Bundestagswahl 2013

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    Original geschrieben von Jimmythebob
    ... Merkel wird sich zu 100% nicht auf die AfD einlassen, deren Forderungen stehen diametral zu denen der CDU ...
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    Atomausstieg und Mindestlohn lassen grüßen. Um die Macht zu erhalten, geht man (Frau) schon Kompromisse ein.

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    Original geschrieben von Nokiahandyfan
    Richtig. Volkswirtschaftler dürfen auch wissen, dass ein unausgeglichener Export/Import nicht gut sein kann. Deutschland hat deutlich mehr Export als Import.


    Genauso ist es. Deutschland hat seit Jahrzehnten einen mehr oder weniger gewaltigen Leistungsbilanzüberschuß, d.h. es exportiert wesentlich mehr Waren und Dienstleistungen als es einführt. Die Kehrseite der Medaille war ein permanenter Kapitalexport, d.h. Deutschland baute permanent finanzielle Forderungen nicht zuletzt gegenüber den Ländern der heutigen Eurozone auf. Im Rahmen des Europäischen Währungssystems, das der Bildung der Euro-Zone voranging, bestand die Möglichkeit diese Entwicklung durch Aufwertungen der D-Mark bzw. Abwertungen des Franc, der Lira etc. (die immer wieder stattfanden) zumindest zu korrigieren. Mit der Einführung der Währungsunion entfiel dieses währungspolitische Instrument. Permanente Leistungsbilanzüberschüsse auf der einen Seite (Deutschland) bzw. Leistungsbilanzdefizite auf der anderen Seite (Club Mediterrane) sind zwar ein fragwürdiges Geschäftsprinzip, aber solange kein wirkliches Problem, wie der Gläubiger (Deutschland) davon ausgehen kann, daß seine Schuldner (Club Mediterrane) - so sie ihre Verbindlichkeiten schon nicht begleichen - wenigstens regelmäßig die Zinsen auf ihre Schulden aus ihren "Einkommen" bezahlen können. Wie wir alle wissen, ist inzwischen aber nicht mehr der Fall. De facto muß etwa Griechenland derzeit ständig neue Schulden aufnehmen, um wenigstens die Zinsen auf seine alten Schulden begleichen zu können. Daß das auf Dauer nicht gut gehen kann, sollte jedem einleuchten. Um es etwas flapsig auszudrücken, befindet sich Deutschland derzeit in der Situation eines Gastwirts, der sich über seinen tollen Umsatz freut, weil er alle zahlungsunfähigen Alkoholiker der Umgebung unbegrenzt anschreiben läßt. Man könnte sagen, selber schuld. Tragisch wird die Sache nur dadurch, daß seine Köchin und sein Kellner fest daran glauben, daß durch die Bezahlung der Deckel einstmals ihre Altersbezüge finanziert werden.

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    Original geschrieben von schmidt3
    ... Bliebe somit die Möglichkeit von Rot-Rot-Grün. Dazu müßte die SPD aber erstmal Steinbrück loswerden, denn daß der so verrückt ist, sich auf solch ein Himmelfahrtsunternehmen einzulassen, kann ich mir kaum vorstellen.


    Die wahrscheinlichkeit von Rot-Rot-Grün sehe ich bei 1 Promille, den nicht nur Szeinbrück ist dagegen, sondern auch Gabriel und Co. genauso.


    Zitat

    Original geschrieben von hrgajek
    Mir fällt auf, daß AfD und Piratenpartei hier im Forum in etwa den gleichen Anteil haben, vermutlich ist die Stichprobe zu klein. Rein "gefühlsmäßig" müßten die Piraten doch in einem internet affinen Forum ein paar Stimmen mehr bekommen oder geben sie in der Öffentlichkeit ein zu diffuses Bild ab?


    Die Piraten sind weg vom Fenster, die Parteil ist gerade dabei sich selber zu zerlegen und denen noch einen ernsthafte Regierungsverantwortung zuzutrauen ist schon grob-fahrlässig.


    Die AfD ist mir vollkommen suspekt, ausser ihren paar tollen Schlachtparolen hab ich von denen bisher nichts mitbekommen. Keine Wahlwerbespot im Radio/Tv, keine Plakate, keine Infostände in der fussgängerzone am Samstag - nichts und genau das ist die Partie auch für mich - ein Nichts.
    Da sind die Piraten ja noch weit aus tätiger.


