Hausbau - überhaupt noch finanzierbar ?!

  • Zitat

    Original geschrieben von Coltan
    Als Mieter ruft man den Vermieter an wenn man was zu reparieren hat wie Durchlauferhitzer oder Heizung usw. [...] Billiger ist immer eine Mietwohnung.


    Und Du glaubst der Vermieter zahlt drauf? Das Geld was der Vermieter für Reparaturen ausgibt hat der Mieter vorher mit seiner Miete eingezahlt.

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  • Zitat

    Original geschrieben von Coltan
    Als Mieter ruft man den Vermieter an wenn man was zu reparieren hat wie Durchlauferhitzer oder Heizung usw.


    Und der macht das Füllhorn auf und erledigt alles auf eigene Kosten... :D


    Hier ist schon der Denkfehler, denn spätestens bei größeren Sachen wird das ganze auf die Miete umgelegt. Dachpfannen laufen dann schnell unter Sanierung und die Miete wird mal eben ein paar Prozente erhöht.


    Abgesehen von den sowieso ständigen Mieterhöhungen, die nicht weniger werden, während der Zinssatz bei den Krediten (sofern man sich nicht über den Tisch hat ziehen lassen und sich eine Dynamik hat andrehen lassen) fest ist, je nach Vertrag auch mal 20 Jahre.


    Zitat

    Original geschrieben von Coltan
    Billiger ist immer eine Mietwohnung.


    Billiger mag sein, nur finanziell zahlt man hinterher mehr. Was viele vergessen, wenn Sie aus Ihrer kleinen 2 Zimmer 60qm Wohnung in ein Haus mit 150qm ziehen, das man sich arg dabei verbessert. Und wenn man z.B. für die Wohnung 700m,- EUR warm zahlt, dann zahlt man für das Haus um die 1200,- warm (je nach Laufzeit natürlich).


    Klar ist das ein preislicher Unterschied, aber auch ein riesiger Wohnunterschied. Eine Wohnung in der selben Kategorie liegt nämlich in der selben Preisregion.


    Nur zahlt man bei der Wohnung nach 10 Jahren garantiert um die 1500,- EUR (falls nicht bis dahin die Heizung, etc. fällig war. Dann nämlich noch mehr), während das Haus immer noch die selben Tilgungsraten hat. Ggf. sind die Nebenkosten (Rücklagen, etc.) 100,- EUR teuerer geworden.


    Das sind jetzt Werte, die zumindest in den letzten 10 Jahren so gekommen sind (auf meine Region bezogen).

    "Seitdem ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere." (Arthur Schopenhauer)

  • Zitat

    Original geschrieben von IGGY
    Man ist immer unter Druck als Eigentümer den Job nicht zu verlieren, damit man die Raten nicht mehr zahlen kann und sein Häuschen an die Bank geht.


    Das wäre ja noch nicht das Schlimmste, man hat wenigstens bis dahin schön gewohnt. Jedoch ist meist alles andere Geld auch weg....auf Jahre.


    Zitat

    Original geschrieben von IGGY
    Mit dem Bau ist es ja nicht getan, sondern man muss ja dann auch Rücklagen bilden um das Haus später Instandzuhalten, reparieren ect.


    Sehr richtig. Wenn man mal sieht, wieviele gebrauchte Häuser von alten verstorbenen Leuten angeboten werden und den Zustand: Ich bin immer wieder erstaunt, wie man so hausen kann.


    Zitat

    Original geschrieben von Hightower2004
    Das würde ich nicht so unterschreiben. Ich denke, dass viele Leute durch den Erwerb von Eigentum ihre Wohnsituation verbessern wollen. Also aus einer gemieteten 3-Zimmer-Wohnung in ein Einfamilienhaus mit Garten ziehen.


    Das vergessen leider Viele: Sie vergleichen die dann zu zahlenden Raten und Kosten mit ihrer alten unrenovierten kleinen 3-Zimmer-Wohnung.



    So sieht es aus. Wenn die letzte Rate bezahlt ist, kommen die Reparatur- und Modernisierungskosten. Als Wert bleibt jedoch zum Schluss zumindest immer das Grundstück. Man sollte nicht zu lange am Eigentum fest halten, sondern so ab dem Rentenalter überlegen, wo und wie man wohnen möchte.


    Zitat

    Original geschrieben von Coltan
    Als Mieter ruft man den Vermieter an wenn man was zu reparieren hat wie Durchlauferhitzer oder Heizung usw.


    Und wenn es nicht klappt, mindere ich die Miete. Der Mieter hat kein Risiko.


    Und wenn die Nachbarn nerven, kann der Mieter ausziehen, der Eigentümer kann nichts machen (vielleicht vermieten und selbst woanders mieten). Noch schlimmer ist es in Wohnungen.


