Keine ICE Zugfahrten mehr ab Samstag?

  • Zitat

    Original geschrieben von Andreas24
    Großartig will ich mich auch nicht beschweren. Insgesamt bin ich jetzt sogar 2h früher da (wenn denn alles klappt), was mir sehr lieb ist. Da ich dadurch u.a. 40 € für nen Taxi spare und vorort den letzten Bus bekomme


    Allerdings bin ich dafür auch 2h länger unterwegs :mad:


    Die normalen Reisezeiten auf der Strecke sind aber schon 9:30 - 11:10, wenn es dann zwei Stunden länger dauert sind das 11:30 bis 13:10 ... das grenzt ja schon an Folter.

  • Zitat

    Hast Du zufällig einen Link zu dem Zitat?


    http://www.bahn.de/blitz/view/index.shtml


    Zitat

    in Reiseauskunft online haben alle Züge über die Achse Berlin-Leipzig-München die von Hamburg kamen gestern und heute Endstation in Berlin


    Naja, sollten ja alles Ersatzzüge sein ;) Hamburg-Berlin wird normalerweise wie folgt bedient:


    Zweistündlich die ICE-T, die aus München kommen
    und
    zweistündlich ICE 1, die nur Hamburg-Berlin fahren


    Teil A wird nur bis Berlin durch die paar Ersatzzüge der DB abgedeckt. Fahrgäste aus Leipzig müssen dann umsteigen, denn Teil B ist bekanntlich nicht von den Ausfällen der ICE betroffen.

  • Die ICE aus München fahren imho mittlerweile auch stündlich, wobei aber nur die grossen Bahnhöfe wie Nürnberg und Leipzig stündlich bedient werden.

  • also wo die Aufhebung der Zugbindung stehen soll ist mir immer noch schleierhaft.
    Ich hab die Seite mindestens 10x gelesen und nichts dergleichen gefunden.


    Ist aber auch egal, ich habe nun die Ansage der Hotline, dass ich den Ersatz IC nehmen kann und damit ists für mich wie gesagt am Ende sogar noch gut gelaufen.


    Gute Nacht ;)

    Eine Smith & Wesson übertrumpft vier Asse

  • Zitat

    Die ICE aus München fahren imho mittlerweile auch stündlich, wobei aber nur die grossen Bahnhöfe wie Nürnberg und Leipzig stündlich bedient werden.


    Ne, durchgehende Züge über die Neubaustrecke gibt es weiterhin nur zweistündlich. Wird sicherlich anders, wenn die Strecke durch den Thüringer Wald fertig ist.


    Zitat

    also wo die Aufhebung der Zugbindung stehen soll ist mir immer noch schleierhaft. Ich hab die Seite mindestens 10x gelesen und nichts dergleichen gefunden.


    Steht mittlerweile auch nicht mehr auf der Seite. Stand es aber. Keine Ahnung, was sich die DB dabei gedacht hat. Der Grundsatz dürfte aber ohnehin allgemein gelten: Zugbindung kann es schlecht geben, wenn der Zug nicht fährt.

  • Zitat

    Der Grundsatz dürfte aber ohnehin allgemein gelten: Zugbindung kann es schlecht geben, wenn der Zug nicht fährt.


    Okay, der Grundsatz ist klar.


    Meine Frage ging aber eher dahin, wie viel Fingerspitzengefühl in einer solchen Extremsituation an den Tag gelegt wird. Ich als Außenstehender kann ja nicht beurteilen, wie groß die Probleme gerade wirklich sind. Da kann es auf einmal sein, dass mein Zug zwar fährt, aber das ich aller Wahrscheinlichkeit nach keinen einzigen Anschlusszug bekomme.


    Für den Fall hätte ich einfach gerne einen früheren Zug genommen (was ich ja jetzt auch tue, da mir die Hotline ja mitgeteilt hat, dass mein Zug ausfällt)

    Eine Smith & Wesson übertrumpft vier Asse

  • Ich bin letztes WE von Berlin nach Bonn gefahren, ICE.
    Der Zugawar gnadenlos überüllt, also bin ich mit einer Freudin in die 1. Klasse.
    Ich hatte ein Ebayticket für 33 euro (2. Klasse), sie musste noch einen Fahrschein kaufen.
    Sowohl mein Ticket wurde anstandslos akzeptiert, beim Fahrscheinkauf hat der Schaffner ohne Nachfrage ein 2. Klasse ticket gebucht.
    Ich fand das sehr kulant!
    Erst 2 Stationen später wurde die 1. Klasse offiziell freigegeben.
    Ich fand das verhalten sehr kulant.
    Ist zwar eine andere Situation, aber ich denke, dass die Mitarbeiter angewiesen sind im Sinne des Kunden zu handeln...
    Konnte ähnliches Verhalten auch bei anderen Fahrgästen beobachten...

