Sein agieren in der vermeintlichen Notlage ist in der Tat wenig hilfreich für seine Situation gewesen. Wie man ohne die Fähigkeit sich gekonnt zu positionieren so weit kommen konnte wundert mich dann doch. Trotzdem wurde viel (Weih)Rauch um nichts quer durch die Medienlandschaft gefächelt, nur weil Tebby ein dankbares Opferlamm darstellt, muss man es nicht zur Schlachtbank treiben.
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Original geschrieben von mostwanted
Trotzdem wurde viel (Weih)Rauch um nichts quer durch die Medienlandschaft gefächelt, nur weil Tebby ein dankbares Opferlamm darstellt, muss man es nicht zur Schlachtbank treiben.Es wird hier immer so dargestellt,als ob die Medien alles aufgebauscht haben;
aber wenn der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Zollitsch,sein Amtskollege aus Trier, Bischof Ackermann,und sogar Angela Merkel (Christlich Demokratische Union) unmittelbar (!!!) kurz (!!!) darauf dazu ihre Meinung abgeben,und Tebartz einfach "uneinsichtig" schweigt und bis heute schweigt,ist das doch kein Wunder,oder???: -
Meinung macht man mit Meinungen. Eines der Blätter hätte auch 10 Leute zitieren können, die das alles nicht so schlimm fanden. So werden Meinungen gemacht, PR zu Lasten einer Person. Man bietet den Gegnern einfach keine Plattform oder stellt diese bewusst schlecht dar.
Bald verfilmt:
Tebby in
Das Schweigen des Opferlammes
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So ein Quatsch. Er könnte was dazu sagen und schon wäre vieles klarer. Aber er schweigt lieber (aus gutem Grund). Daher ist das, was jetzt läuft, zum größten Teil selbst verursacht.
Du willst doch nicht ernsthaft behaupten, man mache das nur, weil Tebartz ein "Opferlamm" sei.
Das Problem ist viel eher, dass er sich jetzt zum ersten Mal mit berechtigter Kritik auseinandersetzen muss, was er als Kirchenmann, der sonst Unfehlbarkeiten verkünden kann und durch sein Amt auch darstellt, nur schwer kann. Daher die Flucht nach vorn.
Daher auch die "Angst" der erzkonserverativen Bischöfe. Ich hatte es schon weiter vorne geschrieben. Fällt Tebartz, fällt die "Unfehlbarkeit der Kirche und somit auch das "Verbot der öffentlichen Kritik und des öffentlichen Druckes".
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Niemand muss sich selbst belasten, gerade in schwebenden Verfahren halten Verfahrensbeteiligte in aller Regel den Mund - und tun auch gut daran, denn die Gefahr ist hoch, sich mit weiteren Einlassungen noch weiter in Bedrängnis zu quatschen. Dass der Bischof also nicht mit Erklärungen um die Ecke kam, hat die Sache nicht verbessert, aber auch nicht verschlimmert. Ab einem gewissen Punkt war medial sowieso nichts mehr zu retten.
Ein gewisser Herr Steinbrück kann ein Lied davon singen wie einem jede Aussage und jedwedes Verhalten negativ ausgelegt wird, egal was man sagt oder tut. Positives wird genauso ins Schlechte verdreht wie echte Fettnäpfchen wenn sich Medien gegenseitig hochpuschen und einen Skandal entwickeln.
Man konnte im Falle des Bischofs sehr gut beobachten, wie immer weiter Meldungen nachgeschossen wurden, auch wenn absolut nichts passiert war, z. B. wurde selbst die Nicht-Reise nach Rom am Samstag zu einer Schlagzeile. Und wenn das erste "systemrelevante" Medium die Berichterstattung begonnen hat triggert das alle anderen, die dann auf den Zug aufspringen. Früher oder später berichten sie darüber, dass alle anderen berichten. Man macht sich die Schlagzeilen selber aus dem Nichts heraus...
Hätte sich der Bischof geäußert, hätte man sowieso alles gegen ihn ausgelegt. Es wäre nicht als Versuch der Aufklärung dargestellt worden, sondern es wäre sofort von Uneinsichtigkeit und fehlendem Unrechtsbewusstsein die Rede gewesen. Die sind vermutlich tatsächlich vorhanden, der Bischof ist sich wahrscheinlich kaum einer Schuld bewusst und man darf annehmen, dass er sich bei einer Aussage gerechtfertigt - und es damit schlimmer gemacht - hätte. Insofern war Schweigen schon der schlauere Weg.
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Zitat
Original geschrieben von Printus
Niemand muss sich selbst belasten, gerade in schwebenden Verfahren halten Verfahrensbeteiligte in aller Regel den Mund - und tun auch gut daran, denn die Gefahr ist hoch, sich mit weiteren Einlassungen noch weiter in Bedrängnis zu quatschen. ....
Ganz unabhängig davon, was er sagte, würde er weiter in Bedrängnis geraten. Wirklich jede Aussage würde (vollkommen unabhängig von ihrem Inhalt) von den Medien zu seinem Nachteil ausgeschlachtet werden.So er sich (aus seiner Sicht) nichts vorzuwerfen hat, hätte er besser von Beginn an die Klappe gehalten. Dann wäre ihm schon der Faux-Pas mit dem Flugticket erspart geblieben.
Der einzig richtige Umgang mit Medien muss aus der Sicht eines jeden Betroffenen sein, seine Stellungnahmen auf die Worte "Kein Kommentar" zu beschränken und gegen jede Verletzung des Persönlichkeitsrechts rechtlich vorzugehen.
Leider lässt das Gebaren mancher Medien den Betroffenen gar keine andere Möglichkeit.