    Zitat

    Original geschrieben von BernieBrot
    Abgesehen von den sowieso ständigen Mieterhöhungen, die nicht weniger werden, während der Zinssatz bei den Krediten (sofern man sich nicht über den Tisch hat ziehen lassen und sich eine Dynamik hat andrehen lassen) fest ist, je nach Vertrag auch mal 20 Jahre.


    Nur zahlt man bei der Wohnung nach 10 Jahren garantiert um die 1500,- EUR (falls nicht bis dahin die Heizung, etc. fällig war. Dann nämlich noch mehr), während das Haus immer noch die selben Tilgungsraten hat. Ggf. sind die Nebenkosten (Rücklagen, etc.) 100,- EUR teuerer geworden.


    Nicht ganz vollständig: Die Mieterhöhungen wurden so statistisch nicht bestätigt. Außerdem kann ein Mieter jederzeit umziehen und sich im Falle eines Falles eine günstigere Wohnung (schlechtere Lage, Zustand, etc.) nehmen. Der Eigentümer kann es nicht.


    Für mich habe ich entschieden, dennoch Eigentümer zu sein.

  • Naja...irgendwie scheint es sich ja für den Vermieter auch zu lohnen?!


    Mal eine andere Herangehensweise:
    Man bezahlt entweder Miete, ist felxibel und kann im Grunde immer "modern" wohnen oder man baut ein Haus, zahlt nochmal einen großen Haufen Zinsen (die meisten zumindest) und hat - wenn`s abbezahlt ist - ein 30 Jahre altes Haus.
    Was ist von der Überlegung zu halten so lange zu mieten, bis das Geld mehr oder weniger komplett als Eigenkapital vorhanden ist und dann zu bauen?


    Fallbeispiel:
    Familie, Eltern beide um die 30-40 Jahre mit kleinen Kindern. 20 Jahre wird noch gemietet bis die Kinder aus dem Haus sein. Das was an Zinsen, Renovierungen etc. nötig gewesen wäre hat man in die Miete gesteckt.
    Sobald die Kinder aus dem Haus sind, baut man sich ein Haus (mit 50-60 Jahren). Dies kann man auf die neue Wohnsituation und auch aufs Alter ausrichten, Mobilität ist dann auch nicht mehr so gefragt und man hat bis zum durchscnittlichen Lebensende eine moderne Immobilie, ohne große Instandhaltungsmaßnahmen.


    Was haltet ihr von der Herangehensweise?

  • Jeder hat, wenn er eine Wohnmöglichkeit sucht bestimmte Ansprüche. Ich finde, wenn ich Eigentum erwerbe, sollten mind. 90 - 95 % der Ansprüche erfüllt werden. Bei einer Bleibe zur Miete denke ich das 70 - 85 % ausreichend sind.
    Aktuell wohnen wir in einer Wohnung, in guter Lage, die auch ausreichend gross ist. Wir fühlen uns dort wohl, doch kaufen würde ich die Wohnung nicht.

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  • Zitat

    Original geschrieben von Bino-Man
    Was haltet ihr von der Herangehensweise?


    Du hast eine Doppelbelastung: Miete und Ansparen. Das ist für viele wohl nicht realisierbar. Viele schrecken aus diesem Grund auch davon zurück ein Haus zu bauen. Denn dort wird schon während des Baus die Rechnungen bezahlt, d.h. man benötigt schon den Kredit, den man dann schon mit Zinsen und Tilgung zurückzahlt und gleichzeitig wohnt man noch zur Miete.


    Es ist ja nicht verkehrt jetzt in ein Haus zu ziehen wo die Kinder viel Platz haben und wenn die Kinder aus dem Haus sind und das Haus deshalb zu gross ist sich in der Stadt eine Wohnung zu kaufen (die man ja auch altengerecht einrichten kann) und dafür das Haus zu verkaufen.

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  • Mit 60 Anfangen zu bauen... Dann ist die Bude so mit 65 wie man sie haben wollten und wenn man Pech hat, beisst man zwei Jahre später ins Gras...


    Dann kann man das ersparte auch direkt den zukünftigen Erben schenken.


    Ich will jetzt leben und schön wohnen, nicht wenn man langsam überlegen kann, wo man ggf. hin muß, wenn es nicht mehr so gut klappt (also z.B. betreutes Wohnen, etc.).


    Und was die Zinsen angeht, die zahle ich auch als Mieter (bzw. der Vermieter hat das in der Miete schon mit umgelegt).


    Dann doch lieber jetzt Eigentum in jungen Jahren erwerben und mit 60 Jahren gehört einem die Hütte und man ist Schuldenfrei. Und man kann normalerweise für mehr Geld, als die Hütte mal gekostet hat, das Ding wieder loswerden (falls man z.B. aus Altersgründen ins Heim muß).

    "Seitdem ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere." (Arthur Schopenhauer)

  • Ich will hier niemandem das Eigentum madig machen, aber das man mit Eigentum billiger wohnt als zur Miete die Rechnung ging noch nie auf, auch wenn man immer das Gegenteil von den ganzen "Beratern" erzählt bekommt die auch an einem verdienen möchten bei einem Haus oder Wohnungskauf.


