Massenpanik auf der Loveparade 2010 in Duisburg, Tote und Verletzte.

  • Es gibt zwei Aussagen in dem Medien, die widersprüchlich sind.
    Zum einen soll allein der Veranstalter verantwortlich für die Ordner auf dem Festgelände gewesen sein und nicht die Polizei.
    Zum anderen soll der Tunnel nicht zum Festgelände gezählt haben und somit soll die Polizei für diesen Abschnitt zuständig gewesen sein.


    Bin mal gespannt wer da recht hat...

  • Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Es muß jetzt Verantwortung übernommen werden, für die Fehler die passiert sind. Deshalb sollte der OB von Duisburg und auch der neue Innenminister von NRW zurücktreten. Auch er trägt Verantwortung für die Fehler welche es u.a. auch bei der Polizei gab.


    Klar, der Mann ist seit 14 Tagen im Amt :rolleyes: Der hat von der Planung garantiert nichts mitbekommen.
    Wenn der jetzt aus dem Amt gedrängt wird, ist das ein sehr offensichtliches Bauernopfer.

    Original geschrieben von bernbayer:
    "Eine Kampagne in ZUsammenhang mit Guttenberg kann man der Bild-Zeitung nicht vorwerfen."

  • Es existiert eine ganze Reihe einzelner Tunnelbauwerke, von denen der größere Teil zum öffentlichen Verkehrsraum und damit definitiv nicht zum Veranstaltungsgelände zählt. (Mindestens) ein Seitentunnel, der den Durchgang zum Veranstaltungsareal darstellt, dürfte aber dem Veranstaltungsgelände zuzuordnen sein.


    Nur zu wissen, auf wessen "Gebiet" der Schadenort liegt, hilft allerdings auch nur ein Stück weiter.


    Denn:
    Hat es die Polizei übernommen, den zum öffentlichen Durchgangsverkehr bestimmten Tunnel (gewöhnliche und eher breite Straße) freizuhalten, um den aus dem Seitentunnel (vom Veranstalungsgelände) herausstömenden Massen den ungehinderten Zugang zum öffentlichen Verkehrsraum zu ermöglichen, muss sie sich hieran messen lassen. Erfüllt die Polizei ihre Aufgabe dann entgegen den Vorgaben im Sicherheitskonzept nicht nicht mit der Folge, dass aufgrund Polizeiversagens der Ausgang vom Gelände durch eine Menschentraube abgeriegelt wird, die die Polizei pflichtwidrig nicht zurückgehalten hat, läge eine hierdurch entstehende Entstehung einer Massenpanik im Seitentunnel (Veranstalungsgelände) ganz eindeutig im Verantwortungsbereich der Polizei.


    Wenn sich die Todesfälle auf dem Veranstaltungsgelände ereigneten, heißt das also noch lange nicht, dass die Veranwortlichkeit auch dort zu suchen ist.


    Eins zeigt sich aber mal wieder:
    Das Strategie staatlicher Institutionen, das Volk gegen besseres Wissen mal schnell für dumm verkaufen zu wollen, erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit und das Geschick dieser Stellen bei diesem Vorgehen wird im Duisburger Fall mal wieder so eindrücklich belegt, dass man dem einzelnen Bürger überhaupt nicht vorwerfen kann, wenn er in diese Falle tappt. :mad:


    Aber wer hier mitliest, muss nicht dumm bleiben ...


    Frankie

  • Es geht nicht um persönliche Schuld, sondern um Verantwortung, sowohl beim OB und beim Innenminister. Der Innenminister trägt die Verantwortung für die Polizei, da gab es auch Fehler und für die muß der Innenminister die Verantwortung übernehmen. Das er erst 14 Tage im Amt ist spielt überhaupt keine Rolle. Er war am Tag des Einsatzes der zuständige Innenminister und nicht sein Vorgänger.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Ich als Bürger bin zufrieden, wenn der Mensch bestraft wird, der das verbockt hat. Und nicht der, der gerade im Amt war.


