Der Bischof ist doch kein Idiot, der glaubt das keiner merkt wenn auf dem Konto 16 Millionen fehlen!
Also durfte er es und es wurde erst ruchbar, als die Öffentlichkeit Wind davon bekam. Fragt sich, wer die Windmaschine war? Warum hat sich der Spiegel wegen eines Tickets auf den Bischof gestürzt? Da wurde doch angeschwärzt. Der Bischof hat seine Gegenspieler unterschätzt.
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selbst wenn es irgendwelche ominösen "gegenspieler" gibt, die ganz heiß auf seinen posten sind, so macht das die sache - wenn es dort fehlverhalten gegeben hat - auch nicht besser. er hatte schließlich die verantwortung dafür und nicht jemand anderes.
in seiner position muss man sich auch vor gegenspielern zu schützen wissen, sonst hat man da nunmal nichts verloren. -
Zitat
Original geschrieben von mostwanted
Warum hat sich der Spiegel wegen eines Tickets auf den Bischof gestürzt?Es ist ja kein Geheimnis,wenn ein "Kirchenfürst" eine "Geschäftsreise" unternimmt.Ihm steht laut der Vereinbarung der Bischofskonferenz ein Platz in der "business class" zu.
Und so nimmt die Sache seinen Lauf;aber vielleicht können sich Johannes Rau,Guido Westerwelle,Cem Özdemir und weitere unter ihnen angesiedelte Personen dazu äußern,wie sowas ziemlich schnell raus kommt.:D
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Zitat
Original geschrieben von mostwanted
Der Bischof ist doch kein Idiot, der glaubt das keiner merkt wenn auf dem Konto 16 Millionen fehlen!
Offenbar hat er genau darauf gesetzt und gekonnt versucht, die Kosten zu verschleiern. Das ist ihm ja auch ganz schön lange gelungen. -
Nach den alltäglichen,traurigen "facts" der Tagespresse,nuneinmal paar lustige Zusammenschnitte von usern bei BILD:
http://www.bild.de/politik/inl…counts-32950012.bild.html
Der Twitter-Fake-Account ist auch lustig:
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Was ich nicht verstehe, in der Veröffenlichung über den "Bischöflichen Stuhl" lese ich von einer jährlichen Prüfung durch eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Hat der Bischof dies durch Schaffung des Vermögensverwaltungsrats außer Kraft gesetzt?
Quelle: http://www.bistumlimburg.de/me…-bischoefliche-stuhl.html -
Wenn ich das richtig erinnere, wurde das von KPMG gemacht. Das ist alles im Detail in dem oben verlinkten FAS/FAZ-Artikel von Volker Zastrow nachzulesen.
Der Bau des neuen Amtssitzes hat ein Drittel des gesamten Vermögens des Bistums aufgebraucht:
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Die anderen Bischöfe sind auch in ihrer denkweise und argumentationsweise "seltsam":
Bischof Ackermann von Trier am Sonntag bei Jauch:
Jauch :Allein Widerverheiratete haben nicht dieselben Rechte in der Kirche,wie alle anderen.
Ackermann: Ich schicke ja einen Wiederverheirateten nicht weg, wenn er auf der Kommunionbank kniet.
Jauch dazu: Darf ein Wiederverheirateter denn auch die Krankensalbung erhalten?
Ackermann frei von Ironie: Also bei Todesgefahr ist die Kirche immer besonders großzügig gewesen.
Das könnte man auch auf der Witzeseite 1zu1 so abdrucken

Wäre Tebartz nicht nach Rom geflogen
,hätte er den Talk sicher in seiner 17.000€ Badewanne genossen 
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Zitat
Original geschrieben von Robert Beloe
Die Geschichte ist m.E. viel banaler: Die drei Herren haben sich in dieser Position gebauchpinselt gefühlt und waren lange Zeit relativ naiv. Ich finde, Zastrow liefert ein recht glaubwürdiges (und auch nicht unkritisches) Portrait der drei Herren ab.Die Herren stehen ja auch mehr als dumm da.
Es ist hochnotpeinlich für das Gremium, wenn die Kosten komplett aus dem Ruder laufen und eine zur Finanzkontrolle vorgesehene Instanz hat es wochen-, monate- oder sogar jahrelang nicht kritisiert. Die Ausreden, man sei hinter's Licht geführt worden, habe auch keine Befugnisse zum Eingreifen und nebenbei keine Holschuld gehabt, sind albern.
