Ukraine / Krimkrise

  • Zitat

    Original geschrieben von rmol
    Klar dass jemand, der bisher anscheinend prima von Putins Aufträgen gelebt hat...

    Nix Putin-Auftrag... Ein Auftraggeber wäre bspw die russische Staatsfirma Siemens gewesen :p ;)
    Es sind Projekte deutscher Firmen in DE gewesen, die jetzt 'neu ausgerichtet' werden. Dass hier in zahlreichen deutschen Unternehmen Ukrainer beschäftigt werden, hat auch nix mit Aufbauhilfe für deren Bevölkerung o.ä. zu tun, sondern liegt einfach daran, dass die hier ab 2Euro/h arbeiten - das tun die generell - auch für amerikanische Firmen :gpaul:


    Schau mal in Deinem persönlichen Umfeld, ob Du nicht auch bisher von den deutsch-russischen Kooperationen profitiert hast. Das ist vielen Mitmenschen gar nicht bewusst, womit wir das Öl und Gas aus Russland bisher bezahlt haben. Wer im Glashaus sitzt.... naja Scherben haben wir bereits mehr als genug durch diese Verstandes-abstinente Politik :eek:

  • Zitat

    Original geschrieben von Jimmythebob
    Prima, dann lasst uns doch einfach alles Hinnehmen, was auf der Krim und der Ostukraine passiert ist.

    Was bringen denn die Sanktionen? Mit Sanktionen erreicht man nur Trotz- und Gegenreaktionen - wie mittlerweile wohl sogar jeder Tagesschau-Seher trotz Einlullungs-TV begriffen hat. Das hätte man aber genauso gut aus der Erfahrung der Vergangenheit wissen können.


    Aber Du hast schon Recht:
    Die Sanktionen gegen die Drecks-Russen hätten schon viel früher und viel härter ausfallen müssen:
    Dann hätten wir verhindert, dass die Russen solche Menschenrechtsverletzungen begehen können, wie den Vietnam-Krieg, Nicaragua, den Putsch des Chilenischen Diktators Pinochet, die Irak Kriege, die vielen zivilen Drohnenopfer...
    Sanktionen hätten sicher auch verhindert, dass orientalische Millionenstädte von den Drecks-Russen bombardiert wurden...
    ...und Sanktionen hätten bestimmt verhindert, dass die Drecks-Russen Giftgas an Saddam Hussein oder Assad liefern oder Spionagesoftware an mittelalterlich anmutende Diktaturen, wie Bahrain oder Saudi Arabien verscherbeln, damit die Diktatoren dort die Dissidenten finden, die sie köpfen oder steinigen... von den Waffenlieferungen dorthin ganz zu schweigen.
    Es ist auch eine Frechheit, dass die Russen mit ihrem weltweiten Spionageprogramm uns alle überwachen, sogar Merkels Handy.
    ...oder dass Putin seine Konzerne, wie Halliburton, Monsanto oder Black Rock zur Unterdrückung und Ausbeutung ganzer Völker einsetzt und sich mit Freihandelsabkommen über die Gesetze anderer Länder hinwegsetzt.
    Drecksrussen eben...



    ...oder habe ich da jetzt was verwechselt :eek:
    Auf jeden Fall messen wir hier immer schön brav mit gleichem Masstab, oder? :flop:


    PS: jede Ähnlichkeit mit Hagen Rether ist rein zufällig ;) :D

  • Zitat

    Original geschrieben von Jimmythebob
    Prima, dann lasst uns doch einfach alles Hinnehmen, was auf der Krim ... passiert ist. ...


    Das werden wir müssen ... alles Jammern hilft nicht. Die Krim war russisch, sie ist wieder russisch und sie wird auf unbestimmte Zeit auch auch russisch bleiben.


    Nun kann sich die EU nach guter alter Borderlinermanier ritzen, stechen oder sich gar den Arm abschneiden. Er wird rein gar nichts nutzen. Die einzige Option, diesen Zustand zu ändern, wäre eine militärische - die zieht (glücklicherweise) aber niemand in Betracht.


