannst Du dir dann soviel kaufen wie heute für ca. 1350 EUR Rente (unter den Prämissen meines ersten Beispiels). Das ist imho kein Megaeinkommen sondern unterste Grenze.
    Im Laufe der Einzahlungsphase steigt hoffentlich auch mal das Einkommen und dementsprechend sind per Dynamisierung die Werte auch zu erreichen. Er hat wie gesagt keine gesetzliche RV, da reichen 1000 EUR Rente niemals aus...


    Ansonsten schließe ich mich Autares an: hohe Rendite und Sicherheit gleichzeitig gibt es nicht. Prominentes Beispiel ist die Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West AG . Der Großteil der Anleger hat einen Totalverlust erlitten...IMHO aus reiner Geldgier


    Zum Thema Renditerechner bei Fonds etc: die Werte sind Durchschnittswerte. Wenn Du bei so nem Chart nichtmal den Zeitraum frei auswählen kannst ist das ganze Teil ohne jede Aussage.


    PS: Der verlinkte Beitrag aus dem MM über Immobilien ist von 2004 ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von Gastroli
    Ich wundere mich etwas das für eine BU 250-300 EUR einkalkuliert werden? Ich möchte ja bei einer unfähigkeit nicht groß absahnen sondern gesichert leben können.


    Ich bin bis jetzt davon ausgegangen das eine Berufsunfähigkeitsversicherung bereits bestehen würde. Aber 250-300 Euro sind für eine reine Berufsunfähigkeitsversicherung imho schon total überzogen.


    Hab mal bei Cosmo Direkt nen kleinen Durchlauf gemacht.


    Eintrittsalter: 22 Jahre
    Versicherungs- und Beitragszahldauer: 41 Jahre (bis 63 Jahre)
    monatliche Rente (ab 50% Berufsunfähigkeit): 1.350€
    Verzicht auf abstrakte Verweisbarkeit, Rückwirkende Annerkennung, Nachversicherungsgarantie ohne Gesundheitsprüfung


    monatlicher Beitrag: 49,56€ (1. - 5. Jahr 20,94€, 6. - 10. Jahr 35,33€)


    Bei ner reinen Berufsunfähigkeitsversicherung bist du mit 50€ im Monat dabei.

  • Zitat

    Original geschrieben von StebuEx
    Er hat wie gesagt keine gesetzliche RV, da reichen 1000 EUR Rente niemals aus...


    Ich hab ja bereits geschrieben das er später auch noch Geld aus kurz- und mittelfristigen Anlagen nutzen kann um zusätzliche Rentenversicherungen per Einmalzahlung abzuschliessen, wenn Geld da ist. die 1.000€ sollten nur ne solide Grundsicherung sein.


    Ansonsten finde ich ich das 1.000€ als alleinige Rente durchaus ausreichen. Hinzu kommen ja noch die Kapitalerträge aus anderen Anlagen da würde ich mit mindestens 150€ pro Monat rechnen. Macht dann zusammen 1.150€ pro Monat. Das ist doch nicht so schlecht. Da müssen einige Erwerbstätige die noch jung sind und Kinder haben mit weniger auskommen.

  • Zitat

    Original geschrieben von StebuEx


    ...
    Ansonsten schließe ich mich Autares an: hohe Rendite und Sicherheit gleichzeitig gibt es nicht. Prominentes Beispiel ist die Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West AG . Der Großteil der Anleger hat einen Totalverlust erlitten...IMHO aus reiner Geldgier


    PS: Der verlinkte Beitrag aus dem MM über Immobilien ist von 2004 ;)



    Ich hoffe ich wurde nicht ganz falsch verstanden. Bei der Immobilienfrage ging es mir einzig darum, in einem überschaubaren Zeitrahmen von bsplw. 6 jahren selbstgenutztes funktionales Wohneigentum zu erwirtschaften. Sofern die eigenen wirtschaftlichen Verhältnisse derzeit eine solche strategie zulassen. Es ging mir nicht darum mit direkter Immobilienanlage mittels Mieteinnahmen Rendite zu erwirtschaften, oder in Immobilienfonds einzusteigen.


