Schwerbehinderung – auf der Suche nach einem neuen Arbeitsverhältnis.

  • Umschulung wurde vor Jahren abgelehnt, dann hatten wir auch nicht mehr nachgehackt ,da sie einen Job bekommen hatte. Telefonistin darüber hatten wir noch nicht gesprochen- denke aber eher weniger. Sie ist eher kreativ und handwerklich geschickt.

  • Das ist natürlich ein gewisses Dilemma, bei handwerklichen Berufen gibt es in ihrer Situation halt immer gewisse Unfallgefahren. Ziemlich schwierig ist so eine Situation schon. Eine Umschulung sollte sie vieleicht trotzdem anstreben, schon mal um auch etwas Zeit zu gewinnen. Wenn sie wegen ihrer Krankheit in ihren erlernten Beruf so gut wie keinen Arbeitsplatz mehr finden kann das müßte die Arbeitsagentur einer Umschulung auch zustimmen. Manchmal muß man da etwas hartnäckig sein und gegen eine Ablehnung dann Einspruch einlegen.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Zitat

    Original geschrieben von murmelchen
    ...
    Hier ist jedoch das "Problem" der Anfälle, ich denke die Freundin wird dann auch krank geschrieben?...


    Epileptische Anfälle sind eher kurz und heftig, danach berappeln sich die Epileptiker wieder mühsam. Aber so eine Stunde oder mehr Auszeit incl. Erholung kann es schon sein. Manche sind auch ständig mit Kopfschutz unterwegs, wegen der Stürze. Und jemand, der bei Bedarf helfen kann, ist besser vor Ort.

    LG: V30
    Samsung: Galaxy Tab S2 LTE, A5 (2017);
    Sony: Xperia X Compact;

  • Den Verein Agentur für Arbeit "verwalten statt vermitteln" werden wir in den nächsten Tagen auf suchen. So geht es nicht wirklich weiter.


    Nur ich möchte halt dabei sein und ich muß schauen wann ich einen halben Tag frei bekomme.


    Zusätzlich werde ich noch was schriftliches aufsetzen.


    Seit Jahren habe ich auch die Hoffnug, dass sie sich mit einer Umschung anfreunden kann.


    Der finanzielle Aspekt spielt leider auch eine Rolle.

  • Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    Epileptische Anfälle sind eher kurz und heftig, danach berappeln sich die Epileptiker wieder mühsam. Aber so eine Stunde oder mehr Auszeit incl. Erholung kann es schon sein. Manche sind auch ständig mit Kopfschutz unterwegs, wegen der Stürze. Und jemand, der bei Bedarf helfen kann, ist besser vor Ort.



    Ist eher so wie saintsimon geschildert hat. Zur einer richtigen Krankschreibung ist es mal vor Jahren gekommen, da sie unglücklich auf den Rücken gestürtzt ist und anschließend operiert wurde.


    Das war natürlich auch in der Probezeit- und somit war der Job bei einem großen Floristikunternehmen weg.

  • ich finde auch, dass der berufswunsch nicht wirklich glücklich gewählt ist.


    da kann ihr selbst viel passieren (leiter, maschinen etc.) und dazu sehe ich ehrlich gesagt absolut keine chance in einem verkaufsladen mit ständigen kundenkontakt (wie baumarkt) nen job zu finden. niemand will jemanden in den verkaufsräumen, der regelmäßig umkippt und für trubel sorgt/die kunden erschreckt. so hart das klingt.


    chancen sehe ich auch eher im büro. da bekommt es sonst keiner mit und ein ausfall dürfte auch besser verkraftbar sein. vielleicht auch im öffentlichen dienst, stadtverwaltung etc. versuchen, die sind da imho toleranter und stellen eher so jemanden ein.

  • Von ständig umfallen war ja auch keine Rede. Zur Zeit ist es halt schlimmer, dieses liegt aber daran da sie keine Beschäftigung hat. Bei einer täglichen Routine gibt es selten starke Anfälle, so lange die Medikamente richtig eingenommen wurden.


    Zu stärkeren Anfällen kommt sowieso eher ganz früh morgens oder ab 19H.

  • Zitat

    Original geschrieben von Benjamin911
    Bei einer täglichen Routine gibt es selten starke Anfälle, so lange die Medikamente richtig eingenommen wurden.


    Zitat

    Original geschrieben von Benjamin911
    ..., da sie unglücklich auf den Rücken gestürtzt ist und anschließend operiert wurde.


    Das war natürlich auch in der Probezeit- und somit war der Job bei einem großen Floristikunternehmen weg.


    Und weiter vorne schreibst Du etwas von 1-2 Anfällen pro Monat.


    Insofern muss sich bei allem Verständnis für die bescheidene Situation Deine Freundin auch eben mal intensiv damit auseinandersetzen, dass sie nun mal eine Krankheit und einen entsprechenden GDB hat und ggf. auch akzeptieren dass sie langfristig den Wunschberuf Floristin nicht (mehr) ausüben können wird. Hier muss man sich primär drauf konzentrieren "Was kann ich wirklich leisten?" und "Wo habe ich mit dieser Einschränkung noch realistische Chancen?".


    Einen Wunschberuf zu haben bei dem man kreativ und handwerklich tätig sein kann - schön und gut das steht jedem erstmal frei, wenn sich nun aber abzeichnet dass man mit diesen Wunsch-Job aufgrund der Behinderung wenig bis keine Chancen am Arbeitsmarkt hat ist es wohl eher an der Zeit sich nach geeigneten Alternativen umzusehen anstatt zu verzweifeln und sich über die Arge und potentielle Arbeitgeber zu ärgern.


    Hier muss man auch mal die Seite des AG sehen: Ich habe gegenüber meinen Angestellten ja auch eine Fürsorgepflicht, d.h. ich muss meine AN u.a. vor Gefahren für Leib, Leben und Gesundheit schützen. Wie soll ich das in einem Betrieb der nicht für die besonderen Bedürfnisse von Epileptikern ausgelegt ist überhaupt gewährleisten können? Soll oder kann ich irgendwie "kontrollieren" ob mein AN seine Medikamente genommen hat, kann ich es überhaupt verantworten den AN auf einer Leiter oder mit Messern bzw. Scheren arbeiten zu lassen? Hier spielt auch die Unsicherheit und Angst des AG eine Rolle. Sollte doch mal etwas passieren wird ggf. noch der AG belangt so nach dem Motto: "Sie wussten doch das der AN XY Epilepsi hat wie konnten Sie dann nur..."

  • ich hatte doch auch weiter vorne geschrieben, dass ich die Arbeitgeber auch verstehen kann.


    Gründe dafür, das ich mich über die Agentur für Arbeit aufrege habe ich genug, kannst du mir glauben.


    Du hast ja in vielen Punkten recht -keine Frage .

  • Wie ist denn generell die Arbeitsmarktlage bei Euch in dem Bereich?
    Würde Teilzeit in Frage kommen? So das eher "ungefährliche" Tätigkeiten verrichtet werden können?

    Das Experiment erfordert, dass Sie weitermachen!

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