Berufseinstieg nach dem Studium - Was spart Geld bzw. sollte man noch alles beachten?

  • Da mein Studium nun vorbei ist und ich nun bald einen neuen Job in einer anderen Stadt mit eigener Wohnung anfangen werden, hätte ich ein paar Fragen:


    1.) Welche Versicherungen wie z.B Haftpflichtversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, o.ä. sollte man alles abschließen? Welche machen Sinn?


    2.) Gibt es außer Kirchenaustritt noch Möglichkeiten, um entsprechend Geld zu ersparen?


    3.) Ein Wechsel meiner Bankwechsel ziehe ich noch in Erwägung. Gibt es da große Unterschiede bzgl. den entsprechenden Gebühren?


    4.) An was sollte man sonst noch alles denken bzw. was muss man sonst noch tun (außer z.B. Wohnsitz anmelden)?


    Es wäre nett, wenn ihr mir helfen könntet. Vielen Dank!

  • hm, eigentlich solltest du doch jetzt mehr Geld als ein Student haben...


    Die von dir angesprochenen Versicherungen halte ich für vernünftig und notwendig - sonst keine.


    Aus der Kirche austreten, tsts :eek: ;)


    Für Bankangebote siehe entsprechenden Thread im Werbeforum - ich halte die Postbank mit 60,-€ Startguthaben, Kunden werben Kunden Prämie sowie kostenloser Kreditkarte und kostenlosem 500,-€ Dispo klasse zumal du eben recht gut und kostenlos an Automaten an dein Geld kommst.


    zu deinem 4. gibts hier über die Suche bestimmt viele Tips

    Dieser Eintrag wurde 624 mal editiert, zum letzten mal um 11:24 Uhr

  • Nimms mir nicht übel, aber das klingt schon sehr nach "Macht Ihr mal für mich!" :rolleyes: Der Charakter der Fragen lässt jedenfalls nicht darauf schliessen, daß Du bereits Vorarbeit geleistet hättest.


    Am Ende eines Studiums hat man doch "etwas" Selbständigkeit gelernt, oder? :confused:


    "Was spart noch Geld?" ist zudem eine völlig sinnentleerte Frage! Woher sollen wir wissen, was Dir wichtig ist und was nicht?


    Aber gut, hier ist meine Einstiegsantwort:
    Unter der Brücke wohnen spart jedenfalls schon mal die Miete. :D Und die Nebenkosten auch. [SCNR]

    Hätte der Mensch nur halb so viel Vernunft wie Verstand, dann wäre alles viel einfacher in der Welt. Linus Pauling

  • @ Polli:


    Danke. Das mit den Versicherungen dachte ich mir schon. Es gibt aber immer Verfechter von weiteren Versicherungen. Aber denke die müssten "erstmal" ausreichen.


    @ Sebastian:


    Mit "was spart noch Geld" war nur allgemein gemeint, wo man ggfs. einsparen kann. Klar das da jeder verschieden ist. In meinem Fall kann ich die Kirchensteuer einsparen, da ich mit dieser nicht viel am Hut habe. Es gibt bestimmt viele, die vor den gleichen Fragen gestanden sind. Bei den Versicherungen habe ich mich schon etwas schlau gemacht, aber da gehen die Meinungen leider immer sehr auseinander.

  • Hi!


    Beschäftige mich derzeit mit den gleichen Fragen.


    Vorweg: die meisten scheitern finanziell daran, dass [URL=http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/0,2828,537054,00.html]die Ansprüche schneller steigen als das verfügbare Nettoeinkommen[/URL].


    Frage dich also immer selbst: brauche ich wirklich ein schickes Auto, das ich mir u.U. mangels eigenen Vermögens leasen muss? Muss es unbedingt der 2-Wochen-2000-Euro-Urlaub sein?