    Das Spiel kann man in so jungen Jahren später immernoch beginnen. Also für mich wäre es ein absolutes Primärziel gewesen, mit bsplw. 28 Jahren schuldenfreies Immobilieneigentum auf der Habenseite vorzuweisen. Was übrigens besondern als Selbstständiger an vielerlei Stellen besonders von Vorteil sein kann.


    Aber auswüchse wie CashLife u.ä. wollen ja auch leben. Warum nehmen eigentlich in wirtschaftlich schweren Zeiten erst die Zahl der Kredithaie, und in einer späteren Phase auch die Miethaie unheimlich zu?

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Ansonsten finde ich ich das 1.000€ als alleinige Rente durchaus ausreichen. Hinzu kommen ja noch die Kapitalerträge aus anderen Anlagen da würde ich mit mindestens 150€ pro Monat rechnen. Macht dann zusammen 1.150€ pro Monat. Das ist doch nicht so schlecht. Da müssen einige Erwerbstätige die noch jung sind und Kinder haben mit weniger auskommen.


    Damit wir uns richtig verstehen: Wir reden hier von einer mtl. Rente iHv 1150 EUR im Jahr 2038. Das dann 20 Jahre lang bis 2058? Das soll ausreichend sein :eek: Ich glaube nicht. Entscheidende Determinante des Sparens ist, was die Kohle mal wert sein wird. Von daher sollte man schon rückwärts rechnen, wenn man die erwartete mtl. Rente berechnet - natürlich abhängig vom späteren Kapitalverzehr/ewige Rente etc. pp.

  • Zitat

    Original geschrieben von Siemensanier
    Ich hoffe ich wurde nicht ganz falsch verstanden. Bei der Immobilienfrage ging es mir einzig darum, in einem überschaubaren Zeitrahmen von bsplw. 6 jahren selbstgenutztes funktionales Wohneigentum zu erwirtschaften. Sofern die eigenen wirtschaftlichen Verhältnisse derzeit eine solche strategie zulassen. Es ging mir nicht darum mit direkter Immobilienanlage mittels Mieteinnahmen Rendite zu erwirtschaften, oder in Immobilienfonds einzusteigen.


    Das Spiel kann man in so jungen Jahren später immernoch beginnen. Also für mich wäre es ein absolutes Primärziel gewesen, mit bsplw. 28 Jahren schuldenfreies Immobilieneigentum auf der Habenseite vorzuweisen. Was übrigens besondern als Selbstständiger an vielerlei Stellen besonders von Vorteil sein kann.


    Das sind imho Träumereien die man vielleicht im Kindergarten und der Grundschule hat.


    Ne hübsche Wohnung in ner guten Lage kosten inklusive Autostellplatz, Nebenkosten und Stuern schnell mal 250.000€.


    Selbst wenn man von einer guten Verzinsumg ausgeht müsste man pro Monat circa 2.950€ wegsparen, hinzu kommt das man während der Ansparphase auch noch die allgemeinen Lebenshaltungskosten hat. Also müsste man circa 4.000€ netto verdienen und das im Alter von 22.


    Das ist doch völlig unrealistisch.

  • a) ich kenne Leute, die mit 23 €4k netto verdient haben
    b) hübsch, gut etc. ist relativ. Insofern ist auch ein Preis von 250k relativ
    c) kein Mensch kauft eine Wohnung mit 100% Eigenkapital. Insofern sind €3k Sparen pro Monat auch unrealistisch.

  • Naja, das mit Immobilien ist so ne Sache. Ich bin da auch immer wieder am rumeieren, kaufen ja/nein. Letztendlich ist mein Problem: ich nagle mich damit halt an einen Ort fest. Jeder berufliche Umzug ist mit größerem Aufwand verbunden. Entweder vermieten oder verkaufen. Einfach kündigen und ausziehen ist nicht. Ich denke ich werde eher jetzt ansparen und dann, gegen Ende meines Arbeitslebens, mit einen schönen Ort suchen und dann kaufen. Und bis dahin mit dem Geld Rendite erwirtschaften.


