Ukraine / Krimkrise

  • Zitat

    Original geschrieben von rmol Das hatten wir ja schon von 1922 bis 1991, mit bekanntem Ergebnis. Vermutlich bist du konsequenterweise auch dafür, dass unsere Ostmark wieder heim ins Reich kommt.


    Das Zarenreich ist nach dem Zwischenschritt der UDSSR 1991 in seine Bestandteile zerfallen, auch weil die Bestandteile/Kolonien zu unterschiedlich waren.


    Jedoch halte ich Ukrainer und Russen für so ähnlich, dass diese vernünftig regiert zusammen leben könnten. Gemeinsame historische Wurzeln gibt es jedenfalls (Russland wurde in Kiew gegründet...).


    Alle anderen Alternativen sind nach meiner Meinung schlechter:
    Gewinnen zur Wahl die Putschisten, geht der Bürgerkrieg los.
    Gewinnen zur Wahl die Russen, wird das Land zerlegt, und nur ein bettelarmer Teil der Ukraine bleibt als "Ukraine" übrig, mit hohen Risiken für die Staatengemeinschaft.


    Oder wie sieht nach Deiner Meinung die bestmögliche Lösung für die Zukunft der derzeitigen Ukraine aus?

  • Zitat

    Original geschrieben von autares Mal eine Frage: warum fühlt sich Russland denn von der NATO (Erweiterung) bedroht?


    Zum Beispiel weil das ein Bruch bestehender Verträge wäre. Vertragsbrecher könnte keiner mehr ernst nehmen. Es müsste zurecht befürchtet werden, das weitere Vertragsbrüche folgen.

  • Zitat

    Original geschrieben von Truthahn
    Gemeinsame historische Wurzeln gibt es jedenfalls (Russland wurde in Kiew gegründet...).

    Jo, und manche preußische Könige wurden in Königsberg gekrönt...


    Zitat

    Original geschrieben von Truthahn
    Alle anderen Alternativen sind nach meiner Meinung schlechter:
    Gewinnen zur Wahl die Putschisten, geht der Bürgerkrieg los.
    Gewinnen zur Wahl die Russen, wird das Land zerlegt, und nur ein bettelarmer Teil der Ukraine bleibt als "Ukraine" übrig, mit hohen Risiken für die Staatengemeinschaft.


    Ich fürchte, es wird gar nicht zu gesamt-ukrainischen Wahlen kommen, von daher erübrigen sich diese Überlegungen. Und Bürgerkrieg kann es leider auch ganz ohne Wahlen geben...


    Zitat

    Original geschrieben von Truthahn
    Oder wie sieht nach Deiner Meinung die bestmögliche Lösung für die Zukunft der derzeitigen Ukraine aus?

    Die Modelle Finnland/Österreich wurden ja schon genannt - vermutlich aber für Putin inakzeptabel, da es seinen Einfluss schmälern würde. Aber zuallererst sollten das die Ukrainer selbst bestimmen dürfen... wenn man sie denn ließe.


    Zitat

    Original geschrieben von Truthahn
    Zum Beispiel weil das ein Bruch bestehender Verträge wäre. Vertragsbrecher könnte keiner mehr ernst nehmen. Es müsste zurecht befürchtet werden, das weitere Vertragsbrüche folgen.

    Es gibt keinen Vertrag, der eine Erweiterung der Nato ausschließt - abgesehen davon, dass das Thema sowieso nicht auf der Tagesordnung steht. Es gab aber den Atomwaffenverzicht der Ukraine, im Zuge dessen der Ukraine auch von Russland ihre Grenzen bestätigt wurden. Diesen Vertrag hat Russland bereits gebrochen und wird auch nicht vor einem zweiten Vertragsbruch zurückschrecken.

  • Nun, frag doch mal die USA, warum die 1962 keine Raketen und/oder Truppen der damaligen UdSSR auf Kuba haben wollten.


    DANN fällt die Antwort eher einfach.

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Der Kuba-Vergleich hinkt. Hier geht es "nur" um einen potentiellen Regimewechsel, nicht um Raketen- oder Truppenstationierung. Den kubanischen Regimewechsel haben die USA letztendlich akzeptiert, wenn auch zähneknirschend und nicht freiwillig.

