ZitatOriginal geschrieben von frank_aus_wedau
Gäbe es eine solche Regelung, die den OB zum Verbleib im Amt zwingt
Er hat jetzt fast eine Woche Zeit gehabt sich eine andere Lösung auszudenken. Es gibt sicherlich Wege, wie er es elegant regeln könnte, sei es ein Misstrauensvotum im Stadtrat oder was auch immer. Ich denke nicht, dass er nur die eine Wahl hat im Amt zu bleiben oder ALLES zu verlieren.
Darüber hinaus mangelt es von Anfang an und nach wie vor an Kommunikation. Würde der OB in die Offensive gehen - wie es der Innenminister gemacht hat - und würde Aufklärung versprechen, eine Untersuchung anleiern etc., wäre alles halb so schlimm. Aber das Schweigen, abwiegeln, nicht proaktiv für Klärung der Geschehnisse sorgen, DAS bringt die Bevölkerung auf die Palme. Dieses um so mehr als er mehrfach sehr unglaubwürdig behauptete, in keine Genehmigungs- und Entscheidungsprozesse eingebunden gewesen zu sein, während umgehend der Beweis in der Öffentlichkeit war, dass er sehr wohl involviert war. Nichts anderes ist auch zu erwarten, es glaubt doch niemand ernsthaft, dass der Bürgermeister nicht mitredet wenn das größte Event, das die Stadt je gesehen hat und sehen wird, ansteht.
Die PR in eigener Sache ist also so dermaßen schlecht, dass sich der OB nicht wundern darf, dass er wie kein anderer in die Schußlinie geraten ist. Theoretisch müssten die Polizei, der Veranstalter und Komplettversager Schreckenberg genauso am Pranger stehen wie die Stadt und der OB. Nur verstehen es die anderen besser, sich durch Äußerungen, meinetwegen nur in den Raum geworfene Vorwürfe gegen andere, zu verkaufen.
Man spürt nicht, dass der OB die Interessen seiner Bürger vertritt und er wird nicht zu halten sein. Insofern ist er gut beraten, wenn er so schnell wie möglich einen gangbaren Weg sucht, seinen Posten zu räumen. Jeder Tag, an dem er länger nicht handelt, macht die Sache unerträglicher, für ihn und seine Bürger.