    Der letzte Deutschlandtrend vom 12.9 sieht AfD und Piraten jeweils bei 2,5 % und viel mehr werden dich auch nicht bekommen. ( FDP 5.0%, CDU 40%, SPD 28,0, Grüne 10.0 %, Linke 8,0% )
    (Quelle: Deutschlandtrend Infratest Dimap )

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    Original geschrieben von autares
    That came at a price, my friend!


    Und zu diesem "starke DM macht Einfuhren billig":
    Nicht zu Ende gedacht. Deutschland ist ein Exportland. Aufwertung ist für ein Exportland grds als negativ anzusehen, da die Leistungsbilanz sinkt - bestes Beispiel: USA.


    So, so, da weiß es einer aber ganz genau. Zunächst einmal ist es überhaupt nicht klar, ob eine Aufwertung der heimischen Währung tatsächlich zu dem gemeinhin als Normalreaktion der Leistungsbilanz bezeichneten Abbau des Leistungsbilanzüberschusses führen muß. Dies setzt nämlich die Gültigkeit der Marshall-Lerner-Bedingung voraus, was zunächst einmal empirisch zu überprüfen wäre.
    Des weiteren stammt diese Beziehung aus simplen makroökonomischen Modellen, die keinerlei Vorleistungsverflechtung berücksichtigen. Tut man dies, so wird der Zusammenhang zwischen der Entwicklung des (realen) Wechselkurses und der Reaktion der Leistungsbilanz noch deutlich unklarer. Fest steht jedoch, daß die Wirkung einer Aufwertung auf den Leistungsbilanzüberschuß um so geringer ausfällt, je höher der Anteil der in die Exporte eingehenden importierten Vorleistungen ist. Tatsächlich ist der Anteil importierter Vorleistungen in vielen deutschen Exportsektoren sehr hoch und nimmt aufgrund von Outsourcing tendenziell sogar eher zu. Wie eine Aufwertung einer theoretischen neuen nationalen Währung auf den deutschen Leistungsbilanzüberschuß wäre, ist daher völlig unklar.
    Weiterhin ist es aus den in meinem letzten Beitrag genannten Gründen äußerst fraglich,ob ein Rückgang des deutschen Leistungsbilanzüberschusses überhaupt negativ zu bewerten wäre. Derzeit liefern wir wohl massenhaft Waren an Länder, von denen wir vermutlich nie eine adäquate reale Gegenleistung erhalten werden. Der "Schuldenschnitt" wird kommen und nicht nur für Griechenland.

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    Original geschrieben von Samsungracer


    Die AfD ist mir vollkommen suspekt, ausser ihren paar tollen Schlachtparolen hab ich von denen bisher nichts mitbekommen. Keine Wahlwerbespot im Radio/Tv, keine Plakate, keine Infostände in der fussgängerzone am Samstag - nichts und genau das ist die Partie auch für mich - ein Nichts.
    Da sind die Piraten ja noch weit aus tätiger.


    Ich vermute, Du liest keine FAZ, da war heute eine ganzseitige Anzeige geschaltet. Offenbar schaust Du auch nicht in das Regionalblättchen, das Du in den Briefkasten geworfen bekommst. Da hat die AfD mit dem Ertrag iher "Geldbomben"-Aktion, mit der sie angesichts leerer Parteikassen innerhalb von 48 Stunden immerhin 523000€ von rund 6000 Kleinspendern erzielt hat, bundesweit Anzeigen geschaltet. Und vermutlich schaust Du auch keine youtube-Videos. Da wurde ebenfalls mit diesem Geld Wahlwerbung platziert.


    Zitat

    Original geschrieben von Samsungracer
    Der letzte Deutschlandtrend vom 12.9 sieht AfD und Piraten jeweils bei 2,5 % und viel mehr werden dich auch nicht bekommen. ( FDP 5.0%, CDU 40%, SPD 28,0, Grüne 10.0 %, Linke 8,0% )
    (Quelle: Deutschlandtrend Infratest Dimap )


    Naja, die INSA-Umfrage von heute gibt der AfD 5%. (Union 38%, SPD 28%, Linke 9%, Grüne 8%, FDP 6%, Piraten 2%, Sonstige 4%)


    http://www.wahlrecht.de/umfragen/index.htm


    Die Umfragen gehen seit einigen Tagen nach oben, unsere "Meinungsforscher"wollen am Sonntag ja nicht ganz so blöd dastehen.

