Ukraine / Krimkrise

  • Zitat

    Original geschrieben von rmol
    Jetzt merken auch die kleinen Leute in Russland, dass sie die Zeche für die Krim-Okkupation zahlen müssen.


    Statt wie früher nur Subbotnik leisten zu müssen, wird nun "freiwillig" Geld gespendet...


    Das war im Rest des Ostblocks ähnlich. Meine Mutter mußte ihre Schulferien in den sommerlichen Ernteschlachten verbringen. Als z.B. sich schmächtiges Mädchen mit schweren Sensen abquälen u.ä.. Elendes System von Sklaventreibern.


    Und was macht nun Putin? Er verschenkt weiter Staatsvermögen. Nachdem er schon kürzlich Nord-Korea Milliarden an Altschulden erlassen ließ, kümmert er sich um alte Kampfgefährten:


    http://www.handelsblatt.com/po…teinamerika/10155372.html


    " ... Zu Beginn seiner Reise treffe Putin am 11. Juli in Havanna seinen kubanischen Amtskollegen Raúl Castro sowie dessen Bruder und Vorgänger Fidel. Erst am Freitag stimmte das Parlament in Moskau dem Erlass von umgerechnet 26 Milliarden Euro Schulden zu, die Havanna noch aus Sowjetzeiten bei Moskau hatte. Einen Rest von 2,6 Milliarden Euro soll Kuba innerhalb von zehn Jahren abbezahlen. ..."


    Deswegen braucht er Geld von der Ukraine ...

    LG: V30
    Samsung: Galaxy Tab S2 LTE, A5 (2017);
    Sony: Xperia X Compact;

  • Zitat

    Original geschrieben von Braindead
    Überall zahlt doch der kleine Mann die Zeche wenn politische Entscheidungen getroffen werden.

    Das ist wohl wahr, aber solche "freiwilligen" Zwangsabgaben mit entsprechendem Druck dahinter sind ein Phänomen des Ostblocks, daher der Verweis auf den Subbotnik.


    Oder hast du so etwas schon mal im Westen erlebt?

    Zitat

    In ihrem Krankenhaus würden die Angestellten aufgefordert, auf einen Tageslohn zu verzichten, aus Solidarität mit den rund zwei Millionen Krim-Bewohnern, denen die Gelder als Spenden zukommen sollen. Eine freiwillige Aktion, eigentlich.
    "Die Chefs informierten uns im Juni darüber, in einem Tonfall, der keinen Zweifel daran ließ, dass man Folge zu leisten habe. Dann verteilten sie Spendenformulare und forderten uns auf, sie auszufüllen", sagt Tatjana.

    (aus dem oben verlinkten Spiegel-Artikel)

  • Zitat

    Original geschrieben von rmol
    ... aber solche "freiwilligen" Zwangsabgaben mit entsprechendem Druck dahinter sind ein Phänomen des Ostblocks, ...

    Ich frag mich gerade, was wohl der Frau passieren würde, wenn sie der "guten" Sache nicht folgeleisten würde...


    und im gleichen Augenblick frage ich mich, was wohl passieren würde, wenn sich bei der Fußball-WM auch nur einer der Kapitäne weigern würde das "freiwillige" Bekenntnis nicht vorzulesen.

    Zitat

    Oder hast du so etwas schon mal im Westen erlebt?

    Nein, persönlich natürlich nicht.

    Zitat

    Die Krankenhaus-Therapeutin Tatjana, ihren Nachnamen will sie nicht nennen, lebt und arbeitet in dem russischen Ort Taganrog nahe der Grenze zur Krim.

    (auch aus dem selben Spiegel-Artikel)


    Taganrog liegt etwa 50km von der Grenze zur Ostukraine aber über 250km von der Krim entfernt ohne überhaupt eine Grenze mit der Krim zu haben. Schlecht recherchiert, oder?

  • Zitat

    Original geschrieben von beesdo77
    Ich frag mich gerade, was wohl der Frau passieren würde, wenn sie der "guten" Sache nicht folgeleisten würde...

    Schwer zu sagen... aber wie man hört, ist es dort häufig besser, gerade den lokalen Mächten gegenüber gehorsam zu sein....


    Zitat

    Original geschrieben von beesdo77
    und im gleichen Augenblick frage ich mich, was wohl passieren würde, wenn sich bei der Fußball-WM auch nur einer der Kapitäne weigern würde das "freiwillige" Bekenntnis nicht vorzulesen.

    Du meinst das Bekenntnis gegen Rassismus? Schwer vergleichbar, denn niemand dort wird gezwungen, für das eigene Land aufzulaufen.



    Zitat

    Original geschrieben von beesdo77
    Taganrog liegt etwa 50km von der Grenze zur Ostukraine aber über 250km von der Krim entfernt ohne überhaupt eine Grenze mit der Krim zu haben. Schlecht recherchiert, oder?

    Immerhin näher als Nowosibirsk, im Landesvergleich also immer noch nah :D


    Könnte durchaus sein, dass "Ostukraine" gemeint, aber "Krim" geschrieben wurde - kommt beim Spiegel gelegentlich vor. So hieß es bei der allerersten Meldung heute zum Tod von Schewardnadse, er sei "ehemaliger russischer Außenminister" gewesen...

  • Zitat

    Original geschrieben von rmol
    ... solche "freiwilligen" Zwangsabgaben mit entsprechendem Druck dahinter sind ein Phänomen des Ostblocks ...


    Sind aber "unfreiwillige" Abgaben, wie der Solidaritätszuschlag in unserem Land, besser?
    Die Vereinigung sollte laut Dr. Kohl doch aus der Portokasse bezahlt werden.
    Über die russische Propaganda wird ja in diesem Thread oft geschrieben.
    Über "Propaganda" eine interessante Ausstellung in Hamburg.
    Meinungslenkung im Ersten Weltkrieg zeigt Entwicklungen auf, die früh erdacht wurden, also nicht unbedingt Erfindungen des Netzzeitalters sind.
    Quelle: http://www.zeit.de/2014/26/propaganda-ausstellung

  • Zitat

    Original geschrieben von pithein
    Sind aber "unfreiwillige" Abgaben, wie der Solidaritätszuschlag in unserem Land, besser?

    Gesetzliche Vorgaben sind auf jeden Fall besser, als der Willkür und Interpretationsfähigkeit lokaler Mächte ausgeliefert zu sein.
    Zum Soli kann man ja stehen wie man will - die einzige Partei, die ihn abschaffen wollte, wurde gerade aus dem Bundestag gewählt...


    Zitat

    Original geschrieben von beesdo77
    [...] unsere (Spiegel-) Journal(ien)isten! :)

    Immerhin berichtetn diese überhaupt noch über Entwicklungen in der Krise, auch heute wieder. Bei anderen deutschsprachigen Medien hingegen scheint das Interesse abzuflauen...

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