Die Bundestagswahl 2009

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    Original geschrieben von Brainstorm
    Vielleicht ist es nicht nur die Partei die da Regiert, sondern auch andere Umstände.
    Ob hier wirklich allein die Politik dafür verantwortlich ist, daß es in einigen Bundesländern besser läuft als in anderen, könnte man natürlich nur beweisen, wenn man ein zweites SPD-Regiertes Bayern hätte, in dem alles gleich ist wie heute, nur eben eine andere Regierung. Ob es da wirklich besser oder schlechter wäre, als es jetzt ist?
    Und Berlin ist nicht Bayern, was in Bayern funktioniert, kann in Berlin gewaltig schief gehen.


    Tatsache ist aber das in Bayern in den 50 Jahren Regierungszeit der CSU der Wohlstand auch für die kleinen Leute gewachsen ist und Bayern in der Wirtschaftskraft NRW überholt hat, wo ja die SPD ähnlich lange regiert hat. So neoliberal kann also die Politik der CSu nicht gewesen sein, die kleinen Leute sind ja nicht verarmt sondern auch "reicher" geworden.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

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    Original geschrieben von Mozart40
    Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich ;) Alle Stadtstaaten haben starke wirtschaftliche und finanzielle Probleme, auch Hamburg und Bremen wo CDU und SPD regieren. Wenn ich die allg. Linken-Diskussion hier verfolge, erinnert mich das doch an unsere 80 Millionen Bundestrainer, alle wissen aus dem Stand das das was da propagiert wird nicht funktioniert und das nicht gehen kann und ganz anders gemacht werden muß. Die letzten Jahre mit Rot/Grün und Schwarz/Rot waren dummerweise für die meisten Bundesbürger keine Offenbarung und funktioniert wohl nur auch nicht. Okay der Spitzensteuersatz wurde regelmäßig gesenkt, das ist ja was.


    bye Kai


    Es gibt sicher spezifische Probleme in Stadtstaaten die es so in Flächenstaaten nicht gibt, da sind sie aber selbst auch teilweise mitschuld. Denn den Zusammenschluß dieser Zwergstaaten mit einen anderen Bundesland zu einer größeren Einheit wollen sie absolut nicht. Die Konzepte welche die Linke anbietet haben noch nirgendwo in der Praxis funktioniert, es sind nur Theorien. Liest sich schön auf dem Papier, in der Praxis bedeutet das wirtschaftlichen Abstieg und weniger Wohlstand. Außerdem sind sie die Nachfolgepartei der SED, was die in 40 Jahren DDR angerichtet haben, wissen wir ja.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

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    Original geschrieben von bernbayer
    Tatsache ist aber das in Bayern in den 50 Jahren Regierungszeit der CSU der Wohlstand auch für die kleinen Leute gewachsen ist und Bayern in der Wirtschaftskraft NRW überholt hat, wo ja die SPD ähnlich lange regiert hat. So neoliberal kann also die Politik der CSu nicht gewesen sein, die kleinen Leute sind ja nicht verarmt sondern auch "reicher" geworden.


    In Bayern sind ja ganz andere Umstände....


    Ich glaub die Ordnungswidrigkeiten sind da auch wesentlich teurer... könnte man gerne überall übernehmen, so kann man sich auch Sanieren :D


    In München sind die Mieten auch sauteuer... wie zahlt man da eigentlich Miete wenn man seinen Job verliert? ;)


    Schlaraffia ist es dort auch nicht.


    Aber ich kenn leider keine Bayern... nur welche die Hingezogen sind
    Oh halt doch einen kenn ich... der ist nahe Österreich Pleite gegangen mit seinem Restaurant und nun Arbeitet er wieder als normale Restaurantfachkraft in Berlin.


    Also mal so nebenbei... in gegenden wo die Mieten kaum bezahlbar sind muss der Wohnstand höher sein, denn dort können nur besserverdienende leben, oder?! :D


  • Die Mietpreise sind halt sehr unterschiedlich in Bayern. Sehr teuer sind die nur im Großraum München, im übrigen Bayern aber sehr moderat. Ein Schlaraffenland ist Bayern sicher nicht, das gibt es nirgends. Aber es hat sich gemausert. Nicht umsonst hat Bayern und Baden-Württenberg Bevolkerungszuwachs durch ZUzug aus norddeutschen Ländern. Ich sags mal so: Es lebt sich ganz gut in Bayern. Im "Ländle" (Baden-Württenberg) lebt es sich allerdings auch ganz gut. Damit will ich nicht sagen, das in den andern Bundesländern alles schlecht ist, das wäre sicher auch nicht richtig.

