Nokia verkauft Smartphone-Geschäft an Microsoft

  • http://de.wikipedia.org/wiki/Support_(Dienstleistung)


    Darunter verstehe ich auch einen funktionierenden Store. Woher sonst sollen Updates und technische Unterstützung für die Apps kommen? Von den Entwicklern/Herstellern selber? -> Da hat MS auch einen Teil zu leisten, denn die sitzen jetzt da....


    Wortklauberei hat MS/Nokia nicht nötig. Und ist in Anbetracht dessen, dass über 100 Millionen Symbian-Nutzer irgendwann überlegen werden, welches OS sie nach Symbian kaufen wollen, auch nicht gerade clever von MS. Siehe WP 7.5.

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Gerade Du als Anwalt solltest doch wissen, dass das Verständnis des einzelnen an der Stelle nicht relevant ist, sondern das, was tatsächlich gesagt wurde. (Persönliches Rechtsempfinden und tatsächliche Rechtsauslegung weichen beispielsweise auch öfters ab, als viele denken, so nebenbei). Die Anscheinsvermutung (etwa von Testi oder Dir), dass mit der Weber-Aussage auch die Fortführung des Nokia Stores in der Form gemeint war, dass App-Aktualisierungen und neue Apps dort Einzug bis 2016 finden werden, obwohl das System bereits vor knapp 1 1/2 Jahren aufgekündigt wurde, war eine persönliche Fehlinterpretation des Gesagten. Der Store funktioniert, auch nach dem 31.12.2013 (, nur eben) mit Stand 31.12.2013; bis mindestens 2016; auch über die Nokia Store App der Firmware.


    Solche ähnlichen Umstände erlebten (HP OS) und erleben wir auch bei anderen Systemen. Ich habe hier z. B. einen iPod Touch der zweiten Generation herumliegen (sieht aus wie gerade ausgepackt; für mich, der seine Geräte pfleglich fast wie ein rohes Ei behandelt, gefühlt wie neu). Lassen sich dort alle Apps aus dem App Store installieren? Mitnichten; da sagt mir iTunes, dass für die Installation eine andere bzw. höhere iOS-Version notwendig ist, welche sich aber nicht installieren lässt, da das Gerät hierfür nicht (mehr) unterstützt wird. Der iPod Touch war damals auch nicht gerade billig.


    Wie war noch gleich Dein Verständnis von Support, Timba?


    Zu Symbian gibt es aber dennoch einen gewaltigen Unterschied. Hier kann ich die weiterentwickelte sis-Datei des Entwicklers auf dessen Internetseite herunterladen und ohne einen Store installieren.


    Und das Verständnis für die Entwickler hält sich bei mir in Grenzen. Sie wussten, dass 'Ende Gelände' wird. Sie hätten schon längst Apps für WP anstatt dessen entwickeln können. Wer mit Vollgas auf eine Mauer zufährt und sich 5 Meter davor wundert, weshalb die Bremswirkung versagen wird, dem unterstelle ich in Hinblick auf Symbian eine tiefgreifende Marktunkenntnis. Und wer sich dem verändernden Markt nicht anpasst, wird dort halt nicht mehr weiter mitspielen können. Das gilt für Nokia wie auch für den kleinen Entwickler Müller/Huber/Meier.

  • Ist ja eine coole Diskussion um die Reste von Symbian.




    Zitat

    Original geschrieben von testi100
    Ihr sprecht immer von MS, noch ist Nokia selbst dafür Verantwortlich ;)


    Falls es an irgendjemandem vorbeigegangen sein sollte oder vergessenheit geraten ist: Nokia hat seine Mobilfunksparte verkauft. Nokia ist für Symbian nicht mehr verantwortlich. Auch nicht für den Symbian Store.


    ;)


    Zitat

    Original geschrieben von testi100
    Und egal was MS will oder nicht, sie werden die Smartphonesparte mit allen Rechten und Pflichten übernehmen.


    Wo steht das? Zeig mir die Stelle im Vertrag oder einer Pressemitteilung.

    Samsung Galaxy S25 Ultra

  • Zitat

    Original geschrieben von what s up
    Falls es an irgendjemandem vorbeigegangen sein sollte oder vergessenheit geraten ist: Nokia hat seine Mobilfunksparte verkauft. Nokia ist für Symbian nicht mehr verantwortlich. Auch nicht für den Symbian Store.