    Einem alten Zustand nachzujammern, der sich nicht wiederherstellen lässt, bringt wirklich niemandem etwas. Das sehen selbst Borderliner ein, wenn sie - in die Jahre gekommen - ihr früheres Verhalten reflektieren.


    Einzige Lösung kann sein, Russland eine Entschädigung für die klamme Haushaltskasse der UA abzuringen. Das geht aber nicht mit Sanktionen, die Russland das Geld kosten, welches ansonsten für Entschädigungszahlungen an die Ukraine zur Verfügung stünde.


    Die Träumer, die denken, in Sachen Krim könne das Rad zurückgedreht werden, sollten endlich in der REALITÄT ankommen und nicht mehr versuchen, die Ursache zu beseitigen, sondern der Ukraine bei der Bewältigung der Folgen zu helfen. Auch das ist nicht möglich mit Sanktionen, die unbestritten allen (gut wie böse) Schaden zufügen.


    Ich hätte nicht gedacht, dass ernst zu nehmende politisch Verantwortliche auf solchen Unfug verfallen. Allerdings hilft mir das bei meiner persönlichen "Wette" auf den DAX, bei dem ich (edit: oder eher mein Bauch :) - siehe Aktienthread) mittelfristig einen Rückgang auf etwa 8.000 Punkte erwartet hatte ... nun ist das Geld halt schneller verdient. Damit werde ich leben können.

  • Nur weil etwas nicht wieder rückgängig gemacht werden kann, darf man es also nicht Sanktionieren? Interessante Logik, das wird die vielen Strafgefangenen oder Empfänger von Bußgeldbescheiden sicher freuen. Die Straftat ist begangen, Sanktionen nutzen nichts, also am besten das gesamte StGB abschaffen, gell?
    Zu dem ständigen "aber die USA haben doch auch... *mitdemfußaufstampf*"- Argument sag ich nichts mehr, das ist einfach zu dumm.

  • Zitat

    Original geschrieben von Jimmythebob
    Zu dem ständigen "aber die USA haben doch auch... *mitdemfußaufstampf*"- Argument sag ich nichts mehr, das ist einfach zu dumm.

    Und was ist der Unterschied zwischen dem Handeln der USA und Russen??? :confused:

  • Zitat

    Original geschrieben von Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
    Am 10. September 2014 beendete die Kommission die EU-Sondermaßnahme, weil die Anträge der Erzeugerorganisationen und Erzeuger ein Volumen von rund 167 Millionen Euro erreicht und damit die finanzielle Obergrenze von 125 Millionen Euro deutlich überschritten haben. Aus Deutschland lagen keine Anmeldungen vor.

    Zitat

    Original geschrieben von DrMac
    "Hier und Heute" berichtet über Absatzprobleme bei Kartoffeln und Äpfel aus nordrhein-westfälischem Anbau. Die Preise sind wegen der überdurchschnittlich guten Ernte und des russischen Embargos im Keller. Außerdem werden jetzt verstärkt Agrarprodukte aus anderen EU-Ländern in Deutschland angeboten, die normalerweise für den russichen Markt bestimmt waren und hier zum weiteren Verfall der Preise beitragen. Als Folge landen Lebensmittel in der Biogasanlage oder werden untergepflügt, weil eine Ernte zu noch größeren Verlusten führen würde. Wer hier behauptet, die russischen Importbeschränkungen hätten keine Auswirkungen auf die Einkommenssituation deutscher Bauern, leugnet die Realität. http://www1.wdr.de/fernsehen/r…ernteimueberfluss100.html

    Hier mal die originale, auch nicht viel längere, verlinkte Sendungsbeschreibung:

    TT: "wegen der überdurchschnittlich guten Ernte und des russischen Embargos im Keller" WDR: "Preise für Äpfel sind so schlecht wie lange nicht mehr. Hinzu kommt noch der Importstopp" [Hauptsache/Nebensache]


    TT: "Außerdem werden jetzt verstärkt Agrarprodukte aus anderen EU-Ländern in Deutschland angeboten, die normalerweise für den russichen Markt bestimmt waren und hier zum weiteren Verfall der Preise beitragen." WDR: "Dadurch drängen Äpfel aus Ländern wie Belgien, den Niederlanden, Frankreich und Polen auf den deutschen Markt." [Verfallsverdoppelung, obwohl vorher schon abgehandelt! Ohne bei der Beschaffung darauf geachtet zu haben kommen meine Äpfel nach wie aus denselben Ländern wie immer. Haben genannte Ländern Apfelmarktanteile errungen? Mangels Marktpräsenz wusste ich bislang nichtmal, daß das bedeutende Apfelexportländer sind.]


