Gunther von Hagens Körperwelten

  • hi,
    ich weiß nicht, was die münchner geschnitten haben, aber in köln war die ausstellung (mit ausnahme der toten föten) auf jeden fall das stundenlange anstehen wert!


    über die entstehung kann man geteilter meinung sein, aber es ist wirklich eindrucksvoll und in meinen augen auch pietätsvoll, was mit den leichen/plastinaten angestellt wurde.


    greetz
    cm

  • Namd !


    Ich hab die Ausstellung auch schon besucht, und kann mich nur anschliessen: Absolut faszinierend:top:
    Ich hatte mir das ganze wesentlich "Gruseliger" vorgestellt. Im Endeffekt hat die Ausstellung auf mich "nur" extrem interessant gewirkt.


    Endlich mal wieder ne Ausstellung, in die es sich WIRKLICH lohnt reinzugehn !


    Gruesse


    Charlie

    --
    Die 5 Sinne des Menschen:
    Unsinn, Irrsinn, Stumpfsinn, Blödsinn und mein persönlicher Liebling, der Wahnsinn.
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  • Das klingt ja nicht schlecht ;-)


    Tobsen: Ich wusste gar nicht, dass die Ausstellung in München "ZENSIERT" ist.


    Ich werde trotzdem hin gehen.


    Danke und bis bald

  • Ich habe die Ausstellung schon vor 5 Jahren in Mannheim gesehen und das einzige, was mich störte war, das z. T. offen auf die Sensationsgier der Menschen gesetzt wurde- mit den Föten, den Entstellungen... ansonsten wissenschaftlich interessant und ein neues Denken fördernd- man nimmt in jedem Falle dauerhaft etwas mit.
    Unbedingt ansehen!
    Greetz, der Norbert

    Alles wird gut.

  • Ich fands auch interessant, wenn auch ein wenig eklig. Ich bin der Meinung das man mit toten Menschen keine Kunst machen sollte. Die einzelnen Organe im Schaukasten mal zu begucken ist schon interessant (Unterschied Sportlerherz, Raucherlunge etc.).


    Die Missbildungen, sowie die Föten fand ich nicht sehr ansehnlich.


    Muss jeder selbst entscheiden. Es ist zwar schon interessant, aber man denkt mit der Zeit, es wären Puppen um sich so zu distanzieren, weil es sonst manchmal schon eklig ist...


    Ich fands eher durchschnittlich ...

  • Ich habe mir auch 1997 die Ausstellung in Mannheim angeschaut und bin immer noch begeistert. Es ist die bisher anschaulichste Darstellung des menschlichen Körpers, kein Buch kommt auch nur entfernt in diese Region. Daß Körperwelten in München zensiert ist, ist zwar traurig, aber sicher immer noch einen Besuch wert. Soweit ich es mitbekomen habe sind es nur einige Stücke, z.B. das scheuende Pferd mit Reiter.


    Viel Spaß und Grüße Rabb :)

    Das Bessere ist der Feind des Guten.

  • Ich hab die Ausstellung letztes Jahr in London gesehen. Ich fand sie, alles in allem, interessant, allerdings bin ich der Meinung, dass viele Dinge in der Ausstellung nicht hätten sein müssen.


    So fand ich bspw. die oben bereits erwähnten Föten und die schwangere Frau etwas zu viel des Guten. Ausserdem hätte man die ganzen Sachen auch mit weniger Leichen veranschaulichen können. Auch die Art und Weise, wie die Leichen teilweise präsentiert wurden, fand ich an manchen Stellen etwas unpassend und pietätlos.


    Mein Fazit: Wer Interesse an Medizin oder dem menschlichen Körper hat, dem sei die Ausstellung empfohlen. Meiner Meinung nach hat aber der Macher der Ausstellung, Gunther von Hagens, einen am Dach. Er sieht sich selbst mehr als Künstler, denn als Mediziner und begeht dabei manchmal wahre Leichenfledderei.

  • Hi @all..........ich habe die Austellung damals in Köln gesehen.Fand sie faszinierend.Für Leute die im Gesundheitswesen arbeiten -ein Muß.
    Wer Interesse dran findet Büchertip: Atlas der Anatomie,ISBN 3-7945-1770-9


    MFG Chris

    Life is too short to be small.

  • Zitat

    Original geschrieben von eleanore
    Tobsen: Ich wusste gar nicht, dass die Ausstellung in München "ZENSIERT" ist.

    Aber so ist es. Das "scheuende Pferd" ist in der Tat nicht zugelassen, weil es nach Meinung des bayerischen Verwaltungsgerichtsholfes "kein wirklich didaktisches Anliegen erkennen lassen. Diese Objekte erschienen als Instrumentalisierung einer Leiche zu kreativer Gestaltung und damit als mit der Menschenwürde nicht vereinbarer Tabubruch" darstellt.


    Ich habe die Ausstellung damals in Mannheim gesehen und war sehr beeindruckt. Abgesehen mal von den sieben Stunden, die wir anstanden um nachts um 1.00 Uhr endlich reinzukommen: die Ausstellung war zum Ende hin 24h geöffnet.


    Die Exponate waren weder ekelerregend noch aufmacherisch dargestellt. Die Stimmung möchte ich mit der in einem ganz "normalen" Musseum vergleichen.


    Mittlerweile wohne ich in München und kann den ganzen Wirbel um die Ausstellung nicht verstehen. Wer nicht hinwill, weil er es aus welchen Gründen auch immer nicht vertreten will oder kann, der soll es lassen.


    In jedem Actionfilm nach 22.00 Uhr kann man im Fersehen abstoßenderes Gemetzel mit "Innereien" sehen. Mit solchen Horrorszenarien haben die Körperwelten nichts zu tun.


    Wer sich für menschliche Anatomie interessiert und wissen möchte, wie es im Inneren aussieht, der sollte reingehen.


    Viele aus meinem Bekanntenkreis hier waren anfangs auch skeptisch, was sich im Laufe des Besuchs aber schnell gelegt hat.


    FredAnna

    "Das 'Telefon' hat zu viele, ernsthaft zu bedenkende Mängel für ein Kommunikationmittel. Das Gerät ist von Natur aus von keinem Wert für uns".
    Western Union Interne Kurzinformation, 1876.

  • Zitat

    Original geschrieben von muellix
    hi,
    ich weiß nicht, was die münchner geschnitten haben, aber in köln war die ausstellung (mit ausnahme der toten föten) auf jeden fall das stundenlange anstehen wert!


    Stimmt, ich war auch in Köln. Anfangs hat man sich doch etwas geekelt, aber später war es sehr sehr interessant.
    Teile der Austellung sollte man als normaler Mensch auch mal gesehen haben, so z.B: Raucherlunge, Gefäßsystem.
    IMHO lohnt es sich auf jeden Fall.
    CU
    Pumi :)

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