Ukraine / Krimkrise

  • FAZ, Deutschlandfunk, Die Süddeutsche - das sind nur drei Medien, die man guten Gewissens als Beispiele für hochwertigen Journalismus anführen kann. Das Gleiche gilt für einige Journalisten im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.


    Aber damit belasse ich es hier: Gerade bei solchen Themen ist die Diskussion in diesem Forum unsinnig. Da herrschen einfach zu viele merkwürdige Vorstellungen vor, wie Zeitungen und Medien arbeiten. Die Lügenpresse-Brüller wird man ohnehin nie überzeugen können. Jedenfalls dann nicht, wenn man noch andere Dinge zu tun hat, als hier Beiträge zu schreiben.

  • Naja das Wort "Lügenpresse" wurde auch von ebendieser Etabliert und mit einem negativen Touch sowie Bindung an den Nationalsozialismus versehen. Dann ist es ja böse weil es ja eh nur von irgendwelchen verirrten Pediga Anhängern kommt und das wird auch auf Kanälen mit großer Reichweite halt so kommuniziert. Klassische Denunziation von halt kritisch Hinterfragenden Bürgern. Es gibt halt nicht mehr nur Ja und Amen Sager.


    Ich bevorzuge da eher "einseite Berichterstattungen"... und ich beziehe das jetzt nicht nur auf den Russland/Ukraine Konflikt.

  • Das Wort wurde nicht von der Presse erfunden, sondern auf Pegida-Demonstrationen in Chören gerufen.


    Kritisch hinterfragen ist prima - und wird sicher nicht diffamiert, sondern ist sogar Kern einer pluralistischen Presse von taz bis FAZ. Die Leute, die sich von 'der' Presse 'verarscht' fühlen, um Dich zu zitieren, gehören aber nach meinem Eindruck gerade nicht zu denen, die eine Neigung zu differenziertem kritischem Hinterfragen haben. Meist sind es Leute, die zu ganz einfachen und geradezu schlichten Erklärungen neigen: die Amis, die Banken, die Ausländer, 'die da oben', die an allem schuld sind.


    Und damit wünsche ich Dir einen guten Abend.

  • Na dann scheint es aber verdammt viele davon zu geben. Ich meine vielleicht finden ja einige etwas mehr "neutrale" Worte anstatt extremere ins Negative gehende Sichtweisen. Aber das Wort Qualitätsmedien habe ich halt schon lange nicht mehr gehört. Und ich habe viel Kontakt mit Menschen der verschiedensten Gruppen.



    Naja nichts für ungut.... gehört hier ja auch nicht unbedingt rein. Dir auch einen schönen Abend.

  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    Ich bin froh, dass die hiesigen Qualitätszeitungen und -medien....

    ROFL :D :D :D

    Zitat

    FAZ, Deutschlandfunk, Die Süddeutsche - das sind nur drei Medien, die man guten Gewissens als Beispiele für hochwertigen Journalismus anführen kann. Das Gleiche gilt für einige Journalisten im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

    Komisch nur, dass Ihr hochwertigen Journalisten laufend von Amateuren, wie bspw Die Propagandaschau oder die ständige Publikumskonferenz beim 'kreativen Ausgestalten der Wahrheit' ertappt werdet. :apaul:
    Bezeichnend ist, dass es häufig ehemalige Mitarbeiter (bspw Stefan Niggemeier) dieser 'Qualitätsmedien' (FAZ) sind , die sich von dieser Art Qualität verabschieden.


    Bezeichnend ist auch, dass gerade bei den Top Ten der vernachlässigten Nachrichten das Verspielen der Glaubwürdigkeit auf Platz 1 landete.


    Wie präzise Euch unsere Kritik trifft, zeigt auch die neue Art, wie sich einige von Euch neuerdings zu wehren versuchen:
    Statt auf die Argumente einzugehen, werden die vermeintlichen 'Redelsführer' von Euch persönlich angegangen
    Ihr überseht dabei aber, dass es längst mehr als nur ein paar Hanseln sind, die Euch auf die Finger schauen. :cool:
    Es ist für mich mittlerweile ein geselliger/gesellschaftlicher 'Zeitvertreib', während Bahnfahrten, beim Warten auf den Flieger o.ä. Euch auf den Zahn zu fühlen... und mittlerweile habe ich dabei so gut wie immer spontane Mitstreiter an jedem Ort :top:


    Entweder Ihr findet wieder zu ehrlichem, recherchierendem Jounalismus zurück und verzichtet künftig auf das Abschreiben oder Ihr beraubt Euch selbst Eures Broterwerbs. Was Ihr derzeit abliefert ist mir mittlerweile keinen Cent mehr wert - ganz im Gegenteil: Ich mache Euch verantwortlich für den Schaden, den Ihr anrichtet :mad:


    So, meine Spätschicht als Putin-Troll und Apologet ist jetzt beendet. Für jeden weiteren Beitrag bekomme ich ab jetzt Überstunden- Feiertags- und Diffamierungszulage :p ;)
    das reicht dann sicher für
    .....Freibier für alle :D

  • Wir müssen doch keine Presseberichte als "Lügenpresse" bezeichnen.


