Nokia 808 PureView - Offiziell vorgestellt!

  • Auf dem Handy kann man ja die Bilder bearbeiten, die automatische Farbkorrektur und Automatische Kontrast Einstellung insbesondere. Wird dadurch die allgemeine Bildschärfe schlechter wenn da am Bild rumgepfuscht wird? Mit welchen kostenlosen Programm kann ich diese Korrekturen am PC machen? Keine Lust 1000 Bilder am Handy per Hand zu verbessern.

  • Zitat

    Original geschrieben von djmuzi
    Ich glaube die Säcke von Nokia haben absichtlich im 808 die Bildstabilisierung für Fotos ausgelassen :mad:


    Ich denke eher, der Sensor ist viel zu groß für die komische Federkonstruktion.

    »Schreib dich nicht ab - Lern lesen und schreiben!«

  • dann wenigsten elektronische Stabilisierung... keine Ahnung... Aber wieso gibt es Videostabilisierung?

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    ********N*o*k*i*a**8*0*8*******

  • Zitat

    Original geschrieben von djmuzi
    dann wenigsten elektronische Stabilisierung... keine Ahnung... Aber wieso gibt es Videostabilisierung?


    Photos kannst du nicht elektronisch stabilisieren. Denk mal drüber nach. ;)
    Bei Videos gehts natürlich.

    »Schreib dich nicht ab - Lern lesen und schreiben!«

  • ich verstehe zwar nix davon aber scheint so zu sein, dass bei fotos entweder linsenbasiert oder sensor-shifting machen muss. da hilft leider kein software update.

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  • Du hast drei Möglichkeiten, das Rauschen in Fotos zu reduzieren, um auch bei schlechten Lichtverhältnissen gute Ergebnisse zu erzielen:


    1. Größeres Objektiv


    Dadurch wird gleichzeitig eine größere Lichtmenge eingefangen.


    2. Größerer Bildsensor


    Je größer die Fläche für die Erzeugung eines Bildpunkts ist, desto geringer ist das Rauschen, da die Streuung der Messwerte sinkt. Dabei ist es letztlich egal, ob der Bildpunkt durch einen großen Messpunkt oder mehrere kleine Messpunkte mittels Interpolation erzeugt wird.


    3. Längere Belichtungszeit


    Hierbei wird die eingefangene "Lichtmenge" durch einfach dadurch erhöht, dass zeitlich mehr Licht einfallen kann. Je größer die Belichtungszeit ist, desto größer ist jedoch die Gefahr des Verwackelns. Früher galt mal, dass man bei 1/125s bis 1/80s noch problemlos freihändig knipsen kann. Alles was länger ist, wird durch das natürliche Zittern der Hände verwackelt.


    Das lässt sich durch einen optischen (!) Bildstabilisator in einem gewissen Maße kompensieren.


    Problem dabei ist jedoch: Der Bildstabilisator kann nur Kamerabewegungen kompensieren – und dabei auch nur Kippbewegungen um die horizontale und vertikale Achse. Wird die Kamera gedreht oder verschoben, ist der Stabilisator machtlos. Und wenn sich das Motiv bewegt, sowieso.


    Insofern ist zumindest für Fotoaufnahmen die PureView-Technik des 808, das auf einen größeren Sensor setzt, der Theorie nach der Stabilisator-Lösung des 920 überlegen.


    Soweit alles klar?


    Beim Video sieht es hingegen wieder etwas anders aus. Ein digitaler Stabilisator kann hier zwar auch sehr gute Ergebnisse liefern, jedoch kommt bei den kleinen Handy-Sensoren das Problem "Rolling Shutter" ins Spiel. Diesen Effekt kennt man: Bei horizontalen Schwenks wird das Bild leicht verzerrt, so dass vertikale Linien leicht nach links oder rechts kippen. Das Problem liegt daran, dass der Bildsensor "zu langsam" von oben nach unten zeilenweise ausgelesen wird. Bei leichten Zitterbewegungen der Kamera wird aus den vertikalen Linien eine Schlangenlinie. Damit ist der Stabilisator überfordert. Beim alten N95 war das besonders stark ausgeprägt, die neueren Geräte sind da insofern besser, da sie den Sensor schneller abfragen können.

  • Gag
    Ich möchte in diesem Zusammenhang noch anmerken, dass es noch zwei weitere Möglichkeiten gibt, welche beispielsweise beim 920 zum Einsatz kommen, um die Lichtmenge zu erhöhen und damit das Rauschen zu reduzieren.


    1) Niedrigere Blenden-Zahl
    (Diese verbesserungnist prinzipieller Natur)


    2) Verwendung eines BSI Sensors
    (Diese Verbesserung ist technologischer Natur)


    Ansonsten stimme ich dem von dir Gesagten voll zu.

  • Tala: Noch eine kleine Anmerkung dazu: Die Blende ist Teil des Objektivs. Sie kann nicht größer sein, als das Objektiv selbst. Die Blende ist nur dazu da, die Lichmenge zu begrenzen, wenn zu viel Licht auf den Sensor kommen könnte.
    Das 808 verzichtet auf eine variable Blende, sondern setzt statt dessen einen Graufilter ein, der die Lichtmenge in heller Umgebung reduziert.


    Das Linsensystem des Objektivs spielt auch noch eine Rolle. Je hochwertiger und präziser die Linsen sind, desto weniger Licht geht durch Streuung und Absorption "verloren".


    Und was den Sensor selbst angeht: Klar, es spielt selbstverständlich eine Rolle, wie der Sensor das umsetzt, was da auf ihn drauf scheint. Auch kann man am Ende per Software noch einiges rausholen. DXO zeigt z.B., was bei scheinbar verunglückten Fotos noch alles geht.

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