Bundestagswahl 2013

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Juristen ... was sonst?


    Ich werde mir wahrscheinlich die ganze Nacht Gedanken darüber machen, ob Sie das ernst meinen...


    Ich wünsche allen eine gute Nacht. Die Diskussion ist hier ist ja auch mehr akademisch, da (so weit ich das erkennen kann) jede hier seine Entscheidung bereits getroffen hat.

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  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    Ich glaube eher, die AFD würde im Bundestag wahrgenommen werden als eine Gruppe skurriler besserwisserischer Professoren ohne Sinn für Pragmatismus, aber dafür mit einem Hang zur Polemik und zu Negativkampagnen.


    Dass die AFD für das Wahlergebnis und insbesondere für das Abschneiden der FDP wichtig werden kann, glaube ich jedoch ebenfalls.


    Fakt ist halt daß es im Bereich des Möglichen liegt, das die AFD in den Bundestag einzieht. Was die dann daraus machen ist eine ganz andere Frage. Für die Bildung einer neuen Regierung ist das schon von erheblicher Bedeutung ob diese Truppe über 5 Prozent bekommt. oder nicht. Sie könnten im Bundestag dann zum Zünglein an der Waage werden, so daß dann fast nichts anderes als eine große Koalition mehr möglich wäre. Bei der FDP muß man davon ausgehen, daß sie wenn auch knapp die 5 Prozent-Hürde nehmen werden. Das bayerische FDP-Ergebnis von gut 3 Prozent kann man nicht eins zu eins auf die Bundesebene übertragen. Die FDP ist in Bayern traditionell schon immer viel schwächer als im Bund. Die waren vor der letzten Wahlperiode ganze 3 Perioden nicht im bayerischen Landtag vertreten, im Bund dagegen immer. Das selbe gilt für die Linke, die hatten in Bayern nur 2 Prozent, im Bund bekommen sie wahrscheinlich 8 bis10 Prozent. Bayern ist CSU-Land, da gelten andere Maßstäbe. Diese können sich nur viele Nicht-Bayern nicht so vorstellen. So eine "kleine Verwandten-Affäre" juckt die meisten Bayern nicht im geringsten. Selbst der Abgeordnete der sich eine Kamera für 6000 Euro gegönnt hat, konnte sein Direktmandat wieder gewinnen.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Das Problem, dass ich bei Professoren sehe, ist, dass sie für ihre Meinungsäußerungen und Einschätzungen sehr selten ernsthaft Rechenschaft ablegen oder Konsequenzen tragen müssen. Das hat systematische Gründe, und es ist auch nicht grundlegend falsch, auch wenn es zu problematischen Entwicklungen im Wissenschaftssystem führt, aber es ist m.E. nicht die beste Voraussetzung für das Treffen politisch-pragmatischer Entscheidungen.


    Es ist dagegen eine ganz gute Voraussetzungen dafür, über politische Entscheidungen zu diskutieren und sie aus wissenschaftlicher Sicht zu kommentieren, aber das ist nun mal ein Unterschied.

  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe


    Und was die Lehrstuhlinhaber für Makroökonomie angeht: Irgendwie traue ich da der institutionellen Kompetenz in Ministerien und den dort zur Verfügung stehenden Ressourcen deutlich mehr als einem Privatverein von einem dutzend Mitarbeitern, aus denen ein Lehrstuhl in der Regel so besteht. Und nein, das ist keine anti-demokratische Haltung. Denn über die Haltung der euro-kritischen Professoren (und es gibt auch unter VWL-Habilitierten solche, die gegen einen Austritt respektive Ausschluss Griechenlands sind) wird ja öffentlich diskutiert. Es ist ja beileibe nicht so, dass diese Position zum Verstummen gebracht wird, auch wenn sie absolut ahistorisch ist.


    Echt nicht? Ich fürchte, Du bist sehr unzureichend informiert. Unsere sozialdemokratischen Freunde würden solche "Positionen" lieber heute als morgen zum "Verstummen" bringen.


    http://www.faz.net/aktuell/wir…r-entfernen-12572904.html


    Gegenüber wissenschaftlichem Sachverstand hegten Sozialisten aller Coleur schon immer einen unüberwindbaren Widerwillen. Das liegt vermutlich daran, daß dieser dazu neigt, ihre ideologischen Wolkenschlösser zum Einsturz zu bringen.