    Mein lieber, DU solltest dich besser informieren, Verkauft ist da bis jetzt noch gar nichts, es wurde nur von beiden Seiten die Absicht bekundet ;)
    Wenn die Aktionäre dem nicht zustimmen, bleibt Nokia auf ihrem Scheiß sitzen, was aber in der Tat nicht wahrscheinlich ist...


    Ändert aber nichts daran, das momentan noch Nokia selbst (u.a. für Symbian) verantwortlich ist.

    Wanted: S. Elop, murder of Symbian, MeeGo and most recently NOKIA (R.I.P. 25.04.2014)


    Aktuell: HTC Desire EYE & Nokia 808 Pure View mit eigener CFW: FP3 CFW v2.5 "Final Edition" für 113.010.1508


    Bisher: Nokia 2110, 6110, 7110, 6210, 6310, 6230, 6230i, 7250i, N70, N73, N78, X6, N8, UMI X2, HTC One M8

  • @ derAL
    In diesem Punkt kommen wir nicht zusammen.
    Ich und viele andere finden das - mit Verlaub- Scheiße, du findest es nicht so schlimm.
    Belassen wir es dabei ;)
    Mich persönlich betrifft das auch nicht wirklich, ich besorge mir meine Apps und Updates eben anderswo, trotzdem kann ich die Deckelung des Stores nicht gut heißen.



    Zitat

    Original geschrieben von derAL
    Und das Verständnis für die Entwickler hält sich bei mir in Grenzen. Sie wussten, dass 'Ende Gelände' wird. Sie hätten schon längst Apps für WP anstatt dessen entwickeln können.

    Das wird schon seinen Grund haben, wieso sie nicht für WP Entwickeln (wollen) ;)
    Die meisten werden sich da eher in Richtung Android & iOS Orientieren.
    Wieso von einem totem OS auf das nächste wechseln? :p

    Wanted: S. Elop, murder of Symbian, MeeGo and most recently NOKIA (R.I.P. 25.04.2014)


    Aktuell: HTC Desire EYE & Nokia 808 Pure View mit eigener CFW: FP3 CFW v2.5 "Final Edition" für 113.010.1508


    Bisher: Nokia 2110, 6110, 7110, 6210, 6310, 6230, 6230i, 7250i, N70, N73, N78, X6, N8, UMI X2, HTC One M8

  • Zitat

    Original geschrieben von testi100
    Mein lieber, DU solltest dich besser informieren, Verkauft ist da bis jetzt noch gar nichts, es wurde nur von beiden Seiten die Absicht bekundet ;)
    Wenn die Aktionäre dem nicht zustimmen, bleibt Nokia auf ihrem Scheiß sitzen, was aber in der Tat nicht wahrscheinlich ist...


    Ich halte das sogar für so gut wie ausgeschlossen. Das Kapitel 'Mobilfunkgeräte' ist für Nokia jetzt geschlossen und zu - und zwar, wie ich auf einen Kessel heißen Ostfriesentee wette, auf alle Zeiten.


    Das ist zwar bitter, im Hinblick auf die vergangenen Jahre, auf die Mitarbeiter, auf das entstandene Firmenerbe und die Endkundenmarke Nokia, aber vermutlich die absolut richtige Entscheidung, die vielleicht sogar früher hätte gefällt werden sollen.

  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    Das ist zwar bitter, im Hinblick auf die vergangenen Jahre, auf die Mitarbeiter, auf das entstandene Firmenerbe und die Endkundenmarke Nokia, aber vermutlich die absolut richtige Entscheidung, die vielleicht sogar früher hätte gefällt werden sollen.


    Das ist für mich eine völlig unverständliche Ansicht.


    Erst wird durch überbezahltes und überhebliches Management der Schaden angerichtet und damit Symbian (und evtl. Nachfolger) zugrunde gerichtet. Jetzt wird plötzlich argumentiert, dass man die Mobilfunksparte schon viel früher hätte schließen (verkaufen) müssen, was aber gar nicht nötig gewesen wäre, wenn das Management nicht Mist gebaut hätte. Wohlgemerkt. Sie haben nicht einmal Mist gebaut. Ich behaupte mal durchgehend seit ca. 2006 mit einzelnen Lichtblicken. Nicht der verspätete Verkauf war schuld, es waren mindestens 7 Jahre Fehlentscheidungen. Was wiegt wohl schwerer ?