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    Original geschrieben von Mozart40
    Wenn ich die allg. Linken-Diskussion hier verfolge, erinnert mich das doch an unsere 80 Millionen Bundestrainer, alle wissen aus dem Stand das das was da propagiert wird nicht funktioniert und das nicht gehen kann und ganz anders gemacht werden muß.


    Schau mal bitte in das Programm der Linken: http://die-linke.de/wahlen/positionen/


    Ich sehe dort nur Forderungen, die nett sind, keine Frage. Aber nicht einen Lösungsansatz, besonders unter Punkt "2.1. Gute Arbeit!". So schlau waren wir vorher auch schon....

  • Es gibt 3 Sorten von Menschen


    1. Wollen immer Wissen wie jemand was ändern / umsetzen will


    2. Wollen immer Wissen wie jemand etwas ändern / umsetzen will und möchte das es dann 100% so geschieht


    3. Wollen wissen was jemand ändern / umsetzen will und will sehen ob er/sie es wirklich schafft


    ;)


    Ich gehöre zu Nr. 3.


    Erstmal schauen was jemand vorhat... und dann genau darauf achten wie es umgesetzt wird.



    Was bringen einem Hochtrabende Öffentliche Pläne die keiner versteht oder die dann am ende sowieso nicht Umgesetzt werden?



    Im Übrigen... ich hab in den vielen Jahren der Parteiennörgler die ich so sehe nicht einen gesehen der selber eine PArtei anschrieb und seine Fragen direkt an die Partei stellte... es wird in Foren gemeckert genörgeld und hergezogen aber direkt an die Quelle wird nicht gegangen....


    WARUM? :D



    In diesem Sinne, gute nacht.

  • Das Problem des Linken-Programms ist doch, dass die Schäden eine abstrakte Dimension haben, denn Schulden sind nicht greifbar und für die Stammwählerschaft der Linken nicht fassbar.
    Die Sozialleistungen sind in der Vergangenheit weit über dem Wirtschaftswachstum gestiegen, man hat sich lange an der, für den Wähler unwichtigen, Staatsverschuldung vergriffen um Sozialleistungen als Wahlgeschenke auszupacken, die rein objektiv garnicht hätten finanziert werden sollen zu dem entsprechenden Zeitpunkt.
    Jeder Neugeborene könnte direkt eine Rechnung über 20.000 Euro bekommen, etwa entsprechend der auf ihn entfallenen Staatsverschuldung. Ich habe nur bedenken diesen Betrag bis zu seinem Lebensabend auf 60-80Tsd Euro anschwellen zu lassen, andere sehen solche Probleme offenbar nicht. Die Linke baut dann so lustige Sachen wie "Reichtum für alle" um eine Straße weiter zu plakatieren "Reichtum besteuern". Macht Sinn! :D


    Zu der Anmerkung, dass man auswandernden Akademikern ihre Ausbildung entsprechend berechnen sollte:
    Ich finde es völlig verständlich sowas zu fordern, daher sehe ich auch Studienbeiträge als sozial gerecht an. Wenn man mal von der Abstraktion "Für Bildung zahlen" absieht und sich auf "In die eigene Zukunft investieren" einlässt. Aber ich weiß, für die Linke ist alles was den armen Bürger mit Risiko belastet absolutes Teufelszeug ;)

  • Wer "in die eigene Bildung investieren" soll, muss sich das aber auch leisten können. Woher soll das Geld kommen, wenn die Eltern ein geringes Einkommen haben und es nicht finanzieren können? Woher soll der Student 500 EUR Studiengebühren im Semester, ein paar hundert EUR für Lehrmaterial, seine Lebenshaltungskosten, sprich Miete, Nebenkosten, Lebensmittel, Bekleidung, und alles, was sonst noch zu einem Leben gehört, nehmen? Dazu muss er ja schon einen Verdienst haben, den andere in Vollzeitjobs verdienen, und es darf dann nicht mal ein zu niedrig bezahlter Billigjob eines Aufstockers sein... Wie soll das denn gehen, wenn man Student ohne vorherige Ausbildung ist und sich nur mit jobben etwas verdienen kann, außerdem auch zeitlich studieren und nicht arbeiten soll?


    So wie du schreibst können nur Menschen argumentieren, deren Eltern es sich leisten können, dem Studenten alles zu finanzieren, so dass er sich nur auf das Studium konzentrieren kann. Da investiert man natürlich leicht in seine Zukunft, wenn das Geld dafür vorhanden ist...


