Bundestagswahl 2013

  • Naja, es ist doch so das man nur die Wahl zwischen mehr oder weniger kleineren Übeln hat. Die Partei mit deren politischen Vorstellungen man zu 100 Prozent einverstanden ist wird es für die allermeisten Wähler einfach nicht geben. Nicht zur Wahl gehen ist auch keine Lösung, da stärkt man dann indirekt Parteien mit denen man sogut wie garnicht übereinstimmt. Wer nicht zur Wahl geht, wählt so gesehen auch.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Zitat

    Original geschrieben von Printus


    Steinbrück wurde ab einem gewissen Punkt zu Unrecht von der Presse zerrissen, bis dahin hatte er sich das aber redlich erarbeitet indem er kein Fettnäpfchen ausließ und sich angreifbar machte.


    hhm... unrecht ja, oder redlich erarbeitet nein? oder wie, oder was?

    "Sind das die Nazis, Walter? – Nein, Donny… Diese Männer sind Nihilisten! Du brauchst keine Angst zu haben…"

  • Er ist doch schon wieder in ein Fettnäpfchen getreten indem er bei Merkel in Zusammenhang mit Ihrer Politik ihre Herkunft aus dem Osten Deutschlands ins Spiel gebracht hat,ohne dabei zu merken daß er mit solchen Äußerungen viele Bürger im Osten vor den Kopf stößt. Dem Mann fehlt das Fingerspitzengefühl neben Ausstrahlung und noch einigen Dingen.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Grundsätzlich gebe ich dir Recht, aber die SPD-Wähler (Arbeiter, Gewerkschaftmitglieder, Sozial interessierte Menschen, etc...) haben es der SPD bzw. genauer Gerhard Schröder nie verziehen, die Agenda-Politik eingeleitet und durchgesetzt zu haben.


    Sozialdemokratische Wähler vergessen nicht so leicht.


    Und das in meinen Augen vollkommen zu Recht!


    Die Agenda 2010 ist (vollkommen unabhängig von ihrer Berechtigung) so ziemlich das Gegenteil von dem, was SPD-Wähler von "ihrer" Partei erwarten. Die Grundfesten sozialdemokratischer Politik wurden auf den Kopf gestellt. Und genau das ist es, was niemals passieren darf.


    Setzten sich die Grünen plötzlich für eine Wiederaufnahme des Betriebs von Atommeilern ein, hielte ich das für vergleichbar. Selbst wenn sich Atomkraftwerke in der Folge als Glücksfall für die Energieversorgung herausstellten, würde die Partei durch ihre Stammwählerschaft zu Recht abgestraft werden.


    Frankie

  • Naja, Beispiele wo Parteien ihre Meinung geändert und haben und heute genau das Gegenteil vertreten was sie mal früher für richtig gehalten haben, findet man leider bei allen Parteien. Getreu nach dem Motto:"Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern" So gesehen könnte man eigentlich zumindest keine der etablierten Parteien eine Stimme geben.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Das ist richtig.


    Fälle, in denen Parteien die Grundpfeiler ihrer politischen Überzeugung umstoßen (nichts anderes war die Agenda 2010), sind aber noch einmal was ganz anderes.


    Frankie

  • Hast du auch recht. Es macht schon einen Unterschied aus ob ich jetzt meine Meinung z.B. zu Tempo 130 auf Autobahnen ändere oder die Grundüberzeugungen in meinen sozialpolitschen Vorstellungen über den Haufen werfe. Nicht alles hat die gleiche Gewichtung. So eine wesentliche Kehrtwende gab es ja auch bei der Union beim Atomaustieg und der Energiepolitik. So sehr geschadet wie die Agenda 2010 die SPD hat, hat dies der Union überraschenderweise eigentlich nicht.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    So eine wesentliche Kehrtwende gab es ja auch bei der Union beim Atomaustieg und der Energiepolitik. So sehr geschadet wie die Agenda 2010 die SPD hat, hat dies der Union überraschenderweise eigentlich nicht.


    Weil es auch so drastisch nicht war. Für oder gegen Atomstrom zu sein, tangiert nicht zwangsläufig CDU-Basis-Positionen. Der Knackpunkt war dabei eher, dass eine Partei und ihre Kanzlerin ihre Meinungen innerhalb weniger Monate um 180° veränderten. Das war aber in der Folge des Fokushima-Unfalls eine "Vernunftwende" und konnte den Wählern somit vermittelt werden. Es war keine Geisterfahrt gegen die eigenen Wähler.


    Die SPD hingegen hat ihre politische Grundlinie verlassen. Das wird von Wählern natürlich bestraft und zu Recht, denn wer so blöde ist, kapiert es nicht anders als durch entsprechende Wahlergebnisse.

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Da bin ich mal auf das nicht repäsentative Ergebnis hier in TT gespannt, ist ja eher ein linkslastiger Haufen hier. :D
    Oder?


    Meine Einschätzung zur BTW 2013:


    Die SPD hat es definitiv versemmelt, mit oder ohne Medienschelte für Steinbrück.
    Die Auswirkungen der Agenda 2010 sind einfach zu groß für diese ehemalige Arbeiterpartei.
    Da bringt es auch nichts, wenn man jetzt versucht immer weiter nach links zu driften.


    Es ist schon ein Treppenwitz, dass gerade die SPD diese Dinge wie Rente mit 67 und Hartz4 aktiv durchgesetzt hat.


    Mutti sonnt sich nun und kann sich quasi zurücklehnen, ohne aktiv einzugreifen.
    Ist mir aber immer noch lieber wie die Aktionen von diesem Gabriel, der wie ein Marktschreier agiert.


    Es läuft auf schwarz-gelb oder große Koalition hinaus.
    Nur wenn Roth, Trittin und Künast mal Platz machen, könnte es auch schwarz-grün werden.
    Rot-rot-grün wäre für die SPD der totale Gesichtsverlust.

    Beste Grüße
    W.

  • Zitat

    Original geschrieben von 7650w
    ... TT ... ist ja eher ein linkslastiger Haufen hier. ...
    Rot-rot-grün wäre für die SPD der totale Gesichtsverlust.


    TT ist kein einheitlicher "Haufen", bei politischen Themen kritisiert man eher die Regierung, das hat nichts mit linkslastig zu tun.
    Nach der "Agenda" würde der SPD R-R-G weniger schaden, da man sich wieder mehr als Partei der abhängig Beschäftigten präsentieren könnte.
    In Ländern arbeitet/arbeitete man doch auch mit der Linken zusammen, warum nicht im Bund?
    Entweder ist die Linke "grundgesetztreu", dann muss sie auch im Bund koalitionsfähig sein, ist sie es nicht, dürfte sie in keiner Landesregierung beteiligt sein.

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