Telefonanbieter meldet sich nicht wenns teuer wird

  • Zitat

    Original geschrieben von iAcer
    Meines Erachtens nach lässt sich trotzdem anzweifeln, dass die Abrechnung der EU Verordnung entspricht. Wenn meine oben geäußerte Vermutung zutrifft, dann wird die Verordnung missachtet und zum Nachteil des Kunden abgerechnet.


    Und dann? Was folgt aus Deiner Feststellung?

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Und dann?


    Wenn sich herausstellen sollte, dass die Daten in Echtzeit übermittelt werden, dann hätte der Kostendeckel / die Kostenbremse greifen müssen und Simyo hat (wissentlich) falsch abgerechnet. (sofern die Verbindungen nicht vor dem 1.7.12 stattgefunden haben)


    Werden die Roaming-Verbindungen in Echtzeit abgerechnet :confused: Eigentlich sollte das bei echtem Prepaid ja der Fall sein.

  • Zitat

    Original geschrieben von iAcer
    Wenn sich herausstellen sollte, dass die Daten in Echtzeit übermittelt werden, dann hätte der Kostendeckel / die Kostenbremse greifen müssen. (sofern die Verbindungen nicht vor dem 1.7.12 stattgefunden haben)


    Werden die Roaming-Verbindungen in Echtzeit abgerechnet? Eigentlich sollte das bei echtem Prepaid ja der Fall sein.

    Eben. Wenn man mit einer Prepaid-Karte unterwegs ist und kein Guthaben mehr hat, wird man ja auch sofort von E+ und o2 abgedreht (dort, wo es zum Vorteil der Anbieter ist). Und in Bezug auf den Cut-Off-Mechanismus soll genau das jetzt angeblich technisch nicht möglich sein und man beruft sich auf die entsprechende Ausnahmeregelung (dort, wo es zum Vorteil der Kunden wäre). Ganz schön dreist und vermutlich vor Gericht nicht zu halten.


    Meiner Meinung nach dürften sich die Netzbetreiber sowohl bei Prepaid als auch bei Postpaid lediglich in solchen Fällen auf die Ausnahmeregelung berufen, wo der ausländische Netzbetreiber tatsächlich keine Echtzeitdaten zur Verfügung stellt. Und das sollten doch nur diejenigen (wenigen) Netze sein, die für eine Nutzung mit einer Prepaid-Karte generell nicht freigegeben sind.


    Allein schon an der Tatsache, dass Telekom und Vodafone die Echtzeitdaten offensichtlich bekommen, sieht man doch, dass die Begründung von E+ und o2 nicht wirklich stichhaltig sein kann.

  • Wenn das auch auf die pseudo "Postpaid" Variante zutrifft (wovon man ausgehen kann), ist das imho ein handfester Skandal.


    Ich habe keine juristische Ausbildung oder ähnliches aber:
    Wenn dem so ist, dann wäre das in meinen Augen Betrug.


    Aus diesem Grund halte ich die Abrechnung für mehr als problematisch und würde sie entsprechend der EU-Verordnung kürzen.

  • Simyo Postpaid ist technisch eine ganz normale Prepaid-Karte, die sich im Ausland genauso verhalten dürfte wie jede andere Prepaid-Karte. Dafür gibt es ja das "virtuelle Guthaben".


    Darauf kommt es m.E. aber gar nicht an. Telekom und Vodafone zeigen ja, dass es technisch auch bei Postpaid kein Problem ist, die Daten von den ausländischen Netzen übermittelt zu bekommen.

  • Zitat

    Original geschrieben von phonefux
    Simyo Postpaid ist technisch eine ganz normale Prepaid-Karte, die sich im Ausland genauso verhalten dürfte wie jede andere Prepaid-Karte. Dafür gibt es ja das "virtuelle Guthaben".


    Darauf kommt es m.E. aber gar nicht an. Telekom und Vodafone zeigen ja, dass es technisch auch bei Postpaid kein Problem ist, die Daten von den ausländischen Netzen übermittelt zu bekommen.