  • Meine Züge sind zwar nicht direkt betroffen, doch es liest sich so, als wären die 4 Euro nachträglich je Fahrt für die Sitzplatzreservierung trotzdem durchaus angebracht.

  • Ich war am Sonntagabend mit einem ICE zwischen Hagen und Bonn unterwegs, habe mit einem schweren Koffer ungefähr in der Zugmitte beim Bordbistro, gleich neben dem Schaffner-Abteil, im Gang gestanden. In den Zug bin ich geraten weil der IC, für den ich eine Zugbindung hatte, 100 Minuten verspätet war und ich ohne Nutzung des ICE meinen Anschluß in Bonn verpasst hätte.


    Die Nutzung des ICE anstatt des anderen Zuges war OK, wurde den Reisenden auch generell so empfohlen.


    Ansonsten war im Zug ein völlig übereifriger Schaffner, der menschlich so ziemlich alles falsch machte, was man in einem überfüllten Zug mit genervten, weil auf den Gängen stehenden Menschen falsch machen kann.


    Auch wenn man eigentlich politisch korrekt bleiben sollte, aber der erste Minuspunkt war dass er unüberhöhrbar Sachse mit starkem Dialekt und Fistelstimme war. :rolleyes:
    Dann kontrollierte er, fast möchte man sagen "stasi-mäßig", alle Tickets peinlich genau (mein Ticket war schon mehrfach kontrolliert und abgestempelt worden, dennoch meinte er erneut die BahnCard sehen zu müssen... kann ja sein dass 4 andere Schaffner sie vorher nicht kontrolliert haben und das Ticket einfach so abgestempelt haben...). Bei anderen ließ er sich auch alles genauestens vorlegen.


    Dann dumme Sprüche wie "Ich weiß nicht warum Sie hier im Gang stehen, am Zugende sind noch ein paar Plätze frei." War vielleicht gut gemeint, aber
    a) wenn der Zug so am Bahnsteig eingeparkt hätte wie auf der Anzeigetafel stand, wäre ich ganz am Ende gewesen und
    b) schleppe ich einen schweren Koffer nicht durch 5 Wagen eines eh schon überfüllten Zuges. Andere Fahrgäste dachten ebenso, vor allem der vorwurfsvolle Ton war aber ein Ärgernis.


    In Wuppertal schmiss er einen Mann aus dem Zug, der blöderweise genau an der Schaffner-Tür versucht hatte mit seinem Fahrrad an Bord zu kommen. Schaffner sagt "Fahrräder nehmen wir laut Beförderungsbedingungen im ICE nicht mit - aussteigen!", der Fahrgast "Ich bin im Zug drin und steige nicht mehr aus, ich bin schon mehr als 1 Std. verspätet und muss morgen früh arbeiten!" 1 Minute erregte Diskussion, 2 Minuten Diskussion ("Geben Sie mir das schriftlich!!!" - "Raus oder ich hole die Polizei!!!"), dann gab der Fahrgast nach; ich hatte schon eine weitere Verspätung und das Anrücken der Polizei kommen sehen...


    Naja, das Gesamtverhalten, das Auftreten, war einfach voll daneben. Wenn man den zu Recht genervten Leuten schon unangenehme Umstände zumutet, muss man ein bisschen locker bleiben und mal ein Auge zudrücken. Dieser Schaffner machte genau das Gegenteil - eine glatte Fehlbesetzung.


    Ansonsten reise ich sehr oft mit der letztmöglichen Verbindung der Bahn und meine Erfahrung ist: die Wahrscheinlichkeit von Verspätungen ist so groß dass man nahezu immer damit rechnen muss. Wer mehr als 2x umsteigt und dabei jeweils nur ca. 10 Minuten Umsteigezeit als Puffer hat, sollte immer einen "Plan B" in der Tasche haben weil sehr wahrscheinlich ist dass man ihn aktivieren muss. Es ist fast ein Wunder wenn die Reise bei mehr als 2 Umsteigevorgängen wie geplant klappt.
    Allgemeingültige Formel: das Verspätungsrisiko steigt exponentiell zu den Umsteige-Vorgängen! :cool:


    Lasst euch bei Verspätungen vom Schaffner auf dem Ticket die Verspätung vermerken und abstempeln. Die schreiben dann nur hin "Zug 1234, 30 Minuten" und stempeln das ab. Macht keine Mühe, wird auch bereitwillig bestätigt und ihr habt dann aber etwas in der Hand.