  • Zitat

    Original geschrieben von rmol
    Interessante Auszüge aus Russland gängelt seine Blogger:

    Andere Aspekte der St. Petersburger Veranstaltung werden auch im SPON-Artikel Putin ruiniert Russlands IT-Branche beleuchtet:

    Zitat

    Doch der Wind wird rauer für Russlands IT-Schmieden. So musste Mitte April der Gründer von VK.com - einem 200-Millionen Nutzer starken sozialen Netzwerk - sein Unternehmen verlassen. VK.com-Chef Pawel Durow hatte sich über Jahre einen Kleinkrieg mit Russlands Inlandsgeheimdienst FSB geliefert. Zuletzt war er aufgefordert worden, Foren von Unterstützern der Maidan-Revolution in Kiew zu schließen und die Daten der Nutzer an den Geheimdienst weiterzugeben. Durow weigerte sich, so wie er sich 2012 bereits Anordnungen widersetzt hatte, gegen Unterstützer des Oppositionsführers Alexej Nawalny vorzugehen.


    Den Machtkampf hat Durow verloren. VK.com stehe nun "unter voller Kontrolle von Igor Setschin und Alischer Usmanow", einem kreml-treuen Oligarchen, schrieb Durow. Er hat nicht nur das Unternehmen verlassen, sondern auch sein Heimatland. "Unglücklicherweise ist das Land momentan nicht geeignet für Internet-Business", teilte er mit.

  • Lies dir bitte nochmal GENAU deine Antwort durch:


    Zitat

    Der Kuba-Vergleich hinkt. Hier geht es "nur" um einen potentiellen Regimewechsel, nicht um Raketen- oder Truppenstationierung. Den kubanischen Regimewechsel haben die USA letztendlich akzeptiert, wenn auch zähneknirschend und nicht freiwillig.


    Dann erkennst du den Fehler in deiner Begründung. Und auch, warum es eben doch vergleichbar ist.


    Zudem ging es primär um die Frage, warum die NATO-Osterweiterung kein bzw. ein Problem für Russland sein sollte.


    (Unabhängig vom Rest der Sache. Meine Meinung findest du ca. 10-15 Postings zurück. Mir fehlen hier die Lösungsansätze).

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


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  • Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Lies dir bitte nochmal GENAU deine Antwort durch:


    Dann erkennst du den Fehler in deiner Begründung.

    Nö, ich erkennen keinen Fehler in meiner Begründung. Den müsste mir der Herr Oberlehrer schon deutlicher aufzeigen. Kleiner Hinweis: der kubanische Regimewechsel fand statt, bevor die UdSSR dort Raketen aufstellen wollte.


    Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Zudem ging es primär um die Frage, warum die NATO-Osterweiterung kein bzw. ein Problem für Russland sein sollte.

    Nö, es ging nicht primär um diese Frage, denn sie steht schlichtweg nicht auf der Tagesordnung - sogar bestätigt vom Nato-"Hardliner" Rasmussen.


    Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    (Unabhängig vom Rest der Sache. Meine Meinung findest du ca. 10-15 Postings zurück. Mir fehlen hier die Lösungsansätze).

    Du hattest dich doch weiter oben zumindest indirekt als Demokraten bezeichnet: müsste dir dann nicht auch am Herzen liegen, dass die Ukrainer im Mai im ganzen Land frei wählen dürfen? Es sind ganz offensichtlich Kräfte am Werk, die das zu verhindern suchen...

  • Zitat

    Original geschrieben von rmol
    ... müsste dir dann nicht auch am Herzen liegen, dass die Ukrainer im Mai im ganzen Land frei wählen dürfen? ...


    Ich denke mal, dass dies jedem vernunftbegabten Demokraten am Herzen liegen dürfte.



    Zitat

    Original geschrieben von rmol
    ... Es sind ganz offensichtlich Kräfte am Werk, die das zu verhindern suchen...


    Ob sie es "zu verhindern suchen" mag möglicherweise dahingestellt bleiben können. Solange das Regime in Kiew den Osten der Ukraine mit Militäroperationen überzieht, werden geregelte Wahlen dort jedenfalls kaum möglich sein.


    Ob das Regime so die auf Mai angesetzten Wahlen verindern will, weiß ich nicht. Das Ergebnis ist jedenfalls dasselbe: Wahlvorbereitungen und Wahlen werden durch (drohende) Kampfhandlungen des ukrainischen Militärs beeinflusst, so dass selbst bei deren Durchführung das Ergebnis Anlass zu Zweifeln gäbe.


    Und ergibt sich nur der geringste Anhaltspunkt für die Anmeldung von Zweifeln, werden die Zweifler ganz sicher das Ergebnis nicht anerkennen, so dass man sich die Wahlen gleich sparen kann. Ruhe träte dann nämlich nicht ein. :(

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