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Zitat
Original geschrieben von Printus
Niemand muss sich selbst belasten, gerade in schwebenden Verfahren halten Verfahrensbeteiligte in aller Regel den Mund - und tun auch gut daran, denn die Gefahr ist hoch, sich mit weiteren Einlassungen noch weiter in Bedrängnis zu quatschen.Das ist so nicht richtig!
Hier und auf den vorherigen Seiten ist dazu eigentlich schon alles mehrfach erklärt worden - ich weiß nicht,wie es es noch anders sagen soll? (andere user haben es auch schon versucht).:confused:
Allein schon wieder den Flug,den Rechsstreit mit dem Spiegel,die Baukosten,die Verschleierungstaktik,die Anstiftungen zum lügen und...und..und in eine Waagschale zu werfen und das o.g. zu sagen ist falsch!
Soviel dazu!;)
P.S:
Und wer weiterhin "alles" von mit dem beantragten Strafbefehl in Zusammenhang mit der falschen eidesstattlichen Versicherung in Verbindung bringt,hat bis jetzt den Sach- und Tathergang nicht verstanden!;)
Aber lassen wir das!
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Ich fasse zusammen:
Man kann geteilter Meinung sein. Genau so, wie Du das Eine für selbstverständlich hältst, gehen Andere vom (krassen) Gegenteil aus.

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Zitat
Original geschrieben von frank_aus_wedau
Man kann geteilter Meinung sein. Genau so, wie Du das Eine für selbstverständlich hältst, gehen Andere vom (krassen) Gegenteil aus.

Ich bin hier nicht der Einzige.;)
Was dem Bischof eindeutig fehlt sind gute Berater.
Selbst der "Kirchenexperte" konnte gestern den beantragten Strafbefehl,an dem sich hier fast alle aufhängen,mit einer ausbaufähigen,aber in der Grundart guten These entkräften (siehe bei Anne Will).Und ein weiteres Faktum darf man nicht vergessen:
Die Verfahren gegen Daum (Koks) und Tebartz sind in ihrer Grundform im Prinzip dieselben - beiden wurde etwas von Dritten vorgeworfen und sie wollten sich vor Gericht dagegen mit Lügengeschichten wehren,obwohl es weder angebracht war noch es jemand wirklich gefordert hat, und haben sich selber letztendlich ans Messer geliefert ;
nur selbst Daum bewies in der Sache im nachhinein (!) Professionalität und Tebartz nicht.Er hatte doch noch einen "klugen Kopf" hinter sich gefunden,der vernüftige Schadensregulierung betrieben hat - das sollte Tebartz ihm auch unbedingt nachmachen.

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Zitat
Original geschrieben von Printus
Niemand muss sich selbst belasten, gerade in schwebenden Verfahren halten Verfahrensbeteiligte in aller Regel den Mund - und tun auch gut daran, denn die Gefahr ist hoch, sich mit weiteren Einlassungen noch weiter in Bedrängnis zu quatschen. Dass der Bischof also nicht mit Erklärungen um die Ecke kam, hat die Sache nicht verbessert, aber auch nicht verschlimmert. Ab einem gewissen Punkt war medial sowieso nichts mehr zu retten.Richtig. Und für Rechtfertigungen besteht kein Grund, ausser ein Richter stellt die Fragen. Ab dem Zeitpunkt an dem er die Idee mit der schriftlichen Erklärung zur Seite legte, war er gut beraten.
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