    Zum Thema. Ich würde darauf achten, dass Du Dein Geld streust. Unterschiedliche Risiken und unterschiedliche Bindungsdauer. Du mußt immer damit rechnen, dass was passiert was Du nicht vorhergesehen hast. Heirat, Kinder, Krankheit, schlechte Auftragslage. Oder lass Deine Eltern zum Pflegefall werden und Du kannst mal für 3-4 Monate nicht voll arbeiten. Dann brauchst Du die 800€ schnell mal für was anderes. Mit 22 denkt man wirklich noch, arbeiten und Kohle verdienen ist alles. Aber mit dem Alter wandelt sich das.


    Aber es ist gut, dass Du Dich damit beschäftigst, viele machen das nicht! Das muß auch mal gesagt werden...


    bs



  • Also im Kindergarten war ich nie, und während der Grundschule habe ich von Matchboxautos (vorzugsweise die größeren Schleudern) geträumt.


    Was meinst du, warum ich von funktionalen Wohneigentum geredet habe? Damit es eben nicht 250.000€ kostet. Schau dich mal im Markt für Eigentumswohnung um. Gibt schöne Modelle, weit unter 250.000,00 €.
    Und geht man nicht einem Finanzinvestor der sich mit der Erstellung von Wohnparks beschäftigt, die eigentlich niemand braucht, auf den Leim, so werden die Dinger noch günstiger. Auf der Finanzdienstleistungsseite würden übrigens die erwähnten 800,00 € + die bisherige Miete monatlich zur Verfügung stehen. Was den überschaubaren Zeitraum wiederspiegelt.



    Zitat

    Original geschrieben von bastian_S
    Ich denke ich werde eher jetzt ansparen und dann, gegen Ende meines Arbeitslebens, mit einen schönen Ort suchen und dann kaufen. Und bis dahin mit dem Geld Rendite erwirtschaften.


    Und eben auch weiterhin monatlich Miete zahlen, die so für die private Erwirtschaftung von Wohneigentum eben nicht zur Verfügung steht. Außer du bedienst die Miete aus der Rendite deiner Finanzanlage, und hast dennoch einen Renditeüberschuss.



    Sparpläne und andere Anlageformen in allen Ehren. Aber hier wurde auch was von Selbstständigkeit geschrieben. Und will man eben nicht auf CashLife oder ähnliches mal angewiesen sein, dann sollte man sich schon genau überlegen welche Sicherheiten für einen Selbstständigen als primär neben den kurzfristig verfügbaren Tagesgeld anzusehen sind. Denn vielleicht wird es ja mal von nöten sein, sein Geschäftsmodell eben doch mit frischen Geld von außen besser voranzutreiben. Zumindest die Vorstellung, ein wirkliches big business ( durch den die Matchboxschleudern aus der Grundschulzeit wirklich mal real werden können) ausschließlich und dauerhaft nur aus eigenen finanziellen Mitteln aufziehen zu können, dürfte ebenfalls als Gindergarten oder Grundschulträumerei anzusehen sein.

  • Zitat

    Original geschrieben von autares
    a) ich kenne Leute, die mit 23 €4k netto verdient haben


    Michael Karl? Mich kannst du damit jedenfalls nicht meinen.


    Klar gibt es einige wenige Leute die soviel verdienen, aber viele sind das nicht.


    Zitat

    Original geschrieben von autares
    c) kein Mensch kauft eine Wohnung mit 100% Eigenkapital. Insofern sind €3k Sparen pro Monat auch unrealistisch.


    Gut, dann sind es eben Tilgungsraten inkl. Zinsen.


    Da kommt aber ann hinzu das man keine Zinsen bekommt sondern sie zahlen muss, und man hat im Endeffekt einen noch höheren Kapitalaufwand.

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