Was wird aus Vodafone? 2022: Hannes Ametsreiter geht und Philippe Rogges kommt

  • Die einfachen und klaren Tarife gibt es ja nach wie vor bei den Discountern - etwa bei Simyo oder, wenn man zu D2 möchte, bei Otelo oder anderen Marken. Dass diese dann wieder verdrängt werden von neuen Tarifmodellen hat natürlich mit dem Wettbewerb zu tun - und mit der Tatsache, dass man neue Einnahmen generieren will und vermutlich auch muss. Dies funktioniert mit verlässlichen Einnahmen aus Pauschaltarifen natürlich recht gut, vor allem dann, wenn diese zusätzlich mit lauter Einschränkungen und Vorgaben verbunden sind.


    Mir war und ist immer noch der simyo-Einheitstarif am sympathischsten. You get what you pay for - das leuchtet mir unmittelbar ein. :) Dieser funktioniert bei Datennutzung leider nicht so richtig. Zumindest müssten die 'by Call'-Kosten dann deutlich sinken, also bucht man eine Internetflatrate mit Drosselungsbestimmungen, die im Festnetz (zu Recht) nie durchsetzbar wären.


    Was auch erstaunlich ist: Die Terminierungsgebühren sind in den vergangenen Jahren dramatisch gesunken, aber ausgewirkt hat sich das auf die 9ct als Standard-Discounterpreis bisher so gut wie gar nicht, wenn man von wenigen Ausnahmen absieht. Und es hat sich auch nicht ausgewirkt auf die m.E. schon fast wucherhaften 29ct, die Netzbetreiber in ihren Originaltarifen für Telefonie jenseits von Minutenpaketen verlangen. Würde mein Arbeitsplatz bei einer Bonner Behörde sein ;), würde ich denken: Da ist etwas faul! ;)


    Edit - und noch zu Vodafone: Ein Freund von mir arbeitet als Gruppenleiter in einem externen Callcenter der Telekom, daher kenne ich die Unterschiede zwischen den externen Anbietern un den firmeneigenen Callcentern zumindest aus Erzählungen von dritten, was natürlich auch subjektiv ist. Jedenfalls ist mein Eindruck aus einigen Beiträgen hier, dass ein wesentliches Problem bei Vodafone das gegenwärtige Firmen-Klima ist. Klar, Berichte hier sind nicht unbedingt repräsentativ, aber dennoch habe ich den Eindruck, dass hier eine Riesenbaustelle ist. Irgendwie scheint die Kommunikation zwischen den verschiedenen Etagen nicht so richtig zu funktionieren...

  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe


    [...] also bucht man eine Internetflatrate mit Drosselungsbestimmungen, die im Festnetz (zu Recht) nie durchsetzbar wären. [...]


    Etwas OT:


    Wobei genau das die Telekom ja versucht durchzudrücken bzw. durchdrückt. Andere ISP praktizieren das ja auch.

  • Es ist OT, dennoch zwei Anmerkungen:
    - Die Telekom hat sich an diesem Thema bisher die Zähne ausgebissen.
    - Die Drosselungsvorgaben etwa von Kabel Deutschland sind im Gegensatz zu den Telekomplänen mE so großzügig bemessen, dass es hier eher um eine Missbrauchskontrolle geht.


    Bisher sehe ich es nicht, dass eine Drosselung im Festnetzmarkt wirklich durchsetzbar ist, und ich hoffe, das bleibt so. ;)

  • Nochmal OT:


    Ich habe irgendwo gelesen, dass Google verbietet, an ihren Glasfaseranschlüssen Server zu betreiben. Das würde sich für einen GF-Anschluss ja förmlich anbieten. Raspberry Pi als Mailserver oder kleiner Webserver, zum streamen, etc.. Da kommen schnell einige GB zusammen. Kann das nur als Beispiel bringen, aber ich hoste jetzt schon für diverse Leute Mails, etc. und da kommt schon ganz schön was zusammen in manchen Zeitabschnitten.

  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    Mir war und ist immer noch der simyo-Einheitstarif am sympathischsten. You get what you pay for - das leuchtet mir unmittelbar ein. :)


    Mir nicht zwangsläufig ;) In acht Jahren hatte ich nur drei mal Anlass bei der simyo-Hotline anzurufen, und jedes mal war ich echt überrascht ohne Wartezeit, kulant, akzentfrei, professionell und zielführend bedient worden zu sein. Sollte sich Vodafone vielleicht mal zum Benchmark nehmen...

    🎖️ Inoffizieller TT-Klugscheißer und Allesbesserwisser 🎖️

  • Da sehe ich keinen Widerspruch! Ich meinte mit dem 'You get what you pay for' eigentlich das Prinzip, dass man für jede verbrauchte Minute einen fairen Preis zahlt. Das fand ich am simyo-Prinzip gut und einleuchtend. Mit der simyo-Hotline habe ich übrigens ebenfalls gute Erfahrungen gemacht.

  • Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    Eben. Diese automatisierte Priorisierung an der Hotline nach Kundenstatus des Anrufers gibt es schon sehr lange bei VF. Über das Festnetz funktioniert dies natürlich nicht. Da erwartet man potentielle Neukunden, nicht trickreiche Bestandskunden. :D


    Ich hab jetzt mal vom Festnetz aus angerufen und eine seeeeeeeeeeeeeeeeeehr wichtige Vodafone-Nummer eingegeben. Die blöde Abfrage nach dem Thema kam zwar immer noch, aber nach drei Sekunden Wartemusik hatte ich dann eine meiner direkten Kolleginnen dran. ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von Linea
    Ich hab jetzt mal vom Festnetz aus angerufen und eine seeeeeeeeeeeeeeeeeehr wichtige Vodafone-Nummer eingegeben....


    Ohne Nummer geht es nicht?

    LG: V30
    Samsung: Galaxy Tab S2 LTE, A5 (2017);
    Sony: Xperia X Compact;

  • Wobei ich sagen muss, dass das Ganze subjektiv zumindest ein bisschen besser geworden ist. Als ich mich über diese blöde Marketingaktion beschweren wollte (s.o.), hatte ich ziemlich schnell an der Strippe - trotz meiner zwar gut genutzten, aber wirklich nicht wichtigen D2-Nummer. Immer noch kein Vergleich zu meinen unfreiwilligen 'Goldstatus'-Zeiten (horror of horrors), wo ich es noch nicht mal klingeln hörte ;), aber immerhin...

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