    Jetzt bleibt eigentlich nur noch die Frage:
    Wie geht man am effektivsten gegen vor?


    Eigentlich müsste man für ein solches Verhalten das volle Programm (wie auch immer das aussehen mag) durchziehen.

  • Rechnung mit Hinweis auf die EU-Regelung auf 59,90 € für die Datenverbindungen kürzen. Wenn Simyo weiterhin auf Zahlung besteht, die Sache zum Anwalt geben und/oder bei der Verbraucherzentrale anfragen, ob die nicht Interesse haben, die Sache zwecks Musterverfahren zu unterstützen.


    Gerade dieser Fall mit der Pseudo-Prepaid-Karte eignet sich doch hervorragend, weil hier ganz deutlich wird, dass Simyo schlicht den Cut-Off-Mechanismuss trotz definitiv gegebener technischer Möglichkeit ignoriert.

  • Aber Kroatien ist doch gar nicht Mitglied der EU, so dass die EU-Regelung überhaupt nicht greift - oder sehe ich das falsch?


    Zum anderen gab es auch früher schon "gemischte" Abrechnungen. Meine D2-CallYa lief anfangs innerhalb Deutschlands über die Prepaid-Plattform, außerhalb Deutschlands wurden die Roaminggebühren nach Meldung durch den ausländischen Anbieter als Postpaid abgerechnet.


    Warum sollte das bei Simyo Postpaid anders sein müssen?


    Frankie

  • Ich möchte eigentlich nur von jemandem hören-hey, das ist nicht fair von simyo-dir innerhalb der eu preisinformationen zu übermitteln, ausserhalb der eu- wos richtig teuer wird wieder preisinformationen zu senden, noch nach (nenne einfach mal summe x) bescheid zu geben...das muss technisch alles möglich sein- und ich hätte das als service irgendwie erwartet...naja...ich werde mich mal weiter umhören-aber ich denke mit diesem eu-deckel wirds halt nicht funktionieren ich war ja AUSSERHALB DER EU

  • Genau darum geht es ja ;)


    Habt Ihr den Artikel den ich verlinkt habe nicht gelesen? ;) Da geht es um die Länder die außerhalb der EU liegen :D



    Zitat

    Doch es gibt ein Schlupfloch in der Roaming-Verordnung, durch das die Mobilfunker die vorgeschriebene Kosten_begrenzungs_funktion umgehen können. Wenn der ausländische Netzbetreiber, in dessen Netz der deutsche Kunde roamt, keine Echtzeit-Informationen über die Roaming-Nutzung liefern kann, muss der heimische Anbieter den Cut-off-Mechanismus nicht anbieten. Konkret heißt es in Artikel 15, Absatz 6, der Verordnung: "In dem Fall, dass sich der Kunde für die in Absatz 3 Unterabsatz 1 genannte Funktion entscheidet, finden die Anforderungen nach Absatz 3 keine Anwendung, wenn der Betreiber eines besuchten Netzes in dem besuchten Land außerhalb der Union es nicht zulässt, dass der Roaming_anbieter das Nutzer_verhalten seines Kunden in Echtzeit überwacht. In einem solchen Fall wird dem Kunden bei seiner Einreise in ein solches Land mit einer SMS ohne unnötige Verzögerung und kostenlos mitgeteilt, dass die Informationen über den bisherigen Nutzungsumfang und die Garantiefunktion, wonach ein angegebener Höchstbetrag nicht überschritten wird, nicht zur Verfügung stehen."


    Hier nochmal kurz einen Blick drauf werfen :)


    * durch mich fett markiert


    Die EU möchte die Kunden auch außerhalb der EU vor solchen Horrorrechnung, wie sie beim TE der Fall ist, schützen. Wenn der ausländische Anbieter jedoch die Daten nicht in Echtzeit übermittelt, dann wird der Kostendeckel/ die Kostenbegrenzung hinfällig.


    HuiBuh86: es bestehen erheblich Zweifel an der Abrechnung von Simyo. Aber das haben wir ja oben schon erläutert.

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