Hundeanschaffung und Fragen..

  • Hallo,


    und zwar möchte sich mein Bruder einen Hund anschaffen, haben jetzt von einer privaten Pflegestelle uns einen Chihuahua angeschaut, (ich war mit) der Hund ist knapp 1 Jahr alt, reagiert prima auf uns, hat in der häuslichen Situation dort auch bei plötzlichen Geräuschen nicht gebellt, ist stubenrein, Mietwohnung gewöhnt.


    Das einzige "Manko" wie es die Leute sagten wäre:
    1. Er schläft immer im Bett sonst würde er fiepen
    (das möchte ich eigentlich auf keinen Fall)


    und mir ist aufgefallen dass er an den Augen runtergehend so dunkle Streifen hat. Ich habe daraufhin die jetzige Besitzerin angesprochen und sie meinte das wäre Chihuahua typisch, dass die Augen halt schon mal tränen. Ich sah eigentlich nix von Tränenflüssigkeit nur halt unter den Augen diese schwarzen "ich nenne es mal Streifen".
    Uns wurden Impfausweis bzw. EU Pass vorgelegt, alles sehr gut erklärt, sie haben immer ein offenes Ohr für Fragen, der Mann hing sehr an dem Hund, hat fast geweint, als wir gesagt haben wir nehmen ihn evtl.


    Jetzt weiss ich nicht, bekommt man das noch raustrainiert mit dem Bett schlafen, ich möchte das nicht...nur wenn er dann die Nächte total fiepen würde weiss ich nicht wie die Nachbarn sich nachher beschweren würden..


    Er ist ansonsten super sozialisiert, lässt sich von uns auf den Arm nehmen, Kind kann ans Körbchen wenn er Futter hat usw..Er unterwirft sich sogar bzw. legt sich auf den Rücken neben dem Kind, das ist schon toll....
    Also TOP Hund sonst..
    Die Leute möchten 400 Euro incl. seinem ganzen Hundezeug womit er lebt haben (also Transportbox, Leinen, Fressnapf, Spielzeug, seine Deckchen, sein MÄntelchen für Tiefstwinter usw)...


    Was meint ihr? Ist das mit den Augen normal bei dieser Rasse?....wie gesagt sie tränen nicht dass sieht man nicht, aber es sind halt so schwarze Spuren unter den Augen zu erkennen...


    Uns wurde komplett alles gezeigt, ins Maul geschaut, Fell inspiziert einfach alles...


    Ist das zu risikoreich in Bezug auf eine Mietwohnung, dass er sich nachher ganz anders verhält usw?Und nachher zum Beller mutiert oder nur durchjault?



    Was meint ihr???
    Danke euch, denn ich brauche eine neutrale Meinung.

  • Re: Hundeanschaffung und Fragen..


    Zitat

    Original geschrieben von Gärtner12
    1. Er schläft immer im Bett sonst würde er fiepen
    (das möchte ich eigentlich auf keinen Fall)

    Das hab ich auch mal gedacht...mittlerweile liegt der 25 Kilo-"Knuddel" in der Besucherritze und verhält sich absolut still ;) (Soviel zu meiner Konsequenz, wenn er mich mit seinen traurigen Augen anguckt :D)


    Aber wenn du es partout nicht willst, dann kann man ihm das abtrainieren. Bspw. indem man sein Körbchen (oder ein zweites) mit ins Schlafzimmer stellt und ihn immer wieder konsequent (das ist übrigens das ultimative Zauberwort) vom Bett runterschickt, sobald er sich draufbegeben will. Er will vermutlich einfach nur bei seinen Menschen sein.

    Zitat

    ...nur wenn er dann die Nächte total fiepen würde weiss ich nicht wie die Nachbarn sich nachher beschweren würden..

    Keine Sorge, bei richtiger Konsequenz dauert das nicht lange (ein paar Tage). Da würde ich den Nachbarn vorher bescheid geben.

    Zitat

    Kind kann ans Körbchen wenn er Futter hat usw..