    Nur mal als Hinweis. Das Ziel eines Unternehmens ist nicht der Ruin, sondern der Erfolg. Nokia hat aber alleinigen Anteil am selbst verschuldeten Misserfolg. Unternehmensziel verfehlt.


    VG

  • Bandit, ich habe den unerschütterlichen Eindruck, dass wir aneinander vorbeireden. Ich spreche nicht davon, dass Nokia 2007 oder 2008 seine Gerätesparte hätte verkaufen sollen, wobei das vielleicht ebenfalls in Verbindung mit einer besseren Umsetzung des (dann ja gescheiterten) OPK-Strategiewechsels ex post auch interessant gewesen wäre.


    Ob Nokia mittelfristig mit einer Umorientierung auf Android oder der Fortsetzung der kombinierten Symbian-/MeeGo-Strategie erfolgreicher gewesen wäre, werden wir nie wissen können.


    Mein subjektiver, ebenfalls nicht beweisbarer Eindruck ist seit langer Zeit: Europäische Unternehmen haben große Schwierigkeiten auf dem Markt der Elektronikkonsumgüter.

  • @Robert Beloe
    Ich habe Deine Intention schon verstanden.


    Das Problem ist doch die lange Zeit. Ab welchem Zeitpunkt wäre denn der Verkauf gerechtfertigt gewesen ?
    Und wenn man dann einen Zeitpunkt erkannt hat, bleibt immer noch die Frage, warum in dieser Zeit nicht Entscheidungen zur Verbesserung des Produktes getroffen wurden.


    Das steht doch immer gegenüber.
    Mit einigen speziellen Ausnahme vertrete ich die Meinung, dass nur Verlierer verkaufen. Gewinner verbessern entsprechend des Marktes ihr Produkt. Ausnahmen sind z.B. technologischer Fortschritt. Man kann die Kassette nicht verbessern, wenn das ganze Segment veraltet ist (Röhrenfernseher, Schallplatten, usw).
    Schau Dir mal Kodak an. Was war wohl die falsche Entscheidung ? Der zu späte Verkauf oder die zu späte Umstellung auf Digital Kameras ?


    Weiterhin sollte man bedenken, dass der Verkauf von nicht zur Kernkompetenz des Unternehmens gehörenden Unternehmensteilen Sinn machen kann.


    Bei Nokia gehörte die Mobilfunksparte aber zur Kernkompetenz. Außerdem war der Misserfolg nicht durch technologischen Fortschritt oder Mitbewerber ein unabänderliches Ereignis.


    Was wäre wenn kann natürlich niemand rückblickend sagen. Aber wir wissen mit Sicherheit, dass vor allem 7 Jahre Fehlentscheidungen für den Niedergang verantwortlich sind. Spielt es da wirklich eine Rolle, ob Nokia es auch bei richtigen Entscheidungen geschafft hätte ? Nicht bei der Ausgangslage.


    VG

  • Mein Eindruck im Hinblick auf den Markt der elektronischen Konsumgüter ist so: Solange im engeren Sinne technische Entwicklung im Vordergrund steht und die dafür verwendete Technologie aus verschiedenen Gründen nicht ohne Weiteres adaptiert werden kann (noch nicht ganz verstandene Komplexität, Patente, Herstellungskosten etc.) durch andere Hersteller, haben/hatten die Europäer gute Karten. Sobald jedoch im Technikmarkt Elemente des Konsumgütermarktes beherrschend werden, sind die Europäer raus aus dem Geschäft, da sie dann einerseits mit Fertigungsqualität kaum noch punkten können (da die Geräte ohnehin nach wenigen Jahren ausgetauscht werden) und Schwierigkeiten haben, sich im schnelllebigen Markt der Trends und (Design- und Gadget-)Moden zu behaupten.


    Aus diesem Grund hat sich m.E. als letztes bedeutsames europäisches Unternehmen nun auch Philips aus diesem Marktbereich verabschiedet, und diese Entscheidung der Niederländer ist ja im Grunde im Hinblick auf die Geschichte der Marke Philips mindestens so einschneidend wie der Verkauf der Gerätesparte durch Nokia.

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