    Die Wirtschaft verfolgt auch nur ihr reinstes Eigeninteresse diesen Irrglauben ständig zu verbreiten, wer gibt wohl mehr für sein Heim aus, der Eigentümer oder Mieter. Hier noch schnell die neue Super tolle Einbauküche, da noch ein Carport und dann den Wintergarten mit gepflasterter Terrasse, ein Faß ohne Boden.


    Der Mieter zieht ein und genießt, wenn er es denn richtig gemacht hat.


    An der Miete verdient nur der Mieter und oft wenig genug um alles in Ordnung zu halten das erfreut die Wirtschaft nicht wirklich.


    Ein gutes Beispiel ist mein Nachbar, hat ein notdürftig renoviertes Haus total überteuert gekauft und jetzt fehlt ihm das Geld für die Garage und den Garten machen zu lassen.


    Gruß


    PS: Eine Frage: Wie viel Prozent von seinem Einkommen sollte man den für die Abtragung ansetzen?

    "It's not denial. I'm just selective about the reality I accept."

  • Zitat

    Original geschrieben von Coltan
    wer gibt wohl mehr für sein Heim aus, der Eigentümer oder Mieter. Hier noch schnell die neue Super tolle Einbauküche, da noch ein Carport und dann den Wintergarten mit gepflasterter Terrasse, ein Faß ohne Boden.


    Das ist wieder diese Apfel/Birne Vergleich.


    Natürlich gibt man letztendlich mehr Geld aus, wenn die Hütte einem gehört. In eine Mietwohnung würde ich nie teures Parkett verlegen.


    Aber so kann man nicht rechnen. Ich kann das auch alles in der Mietwohnung machen. Und dann sieht die Rechnung plötzlich wieder ganz anders aus.


    Man muß schon 1:1 Vergleichen. Und wenn man in der Hütte so wohnen würde, wie in der Mietwohnung, dann ist das sehr wohl preiswerter (auf die Laufzeit des Kredites bezogen).

    "Seitdem ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere." (Arthur Schopenhauer)

  • Zitat

    Original geschrieben von Coltan
    Ich will hier niemandem das Eigentum madig machen, aber das man mit Eigentum billiger wohnt als zur Miete die Rechnung ging noch nie auf, auch wenn man immer das Gegenteil von den ganzen "Beratern" erzählt bekommt die auch an einem verdienen möchten bei einem Haus oder Wohnungskauf.


    Sicher wollen die Berater auch verdienen und deshalb muss man aufpassen, dass man sich etwas kauft, dass man sich leisten kann. Und auch noch berücksichtigt, dass man ja mal in den Urlaub will oder ein neues Auto braucht. Auch Verdienstausfall sollte man in die Kalkulation einfliessen lassen.

    Zitat

    Original geschrieben von Coltan
    Die Wirtschaft verfolgt auch nur ihr reinstes Eigeninteresse diesen Irrglauben ständig zu verbreiten, wer gibt wohl mehr für sein Heim aus, der Eigentümer oder Mieter. Hier noch schnell die neue Super tolle Einbauküche, da noch ein Carport und dann den Wintergarten mit gepflasterter Terrasse, ein Faß ohne Boden.


    Der neue Blueray-Player, der 3D-Fernseher, der neue Audi A8. Und die Australienreise und China soll ja auch sehr schön sein...
    Jeder ist darin frei sein Geld dafür auszugeben, was er möchte.


    Auch als Mieter kannst Du Geld für viele Dinge ausgeben. Haus-/Wohnungseigentümer investieren viel Geld in das Eigentum weil sie schön leben wollen. Auch in eine Mietwohnung kannst Du Dir eine 25.000 EUR Einbauküche einbauen lassen. Dem Vermieter ist es egal. Und wenn der Carport alt ist, dann ist er eben alt. Und? Solange er das tut was er soll wird der Vermieter ihn nicht ersetzen und wenn de Mieter es noch so gerne wünscht.

    Zitat

    Original geschrieben von Coltan
    Der Mieter zieht ein und genießt, wenn er es denn richtig gemacht hat.


    An der Miete verdient nur der Mieter und oft wenig genug um alles in Ordnung zu halten das erfreut die Wirtschaft nicht wirklich.


    :confused:

    Zitat

    Original geschrieben von Coltan
    Ein gutes Beispiel ist mein Nachbar, hat ein notdürftig renoviertes Haus total überteuert gekauft und jetzt fehlt ihm das Geld für die Garage und den Garten machen zu lassen.


    Das ist das Problem Deines Nachbarn. Er hätte es nicht kaufen müssen.

    Zitat

    Original geschrieben von Coltan
    PS: Eine Frage: Wie viel Prozent von seinem Einkommen sollte man den für die Abtragung ansetzen?


    Für Wohnkosten ca. 1/3 vom Netto.

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