Das Selbstverständnis einer Kontrollinstanz muss doch sein, zu kontrollieren. Sollte das nicht ermöglicht werden - wie in diesem Fall - fordert man auch ohne "Rechtsgrundlage" Zahlen an und wenn die nicht kommen, legt man das Mandat aus Protest nieder - weil ansonsten vorprogrammiert ist, dass man nur als Legitimations-Hampelmann missbraucht wird.
Die Aufgabe wurde nicht bezahlt, die Herren sind alle gut versorgt und stehen in keinem Abhängigkeitsverhältnis zum Bischof. Es wäre also ein Leichtes gewesen, sich gegen seine Vereinnahmung zu wehren. Aber die haben ihre Aufgabe schlichtweg nicht erfüllt - peinlich für Leute, die sich für clevere und erfahrene Aufsichten gehalten haben.
Ich glaube auch, dass die Herren sich ob der an sie herangetragenen Aufgabe gebauchpinselt fühlten, aber wenn ein bisschen Schleimerei schon ausreicht um diese Leute von ihrer vorgesehenen Kontrollaufgabe abzuhalten, dann machen sie eine denkbar schlechte Figur.Die jetzt plötzlich zahlreichen Auftritte Riebels, der die Schuld nun auf Tricksereien des Bischofs schiebt, sind IMHO nur Schadensbegrenzung und Vorwärtsverteidigung in eigener Sache, um das eigene Versagen schönzureden.
ZitatOriginal geschrieben von Robert Beloe
Das Problem liegt auch darin, dass es zu wenig effektive Kontrollmöglichkeiten in der Katholischen Kirche generell gibt. Das ist keine nach Gesichtspunkten der Gewaltenteilung aufgebaute Institution - ganz im Gegenteil.Na und? Die Kirche ist kein demokratischer Staat ist und muss deswegen auch nicht die gleichen Strukturen vorweisen. In Firmen und Behörden herrscht auch keine Demokratie - Führungskräfte entscheiden und die Angestellten müssen es akzeptieren.
Mir ist nicht ganz klar wie du auf den Anspruch kommst, die Kirche müsste demokratisch aufgestellt sein. Das muss sie nicht und sie kann es auch gar nicht, denn religiöse Glaubensgrundsätze werden als gottgegebene Wahrheit, als Wille Gottes, verstanden. Es ist damit schlechterdings unmöglich, dass zugleich per Mehrheitsentscheid festgelegt werden soll, welche Gebote gelten sollen. Dann wäre die kirchliche Lehre kein göttliches Absolutum mehr, sondern demokratisch gewählte oder koalierte Beliebigkeit der handelnden Menschen. Es würde die Lehre ad absurdum führen. -
Printus: Ich fordere keine im engeren Sinne demokratischen Strukturen für die Katholische Kirche. Die Aufregung ist also unnötig. Zugleich ist es aber so, dass eine Institution wie die Kirche, die Zuspruch, Führung, aber auch Heimat für etliche Millionen Menschen bietet - oder zumindest bieten will, in der heutigen Zeit ein Problem hat, wenn sie weiter an sehr hierarchischen und intransparenten Strukturen festhält. Das ist nicht mehr durchzuhalten, und es wäre auch kontraproduktiv im Sinne der Aufgaben der Kirche, wenn sie das versucht. Das ist im Kern das Problem des Bistums Limburg. Kardinal Lehmann wäre Manches, was nun seinem Limburger Kollegen vorgeworfen wird, vielleicht sogar verziehen worden, weil er ein anderes integrierenderes Auftreten hatte.
Den Vergleich mit Unternehmen finde ich interessant. Natürlich gibt es da klare Führungsstrukturen. Aber es gibt auch sehr klare und mächtige Kontrollinstanzen, und zwar auf allen möglichen Ebenen. Da herrscht weitaus mehr Transparenz als bei dem Bistumshaushalt von Limburg (der nun, gerade weil man versucht hatte, alles geheimzuhalten, dank FAZ zu großem Teil öffentlich im Internet einzusehen ist).
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