Bei den Asiaten sind die AYCE-Angebote aber zeitlich beschränkt und - unterstelle ich jetzt mal - so plaziert dass die Kunden anlocken, die sonst nicht kämen. Also eine Maßnahme, um den Laden in schwachen Zeiten zu füllen... Es ist nicht das eigentliche Geschäftsprinzip in einem voll ausgestatteten Restaurant jederzeit AYCE zu einem Super-Preis anzubieten.
Das Getränke-Argument stimmt zwar, aber ich glaube kaum dass das die ganze Geschichte profitabel macht. Die Leute wollen sich satt essen, nicht trinken... ![]()
Und auch hier wieder: vertue dich nicht bei der zu erwartenden Marge! Ich kenne die Kalkulationen in der Gastronomie nicht, aber dieses Gerede, was mein Vater immer drauf hat "Waaaaas? Mineralwasser 2 EUR - dafür kaufe ich beim Aldi 5 Flaschen!" ist einfach Quatsch weil der Unternehmer den Kellner zahlen muss, der das Wasser an den Tisch bringt und wieder abholt, er muss das Glas kaufen, spülen, Hygienevorschriften einhalten, die Ware kaufen (Preis für die Ware, Arbeitszeit) und kühlen. Und dann muss der gute Mann das Restaurant mit allen Kosten, die daran hängen, betreiben und schließlich auch noch etwas für sein Gehalt übrig lassen. Und wo wir gerade dabei sind: irgendwann muss mal ein neuer Kühlschrank angeschafft werden, geht der Herd kaputt und muss repariert werden, fällt ein Glas runter - also müssen gewisse Rücklagen gebildet werden. Alle diese Kosten stecken mit einem kleinen Anteil in dem Glas Sprudel, und deswegen kostet das eben NICHT dasselbe wie beim Aldi.
Wobei er weiterhin vergisst dass sein privater Kühlschrank ebenfalls Geld in der Anschaffung und im Unterhalt kostet(e) und das Auto, mit dem er die Flaschen vom Aldi nach Hause brachte, ebenfalls. Das Glas sowie die Spülmaschine und das Pulver, welches dort hinein kommt, waren auch alle nicht umsonst, Wasser und Strom genauso nicht.
Also ob bei einem Kneipier 1 EUR hängen bleibt... ich weiß es nicht, behaupte aber erstmal dass mir das zu hoch bzw. zu wenig durchdacht erscheint... der Wareneinkauf ist natürlich pro Glas preiswerter, aber all die anderen Unkosten bewirken sicher dass da nicht 1 EUR für die Tasche des Restaurantbetreibers über bleibt. Aber selbst wenn: überleg' mal wieviele Getränke der gute Mann dann mit wieviel Mühe verkaufen muss bevor er lächerliche 1000 EUR im Säckel hat, mit denen er gerade mal ein Dach über dem Kopf hat und nicht verhungert.