Knochenmarkspender für Baby gesucht: www.helft-maxi.de

  • Zitat

    Original geschrieben von ecolo
    Mal ´ne Frage, da ich ja schon seit Jahren bei der DKMS regiestriert bin, habt ihr euch an die gewandt? Frage deshalb weil mir bis eben die NKR unbekannt war.


    Hi!
    Es ist völlig gleich, in welche der mehrereren Dutzend Datenbanken Du Dich eintragen lässt (bei mir heißt's zum Beispiel Netzwerk Hoffnung) - bei jeder Anfrage werden dann alle gefragt...
    Viele Grüße!
    Georg

  • Hatte mich auch 2006 für die DKMS registriert.
    Ende 2008 kam dann der erste Brief, dass meine Daten evtl. für einen Patienten in Frage kommen...


    Im Februar 2009 war es dann soweit und ich durfte nach Dresden zur Stammstellenspende (peripher).
    Einige Monate später musste ich nochmal nach Köln um ein paar weitere Stammzellen für den gleichen Patienten zu spenden. Vor 1-2 Monaten kam dann ein Brief, indem stand, dass es "meinem" Patienten wieder sehr gut gehe und er aus dem Krankenhaus raus ist und sein Leben genießen kann.


    Mal schauen, vielleicht schreibe ich ihm demnächst mal :)

    "You can't connect the dots looking forward, you can only connect them looking backwards. So you have to trust that the dots will somehow connect in your future. You have to trust in something — your god, destiny, life, karma, whatever." Steve Jobs

  • Ich habe mich auch mal registrieren lassen, jedoch kam noch keine Email. Aber wenn das Tester-Set erst mal hier ist, werde ich es schnellstmöglich zurückschicken! :)

  • Hallo Uelmuek,


    Eigentlich wollte ich dir eine PN schicken, allerdings glaube ich, dass die Frage und vor allem die Antwort dazu führen kann, dass sich mehr Leute typisieren lassen. Darum stelle ich die hier: Wie genau geht so eine Stammzellenspende? Ist das ein operativer Eingriff, oder wird da nur Blut abgezapft? Beschreib doch mal bitte!


    Ich könnte mir vorstellen, dass du (nicht nur bei mir) Berührungsängste durch eine detaillierte Beschreibung abbaust, was der Sache ansich und damit vielleicht und hoffentlich auch Maxi sehr helfen sollte.


    Eine kurze Googlesuche brachte mich leider nicht weiter. Der Aufwand, die Risiken, das Verfahren einer solchen Spende bleiben für mich weiterhin im Dunkeln.. Mich interessiert vorher, was die mit mir machen, also bevor ich ein Einverständnis für etwas gebe.


    Und eine Sache möchte ich dann doch noch an dich ganz persönlich loswerden: Super! :top:

    Cuando la vida te traiga limones, pide tequila y sal o aprende a hacer limonada.


    Aber große Hunde können auch gefährlich sein. Man muss immer eine zweite Person da haben, die einen Vorderfuß hochhebt von dem Hund, dann kann er nicht nach hinten austreten. by Udo Lindenberg feat. Helge Schneider: Chubby Checker

  • Also ich bin bereits voll typisiert. Hatte vor etwas über einem Jahr auch den Brief bekommen das ich evt. als Spender in Frage komme. Da wurde meine Blutprobe dann mit der eines Patienten nochmal in einem Labor typisiert, aber die Stammzellen eines anderen Spenders haben besser gepasst.


    Aber je mehr Leute mitmachen, je höher die Chance das ein Patient die Nadel im Neuhafen findet! Also auf zur Typisierung :top:

  • ArtIst.Max:
    Ein Bericht aus erster Hand ist natürlich das Beste, (fast) alle Fragen werden aber auch hier recht gut bestwortet: FAQ der DKMS.
    Es müsste auch noch eine Broschüre bei der DKMS geben, die den zeitlichen Ablauf Typisierung->Spende genau beschreibt - mir wurde letzten Sommer zumindest im Zuge meiner "Volltypisierung" so eine geschickt.


    Was ich noch bemerkenswert finde: In Deutschland sind ca. 4 Millionen mögliche Spender registriert, weltweit nur 14 Millionen.

    Vertrauensliste: #1, #2


  • Weil Uelmuek gerade nicht online ist, antworte ich mal stellvertretend. Es gibt prinzipiell zwei Möglichkeiten, Stammzellen zu spenden:


    1. direkt über das Knochenmark durch eine Knochenmarkspunktion
    2. oder über Blutabnahme, nach dem vorher die Stammzellen aus dem Knochenmark ins Blutz mobilisiert wurden.


    1. Bei der direkten Spende wird Dir unter Voll- oder Teilnarkose der Beckenkamm vom Rücken aus mehrfach mit einer relativ dicken, aber sehr scharfen Nadel punktiert, so dass man kleine Zylinder Deines Knochenmarks gewinnt. Das ist eine von außen ziemlich martialisch anmutende Aktion, weil viel Kraft dafür benötigt wird. Wegen der Narkose dürftest Du außer einem leichten Drücken (wie beim Zahnarzt) nicht viel mitbekommen. Seit einigen Jahren gibt es aber die viel elegantere Möglichkeit 2, die von dem allergrößten Teil der Stammzellspender gewählt wird:


    2. Du musst Dir die Stammzellen im Knochenmark vorstellen wie ein Hund, der in seinem Zwinger angeleint ist: sie hocken in kleinen Nischen im Knochenmark und kommen dort eigentlich nur bei Bedarf raus. Das regelt der Körper dadurch, dass er das Hormon namens G-CSF (Granulocyte colony stimulating factor) ausschüttet.
    Nun kann man 48 Stunden und 24 Stunden (glaube ich, nagel mich nicht fest) vor der Spende hochdosiert G-CSF geben - dadurch wird ein großer Teil der Stammzellen ins Blut mobilisiert und schwimmt dort fröhlich rum.
    Bei der Spende wirst Du über mehrere Stunden an eine sogenannte Plasmapherese gehängt: eine Leitung mit Deinem Blut geht aus Deinem Körper raus, eine andere Leitung gibt Dir das Blut wieder zurück, nachdem alle Stammzellen herausgefiltert wurden.
    Es wäre gelogen, wenn man sagen würde, dass das einem überhaupt nichts ausmacht: so eine Spende kann sehr anstrengend sein. Allerdings sind die Nebenwirkungen sehr gering und wenn die Wirkung von G-CSF aufhört, kehren auch die übrigen Stammzellen wieder zurück an ihren Platz, vermehren sich wieder und alles ist wie vorher.


    Hier: https://www.dkms.de/spender/st…ende/verfahren/index.html
    findest Du das Verfahren auch noch einmal sehr gut erklärt...
    Viele Grüße,
    Georg

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