    Mein Prinzip: Fixkosten niedrig halten! Nichts bzw. möglichst wenig ans Bein binden, was du nicht innerhalb von drei Monaten abstellen kannst. Daraus folgt:


    a) nur die nötigsten Versicherungen zur Absicherung existenzieller Risiken, d.h. Krankenversicherung (sowieso verpflichtend), Privat-Haftpflicht mit ausreichender Deckungssumme (10 Mio Euro sollten es schon sein), Berufsunfähigkeitsversicherung.


    b) Keine Ratenzahlungen! Entweder bar oder gar nicht. Wenn man selbst die Waschmaschine über 10 Monate finanzieren muss, solltest du vielleicht nochmal drüber nachdenken.


    c) Keine schwachsinnigen Sparpläne! In den ersten zwei bis drei Berufsjahren erstmal ein vernünftiges, schnell liquidierbares Vermögen aufbauen.


    d) Günstige Mietwohnung! Als Student haben dir doch auch 20qm gereicht, warum sollen es jetzt auf einmal Drei-Zimmer-Küche-Bad mit 80qm sein? Je nach Region würde ich mir an deiner Stelle überlegen, mit Freunden bzw. anderen Berufseinsteigern eine WG aufzumachen.


    Innerhalb der ersten 12 bis 15 Monate solltest du soviel auf die Seite legen, dass du zwei, besser noch drei Monatsnettogehälter in Reserve hast. Geparkt wird diese Reserve auf einem Tagesgeldkonto, bringt aktuell bis zu 5%. Wie im Link oben empfohlen: setze dir eine hohe anfängliche Sparquote, und richte einen Dauerauftrag ein, sodass nach Eingang des Nettos die Sparrate sofort auf das Tagesgeldkonto wandert. Dadurch kommst du gar nicht erst in Versuchung. Da wir Menschen zu mentaler Kontenbildung neigen, dürfte es dir auch schwerer fallen, mal eben das Konto mit deiner Reserve zu räumen.


    Sobald die erste Liquiditätsreserve steht, kannst du anfangen, in Festgelder zu investieren. Neben niedrigen Gebühren bzw. hohen Effektivrenditen solltest du darauf achten, wie schnell du an dein Geld im Notfall kommst.
    Solltest du noch Kredite haben: erst einmal diese abzahlen! Du vernichtest Vermögen, wenn du Festgeld zu 4,5% anlegst, aber deinen Dispo zu 15% nutzen musst. Dein Girokonto sollte am Monatsende immer noch etwas von 0 entfernt sein.



    Zu deinen Fragen:


    zu 1): Siehe oben a), über eine Risikolebensversicherung kann man streiten. Würde ich nur machen, wenn du schon Familie hast bzw. bald in die Familienplanung einsteigen willst.


    zu 2): Definitiv!
    - Stromanbieter genau vergleichen, eigenen Verbrauch möglichst exakt bestimmen. Hat mir allein im ersten Jahr knapp 180 Euro gespart.
    - GEZ abmelden sind nochmal 18 Euro. Zartbesaitete Gemüter können ja die 5 oder 6 Euro für ein Radio/PC zahlen. Spart immer noch min. 144 Euro pro Jahr.
    - Handyvertrag nicht nach max. Subvention sondern nach günstigen Telefongebühren wählen.


    zu 3): Besorg dir einen kostenloses Girokonto. Wer heute noch Kontogebühren zahlt ist selbst schuld. In Frage kommen die üblichen Verdächtigen Postbank, DKB, Netbank etc.


    zu 4): Wohnsitz anmelden, Postnachsendung für die ersten drei Monate, deine neue Adresse eventuellen Kreditgebern (KfW, Bafoeg-Amt etc.) mitteilen.



    Das Wichtigste zuletzt: nichts ist so wichtig, als dass man sich immer sofort und ohne Bedenkzeit entscheiden muss! Niemals unter Zeitdruck irgendwelche Versicherungen o.ä. abschließen. Informiere dich ausführlich, vergleiche online Konditionen verschiedener Anbieter, egal ob es um Strom, Versicherung oder Girokonto geht. Und sofern du nicht BWL/VWL o.ä. studiert hast: lege dir beizeiten passende Literatur zum Thema Vermögensanlage zu, damit du solche Fragen wie Effektivverzinsung, Risiken bestimmter Anlageformen etc. selbst beantworten kannst und nicht auf u.U. dubiose Berater angewiesen bist.