    Aber hier gibt's ja einige Betonköpfe...

    Original geschrieben von bernbayer:
    "Eine Kampagne in ZUsammenhang mit Guttenberg kann man der Bild-Zeitung nicht vorwerfen."

  • Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Es geht nicht um persönliche Schuld, sondern um Verantwortung, sowohl beim OB und beim Innenminister. Der Innenminister trägt die Verantwortung für die Polizei, da gab es auch Fehler und für die muß der Innenminister die Verantwortung übernehmen. Das er erst 14 Tage im Amt ist spielt überhaupt keine Rolle. Er war am Tag des Einsatzes der zuständige Innenminister und nicht sein Vorgänger.


    Das ist doch mumpitz. Politiker und Manager werden an ihrer Leistung gemessen.

  • Wer hat es denn verbockt? Doch sicher nicht nur einer. Eigentlich will es ja keiner gewesen sein. Bei Politikern ist es aber so, daß sie Ihren Hut nehmen sollten, auch wenn sie persönlich keine Schuld trifft, aber für Fehler in ihrem Verantwortungsbereich das auf ihre Kappe nehmen. Wenn der Innenminister oder auch die Ministerpräsidentin dann nur auf den OB zeigt, das muß man das als parteipolitisch motiviert ansehen.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Zitat

    Original geschrieben von raix
    Ich als Bürger bin zufrieden, wenn der Mensch bestraft wird, der das verbockt hat. Und nicht der, der gerade im Amt war.


    Aber hier gibt's ja einige Betonköpfe...


    ich würd es ja schon finden, wenn da nicht alle nur hin und her mit den Fingern auf die anderen zeigen würden und schreien würden, dass man selbst ja schuldlos ist, aber die anderen...


    meiner Meinung nach hat da so ziemlich jeder, der da eine Verantwortung trägt auch seine Teilschuld - sei es auf Grund von Fehlplanung, Fehlverhalten oder eben der Akzeptanz/Tolerierung einer riskanten Planungsweise.


    Und damit mein ich weder die Rettungs- oder Polizeikräfte vor Ort, noch die vermutlich mäßig gut ausgebildete Security...


    Sowohl Stadt, Polizeiführung, als auch Veranstalter tragen eine Teilschuld, da jeder die Möglichkeit hätte im Vorfeld die Planung zu ändern, zu intervenieren oder die Veranstaltung in der Form abzublasen... genügend kritische Stimmen gab es im Vorfeld ja scheinbar.

  • Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Wer hat es denn verbockt? Doch sicher nicht nur einer. Eigentlich will es ja keiner gewesen sein. Bei Politikern ist es aber so, daß sie Ihren Hut nehmen sollten, auch wenn sie persönlich keine Schuld trifft, aber für Fehler in ihrem Verantwortungsbereich das auf ihre Kappe nehmen. Wenn der Innenminister oder auch die Ministerpräsidentin dann nur auf den OB zeigt, das muß man das als parteipolitisch motiviert ansehen.


    Parteipolitisch motiviert sind eigentlich nur deine Postings! ;)


    Zu Guttenberg ist ja nun seinerzeit aufgrund der Bombardierung auch nicht zurückgetreten, was auch gut war.

    Ich habe dem Teufel meine Seele verkauft und jetzt sind wir beide ein wenig aufgeregt...!

  • Zitat

    Original geschrieben von laudanum
    Parteipolitisch motiviert sind eigentlich nur deine Postings! ;)


    Wie immer bei ihm. Da erübrigt sich jeder Konter bzw. es empfiehlt sich die Nutzung der "Ignorieren"-Funktion.

    Original geschrieben von bernbayer:
    "Eine Kampagne in ZUsammenhang mit Guttenberg kann man der Bild-Zeitung nicht vorwerfen."

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