    Studien belegen eindeutig, dass Bildung in Deutschland inzwischen klar vom Geldbeutel abhängt. International werden wir dafür schon gerügt, weil es in vielen Ländern inzwischen weit weniger krass ist als hier.


    Nebenbei: ich habe nicht geschrieben, dass man Akademikern ihre Ausbildung berechnen soll. Meine sinngemäße Aussage ist, dass das von dir verlinkte Beispiel der 10 Studenten in der Mensa hinkt. Es ist richtig, dass der Steuerzahler die Unis finanziert und nicht Studenten, die das Geld dazu nicht haben. Im Gegenzug sollten Studenten dann aber auch sehen, dass die Allgemeinheit eine große Menge Geld in sie gesteckt hat und nicht so reden, wie das in deinem Text rüberkommt.


    Bzgl. der Sozialleistungen verdrehst du Ursache und Wirkung. Sozial Schwache sind an ihrer Lage nicht unbedingt selber schuld, sie sind oft auch Opfer der Entwicklungen und Verhältnisse. Dass immer auch ein paar selbstverschuldete, arbeitsunwillige Schmarotzer durchrutschen - OK.
    Deswegen kann der Staat die Leute aber trotzdem nicht ignorieren, sondern muss sich Lösungen überlegen, wie auch diese Menschen mitgenommen werden können.


    Fakt ist doch, dass Unternehmensgewinne und Managergehälter explosionsartig gestiegen waren, dass an den Börsen exorbitante Gewinne realisiert wurden - und das alles in Größenordnungen, die jeden Bezug zur Realität verloren hatten. Woher kam dieses Geld? Zum einen war es nie da und nur eine Luftblase, zum anderern erwirtschaftete man es indem Arbeitsplätze abgebaut, outgesourced oder Löhne gekürzt wurden. Man realisierte Gewinne durch Abstriche bei den Mitarbeitern und Spekulationen zu Lasten der "kleinen Leute", die nicht die Möglichkeit hatten, im großen Casino den Rubel rollen zu lassen.


    Die Masse der "kleinen Leute" zahlte mit immer höheren Abgaben oder Arbeitsplatzverlust, die Eliten an der Spitze kassierten ab. dadurch gerieten mehr Leute in prekäre Verhältnisse und waren auf einmal auf staatliche Transferleistungen angewiesen. So, und nun wirfst du den Menschen vor, dass sie an ihrer Lage schuld seien? Das ist doch Quatsch!


    Wenn Unternehmen ihre Gewinne nicht nur für Shareholder Value, Managergehälter und Börsenspekulationen verheizt hätten, sondern erstmal die eigenen Mitarbeiter fair bezahlt und in eine langfristige Perspektive des Unternehmens investiert hätten, wären auch nie so hohe Kosten für Sozialleistungen angefallen.


    Genauso wie man einem Neugeborenen seinen Anteil an der Staatsverschuldung nicht vorwerfen kann, kann man auch sozial Schwachen oft nicht ihre Chancenlosigkeit auf dem Arbeitsmarkt vorwerfen. Es gibt natürlich auch einen kleinen Anteil Schmarotzer, aber in der großen Mehrheit immer noch viel mehr Menschen, die gutwillig und leistungsbereit wären, allein man lässt sie nicht. Denen kann man dann aber nicht vorwerfen, dass sie auf Transferleistungen angewiesen sind.

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Tatsache ist aber das in Bayern in den 50 Jahren Regierungszeit der CSU der Wohlstand auch für die kleinen Leute gewachsen ist und Bayern in der Wirtschaftskraft NRW überholt hat, wo ja die SPD ähnlich lange regiert hat. So neoliberal kann also die Politik der CSu nicht gewesen sein, die kleinen Leute sind ja nicht verarmt sondern auch "reicher" geworden.


    Du geht von absolut ungleichen Voraussetzungen aus und vergleichst mal wieder Äpfel mit Birnen!


    Im übrigen wurde Bayern ja nun jahrelang von den anderen Ländern subventioniert, Stichwort Länderfinanzausgleich:


    http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%A4nderfinanzausgleich


    Mit BW möchtet ihr euch gerne vergleichen, allerdings ist dies nicht so ganz statthaft! ;)


    Edit: Die CDU-Regierung in NRW unter Rüttgers hat es sogar geschafft, dass wir mittlerweile Nehmerland sind!

    Ich habe dem Teufel meine Seele verkauft und jetzt sind wir beide ein wenig aufgeregt...!

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