  • Re: Berufseinstieg nach dem Studium - Was spart Geld bzw. sollte man noch alles beachten?


    edit

  • Was ich jetzt nicht verstehe: Im Studium kann es durchaus sein das es Zeiten gibt wo man mal jeden Cent umdrehem muss.


    Auch gleich nach dem Studium verdient man zwar häufig nicht besonders gut, aber so schlecht das man wirklich jeden Cent umdrehen muss ist es dann auch nicht.


    Wirtschaftlich handeln, und Verschwendungen vermeinden ist ja schon wichtig. Aber es zu übertreiben ist Geiz und krank.


    2) Wenn du wenig verdienst zahlst du ja ohnehin wenig Einkommensteuer und damit auch wenig Kirchensteuer. Und wenn du viel verdienst kommts auf das auch nicht an. Wenn du findes das dir die Amtskirche nichts bietet dann ist es ein anderer Fall.


    3) Schau dir doch einfach mal die Angebote im Web und bei den Fillialbanken um. Und wenn du jetzt erstmal in den ersten drei Monaten weiterhin 2,50€ pro Monat zuviel zahlst dann wirds sich schon nicht finanziell ruinieren.

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Was ich jetzt nicht verstehe: Im Studium kann es durchaus sein das es Zeiten gibt wo man mal jeden Cent umdrehem muss.


    Auch gleich nach dem Studium verdient man zwar häufig nicht besonders gut, aber so schlecht das man wirklich jeden Cent umdrehen muss ist es dann auch nicht.


    Dem ersten Abschnitt stimme ich zu.
    Der zweite Teil deiner Aussage kann ich nur unter bestimmten Umständen zustimmen. Was meinst du wohl, wie viele Ex-Studenten nicht sofort einen Job finden (k. A. ob und wieviel staatliche Unterstützung sie dann erhalten) oder einfach zu wenig verdienen um über die Runden kommen. (Generation Praktikum)


    A-K,


    um dir zu helfen zu können gib noch ein wenig mehr Infos von dir preis zu deinen aufgezählten Punkten.
    Intruder hat dazu aber schon einen guten Ansatz geliefert.

    Ein altes skandinavisches Sprichwort sagt:
    Gelber Schnee schmeckt nicht nach Zitrone!

  • Auf meiner Homepage habe ich mal paar Sachen zusammengefasst, mit denen ich Geld spare!


    Austritt aus der Kriche gehört genau so dazu, wie Wechsel der Bank oder auch cleveres Verbuchen der Gelder für die Versicherungen.

    Handy Verträge sinnvoll nutzen? Ohne VoIP für 2 Cent/Min telefonieren? Dies und noch mehr in meinem Blog.

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Was ich jetzt nicht verstehe: Im Studium kann es durchaus sein das es Zeiten gibt wo man mal jeden Cent umdrehem muss.


    Auch gleich nach dem Studium verdient man zwar häufig nicht besonders gut, aber so schlecht das man wirklich jeden Cent umdrehen muss ist es dann auch nicht.


    Wirtschaftlich handeln, und Verschwendungen vermeinden ist ja schon wichtig. Aber es zu übertreiben ist Geiz und krank.


    Genau mit dieser Einstellung "och jetzt verdiene ich ja, wird schon reichen" landen nicht wenige dann später bei Peter Zwegat. :D


    Es geht hier nicht darum, geizig zu sein, was für mich bedeutet keine Spenden an wohltätige Organisation zu tätigen oder nur das allerbilligste Essen zu kaufen.


    Ich weise nur darauf hin, dass man zu schnell Gefahr läuft, durch viele kleine Nebenposten, die als "Alltagsluxus" verbucht werden, den Überblick zu verlieren.


    Größter Geldverschwender m.M. nach: ein Trockner! Braucht kein Mensch, zieht Strom wie Sau, versperrt noch mehr Platz im Bad oder in der Küche und ist für die meisten Klamotten zudem nicht sonderlich gut.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!