  • Na ja, die Unterstellung, die Meinungsforschungsinstitute würden die Ergebnisse der AfD falsch darstellen, darf zumindest Herr Lucke meines Wissens nicht mehr wiederholen, oder? ;)

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    Original geschrieben von Robert Beloe
    Na ja, die Unterstellung, die Meinungsforschungsinstitute würden die Ergebnisse der AfD falsch darstellen, darf zumindest Herr Lucke meines Wissens nicht mehr wiederholen, oder? ;)


    Ups, da müssen wir aber einiges grade rücken.
    1. Es geht nicht um "die Meinungsforschungsinstitute", sondern allein um FORSA/ Güllner.


    2. Das SPD-Mitglied Güllner hatte sich ja schon vor ein paar Monaten klar positioniert als er in einem Interview zu besten gab, es wäre ein "Unglück, wenn es die AfD in den Bundestag schaffen würde" (sinngemäßes Zitat).


    Vor kurzem wurde Lucke (so seine Aussage) aus dem Umfeld von FORSA Material zugespielt, dass bei FORSA bei der Berechnung der Prozentzahlen für die AfD systematisch der untere Wert des Vertrauensbereichs gewählt würde. Diese Aussage hat Lucke dann öffentlich widerholt.


    3. Darauf hin hat Güllner eine einstweilige Verfügung erwirkt. Dazu muss man wissen, was eine einstweilige Verfügung ist: das ist gerade NICHT eine gerichtliche Feststellung von Wahrheit/Lüge oder Schuld/Unschuld. Das ist lediglich eine amtliche Bestätigung, dass ohne eine weitere gerichtliche Klärung für den Antragsführer mit unzumutbaren Nachteilen zu rechnen sei. Mit anderen Worten: eine einstweilige Verfügung ist lediglich die richterliche Aufforderung, den Vorfall juristisch klären zu lassen.


    4. Lucke könnte darauf eingehen; aber dann muss er seine Quelle offen legen. Und das, so seine Aussage, will ernicht tun, um den Informanten zu schützen.


    5. Bei diesem Stand hätte Güllner es belassen können; aber er zeigte seinen wahren Charakter dann noch mal, in dem er wilde Beschimpfen gegen Lucke ausstieß ("Lügen-Lucke"): eine Bezeichnung, die ganz offensichtlich den Tatbestand der Beleidigung erfüllt.


    6. Gegen diese Beschimpfungen könnte nun seinersits Lucke vorgehen, der aber bisher darauf verzichtet hat.


    So, jetzt kennt ihr in etwa den Ablauf.


    Herzlich
    F2000

    Xperia Z3c - Lumia 950 XL

  • Nun, Fakt ist, dass Lucke diese Behauptung nicht mehr aufstellen darf. Zu insinuieren, Lucke sei mit allem eigentlich im Recht, verzichte aber großmütig darauf, dieses formaljuristisch durchzusetzen, ist mir als Argument doch etwas dünn.

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    Original geschrieben von Robert Beloe
    Na ja, die Unterstellung, die Meinungsforschungsinstitute würden die Ergebnisse der AfD falsch darstellen, darf zumindest Herr Lucke meines Wissens nicht mehr wiederholen, oder? ;)


    Das "Meinungsforschungsinstitut" des SPD-Mitglieds Güllner gibt der AfD derzeit 3% mit einer statistischen Schwankungsbreite von 1,5%. Ein naiver Mensch könnte daraus jetzt ja nun den Schluß ziehen, die "Demoskopen" um Herrn Güllner seien sich sicher, daß die AfD an der 5%-Hürde scheitert. Wie erklärst Du Dir dann, daß dieser Herr an jeder Ecke so explizit seine "Befürchtung" (interessante Formulierung für einen "Forscher") äußert, die AfD würde die Hürde doch knacken? Ein Schelm, wer da Böses denkt.

  • Güllner hat doch darauf hingewiesen, dass die AfD schwierig einzuschätzen ist. Worüber regt Ihr Euch also auf? Es ist übrigens gar nicht im Interesse eines Instituts, hier fehlerhaft oder manipulativ vorzugehen.


    Nichtsdestotrotz darf Güllner durchaus eine politische Meinung haben. Frag mal seine SPD-Parteigenossen, die sind nämlich ganz besondere Fans von ihm, weil er mit seinen Einschätzungen nie hinterm Berg hält.

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