Der Fidor Bank AG Thread - Fidor.de

  • Fidor


    Zitat

    Original geschrieben von vodafrank
    Die Fidorbank ist mir von allen Banken noch die sypathischste. Denn sie ist vom Konzept her mal wirklich modern und mal ganz anders ausgerichtet als andere Banken, vor allem die einschlägigen Großbanken. Darf man fragen was an Fidor dir nicht geheuer ist? Um dein Geld musst du dir bei der Fidor Bank sicherlich keine Sorgen machen, denn das fällt wie bei anderen Banken auch unter den Einlagensicherungsfond. Außerdem ist die Bank in München ansässig. Das impliziert regelrecht Seriosität und Qualität. :top:


    Ob nun allein ein Standort München tatsächlich 'Seriosität und Qualität' nach sich zieht, lasse ich 'mal unkommentiert. Die Fidor Bank ist sicherlich in mancherlei Hinsicht ungewöhnlich. Nach jahrelangen Verlusten hat sie erstmals einen Jahresabschluss mit einem kleinen Gewinn vorgelegt. Doch so ganz scheint sie selbst nicht daran zu glauben, dass jetzt das große Durchstarten bevorsteht. Warum sonst hat sie sich vom Kapitalmarkt zurückgezogen und ein Delisting der Aktie vorgenommen? Sie versucht, die schwache Eigenkapitalausstattung jetzt mittels (nachrangiger) Tier II Anleihen, die sie den eigenen Kunden als 'Kapitalbrief' mit unterschiedlichen Laufzeiten anpreist, zu verbessern. Inwieweit sie damit nennenswerte Beträge angesichts ihrer speziellen Kundenstruktur zusammenbekommt, weiß ich nicht. Fidor hüllt sich zum platzierten Zeichnungsvolumen dieser 'Kapitalbriefe' bislang in Schweigen.


    Dem normalen Girokontokunden können die o.a. Punkte ziemlich wurscht sein. Die Einlagen sind durch D-Einlagensicherung zu 100.000€ abgesichert. Im schlimmsten Fall muss man sich eine neue Bank für's Girokonto suchen und ein paar Wochen auf das Restgeld des Girokontos warten, wenn man dort tatsächlich sein Hauptkonto führt.


    Ich habe seit Anfang des Jahres dort aus Neugier ein (Dritt-)Girokonto, da dieses auch nicht bei der Schufa eingetragen wird. Als Bank für's Hauptgirokonto käme Fidor für mich nicht in Frage. Ich finde das Online-Banking seeehr gewöhnungsbedürftig und alles andere als 'schlank und übersichtlich'. Dass man bei der Bank keine Terminüberweisungen beauftragen kann, ist für mich ebenfalls unverständlich. Schecks können ebenfalls nicht eingereicht werden (und kostenlose Bargeldeinzahlungen natürlich mangels Filialen und fehlender Verträge mit 'Partnerbanken' auch nicht). Nervig ist auch die fehlende HBCI-Unterstützung, so dass man das Konto nicht in Finanzsoftware einbinden kann (erstaunlicherweise bietet Fidor ein kostenfreies Geschäftskonto an, doch was soll das ohne HBCI?).


    Als am Anfang des Monats die neue "Fidor Smart Card" bestellbar war, habe ich auch eine beantragt. Ich dachte eigentlich nicht, dass ich eine bekommen würde, da meine Kontohistorie bei Fidor recht dürftig war. Ich hatte bislang dreimal Überweisungseingänge von gut 1000 Euro (Gehaltseingänge eines Nebenjobs, die automatisch mit dem 1 Euro Bonus 'belohnt' wurden) auf dem Konto zu verzeichnen, die ich schnell wieder abgezogen hatte. Ansonsten nur ein paar kleinere Überweisungsein- und -ausgänge im zweistelligen Bereich, keine wirkliche Kontoaktivität (keine Daueraufträge, keine LS-Einzüge etc.). Ich hatte auch keine Prepaid Mastercard und keinen Dispo bei der Fidor. Wie gesagt, ich wollte eigentlich nur aus Neugier mir die Bank 'mal von innen anschauen, mehr nicht. Dennoch wurde mein Antrag (ohne Schufabafrage) genemigt und ich bekam die Karte (ohne Schufaeintrag). Ich habe sie jetzt ein paar Mal zum Bezahlen im Supermarkt eingesetzt und dabei zum ersten Mal die Kartenterminals dort als 'Touchscreen' benutzen dürfen/müssen, da ich gefragt wurde, ob ich per Maestro oder Mastercard zahlen wolle. Das irritiert die Kassierer stets ungemein ;)


