Ukraine / Krimkrise

  • Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Das auf jeden Fall! Abhängigkeiten sind nie gut.


    Und wer hat diese Abhängigkeit auch noch selbstgefällig gefördert? Der Hochverräter Schröder. Ich konnte seine Handlung schon damals nicht fassen und habe die Probleme erwartet die sich nun materialisiert haben.


    Als Romano Prodi aus dem italienischen Ministerpräsidentenamt schied, bekam er ein vergleichbares Angebot von Putin für einen Southstream-Job, wie Schröder bei Northstream. Aber er lehnte ab, die Sammlung Putins an korrupten Ex-Regierungsschefs blieb klein.
    Das rechne ich Prodi hoch an.

    LG: V30
    Samsung: Galaxy Tab S2 LTE, A5 (2017);
    Sony: Xperia X Compact;

  • Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    Ach was, nun legst Du schon dreist den Toten Worte in den Mund. Stell Dir vor, diese Menschen wussten wofür und daß sie ihr Leben riskierten. ...


    Ja, ja ... nicht jeder ist dazu geboren, als "Held" an der Ostfront zu sterben. :p


    Und stell Du Dir jetzt mal vor ... wie viele "feige und servile" Zivilisten in Syrien ihr Leben lassen mussten ... Menschen, die alles andere als begeistert von den Kämpfen sind. In Bürgerkriegen leiden eben nicht nur die Protagonisten, sondern auch alle friedliebenden und unbeteiligten Bürger. Und die noch in viel größerem Maße als die militanten Kräfte, weil sie den Geschehnissen nahezu hilflos ausgeliefert sind.


    Und nicht überall auf der Welt löst die Forderung nach dem "totalen Krieg" dermaßen viel Begeisterung aus, wie in Deutschland. Eigentlich dachte ich, diese Zeiten seien auch hier vorbei. Wahrscheinlich hatten wir zu lange keinen Krieg mehr im eigenen Land. Früher war es etwa alle 30 bis 40 Jahre soweit ... vielleicht brauchen wir wieder "Erfahrungen aus erster Hand", um das durch einen Krieg ausgelöste Leid beurteilen zu können. Ich glaube fast, uns geht es inzwischen viel zu gut ... :rolleyes:

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    ... Und nicht überall auf der Welt löst die Forderung nach dem "totalen Krieg" dermaßen viel Begeisterung aus, wie in Deutschland. ...


    Bei den meisten Wehrmachtssoldaten hat die Forderung nach dem "totalen Krieg" bestimmt nicht "viel" Begeisterung ausgelöst.

  • Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    Und wer hat diese Abhängigkeit auch noch selbstgefällig gefördert? Der Hochverräter Schröder. Ich konnte seine Handlung schon damals nicht fassen und habe die Probleme erwartet die sich nun materialisiert haben.


    Als Romano Prodi aus dem italienischen Ministerpräsidentenamt schied, bekam er ein vergleichbares Angebot von Putin für einen Southstream-Job, wie Schröder bei Northstream. Aber er lehnte ab, die Sammlung Putins an korrupten Ex-Regierungsschefs blieb klein.
    Das rechne ich Prodi hoch an.


    Northstream hat doch nicht die Abhaengigkeit erhoeht, sondern man haette sich trotzdem noch andere Optione offen halten koennen.


    Ausserdem war das Problem vielleicht auch das nach Schroeder Russland so isoliert wurde. Wenn es so wie unter Schroeder weitergegangen weare, und man Russland nicht ausgegrenzt haette, dann waere es vielleicht nicht dazu gekommen, das Russland sich in die Ukraine einmischen wuerde. Man weis es zwar nicht, aber koennte es jedenfalls hoffen.

  • Hätte, hätte, Fahrradkette. Es gibt nur eine Realität und das einzig beinflußbare ist die Zukunft. Aber abgesehen von dem einen, notorischen Schwätzer scheint ja niemand den Bezug zur Realität komplett verloren zu haben. Man kann doch nicht im Nachhinein den Einstieg Schröders beim reinen Demokraten einfach im Nachhinein zum Umkehrzeitpunkt umdefinieren. Natürlich war sowohl das, als auch seine seitdem einkommensgetriebenen Äußerungen eine absolute Überraschung, aber so wichtig ist der Typ auch nicht, daß er direkt oder indirekt eine Kehrwende hätte bewirken können. Russland wurde nicht ausgegrenzt, sondern hat sich ausgerenzt. Schröder's just an egocentric asshole, frankly.

    Je suis Charlie

  • Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    ... dann waere es vielleicht nicht dazu gekommen, das Russland sich in die Ukraine einmischen wuerde.

    Wie bitte? Russland mischt sich seit fast 100 Jahren in die Ukraine ein. Dass sie nun mit dem Machtwechsel weniger Einfluss haben ist ja letztendlich der Grund für die Kriegsprovokationen.


    nicht auf Anja bezogen: manche geben hier den Pazifisten, machen sich aber zum Sprachrohr desjenigen, der in Europa als erster nach dem Weltkrieg die Grenzen des eigenen Landes mit kriegerischen Mitteln erweitert hat... :flop:

  • Zitat

    Original geschrieben von rmol
    manche geben hier den Pazifisten, machen sich aber zum Sprachrohr desjenigen, der in Europa als erster nach dem Weltkrieg die Grenzen des eigenen Landes mit kriegerischen Mitteln erweitert hat... :flop:

    Andere machen sich zum Sprachrohr derjenigen, welche schön durch die Medien in die gewünschte "Das ist der Böse" Haltung gerückt werden.

  • Nun läuft eine verstärkte verdeckte Invasion der Ost-Ukraine mit irregulären Einheiten statt mit regulären russischen Truppen. Dir russischen Grenzer schauen weg, wenn Lastwagenweise Söldner aus Russland über die Grenze in die Ukraine fahren. Nachts bringen Transporthubschrauber Gerät über die Grenze für die Kossacken, Tschtetschenen und - ich vermute - Freiwillige des Militärs.
    Der FSB und die GRU führen nun einen Krieg a la pakistanische ISI mittels der Taliban in Afghanistan.
    http://www.bbc.com/news/world-europe-27643518



    http://www.nzz.ch/aktuell/inte…ner-im-donbass-1.18312851


    "Die Separatisten in Donezk versuchen nicht länger zu verbergen, dass sie russische Kämpfer an ihrer Seite haben. Diese nahmen am Donnerstag auf Kosten örtlicher Kräfte auch die organisatorischen Fäden der «Volksrepublik Donezk» in die Hand.
    ...
    Borodai erklärte auch, dass die Leichen von 33 gefallenen russischen Kämpfern nach Russland zurückgebracht würden. Damit wurde mindestens seitens der «Volksrepublik Donezk» offen eingeräumt, dass russische Söldner an den Kämpfen beteiligt sind. Aus dem Kreml heisst es offiziell jedoch nach wie vor, dies sei nicht der Fall. Wie eine Kampftruppe mit schweren Waffen und Fahrzeugen hätte in die Ukraine eindringen können, ohne dass der russische Grenzschutz dies bemerkte, versucht man in Moskau nicht zu erklären. ..."


    Tja, der Kreml lügt wie gehabt, während man der mangelnden Begeisterung bei den Einheimischen in der Ostukraine einfach mit eigenen Söldnern nachhilft.

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