Massenpanik auf der Loveparade 2010 in Duisburg, Tote und Verletzte.

  • Nochmal zur Rolle der Polizei: Bei Maybrit Illner im ZDF wird es gerade so dargestellt, als ob die Polizei nie bei solchen Veranstaltungen proaktiv eingreift oder sich auf eine solche Rolle einstellt.
    Da wird so getan, als ob die Polizei wartet, bis sie angerufen wird und dann eingreift. Also quasi "wie immer daheim", nur dass sie schon mit Leuten vor Ort sind.


    --> ???

  • Zitat

    Original geschrieben von SpeedTriple
    Nochmal zur Rolle der Polizei: Bei Maybrit Illner im ZDF wird es gerade so dargestellt, als ob die Polizei nie bei solchen Veranstaltungen proaktiv eingreift oder sich auf eine solche Rolle einstellt.
    Da wird so getan, als ob die Polizei wartet, bis sie angerufen wird und dann eingreift. Also quasi "wie immer daheim", nur dass sie schon mit Leuten vor Ort sind.


    --> ???


    Ich kann's jetzt nur mit Erlebnissen beim Fussball vergleichen, aber da ist es ja auch so: Außerhalb des Veranstaltungsortes hast Du keine Ordner, nur Polizei. Die sorgen da sowohl für Ordnung was Körperverletzung und andere Straftaten angeht, als auch für die Infrastruktur.
    Im Stadion hast Du dann nur Ordner, die die Infrastruktur stemmen. Natürlich sind auch immer Polizisten vor Ort, diese greifen aber immer erst bei Straftaten (Abbrennnen von Pyro, Körperverletzung, etc.) ein und tatasächlich auch meist auf Hinweis und Bitten der Ordner.
    Von daher steht und fällt die Veranwortlichkeit für mich tatsächlich auch mit der Defintion von "wo ist Veranstaltungsbereich und wo eben nicht".


    -Andi-

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  • Mit einem Rücktritt wird auch keiner mehr lebenbig.
    Aber immer mehr Menschen empfänden so einen Rücktritt weniger wie ein Schuldgeständnis, sondern eher wie ein Pietätsbekundung. Oder vielmehr den Nichtrücktritt wie das Gegenteil einer Pietätsbekundung.
    Eigentlich bin ich gegen diese übereilten Rücktritte. Aber hier wäre es vielleicht angesagt. Nicht, weil ein Rücktritt gefordert wird, sondern weil ein Verbleiben im Amt nicht mehr unterstüzt wird. Das ist ein kleiner, aber entscheidender Unterschied.
    Ansonsten glaube ich, dass zwar vielleicht 1 einziger letztendlicher Fehler oder Auslöser das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Aber das Fass zum Volllaufen gebracht haben offenbar vielerlei Fehler im Vorfeld, die - anders angegangen - wahrscheinlich nicht zu dieser Katastrophe geführt hätten.
    Vielleicht hätte schon der reine Menschenverstand gereicht.
    Ich als Klaustrophobiker konnte beim Blick auf diesen Tunnel als Zugang sofort verstehen, dass dort Panik ausbricht. Ich wäre schon viel früher ausgerastet und nicht erst bei 6-7 (!) Menschen auf 1qm (wie ich gelesen habe). 2-3 würden mir schon mehr als reichen.
    Aber ich würde mich auch gar nicht in solchen Menschenmengen begeben (kein Vorwurf an die, die es tun!).

    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein

  • Alles schon seltsam, die Stadt Duisburg hat Erfahrung mit großen Veranstaltungen wie zum Beispiel die "Beecker Kirmes"! Ist die grösste Kirmes am Niederrhein! Vielleicht hat der Veranstalter die Stadt unter Druck gesetzt! Die Stadt hat zwar das Gelände frei gegeben, aber nur für 250 000 Teilnehmer! Und der Veranstalter hat sich nicht daran gehalten! :flop:

    Im Einsatz:
    Telekom: Congstar Prepaid
    Vodafone: 1&1
    E-Plus: blau.de
    o2: Loop mit Flatrate und Easy Money

  • Zitat

    Original geschrieben von Keule


    Die Stadt hat zwar das Gelände frei gegeben, aber nur für 250 000 Teilnehmer! Und der Veranstalter hat sich nicht daran gehalten! :flop:


    wo waren da mehr als 250.000 menschen..??
    falls du es noch nicht mitbekommen hast udn den thread hier nur sporadisch verfolgst - die tatsächlichen zahlen sind weitaus geringer, als zu anfang bekanntgegeben/vermutet - das gelände war zu keiner zeit vollständig gefüllt....





    Zitat

    Original geschrieben von SpeedTriple


    Nochmal zur Rolle der Polizei: Bei Maybrit Illner im ZDF wird es gerade so dargestellt...


    ich habe noch nie ein so schlechtes berlin mitte gesehen und noch nie nach der hälfte umgeschaltet - das war eine dermassen schlechte sendung in allen punkten, moderatorin, vorbereitung, gäste und diskussion, dass einem übel werden konnte..!


    zudem hat man von 3 am unglück beteiligten stellen eine (!) vor ort gehabt und es ist doch klar, dass man diese gelegenheit alles auf die anderen abzuschieben nutzt und das ohne widerspruch...



    die rolle der polizei ist bei weitem noch nicht geklärt, genauso wie und wo das veranstaltungsgelände anfängt und aufhört, zu mindestens habe ich noch von keiner festlegung zb im sicherheitsprotokoll gelesen/gehört (wurde das überhaupt im vorfeld geregelt..?!) wenn der tunnel zum verantwortungsbereich des veranstalters gehört, wieso parkten dann da polizeiautos, wieso war der einsatzcontainer da, wieso hat die polizei da mehrmals versucht die ströme zu regeln und wo waren auf den aufnahmen die zivilen ordner - ich seh im tunnel- und ramoenbereich auf den videos nur polizei...