    Insgesamt ist das Fidor Konto ein nettes 'Spielkonto' für mich, das mir aufgrund der diversen Bonuszahlungen jetzt rd. 4 Euro pro Monat einbringt. Damit wird man nicht reich, aber es ist das sprichwörtliche Kleinvieh, das auch Mist macht. Als Hauptkonto käme es für mich aufgrund der o.a. Kritikpunkte nicht in Frage. Zudem würde ich meine Fidorbankverbindung ungern anderen mitteilen, um nicht in den 'Geruch' zu kommen, ich hätte finanzielle Probleme/Theater mit der Schufa und müsste deshalb mein Konto bei der Bank der Schufatoten und P-Kontofans führen.

  • Re: Fidor


    Zitat

    Original geschrieben von Louvain Nach jahrelangen Verlusten hat sie erstmals einen Jahresabschluss mit einem kleinen Gewinn vorgelegt... Sie versucht, die schwache Eigenkapitalausstattung jetzt mittels (nachrangiger) Tier II Anleihen, die sie den eigenen Kunden als 'Kapitalbrief' mit unterschiedlichen Laufzeiten anpreist, zu verbessern. Inwieweit sie damit nennenswerte Beträge angesichts ihrer speziellen Kundenstruktur zusammenbekommt, weiß ich nicht. Fidor hüllt sich zum platzierten Zeichnungsvolumen dieser 'Kapitalbriefe' bislang in Schweigen.


    Mich reizen die Konditionen dieser unbesicherten Anleihe doch ziemlich, mal einen Account zu eröffnen, und Geld anzulegen. 8% p.a. für 10 Jahre sind TOP. Das Verlustrisiko erscheint mir vertretbar. fidor wird nicht innerhalb von 10 Jahren pleite gehen.


    Negativ ist u.a., dass der Bankchef scheinbar ungelernt ist (war soweit ich weiß vorher im Hotelgewerbe tätig), und vor fidor bei der DAB rausgeflogen ist.


    Zitat

    Original geschrieben von Louvain Zudem würde ich meine Fidorbankverbindung ungern anderen mitteilen, um nicht in den 'Geruch' zu kommen, ich hätte finanzielle Probleme/Theater mit der Schufa und müsste deshalb mein Konto bei der Bank der Schufatoten und P-Kontofans führen.


    DAS ist auch aus meiner Sicht ein ernsthaftes Thema. Noch schlimmer ist das Thema aus meiner Sicht bei der Wirecard Bank und deren Ablegern (number26).

  • Re: Re: Fidor


    Zitat

    Original geschrieben von Goyale
    Mich reizen die Konditionen dieser unbesicherten Anleihe doch ziemlich, mal einen Account zu eröffnen, und Geld anzulegen. 8% p.a. für 10 Jahre sind TOP. Das Verlustrisiko erscheint mir vertretbar. fidor wird nicht innerhalb von 10 Jahren pleite gehen.


    Negativ ist u.a., dass der Bankchef scheinbar ungelernt ist (war soweit ich weiß vorher im Hotelgewerbe tätig), und vor fidor bei der DAB rausgeflogen ist.


    Im Ernst?!? :confused:


    Kaum ein Wirtschaftszweig ist regulatorisch so stark überwacht und reglementiert wie das Bankwesen. In der EU darf man ohne mangelnde Fachkenntnisse keine Bank leiten.


    Fidor-Vorstand Matthias Kröner hat mittlerweile über 20 Jahre Berufserfahrung bei deutschen Direktbanken, dafür viele in leitender Funktion. Und da hängst du dich ernsthaft an seiner Hotellehre und sein Hotelstudium "auf". Oder der Tatsache, dass er einmal aufgrund gewisser Differenzen seinen Posten räumen musste?



    Auf der anderen Seite finde ich den Kapitalbrief mit 8% Verzinsung durchaus ziemlich (!) spekulativ. Für den gilt keine Einlagensicherung, dazu diese Nachrangabrede... 10 Jahre sind eine lange Zeit dafür.


    Zumal die Bank m.E. bisher den Nachweis schuldig geblieben ist, mittel- bis langfristig profitabel sein zu können. Es wäre nicht die erste "kundenfreundliche Bank neuer Generation", die die Segel streichen muss.


