Arrrrrgh, Facebook kauft WhatsApp für 16 Millarden Dollar!

  • Einfachheit siegt. Das sollte WhatsApp gezeigt haben.


    WhatsApp hat sich so verbreitet, weil es eben keine komplizierte Einrichtung, kein separates Konto, keine Freundesliste braucht. Stattdessen werden vorhandene (und auch dem nicht versierten Nutzer vertraute) Dinge benutzt: Die Rufnummer und das Adressbuch. Wenn ich einen meiner Kontakte ueber WhatsApp erreichen kann, erscheint er einfach. Der Rest ist nicht schwerer, als SMS zu verschicken.


    Klassische Instant Messenger gibt's ja schon seit den 90ern. Aber wirklich durchgesetzt haben sie sich nicht, da sie alle unter dem gleichen Problem leiden: Ich muss erst mal rausfinden, unter welchem Pseudonym meine Kontakte auf der jeweiligen Plattform erreichbar sind. Dann stelle ich mir meine Buddyliste zusammen.

  • Zitat

    Original geschrieben von harlekyn
    Klassische Instant Messenger gibt's ja schon seit den 90ern. Aber wirklich durchgesetzt haben sie sich nicht, da sie alle unter dem gleichen Problem leiden: Ich muss erst mal rausfinden, unter welchem Pseudonym meine Kontakte auf der jeweiligen Plattform erreichbar sind.


    Aber das dürfte bei Xabber doch die E-Mail Adresse sein, die heute (in Zeiten von Smartphones) eigentlich den gleichen Stellenwert hat wie die Rufnummer damals zu Hochzeiten der SMS. Aber wie gesagt, ich denke wohl zu naiv ;)

    Die Interpretation der deutschen Sprache ist schwierig, aber nicht gänzlich unmöglich, sofern man gewillt ist, sich mit dieser auseinanderzusetzen.

  • Zitat

    Original geschrieben von sin-4711
    Aber das dürfte bei Xabber doch die E-Mail Adresse sein, die heute (in Zeiten von Smartphones) eigentlich den gleichen Stellenwert hat wie die Rufnummer damals zu Hochzeiten der SMS.

    Den hat sie bei weitem nicht. Viele Leute haben eine Vielzahl von Mailadressen. Welche haben sie wohl bei einem bestimmten Dienst benutzt? Andere (so wie ich) benutzen eindeutige Aliase fuer jeden Service bei dem sie sich anmelden.


    Von den Menschen die E-Mail nicht oder kaum nutzen fangen wir am besten garnicht erst an.


    Das Problem faengt aber schon frueher an: Bei welchem Dienst bist du denn angemeldet? Wo erreiche ich dich? XMPP ist theoretisch toll, nur krankt es in der Praxis an der mangenlden Interoperabilitaet zwischen den einzelnen Providern.


    Du und ich wuerden das problemlos hinkriegen, Ottonormalnutzer ist damit ueberfordert und nutzt stattdessen lieber etwas, das einfach funktioniert. Der stoert sich aber auch nicht dran, dass Facebook nun 100%iger Anteilseigner von WhatsApp ist.

  • Zitat

    Original geschrieben von Mach007
    Sehr Amüsant... Whatsapp ist gut, FB ist böse...
    Auf einmal ist Datenschutz ein Thema... :D


    Datenschutz ist imho ein vorgeschobener Grund.
    Es geht wohl ehr darum, etwas "uncool" zu finden, weil es viele haben. Und weil es viele haben, ist es mainstream und daher zu durchschnittlich. Wenn man etwas auf sich hält, möchte man das um keinen Preis sein, sondern etwas besonderes. :)


    Wenn es wirklich um Datenschutz gehen würde, müsste man sich ehr Sorgen bei Amazon, Ebay & Co machen. Die haben neben Klarnamen, Anschrift und Mailadresse noch die Kontodaten. Quasi alles relevante, bis auf die Konversationen mit Lischen Müller.
    Die hat FB, aber aufgrund von Fakemail und Pseudonym nicht mehr. Persönliche Daten müssen nicht angegeben werden und das geschriebene lässt sich steuern, wer was sehen darf.
    Wer bei FB wirklich wichtiges schreibt (Firmeninternas etc) ist irgentwo selber Schuld. Das Risiko gibt es überall anders aber auch.


    Letztendlich ist Facebook eine Plattform:
    - um Meinungen auszutauschen und Kontakt zu halten
    - sich ein Stück weit selbst darzustellen
    - sich über Neuigkeiten zu informieren
    - auf der Händler Ware anbieten
    - bei der unerwünschte Leute blockiert werden können
    - Bilder hochgeladen werden können
    - PN's und Öffentliches geschrieben werden kann


    Gilt nicht das gleiche ein Stück weit auch für TT und andere Foren?
    Natürlich steckt hinter denen nicht ein Milliardenkonzern mit Gewinnerzielungsabsicht, aber einige Parallelen gibt es schon.


    Der veraltete Standartspruch zu FB ist a.) "was interessiert mich, wo der andere gerade auf Toilette ist?!" oder b.) "ich will nicht das meine Arbeitskollegen Partybilder sehen".
    a.) Warum hat man so jemand auf der Freundesliste und warum blockiert man diese nicht im Newsstream? Wird hier bei TT nicht auch zu jedem Thema sein Senf dazugegeben? Beispielsweise welches Bier man gerne trinkt - dürfte nur für einen Bruchteil interessant sein.
    b.) Warum läd man solches dann hoch? Warum gibt man die Bilder bewusst für Arbeitskollegen dann frei?


    Wie immer gilt: wenn man es intelligent nutzt, hat man seinen Vorteile davon, andernfalls fliegt man auf die Nase. Es liegt in der eigenen Hand.