    Zitat

    Original geschrieben von Jochen


    Ansonsten glaube ich, dass zwar vielleicht 1 einziger letztendlicher Fehler oder Auslöser das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Aber das Fass zum Volllaufen gebracht haben offenbar vielerlei Fehler im Vorfeld, die - anders angegangen - wahrscheinlich nicht zu dieser Katastrophe geführt hätten.
    Vielleicht hätte schon der reine Menschenverstand gereicht.


    das denke ich auch - mir fällt dazu nur ein: je komplizierter die planung und ausführung ist, desto mehr kann schiefgehen..!



    Zitat

    Original geschrieben von Jochen


    Ich als Klaustrophobiker konnte beim Blick auf diesen Tunnel als Zugang sofort verstehen, dass dort Panik ausbricht. Ich wäre schon viel früher ausgerastet und nicht erst bei 6-7 (!) Menschen auf 1qm (wie ich gelesen habe). 2-3 würden mir schon mehr als reichen.


    das mit der klaustrophobie kann ich nachvollziehen, aber ansonsten sind 16m breite strassen nicht wirklich schmal - eine fahrspur hat normal innerorts etwa 3,50m, dass heisst wir reden hier von einer breite von insgesamt 4 fahrspuren + 2x bürgersteig...

  • Es wird immer mehr ersichtlich warum der OB von Duisburg nicht zurücktreten will, er verlöre dabei sämtliche Pensionsansprüche und stünde mit nichts da. Wird er dagegen abgewählt, dann würde er diese Ansprüche behalten. Das sind schon sehr merkwürdige Vorschriften. Von selbst wird er bei dieser Ausgangslage kaum gehen.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Also bei den täglich neuen Meldungen zu dieser Tragödie verliert man ja fast shcon den Überblick.


    So wie ich das alles grad verstehe wird es vermutlich, nach Abschluss der Ermittlungen, darauf hinauslaufen dass diese Tragödie eine Verkettung unglücklicher Umstände und Entscheidungen ist. Somit würde keine einzelne Person die Verantwortung tragen müssen. Was ich persönlich gesagt auch nicht schlimm finde, da jeder der vier Personen jeweils eine Verantwortung für diese Veranstaltung trägt.

  • Zitat

    Original geschrieben von Keule
    Die Stadt hat zwar das Gelände frei gegeben, aber nur für 250 000 Teilnehmer! Und der Veranstalter hat sich nicht daran gehalten! :flop:


    Ist doch eigentlich egal!
    Das Unglück geschah ja nicht weil zu viele (so den es überhaupt so war) Teilnehmer auf dem Gelände waren!
    Siehe auch hier:
    http://blog.beck.de/2010/07/28…ursacht-ein-zwischenfazit

    Zitat

    Original geschrieben von VFBler
    ...darauf hinauslaufen dass diese Tragödie eine Verkettung unglücklicher Umstände und Entscheidungen ist. Somit würde keine einzelne Person die Verantwortung tragen müssen. Was ich persönlich gesagt auch nicht schlimm finde, da jeder der vier Personen jeweils eine Verantwortung für diese Veranstaltung trägt.


    Sehe ich ähnlich, mit dem Unterschied, daß meiner Meinung nach, einfach alle 4 zu gehen haben!

    Die Handy-History gehört nicht in die Signatur!

  • In Sachen Disziplinarrecht (einschließlich Versorgung bei vorzeitigem Ausscheiden) erinnern mich die Verhältnisse in NRW gelegentlich an ein Irrenhaus.


    Sollten sämtliche Versorgungsansprüche tatsächlich erlöschen, kann man dem OB zu seiner bisher getroffenen Entscheidung nur raten. Ein Arbeitnehmer, der nach etlichen Jahren Betriebszugehörigkeit aufgrund eines Versäumnisses aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet, verliert ja auch nicht seine Altersversorgung aus der Zeit, in der er vernünftige Arbeit abgeliefert hat.


    Gäbe es eine solche Regelung, die den OB zum Verbleib im Amt zwingt, wenn er in Sachen Irrenhaus nicht persönlich mitwirken soll, wäre der Gesetzgeber aufgerufen, diesen Blödsinn schnellstens abzustellen.


    Aber wie schon geschrieben ... wenn dem so ist ...


    Frankie

  • Ich will ja nicht zynisch klingen, nur wie viele Menschen sterben in Duisburg aus anderen Gründen?
    Durch Unfälle oder sonstige Umstände?
    Falsche Verkehrsplanung etc..
    Ist deswegen schon mal jemand zurückgetreten?

    Wer mit halb gefülltem Tank die doppelte Strecke fahren will, ist ein Idiot. Wer mit halbem Etat doppelte Ergebnisse erzielen will, ist ein Finanzvorstand.

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