    Und nach dem, was ich zumindest hier - auch gerade von dir selbst! - über das "Publikum" dieser Bank lese (und dazu passt auch der Mindesteingang für die Boni der Smartcard), dass man als Kunde dieser Bank in "Verruf" geraten könnte... da würde ich mich ernstlich fragen, ob sie im Falle der Schieflage wirklich den Kundenstamm hat, der Begehrlichkeiten anderer Banken für eine (wie auch immer geartete) "Übernahme" weckt.

  • Re: Re: Re: Fidor


    Zitat

    Original geschrieben von Applied Kaum ein Wirtschaftszweig ist regulatorisch so stark überwacht und reglementiert wie das Bankwesen. In der EU darf man ohne mangelnde Fachkenntnisse keine Bank leiten.


    Danke für den Hinweis. Von einer Bankleiterbefähigung nach KWG habe ich vorher nie etwas gehört...


    Zitat

    Original geschrieben von Applied Auf der anderen Seite finde ich den Kapitalbrief mit 8% Verzinsung durchaus ziemlich (!) spekulativ. Für den gilt keine Einlagensicherung, dazu diese Nachrangabrede... 10 Jahre sind eine lange Zeit dafür.


    Das Risiko und die fehlende Einlagensicherung sind mir schon noch bewußt. Eine Pleite von fidor kann ich mir trotzdem kaum vorstellen.
    Da gibt es ganz andere Finanz-Spaßprojekte, in welche Investoren Geld nachschießen.
    Zum Beispiel die genannte number26- App zum Wirecard Konto. Das Ding hat betriebswirtschaflich gar keinen Sinn (kostenloses Konto mit Zwangs- App für Schufatote, keine Chance Geld zu verdienen, reine VC- Verbrennung), und trotzdem wurden ich glaub 12Mio€ VC eingesammelt.
    Z.B. Kreditech (Geldverbrennung durch platzende Kurzzeitkredite an Schufatote). Die haben dreistellige Mio VC eingesammelt, und verbrennen das genüsslich.


    Sofern fidor als immerhin Vollbank und seriöses Projekt jemals in Schieflage gerät, wird sich nach meiner Überzeugung wahrscheinlich jemand finden, der das glattbügelt.
    Die fidor- Anleihen könnte man sich als Beimischung ins Portfolio legen.

  • Re: Re: Re: Re: Fidor


    Zitat

    Original geschrieben von Goyale
    Danke für den Hinweis. Von einer Bankleiterbefähigung nach KWG habe ich vorher nie etwas gehört...


    Keine Ursache.
    Darf's vielleicht auch noch ein Link dazu sein?


    ;)


    Aber nun im Ernst: Es lesen ja hier nicht nur wir beide. Magst du vielleicht noch näher drauf eingehen, was "negativ" daran ist, dass der Vorstandssprecher vor über 20 Jahren "nur" eine Hotellehre gemacht bzw. einschlägig studiert hat? Was ist in deinen Augen heute, nach über 20 Jahren Bankerfahrung daran überhaupt noch relevant?


    :confused:


    Zitat

    Original geschrieben von Goyale
    Zum Beispiel die genannte number26- App zum Wirecard Konto. Das Ding hat betriebswirtschaflich gar keinen Sinn (kostenloses Konto mit Zwangs- App für Schufatote, keine Chance Geld zu verdienen


    "Sinnlos"? Number 26 hat eine MasterCard, an deren Transaktionsgebühren sie nach Eigenaussage Geld verdienen möchten. Gibt es nicht etwa auch andere Kreditkartenanbieter, die vom Zahlungsgeschäft leben? Im übrigen ist auch Number 26 noch "jung" und im Aufbau begriffen. So wie es Fidor auch unlängst war bzw. immer noch ist. Haben die nicht ehemals auch als "hippe Onlinecommunity" angefangen?


    Zitat

    Original geschrieben von Goyale
    Sofern fidor als immerhin Vollbank und seriöses Projekt jemals in Schieflage gerät, wird sich nach meiner Überzeugung wahrscheinlich jemand finden, der das glattbügelt.


    Mit welcher Intention? Louvain und du schreiben doch selbst, dass man als Kunde dieser Bank in "zweifelhafter" Gesellschaft sei. Es ist auch - Stichwort "Vollbank" - nicht so, als sei die Bank besonders "gross":


    Ausweislich Jahresbericht betrugt die Bilanzsumme der Fidor Bank Ende 2014 etwas über 300 Mio. EUR - ziemlich genauso viel wie beispielsweise die der Sparkasse Finnentrop - als eine der 20 kleinsten (von über 400) Sparkassen Deutschlands. Von letzteren findet man leider nicht so einfach Kundenzahlen. Sicherlich dürfte Fidor mehr "vollwertige" Kunden und vielfach so hohe Wachstumsraten haben.