  • Zitat

    Original geschrieben von Felsen2000
    Wenn Sie sagen, die AfD wäre "nicht Mitte", dann ist diese Aussage stark davon abhängig, wo Sie die Mitte sehen. Wenn Sie beispielsweise die Anhänger der "Linken", die erklärtermaßen "das System überwinden wollen" als "Mitte" betrachten, dann steht die AfD in der Tat ganz rechts. Wenn Sie als "Mitte" die Menschen betrachten, die auf dem Boden des Grundgesetzes stehen (freiheitlich-demokratische Grundordnung nannte man das früher), dann ist die AfD die Mitte und die Linke sowie eine Menge Anhänger der Grünen sind ganz links.


    Also die Politische Mitte würde ich irgendwo in der Region um SPD und Freie Wähler sehen.


    NPD -> extrem rechts
    Republikaner -> sehr rechts
    AfD -> sehr rechts
    Union -> maessig rechts
    ÖDP -> maessig rechts
    Freie Wähler -> mitte
    SPD -> mitte
    Gruene -> leicht links
    Piraten -> leicht links
    Linke -> maessig links
    DKP -> extrem links
    MLPD -> extrem links


    Die einzige Partei die man da nicht einordnen kann ist die FDP. Denn die FDP ist von der Gesellschaftspolitik eher leicht links, von der Wirtschaftspolitik aber maessig rechts bis sehr rechts.


    AfD wuerde ich in ewas so einschaetzen wie die Republikaner frueher. Also zwar nicht ganz so extrem wie die NPD, aber trotzdem rechts der Union.



    Zitat

    Original geschrieben von Felsen2000
    By the way: haben sie eigentlich Kinder? Ich schon. Drei. Ich hätte gern vier gehabt, ging aber zum Schluss nicht mehr. Die meisten AfD-Mitglieder haben Kinder. Denken Sie doch darüber mal nach.

    Momentan hab ich noch keine Kinder. Irgendwann haette ich aber schon mal gern eins, aber eins oder allerhoechstens zwei wuerden mir defintiv reichen.

  • schmidt, selbst wenn ein Professor sich aus einem Beirat verabschieden müsste (was aber kaum passieren wird, wegen des zu prognostizierenden öffentlichen Aufschreis), wird ihn das kaum daran hindern, öffentlich den Mund aufzumachen.


    Herr Sinn hat wahrscheinlich mit seinen Fernsehinterviews auch mindestens ebenso viel bewirkt wie mit persönlichen Gesprächen mit Ministern und Abgeordneten.

  • Zitat

    Original geschrieben von Felsen2000
    Werter schmidt3,
    erwarten Sie tatsächlich, dass Frau Terchova diese Aussage dekodieren kann? Ich würde Ihnen empfehlen, Ihre Aussage (die ich unterschreibe) etwas einfacher zu formulieren.


    Hallo Felsen2000,


    vielen Dank für den Tip, ich werde ihn mir künftig zu Herzen nehmen. In der Zwischenzeit hoffe ich, daß wir alle am kommenden Sonntag unser blaues Wunder erleben werden.


    Gruß schmidt3 :top:

  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    schmidt, selbst wenn ein Professor sich aus einem Beirat verabschieden müsste (was aber kaum passieren wird, wegen des zu prognostizierenden öffentlichen Aufschreis), wird ihn das kaum daran hindern, öffentlich den Mund aufzumachen.


    Herr Sinn hat wahrscheinlich mit seinen Fernsehinterviews auch mindestens ebenso viel bewirkt wie mit persönlichen Gesprächen mit Ministern und Abgeordneten.


    Allein auf eine solche Idee zu kommen, verrät einiges über die totalitäre Geisteshaltung dieses Sozial"demokraten". Und das Ganze als Petitesse unter den Tisch kehren zu wollen, verrät hinreichend viel über die Deine.
    Es geht hier aber auch nicht um "einen Professor", die Herren Blankart und Vaubel sind in der deutschen Volkswirtschaftslehre ausgesprochene Schwergewichte. Das Problem beschränkt sich auch nicht auf das Wirtschaftsministerium. Auch der Vorsitzende des wissenschaftliche Beirats in Schäubles Finanzministerium Kai Konrad empfahl unlängst - ganz entgegen der ideologischen Linie seines Ministers - den Austritt Deutschlands aus der Euro-Zone.


    http://www.welt.de/politik/deu…ro-Zone-nicht-retten.html


    Das Problem ist einfach, daß die paar deutschen Ökonomen, die den Euro-Rettungskurs der Regierung unterstützen, weder nach Zahl noch nach Qualifikation ausreichen, um die vorhandenen Gremien und Beiräte adäquat zu besetzen. Du kannst Dich ja gerne mal über die Beschlußlage der relevanten Ausschüsse beim Verein für Socialpolitik informieren. Da wirst Du vermutlich staunen.

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