    Umsteigen auf einen anderen Zug, obwohl man eine Zugbindung hatte, ist allerdings erfreulicherweise immer problemlos, jedenfalls wenn man in einem späteren Zug sitzt. Das ist dann im Bahn-System hinterlegt und wird sowieso fast immer ohne Gegencheck geglaubt - die Bahnmitarbeiter wissen schon um die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit ihres Ladens. :cool: Außerdem hat man ja die Bestätigung auf dem Ticket...


    Wenn der letzte Zug ans Ziel absehbar nicht mehr erreicht werden kann: im vorhergehenden größeren Bahnhof zum Service Point gehen, Lage schildern, und dann auf einen Taxischein bestehen. Die Bahn hat einem ein Ticket verkauft und damit eine Beförderungspflicht bis ans Ziel. Kann sie das aufgrund ihrer Verspätungen nicht erfüllen darf man mit dem Taxi fahren. Die Taxischeine haben einen Wert von 80 EUR (steht nicht drauf, ist aber so). Kommt man für diesen Betrag nicht ans Ziel, wird man einen Hotelgutschein im Wert von 80 EUR bekommen.
    Bleibt freundlich, nicht pampig werden, die Mitarbeiter sind im Augenblick angewiesen zu sparen wo es nur geht, knausern also möglichst auch mit den Gutscheinen. Er steht einem aber zu wenn man anders nicht mehr ans Ziel kommt. Also freundlich, aber bestimmt auftreten und sich nicht abwimmeln lassen.


    Ist kein Service Point mehr erreichbar könnt ihr ab dem Bahnhof, an dem ihr strandet, auch für max. 80 EUR mit dem Taxi ans Ziel fahren (oder ein Hotel aufsuchen), euch eine Quittung ausstellen lassen und das Ganze nachträglich zur Erstattung bei der Bahn einreichen. Aber ihr solltet euch dann sicher sein dass ihr tatsächlich mit Zugverbindungen so nah wie irgend möglich ans Ziel herangefahren seid und es wirklich keine andere Chance mehr gab ans Ziel zu kommen.


    Die Erstattung klappte bei mir immer problemlos, da ich wie gesagt ganz oft die letztmögliche Verbindung des Tages buche ergibt sich diese Lage bei mir regelmäßig, an den letzten 4 Wochenenden war ich jedes Mal verspätet, 2x konnte ich noch mit einem späteren Zug bzw. eine andere Streckenführung ans Ziel kommen, 2x bin ich Taxi gefahren.


    BTW: bei mehr als 60 Minuten Verspätung werden im Zug (auf Kulanzbasis) Gutscheine für 20% Fahrpreisermäßigung bei der nächsten Reise verteilt. Wenn nicht: nachfragen! Wenn man den Gutschein nicht innerhalb 1 Monats verbraucht kann man ihn in einem Reisezentrum gegen einen 1 Jahr lang gültigen Gutschein eintauschen.


    Ansonsten: rechnet die Verspätung als Normalfall ein, rechnet erst gar nicht mit Pünktlichkeit, sondern kalkuliert Zeitpuffer ein, geht mit toleranter Einstellung auf die Reise.
    Es wird garantiert eine alleinerziehende Mutter mit lila Latzhose, Doppelname und 3 quengelnden Kindern in eurer Nähe Platz nehmen, sie wird eure Nerven alle 20 Sekunden mit Rufen nach Kevin, Leander oder Leah-Anne-Franzi strapazieren... "Cedric, bitte betrage dich!". Oder ihr sitzt nahe bei einem Jugendlichen aus einem sozialen Brennpunkt mit Assi-Rap aus dem MP3-Player, oder einem dauerlabernden Wichtigtuer-Handyman, der den ganzen Waggon an seinem Geseier teilhaben lässt, oder irgendeiner affigen Tussi, oder Leuten, die 50x aus unerfindlichen Gründen hin und her rennen, oder sonstigen Freaks, die einem die Nerven rauben. Das gehört beim Bahnfahren dazu... Nicht ärgern, sondern interessiert beobachten! :)


    Und im Bezug auf's Personal immer an den alten Spruch denken: "Wer nichts hat und wer nichts kann, geht zur Post oder zur Bahn." :D

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Zitat

    Original geschrieben von Printus
    BTW: bei mehr als 60 Minuten Verspätung werden im Zug (auf Kulanzbasis) Gutscheine für 20% Fahrpreisermäßigung bei der nächsten Reise verteilt.


    Das geschieht keinesfalls auf Kulanzbasis, sondern der Kunde hat ein Recht auf diese Ermäßigung. Die Grundlage ist die EVO und die Beförderungsbedingungen der Bahn, das ist keine nette Geste.

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