    Um es noch aus einer anderen Perspektive zu betrachten: comdirect und Ing Diba haben etwa 50 respektive 100 mal so viele Kunden (nicht: Community-Accounts!) wie die Fidor Bank. Darunter dürften allerdings viele lukrative Wertpapieranleger sein - während Fidor mit Ihrer "schufafreien" Politik dagegen eine Negativselektion zu betreiben scheint.

  • Re: Re: Re: Re: Re: Fidor


    Zitat

    Original geschrieben von Applied "Sinnlos"? Number 26 hat eine MasterCard, an deren Transaktionsgebühren sie nach Eigenaussage Geld verdienen möchten. Gibt es nicht etwa auch andere Kreditkartenanbieter, die vom Zahlungsgeschäft leben? Im übrigen ist auch Number 26 noch "jung" und im Aufbau begriffen. So wie es Fidor auch unlängst war bzw. immer noch ist. Haben die nicht ehemals auch als "hippe Onlinecommunity" angefangen?


    Ich bin jemand, der dienstlich z.B. die Wirtschaftlichkeit von Kreditkarten kalkuliert :) .
    Und glaube mir: Weder an der gesetzlich bedingt gesunkenen Kartenprovision wird nennenswert Geld verdient, und auch nicht an den Zinsen der als Kredit an Dritte verliehenen Kundengelder (sind auch am Boden). Und einfach so rumstehn lassen kann man das Geld auch nicht, weil die Bundesbank (bei der die Banken ihr Konto haben) negative Zinsen fordert.


    Zusätzlich kostet jede Geldabhebung die Bank richtig Geld (Größenordnung 2€ je Abhebung), und auch die Miete des Kernbanksystemes und das Personal etc. kosten richtig Geld.


    Ein kostenloses Konto kann man nur Leuten anbieten, denen man etwas anderes verkauft (z.B. einen Kredit, eine KREDITkarte, eine Geldanlage). number als reine App ohne irgendeine Lizenz hat nix anderes zum verkaufen, und hat überwiegend Kunden, die nix anderes kaufen wollen oder können. fidor als Vollbank hat immerhin andere Sachen zum verkaufen (Kurzzeitkredite mit bis zu 70% p.a., Wertpapiere, Geldanlagen). Allerdings sind die Kunden nicht unbedingt solche, die irgendwas anderes kaufen.

  • Soweit ich weiß ist die schufafreiheit mit der neuen karte vorbei. Wenn keine internen Kriterien zur Entscheidung vorhanden sind, wird trotzdem die SCHUFA oder ähnliches befragt. Aus diesem grunde bekommen viele der bisherigen kunden die karte auch nicht. Jemand der dort einen Dispo bekommt wird auch vorher irgendwie gecheckt worden sein? Ohne Eingänge gibt es auch keinen Dispo. Die karte ist immerhin auch hochgeprägt wobei das heute auch keine aussagefähigkeit mehr zu haben scheint... zumindest kann ich damit auch ein Hotelzimmer buchen bzw einen Mietwagen leihen. Das ging mit der alten karte nicht. Als hauptkonto würde ich es wohl auch nicht nutzen aber für die (versteuerten) Nebeneinkünfte ideal

  • Nein, Bumber26 ist nach wie vor Schufafrei. Ohne entsprechende Einwilligung gibt es eh keine Abfrage und damit kein Ergebnis.

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Nein, Bumber26 ist nach wie vor Schufafrei. Ohne entsprechende Einwilligung gibt es eh keine Abfrage und damit kein Ergebnis.


    Es geht hier im Thread, um beim Kommentar Deines Vorposters aber nicht um irgendeinen "Bumber26", sondern um die fidor Bank.
    Die neue fidor Karte bekommt nicht jeder.

  • Weder das Fidor-Konto noch die Fidor "Smart Card" (Maestroc+MC) werden in den Schufa-Daten eingetragen. Fidor macht ggf. bei Beantragung der "Smart Card" eine Abfrage bei Creditreform, sofern sie die Entscheidung nicht allein auf der Basis der Kontohistorie des Kundens bei Fidor treffen können/wollen.

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