    Just my 50 Cent.


    Dieser Account ist nicht mehr aktiv.

  • Deinen 50 Cent kann ich nur bedingt zustimmen, denn es gibt einen bedeutenden Unterschied. Hier in TT fühlt man sich weniger öffentlich als bei Facebook und man weiß genau was andere über einen selbst sehen: nur den Nicknamen! Bei FB ist das doch überhaupt nicht klar und ich würde mich niemals trauen dort einen politischen Artikel zu kommentieren und dass ich die AfD liken muss um die Beiträge zu sehen ist auch lächerlich, so halten mich andere noch für rechts.


    Hier bei TT gerade im Geplauder macht es Spaß halbwegs anonym Meinungen auszutauschen und sich dabei sicher zu fühlen. Nachrichten kann ich auch anders austauschen und Neuigkeiten bei Twitter verfolgen. Das schlimme an der Whatsapp Geschichte ist doch nur dass eine Art Gruppenzwang besteht und ein sofortiges Löschen des Accounts quasi unmöglich ist. Auch wenn ich keine Staatsgeheimnisse bei WhatsApp mitteile, lassen sich die Nachrichten schon gut verwerten: regelmäßige Aktivitäten, meistkontaktierte Freunde usw.


    Ich mache keine Panik, mir wäre nur lieber wenn einige Leute etwas skeptischer und vorsichtiger wären. Richtig schlimm ist das bei der U20 Generation, da kannst du alles herausfinden wenn du willst. Man sollte sich nur mal überlegen wo man überall einen Account hat und ob das Sinn macht und vor allem ob immer Klarnamen genutzt werden müssen!

  • bochumer-22,


    ein Wesensmerkmal und der ganze Sinn der Plattform FB ist aber, sich mit seinem sozialen Umfeld von früher oder heute zu vernetzen. Das funktioniert nur wenn die Masse der Leute sich nicht hinter Pseudonymen versteckt, sondern seine ehrlichen Lebensdaten offenbart.


    Insofern ist es ein Leichtes mit den Klarnamen und der Analyse, für welche Themen und Personen sich jemand interessiert, mit welchen Leuten jemand Kontakt hat, ein ziemlich genaues Profil über jeden ganz konkreten Menschen anzufertigen.


    Das Problem dabei ist immer - so wie auch jetzt mit der WA-Übernehme durch FB - dass keiner so genau wissen kann, wozu diese Daten jetzt und vor allem zukünftig benutzt werden. Das Bestreben von FB, aber auch anderen Organisationen und auch staatl. Strukturen ist, immer genauere und feinere Datenprofile zu bekommen. NOCH mag das relativ ungefährlich sein weil das Wissen nicht zerstörerisch eingesetzt wird.


    Aber stell' dir mal vor hier würde die politische Stabilität irgendwann wackeln und wir bekämen eine undemokratische Regierung. Überleg dir, als maximales Horrorszenarium mal, was ein Naziregime mit den Informationen hätte machen können, die heute über Bürger verfügbar sind wenn man die Gesetze ändert oder missachtet und alles auswertet...


    Und um sich von vorneherein dagegen zu schützen, dass selbst im ungünstigsten Fall Missbrauch mit Daten stattfinden kann muss verhindert werden, dass überhaupt solche unkontrollierbaren Datensammlungen entstehen. Also ist Datensparsamkeit als oberstes Gebot angesagt.
    Das raffen nur Viele nicht weil die das, was sie im Einzelfall preisgeben, relativ unkritisch finden und nicht verstehen, dass es nicht um den einzelnen Datensatz, sondern alles zusammen geht, was eben schon eine sehr unangenehme Gesamtsicht auf die komplette Persönlichkeit ermöglicht.


    BTW, in Threema fehlt mir auf dem App-Icon der kleine rote Kreis, der einem normalerweise anzeigt, dass/wieviele neue Nachrichten man bekommen hat.

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Zitat

    Original geschrieben von Printus
    BTW, in Threema fehlt mir auf dem App-Icon der kleine rote Kreis, der einem normalerweise anzeigt, dass/wieviele neue Nachrichten man bekommen hat.


    Auf welcher Plattform? Unter iOS gibt es den Zähler auf jeden Fall.

  • Tschüss Whatsapp, Willkommen Threema ist jetzt mein Status bei WA. ;) So mache ich meine Kontakte aufmerksam. WA wird nach der Übergangszeit gelöscht. :top:

  • Dass die 19 Mrd. sehr riskant sind ist uns aber allen klar? Es muss nur ein Argument gegen Whatsapp oder eben für eine andere App geben und schon fällt die Facebook Aktie ins bodenlose und wir haben erlebt wie eine unvorstellbare Summe Geld verbrannt wurde. Ich bin der Meinung eine Strategie steckt nicht dahinter. Nachdem Zuckerberg an der Uni eine Idee geklaut hat und damit Geld an der Börse eingesammelt hat sind nun keine Ideen mehr da und man versucht sich Innovation zu kaufen, zu erkennen an Instagram, WhatsApp und dem gescheiterten Versuch bei Snapchat.


    Privat wird das Vermögen für Zuckerberg wohl bis ans Lebensende und darüber hinaus ausreichen um sorgenfrei zu leben, insofern ist das Geld des Unternehmens für ihn wohl Spielgeld.

  • Es kann 10 Argumente gegen Whatsapp geben. Trotzdem werden über 99% der Nutzer nicht einmal über einen Wechsel nachdenken.


    Daher auch der Hohe Kaufpreis. Whatsapp hat sich etabliert und daran kann auch niemand mehr rütteln.

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