    Berichtet wird, dass Nemzow einem Anschlag zum Opfer fiel und getötet wurde. In der westlichen wie östlichen Presse. Und ich sehe keinen vernünftigen Anlass, daran zu zweifeln.


    Darüber hinaus entwickelt jeder Schreiberling seine eigene Verschwörungstheorie und gibt sie zum Besten - das ist durch die Meinungsfreiheit gedeckt. Die einen spekulieren, Putin habe den Auftrag erteilt, die nächsten spekulieren in andere Richtungen.


    Und außer spekulieren geht momentan einfach noch nix.



    Am Rande:
    Traurig ist, dass dies auch noch für den Flugzeugabschuss über dem Donbass gilt. Im Wrack verbliebe Fragmente der zum Absturz führenden Munition wurden wohl sichergestellt - die Öffentlichkeit wird dennoch im Unklaren gelassen.


    [Edit: Hier war ich auf eine als neu verkaufte Altmeldung hereingefallen]


    Ich halte es für erstaunlich, dass die Metallfragmente nicht durch ihre Legierung längst zugeordnet werden konnten.


    Ein Argument, welches die Boden-Luft-Rakete zur wahrscheinlichsten Lösung werden ließ, wird im Spiegel-Interview durch den Chefermittler genannt: "Wir haben keinerlei Hinweise darauf, dass Kiew nicht absolut offen mit uns umgehen würde."


    Vor dem Hintergrund, dass Poroschenko schon mehrfach in der Rolle des Barons Münchhausen auftrat, halte ich dieses Argument inzwischen für besonders fraglich. :(

  • [QUOTE] Original geschrieben von Robert Beloe ... Meist sind es Leute, die zu ganz einfachen und geradezu schlichten Erklärungen neigen: ... /QUOTE]
    "... Diskussion mit ... Putin-Apologeten ... sinnlos."
    Das stammt von dir.
    Ist auch eine "schlichte" Erklärung.

  • Zitat

    Original geschrieben von pithein
    ...
    Ist auch eine "schlichte" Erklärung.


    Ebenso wie das übliche "Putin ist schuld."


    Da muss man nicht einmal mehr nachdenken ... es haben sich schon Nervenbahnen für einen echten Reflex ausgebildet. :p

  • Zitat

    Original geschrieben von Jimmythebob
    Einer von Putins größten Kritikern wird ermordet und weil nicht sein kann, was nicht sein darf, kommen für den Mord natürlich nur Putinkritiker in Betracht. :rolleyes: So verschwurbelt muss man erstmal denken können.


    Putin zieht eine Spur aus Mord und Verbrechen hinter sich her. Putin hat inzwischen drei Kriege begonnen, zehntausende Menschen dadurch abgeschlachtet. In Russland wurde der Rechtsstaat systematisch abgeschafft, die Presse gleichgeschaltet, Kritiker ermordet. Opposition gibt es nur noch auf dem Papier; in der Realität ist Russland zur Autokratie zurückgekehrt. Manche behaupten ja, "die Russen bräuchten das" und echte Demokratie wäre eben nichts für die. Leider bleibt Putins Machtstreben aber nicht in Russland. Georgien, Tschetschenien, Krim, jetzt Ostukraine. Als nächstes wird Putin die baltischen Staaten versuchen plattzumachen. Oder vorher noch einen blutigen Putsch in Weissrussland... mal schaun, Putin ist nicht wählerisch und nimmt jede Gelegenheit an, die sich ihm bietet, das russische Imperium wiederherzustellen. Nachdem ich über jeden vernünftigen Zweifel hinaus gezeigt hatte, dass Putin bei der Krimannektion und dem weiteren Konflikt in der Ostukraine seine Hände im Spiel hat, kam genau was? Genau: gar nichts, einfach ignorieren.
    Wer jetzt noch Putins Popo küsst, der weiß, mit wem er es zu tun hat. Putin wird hier im Strang so hochgelobt und Schutz genommen, nicht OBWOHL er ein Mörder und Verbrecher ist, sondern WEIL er ein eben solcher ist. Machen wir uns nichts vor: der Kommunismus ist zwar eine der menschenfressendsten Ideologien aller Zeiten, mit Opferzahlen, die in die Dutzenden Millionen gehen. Eine Ideologie, die nicht nur bereits vom Ansatz her gar nicht funktionieren kann, sondern darüber hinaus seit Jahrzehnten immer wieder bewiesen hat, welch verheerende Wirkung sie hat. Aber das hindert viele Deutsche nicht daran unverändert fanatisch daran zu glauben, der "real existierende Sozialismus" wäre ja nur noch nie "richtig gemacht" worden und das nächste mal würde es ganz bestimmt funktionieren. Und Putin ist -ähnlich wie Castro- für diese ewig Gestrigen eine Lichtgestalt, ein Vorkämpfer gegen die verhasste soziale Marktwirtschaft und gegen den noch verhassteren Liberalismus.

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