    Ok, ihr müsst noch den Umgang lernen, aber das laßt ihr besser NICHT zu! Egal, ob er sich das Futter wegnehmen lässt oder nicht - SO entstehen "Missverständnisse" bei Hunden (und Menschen) und hinterher wundert man sich, warum der Hund das Kind angefallen hat. Immer daran denken: die Fehler macht IMMER der Mensch, nicht der Hund. Der reagiert nur! Ganz wichtig.

    Zitat

    Die Leute möchten 400 Euro incl. seinem ganzen Hundezeug

    Meiner persönlichen Meinung nach zu viel. Ist das ein Rassehund mit Zuchtpapieren? Auch wenn da sein ganzer Kram mit bei ist, wären max. 250 Euro angemessener. Das haben wir auch bezahlt (auch via Pflegestelle) und das ist ein großer Windhund...

    Zitat

    Ist das zu risikoreich in Bezug auf eine Mietwohnung, dass er sich nachher ganz anders verhält usw?Und nachher zum Beller mutiert oder nur durchjault?

    Möglich ist alles ;)
    Aber da hilft Training, Training und nochmals Training. Am besten auch noch zusätzlich zur Hundeschule. Irgendwas, das den Hund auslastet und er danach so platt ist (positiv gesehen), das er zu Hause daran gar kein Interesse mehr hat.
    Bei kleinen Hunden muß es ja nicht viel und lange sein. Wichtiger ist dahingehend halt einfach das Training (bzgl. unerwünschtes Bellen bei unbekannten Situationen, usw.)

    Nachdem die meisten User, die unter supranasaler Oligosynapsie (und auch Morbus Bahlsen) leiden, hier endlich gesperrt worden sind, wage ich mal wieder den einen oder anderen Besuch hier...

  • Frag deinen Bruder mal, ob er sich mit einer solchen Trethupe auf der Straße sehen lassen will :D



    Im Ernst:


    1. Ein Wohnungsswechsel kann einen Hund komplett überfordern. D.h. nur weil er jetzt nicht bellt, heißt das noch lange nicht, dass er in der neuen Wohnung das auch nicht machen wird.


    2. Einen Hund aus dem Schlafzimmer bzw. sogar aus dem Bett zu verbannen, der das seit jeher gewohnt ist, wird ein Kampf. Evtl. wirkt sich hier aber ein "Besitzerwechsel" günstig aus, jedenfalls wird in dieser Hinsicht sehr viel Konsequenz nötig sein.


    3. Neben all den zeitlichen und finanziellen Konsequenzen ist dir hoffentlich bekannt, dass Hundeerziehung ein dynamischer Vorgang ist. Will heißen, dass selbst der wohlerzogenste Hund zur Katastrophe werden kann, wenn er auf ein "schwaches", weil inkonsequentes Herrchen bzw. Frauchen trifft. Nicht jeder ist zur Erziehung eines Hundes geeignet, in solchen Fällen passiert es schnell, dass der Hund im Rang über den des Herrchens/Frauchens steigt.



    4. Zu Gesundheit: Frag einen Tierarzt, gibt`s auch hier im Forum. Bei West Highland Terriern sind diese Tränenflüssigkeitsstreifen m.W. auch normal.



    5. Mach schonmal einen "Der-allgemeine-mein-"Bruder"-hat-Probleme-mit-seinem-Hund"-Thread auf ;)

    Aktuell drittpotentestes, ungesperrtes nicht Team-Forenmitglied. Von Beileidsbekundungen bitten wir Abstand zu nehmen.

  • @TE


    Egal, was du auch tust, sei konsequent, der Hund wird es dir danken! Er kennt nur oben oder unten und braucht eine klare Rangordnung. Dies gibt ihm Sicherheit. Und nie das loben vergessen, auch wenn man sich manchmal schon selbst total bescheuert vorkommt.


    Bezüglich der traurigen Augen, Hunde sind in der Lage, bestimmte Gestiken/Mimiken gezielt einzusetzen, um an ihr Ziel zu komme, z.B durch den Blick. Sie sind dann nicht wirklich traurig.

