ZitatOriginal geschrieben von thanit
... Trotzdem kann einen das zuversichtlich hinsichtlich der Unabhängigkeit neuseeländischer Justiz stimmen.
In der Tat war die Haftverschonung von KS ein deutliches Signal. Die neuseeländische Justiz hat hierdurch zu erkennen gegeben, dass sie sich ihrer Verantwortung nicht entziehen will und dass Befürchtungen (oder auch Hoffnungen), die Angelegenheit werde "mal eben durchgewunken", nicht berechtigt sein dürften. Eine umfassende Prüfung aller rechtlichen Gesichtspunkte scheint also gewährleistet.
Insgesamt eine Entscheidung, die dem Ansehen der dortigen Justiz (jedenfalls in informierten Kreisen
)zuträglich sein dürfte.
Ganz unabhängig von der Überwachung von verhängten Auflagen bin ich mir absolut sicher, dass die neuseeländischen Behörden diesem doch sehr im öffentlichen Blickfeld stehenden Beschuldigten keinerlei Fluchtpotenzial bieten werden. Und vor dem Hintergrund einer schier unmöglichen Flucht war die Haftverschonung einer (noch) als unschuldig geltenden Person wohl unumgänglich. Konkrete Tatsachen, die auf eine bevorstehende Flucht hindeuten, wurden auch von den hier Empörten nie benannt - allenfalls Spekulationen, die sich insbesondere auf das im Falle einer möglichen Verurteilung zu erwartende Strafmaß beziehen. Und dem Vorwurf, Beschuldigte aufgrund reiner Fluchtspekulation zu inhaftieren, wird sich keine rechtsstaatlich handelnde Justiz gern aussetzen wollen.
Frankie