    TT: "Wer hier behauptet, die russischen Importbeschränkungen hätten keine Auswirkungen auf die Einkommenssituation deutscher Bauern, leugnet die Realität. " WDR: Kein Wort. [Hat auch niemand niemals nie nicht behauptet, daß irgendwas keinerlei Auswirkungen hätte. Auch der brasilianische Schmetterlingsflügelschalg hat Auswirkungen auf's hiesige Wetter. Alles hat Auswirkung auf alles, nur die Erheblichkeit unterscheidet sich, aber gerade auf die kommt's an. Preise sind gesunken, alle jammern gern, Landwirte jammern aufgrund der Subventionierung praktisch durchgehend, die Ernte ist deutloich überdurchschnittlich, niemand hat Putin zum Importstop der für seine Bevölkerung lebensnotwendigen Lebensmittel gezwungen und die Umsätze von Übersetzern für deutschrussische Verträge sind bestimmt auch zurückgegangen. Kann das bitte jemand auch noch hochstilisieren?]


    Das tägliche "Hier & Heute" im WDR-Fernsehen ist nicht nur eine überaus sehenswerte, werktägliche Reihe an Alltagsreportagen, sondern meiens Erachtens sogar von überragender Qualität. Und das sind keine Wischiwaschi- und Gefühligkeitssachen, sondern mit Hand und Fuß, gründlich recherchiert, interessant aufbereitet und ansprechend dargestellt. Nicht, daß es sowas nicht auch sonst gäbe, aber fünfmal 15 und einmal 30 Minuten pro Woche mit unterschiedlichsten, aber durchweg interessanten Themen?

    Je suis Charlie

  • Zitat

    Original geschrieben von Jimmythebob
    ...
    Zu dem ständigen "aber die USA haben doch auch... *mitdemfußaufstampf*"- Argument sag ich nichts mehr, das ist einfach zu dumm.


    Habe ich dieses Argument verwendet? Zumindest ist mir das nicht bewusst und es war auch nicht beabsichtigt.


    Das Problem, dass in meine Beiträge irgendwelche Aussagen einfach "hineininerpretiert" werden, ist allerdings keine neues ...



    Edit:
    Und in der Tat ... das deutsche Strafrecht halte ich für reformbedürftig, weil die Frage einer möglichen Wiedergutmachung des Schadens des Opfers kaum eine Rolle spielt und durch viele Strafen sogar regelrecht unterlaufen wird. Will heißen: Durch manche Verurteilung des Täters wird das Opfer ein zweites Mal geschädigt.


    Obwohl die Opferrolle in den letzten Jahren geringfügig an Bedeutung gewonnen hat, interessiert sie niemanden wirklich. So sind Adhäsionsverfahren immer noch die Ausnahme, obwohl sie m.E. ein wichtiges Instrument wären, auf die Einsichtsfähigkeit von Tätern einzuwirken, weil ihnen erst hierdurch die Dimension manchen Schaden bewusst würde.


    Das deutsche Strafrecht zum Vorbild für das Völkerrecht zu nehmen, halte ich für absolut verfehlt. Die Ukraine hat wirkliche Probleme, die man in Verhandlungen mit Russland über eine (zumindest) finanzielle Wiedergutmachung lindern könnte. Aber daran ist wirklich niemand interessiert ... nicht einmal die Ukraine selbst.


    Warten wir den Winter ab ... mit zunehmender Kälte wächst vielleicht die Einsichtsfähigkeit ... nicht umsonst wird immer wieder der Nutzen eines "kühlen Verstands" hervorgehoben.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!