ZitatOriginal geschrieben von Timba69
Felsen2000:
Das ist Quatsch. Sorry.
Ob Sie es glauben oder nicht: ich habe mir das Wahlprogramm der Linke angesehen, bevor ich das schrieb. Entmündigung, Sozialismus und Planwirtschaft durchziehen jedes einzelne Thema. Darf ich davon ausgehen, dass auch Sie das Wahlprogramm der Linke gelesen haben? Wie können Sie dann von "Quatsch" sprechen?
Ich nehme nur einen einzigen Punkt raus -und Sie und ich wissen, dass es DUTZENDE weitere Punkte gibt:
http://www.die-linke.de/wahlen…okratischewissenschaften/
"Damit neue Forschungserkenntnisse allen zugutekommen können, müssen Forschung und Lehre durch finanzielle Unabhängigkeit vor einseitigen wirtschaftlichen Interessen geschützt werden. Wir wollen die Grundfinanzierung des öffentlichen Wissenschaftssystems gegenüber Drittmittelforschung deutlich stärken und so die eigenmotivierte Forschung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterstützen. Die Exzellenzinitiative wollen wir zugunsten der Hochschulförderung in der Breite ersatzlos auslaufen lassen.
Die Forschungs- und Innovationsförderung des Bundes muss auf das Ziel sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit orientiert werden. DIE LINKE will Entscheidungen über die milliardenschweren Förderprogramme demokratisieren ...
Wir unterstützen alle Initiativen zur Verankerung von Zivilklauseln in den Hochschulgesetzen sowie in einem zu schaffenden Bundesforschungsgesetz: Forschung soll ausschließlich friedlichen und zivilen Zwecke dienen...
Die Beratungsgremien und die Adressaten der Förderprogramme der Bundesregierung wollen wir um Nichtregierungsorganisationen, Beschäftigtenvertretungen und Gewerkschaften sowie weitere zivilgesellschaftliche Akteure erweitern...
Urheberrechtlich geschützte Werke sollen im Rahmen einer Ausnahmeregelung für Zwecke der Bildung, Forschung und Lehre nutzbar gemacht werden....
DIE LINKE fordert eine verbindlich sanktionierte Quotierung in Wissenschaftseinrichtungen, die einen Mindestanteil von 50 Prozent für Frauen auf jeder Karrierestufe gewährleistet."
Das ist die Rückkehr zu den "Sozialistischen Wissenschaften" der DDR. Die Freiheit der Wissenschaft soll eingeschränkt und durch zentral gesteuerte, ideologisch gewünschte Wissenschaft ersetzt werden. Im ersten Schritt dadurch, dass die staatlichen Mittel nach ideologischen Vorgaben vergeben werden. Daneben wird die Vertragsfreiheit der Wissenschaftler wie auch die der wissenschaftlichen Institute abgeschafft, auch gleich noch das Urheberrecht weitgehend abgeschafft. Statt Eigenverantwortung und wissenschaftlicher Freiheit werden Räte eingesetzt, die über die Forscher, deren Arbeit und deren Mittel entscheiden.
Und auf irgendwelche Sophistik wie "das schreiben die zwar im Wahlprogramm, aber das meinen die nicht so" lasse ich mich gar nicht erst ein. Doch, das meinen die so. Und das ist sogar schon die weichgespülte Variante, denn in Interviews lassen Vertreter und Mitglieder der Linken noch ganz andere Sachen vom Stapel. Wenn die Linke etwas zu sagen hätte, dann ist die Freiheit der Wissenschaft erledigt. Schon heute werden in Deutschland Forscher und Forschungen im Bereich der Fusionsforschung, Gentechnologie, Biochemie, Chemie, Genomforschung, Raketentechnik massiv behindert und gemobbt. Von den politisch gesteuerten Exzessen im Bereich der Klimaforschung ganz zu schweigen. Aber all das wäre Kindergarten im Vergleich zu dem, was die Linke mit der Wissenschaftsgemeinde anstellen würde.
Meine Eltern sind 1953 aus der DDR über die damals noch grüne Grenze geflohen, weil Sie die menschenfeindlichen Verhältnisse nicht mehr ertragen haben. Das wir unseren seit Generationen im Familienbesitz befindlichen Hof dabei verloren haben, ist die eine Sache. Die andere Sache ist, dass mein Großvater zwei Monate in den Kellern der Stasi "behandelt" wurde, um endlich die richtige "sozialistische Grundhaltung" zu lernen. Mir wird körperlich übel, wenn ich das Wahlprogramm der Linke lese.