    Ich habe dem Teufel meine Seele verkauft und jetzt sind wir beide ein wenig aufgeregt...!

  • Zitat

    Original geschrieben von laudanum
    Hunde sind in der Lage, bestimmte Gestiken/Mimiken gezielt einzusetzen, um an ihr Ziel zu komme, z.B durch den Blick. Sie sind dann nicht wirklich traurig.

    Oh ja, da können wir auch ein Lied von singen! Unsere Kleine zieht die Leftzen ein, wenn wir Menschen etwas essen. Damit will sie uns zeigen, wie dürr sie doch ist und unbedingt was zu fressen haben muss :D

    Nachdem die meisten User, die unter supranasaler Oligosynapsie (und auch Morbus Bahlsen) leiden, hier endlich gesperrt worden sind, wage ich mal wieder den einen oder anderen Besuch hier...

  • Zitat

    Original geschrieben von Dauerposter


    5. Mach schonmal einen "Der-allgemeine-mein-"Bruder"-hat-Probleme-mit-seinem-Hund"-Thread auf ;)


    SCNR:
    Der erste Gedanke beim lesen der Titels war auch:
    Wie gibt es bei Ebay jetzt schon Hunde?

  • Re: Re: Hundeanschaffung und Fragen..


    Zitat

    Original geschrieben von Quindan

    Aber wenn du es partout nicht willst, dann kann man ihm das abtrainieren. Bspw. indem man sein Körbchen (oder ein zweites) mit ins Schlafzimmer stellt und ihn immer wieder konsequent (das ist übrigens das ultimative Zauberwort) vom Bett runterschickt, sobald er sich draufbegeben will.


    Das funktioniert vor allem nachts wenig bis gar nicht.
    Wir waren bei unseren beiden Hunden konsequent, obwohl es vor allem uns schwerfiel, und haben sie nachts in den Nachbarraum "verbannt". Einer unserer Hunde, der sehr auf meine Frau bezogen ist, hat zwar die ersten Nächte etwas Theater gemacht aber nach 14 Tagen war das Thema gegessen.

  • Ok, das ist natürlich unterschiedlich. Bei uns hats gut funktioniert. Möglicherweise liegts auch mit an der Rasse.


    Aber wir stimmen überein, das man einfach "nur" trainieren muß ;)


    Erg: Das mit dem "Frauchen-Hund" kenne ich auch. Mittlerweile ist es nicht mehr ganz so schlimm - jetzt kommt die Kleine immer zu mir gelaufen (wenn irgendwo etwas knallt oder runterfällt) und versteckt sich hinter mir und will das ich sie beschütze. Da ist Frauchen abgemeldet :D


    Natürlich ignoriere ich sie dann, denn es ist ja nichts passiert. Das muß man den Hunden halt vermitteln. Gleiches gilt übrigens auch für das Heimkommen. Die ersten Minuten den Hund NICHT beachten, denn es ist ja nichts gewesen. Herrchen und Frauchen waren zwar weg, aber das ist ja kein Grund um gleich Alarm zu machen. Irgendwann wird das normal und dann werdet ihr nicht mehr gleich an der Tür begrüßt. Ist hart, aber wirkt. So gibt es kein Theater wenn ihr weggeht oder wiederkommt.

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  • Ich kann mich meinen VorPostern nur anschließen beim Thema Konsequenz.
    Was das Thema Bett angeht: versuch dem Hund das Bett unattraktiv zu machen. Wenn er aufs Bett springt, dann liegt da eben zufällig dein Bein, was sich natürlich bewegt. TU dabei So als würdest du schlafen, So kann das der Hund nicht direkt mit dir verknüpfen. So haben wir es bei unserem Boxer gemacht und waren damit sehr erfolgreich. Wir waren zu Anfang auch nicht konsequent genug und deswegen hatte er sich das Bett angewöhnt.


    A1234

    Der Teufel sitzt nachts an meinem Bett und bewundert mich :-D

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